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Middle England

Roman

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Inhalt und Details

Der Brexit spaltet die britische Gesellschaft und ganz Europa – Coes klug-ironische Komödie zeigt, wie es dazu kommen konnte.
Benjamin Trotter zieht in eine romantische Wassermühle in die Grafschaft Shropshire, ins Herz des ländlichen England, um seinen Roman, an dem er schon 30 Jahre arbeitet, zu beenden. Seine Nichte Sophie fühlt sich im multikulturellen London zu Hause, lebt aber nach der Heirat mit ihrem Mann in der Provinz und spürt ein zunehmendes Unbehagen; ist auch er so fremdenfeindlich wie seine Mutter? Doug, Journalist und Labour-Anhänger, schämt sich für sein luxuriöses Leben im reichen Chelsea, das sich kaum jemand noch leisten kann. In den vermeintlich idyllischen Midlands mit festen Werten und Traditionen kommt eine bizarre Sehnsucht nach Englishness auf, und eine tiefe Kluft zieht in diesem abgehängten Landesteil durch alle menschlichen Beziehungen. Ab wann lief alles schief? Dieser unterhaltsame und fein gesponnene Gesellschaftsroman blickt tief in die Seele des englischen Wesens. Jonathan Coe, 1961 in Birmingham geboren, studierte in Cambridge und Warwick, lebt in London. Er zählt zu den wichtigsten und witzigsten lebenden zeitgenössischen britischen Autoren. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter der Prix Médicis, Ordre des Arts et des Lettres und der Premio Flaiano. Seine Romane sind verfilmt und in viele Sprachen übersetzt worden, u. a. "Erste Riten" (2002), "Das Haus des Schlafes" (2006), "Die ungeheuerliche Einsamkeit des Maxwell Sim" (2010).
Zuletzt auf Deutsch bei Folio ist erschienen: Nummer 11 (2017).
  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    11.02.2020

  • Verlag Folio
  • Seitenzahl

    480

  • Maße (L/B/H)

    21,7/14,9/4,8 cm

Beschreibung & Medien

Artikeldetails

  • Einband

    gebundene Ausgabe

  • Erscheinungsdatum

    11.02.2020

  • Verlag Folio
  • Seitenzahl

    480

  • Maße (L/B/H)

    21,7/14,9/4,8 cm

  • Gewicht

    715 g

  • Auflage

    4. Auflage

  • Übersetzer

    Cathrine Hornung,

    Dieter Fuchs

  • Sprache

    Deutsch

  • ISBN

    978-3-85256-801-0

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Buchhändler-Empfehlungen

Auswirkungen des Brexit

Andrea Kowalleck, Thalia-Buchhandlung Saalfeld

Ein beeindruckender, kluger Roman, der sich dem aktuellen Thema Brexit widmet und auf sehr aufschlussreiche, leicht humorvolle Art die unterschiedlichsten Auswirkungen auf die britische Bevölkerung beschreibt. Anhand einer ganz normalen Familie, die inmitten von Großbritannien lebt, erzählt Jonathan Coe die verschiedenen Empfindungen, Gedanken und Erlebnisse vor und während des Brexit und zeigt auf, wie Menschen dadurch entweder zusammenrücken oder auch leider auseinander gehen. Es lohnt sich unbedingt, diesen gut recherchierten und sehr unterhaltsamen Gesellschaftsroman zu lesen.

Susanne Gey, Thalia-Buchhandlung Hürth

Der Brexit als unterhaltsame Komödie, die auch die englische Gesellschaft spaltet, sich wie ein tiefer Riss durch Beziehungen gräbt und uns Kontinentaleuropäer staunen lässt. Ich habe mich amüsiert, die Stirn gerunzelt und mochte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Grandios !!

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Auf der Suche nach der Englishness - Jonathan Coe erzählt auf äußerst unterhaltsame und tiefgründige Art und Weise vom Leben in London und den Midlands in den Jahren 2010 bis 2018. Benjamin Trotter, ein beinahe gescheiterter Autor, seine Familie und seine Freunde sind das lebendige Abbild der britischen Gesellschaft vor und nach... Auf der Suche nach der Englishness - Jonathan Coe erzählt auf äußerst unterhaltsame und tiefgründige Art und Weise vom Leben in London und den Midlands in den Jahren 2010 bis 2018. Benjamin Trotter, ein beinahe gescheiterter Autor, seine Familie und seine Freunde sind das lebendige Abbild der britischen Gesellschaft vor und nach der Brexitabstimmung. Die gar nicht so überraschende Erkenntnis aus diesem Roman ist, dass - abgesehen von speziell britischen Befindlichkeiten - die jüngsten politischen Entwicklungen in der übrigen westlichen Welt ganz ähnliche Gründe haben dürften.

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Die auch hierzulande viel diskutierte Spaltung der Gesellschaft ist zentrales Thema von Coes witzig-intelligentem Roman über die Jahre vor dem Brexit-Votum und die Zeit danach. Ist eine Verständigung über weltanschaulich-politische Gräben hinweg noch möglich? Der erfolglose Schriftsteller Ben, Universitätsdozentin Sophie und ihr... Die auch hierzulande viel diskutierte Spaltung der Gesellschaft ist zentrales Thema von Coes witzig-intelligentem Roman über die Jahre vor dem Brexit-Votum und die Zeit danach. Ist eine Verständigung über weltanschaulich-politische Gräben hinweg noch möglich? Der erfolglose Schriftsteller Ben, Universitätsdozentin Sophie und ihr attraktiver, aber fatalerweise eher dem konservativen Lager zugehöriger Gatte, der linke Journalist Doug, der die Welt nicht mehr versteht: Sie alle bevölkern den Kosmos des mit leichter Hand erzählten Romans, der Großbritanniens Weg in den Brexit nachvollziehbarer macht und dabei hohen Unterhaltungswert besitzt.

Adieu to old England, adieu?
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen an der Enz am 01.05.2020

In den vergangenen Monaten habe ich viele Bücher zum Thema Brexit gelesen, mich dabei aber selten so gut unterhalten gefühlt wie in Jonathan Coes „Middle England“ (prämiert mit dem Costa Novel Award 2019). Am Beispiel der Familie Trotter (bekannt aus den Vorgängerbänden „Erste Riten“ und „Klassentreffen“ – Kenntnis nicht zwingen... In den vergangenen Monaten habe ich viele Bücher zum Thema Brexit gelesen, mich dabei aber selten so gut unterhalten gefühlt wie in Jonathan Coes „Middle England“ (prämiert mit dem Costa Novel Award 2019). Am Beispiel der Familie Trotter (bekannt aus den Vorgängerbänden „Erste Riten“ und „Klassentreffen“ – Kenntnis nicht zwingend erforderlich) zeigt der Autor uns die Veränderungen auf, die das Vereinigte Königreich hin zu dem gespaltenen England dieser Tage durchlaufen hat. Über einen Zeitraum von 2010 bis 2018 begleiten wir Ben, den Möchtegern-Schriftsteller, mittlerweile Privatier und Besitzer einer Wassermühle in den West Midlands und Doug, Bens Schulfreund und politisch links angesiedelter Journalist, der eine außereheliche Affäre mit einer Tory-Abgeordneten hat. Und dann ist da noch Sophie, die Kunsthistorikerin und Bens Nichte. Verheiratet mit einem Fahrlehrer, dessen Mutter die Stimme der derjenigen verkörpert, die in dem Zustrom der Einwanderer Englands Untergang kommen sieht, deren Dienste aber gerne in Anspruch nimmt. Dazu gesellt sich noch eine Vielzahl von Figuren, die jede in irgendeiner Weise mit diesen in Verbindung steht. Neben diesen fiktiven Leben nehmen aber auch, wie könnte es anders sein, die politischen Veränderungen in England innerhalb dieser Zeit Raum ein. Die Olympischen Spiele, die Unruhen im Sommer 2011, die Wahlen und schlussendlich das Referendum, dessen Ausgang die Ängste, Vorurteile und Unzufriedenheit – gerade der älteren Generation - mit Englands Rolle in der Welt widerspiegelt und einfängt. Und nicht zuletzt erfahren wir auch etwas über die mediale Landschaft und den Literaturbetrieb. Bens literarisches Projekt, das mittlerweile über 3000 Seiten umfasst, gewinnt den Booker Prize, nachdem er es auf Anraten seines Lektor-Freundes auf 200 Seiten zusammengestrichen hat. Verpackt in individuelle Schicksale ist „Middle England“ zum einen ein faszinierendes, humorvolles Porträt vom Leben abseits der Metropolen, zum anderen aber auch die schonungslose Bestandsaufnahme der englischen Befindlichkeiten, deren Resultat im Brexit gipfelte. Nachdrückliche Leseempfehlung


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