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Amadeus auf dem Fahrrad

Roman

Rolando Villazón

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Beschreibung

Salzburg ist im Festspieltaumel, Mozarts "Don Giovanni" wird geprobt. Der junge Mexikaner Vian Maurer träumte davon, Opernsänger zu werden, scheiterte aber an seinem strengen Vater und seinen Gesangslehrern, die sich darüber stritten, ob er Tenor oder Bariton sei. So hat er es nur zum Statisten gebracht. In „Don Giovanni“ darf er nun als einer der Teufel auftreten.
Vian bewundert Mozart, er liest alles über ihn, was ihm in die Hände fällt. Mit seiner Freundin Julia, die er bei den Proben kennen gelernt hat, tritt er auf der Straße als Mozart mit einer weißen Perücke auf.
Zur Premiere von „Don Giovanni“ reist der strenge Vater aus Mexiko an und will den verträumten Sohnemann wieder nach Hause holen. Doch Vian hat andere Pläne...

Einer der berühmtesten Mozartinterpreten und -kenner unserer Zeit schreibt über eine Herzensangelegenheit. Mit viel Humor und in unvergesslichen Szenen entwirft er eine Figur, die man einfach lieben muss. Die schönste Hommage an den berühmten Komponisten und seine Heimatstadt, die man sich wünschen kann.

Vian wird glücklich,weil er lernt, sein eigenes Spiel zu spielen und aus dem für ihn vorgezeichneten Leben seines Vaters auszubrechen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 16.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-07070-0
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 21,2/13,6/4,1 cm
Gewicht 504 g
Auflage 4. Auflage
Übersetzer Willi Zurbrüggen
Verkaufsrang 105685

Buchhändler-Empfehlungen

Das besondere Geschenk zum Fest

Franziska Lauszus, Thalia-Buchhandlung Göttingen

Wenn ein Opernstar über die Salzburger Festspiele und sein junges Alter-Ego auf der Nestflucht schreibt - muss es einfach gut werden. Da der Autor aus der "Szene" kommt, hat er das Flair, die Eleganz der klassischen Musik und die Leidenschaft der Musiker exzellent getroffen. Dabei schreibt er humorvoll, plaudert aus dem Musikernähkästchen, lässt Salzburg im Kopf erblühen und über allem sehen wir Mozart auf dem Rad durch salzburger Gassen sausen.

Ricarda Martius, Thalia-Buchhandlung Dresden

Auf dem Weg seinen Platz im Leben zu finden lässt Rolando Villazon seinen Helden Vian aberwitzige,schöne und bewegende Situationen erleben. Oft scheint die Tragik hinter der Fassade des Clowns durch. Im Laufe der Handlung wird der Roman immer nachdenklicher, eine weise Sinnsuche.

Kundenbewertungen

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Zauberhafter Mozart- und Salzburgroman
von Zauberberggast aus München am 16.11.2020

Der weltbekannte Tenor Rolando Villazón hat mit "Amadeus auf dem Fahrrad" seinen dritten Roman vorgelegt, für mich war es sein erster, wird aber nicht der letzte bleiben. Der sympathische mexikanische Opernsänger mit dem gewissen Etwas hat hier nicht etwa einen autobiografischen Roman über seine illustre Bühnenkarriere geschrieb... Der weltbekannte Tenor Rolando Villazón hat mit "Amadeus auf dem Fahrrad" seinen dritten Roman vorgelegt, für mich war es sein erster, wird aber nicht der letzte bleiben. Der sympathische mexikanische Opernsänger mit dem gewissen Etwas hat hier nicht etwa einen autobiografischen Roman über seine illustre Bühnenkarriere geschrieben, aber seine Erfahrungen in der Klassik- und Opernbranche sowie mit der Festspielstadt Salzburg sind mit Sicherheit in dieses Buch mit eingeflossen. Wir begleiten in “Amadeus auf dem Fahrrad” den jungen Mexikaner Vian Maurer, der davon träumt, Opernsänger zu werden. Leider möchte der konservative Vater lieber, dass er in ein Unternehmen eintritt und die Künstlerträume ad acta legt. Nach einigen erfolglosen Versuchen in Europa als Sänger Fuß zu fassen, wird er als stummer Komparse in einer "Don Giovanni"-Inszenierung für die Salzburger Festspiele engagiert. Der Vater gönnt Vian zähneknirschend diesen einen letzten Künstlersommer in der österreichischen Festspielstadt, bevor er in Mexiko einen Bürojob anzutreten hat. Der Roman handelt also von diesem Festspielsommer, in dem der junge Mann sein Glück in der Mozartstadt sucht. Vian ist durch und durch ein Träumer und so bewegt er sich auch traumwandelnd und traumtänzerisch durch den Salzburger Festspielsommer. Wunderbar und kenntnisreich beschreibt Villazon die aufgeladene Atmosphäre, die diese Theaterfestspiele jedes Jahr so einzigartig machen. Der Roman ist einerseits voller Komik, zum Beispiel stolpert Vian immer wieder in witzige Situationen, die die ihm unerwünschte Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich ziehen. Er spricht mit Statuen und handelt oft völlig selbstvergessen und spontan - auf der Bühne und abseits davon. Andererseits hat das Buch auch ernste Züge. Vian hat schon einige tragische Erlebnisse hinter sich, wie zum Beispiel den Verlust seiner Mutter. Es ist auch traurig mit anzusehen, wie er immer wieder versucht, seine Liebe für das Singen und die Bühne zum Beruf zu machen und kläglich an seiner Talentlosigkeit scheitert. Die unheilvolle - platonische - Dreiecksbeziehung mit dem teuflischen Schauspieler Jacques und der engelsgleichen Produktionsassistentin Julia rückt das Buch zudem ins Märchenhafte bzw. Fantastische. Die Liebe und Verehrung des Autors für den berühmtesten aller Komponisten zieht sich leitmotivisch durch den Roman. Mozart ("Trazom") ist in diesem Buch omnipräsent, er lauert hinter jeder Ecke, seine Geschichte steckt in jedem Buch, das Vian liest, seine Musik liegt wie eine frische Brise in der schwülen Salzburger Sommerluft. Ironischerweise sucht unser Protagonist Vian genau in dieser Stadt sein Glück, der Mozart unbedingt entfliehen wollte. Während Salzburg für ihn wie ein Gefängnis war, ist es für Vian die letzte Bastion der Freiheit, bevor er sein Leben eingesperrt in einem Büro in Mexiko verbringen muss. Mozart wird zu Vians Alter Ego und unsichtbarem, stets präsentem Freund. Mit ganz viel Esprit, Pathos, Poesie und Humor erzählt Villazón Vians Geschichte, die oft surreal und expressionistisch anmutet. Vians Einbildungskraft ist groß, seine Träume sehr bildgewaltig, er ist sensibel, sein Empfinden synästhetisch, Farben wirken sich auf seine Stimmung aus. Er ist ein tragikomischer Sancho Pansa, eine empfindsam Künstlerseele, die gegen die Windmühlen der Realität von Geldmangel und Erfolglosigkeit kämpft. Man muss diesen Protagonistin, der in vielem seinem Verfasser ähnelt, einfach mögen, ihn ins Herz schließen und den Kopf über seine kindliche Unbedarftheit schütteln. Fazit: Ich mochte dieses bezaubernde Buch sehr gerne und kann es für alle Liebhaber von Mozart, Salzburg, Villazón und der Opernwelt an sich sehr empfehlen!

Charmant, farbenfroh und humorvoll ...
von Sharon Baker aus Mönchengladbach am 21.07.2020

Opernmusik hat die Familie Mauer schon immer begleitet, da der Vater ein großer Fan davon ist. So wurden die Urlaube immer abwechselnd in Salzburg oder Bayreuth verbracht. Während die älteren Geschwister dieser Musik nichts abgewinnen konnten, entflammte bei dem jüngsten, Vian, eine große Liebe und sein Traum einmal auf der Bühn... Opernmusik hat die Familie Mauer schon immer begleitet, da der Vater ein großer Fan davon ist. So wurden die Urlaube immer abwechselnd in Salzburg oder Bayreuth verbracht. Während die älteren Geschwister dieser Musik nichts abgewinnen konnten, entflammte bei dem jüngsten, Vian, eine große Liebe und sein Traum einmal auf der Bühne zu stehen und mitzusingen. Aber von solchen Plänen möchte, der Patriarchat der Familie nichts hören und hält diesen Wunsch für verschwendete Zeit. So vergehen Jahre und als am Ende von der Familie nur Vian noch übrig ist, erkämpft er sich ein Jahr Freiheit und möchte diese Chance als Sänger probieren. Kurzum es läuft nicht gut, aber sein Weg führt ihn trotzdem nach Salzburg und seine Träume erwachen vom Neuen. Wie wird er sich dort durchschlagen? Kann er seinen Traum von Singen leben? Oder ist es wirklich ein Sommer der Entscheidungen und die Rückkehr noch Mexiko? Rolando Villazón ist einfach der Tenor seiner Zeit, ich kenne ihn von Aufzeichnungen aus Verdi Opern und finde ihn ganz großartig. Aber er singt nicht nur leidenschaftlich gern, nein, er scheint auch noch gerne zu schreiben, immerhin ist dies schon sein dritter Roman und er soll ein Mozartexperte sein. Für mich ist es das erste Buch aus seiner Feder, aber da ich Mozart liebe und Salzburg vor Jahrzehnten besucht hatte, wollte ich unbedingt in dieses Festspielflair eintauchen und es mal aus der Sicht von jemanden lesen, für den es mehr nach Normalität schmeckt. Ob ich mit der Geschichte warm geworden bin, erzähle ich euch jetzt. Vian Mauer ist ein ganz großer Träumer und leider auch ein Verlierer. Als jüngster Spross einer vermögenden anerkannten Familie mit einem strengen Oberhaupt hat er mit seinem Gemüt nicht viel zu lachen. Da seine Geschwister in den Augen seines Vaters unwürdig sind und somit auch nicht mehr existent, lastet die Familienehre auf seinen Schultern und nicht dazu gehört nun einmal singen. Ein Beruf im Anzug bei einer großen Firma, ist eher nach dem Geschmack des Vaters, aber Vian fühlt sich alles andere als wohl und berufen dabei. Seine Liebe gehört der Oper und er nimmt sogar heimlich Gesangsunterricht, um es seinen Vater zu zeigen, dass er es sehr wohl kann. Aber hier gibt es schon ein großes Problem, denn seine Stimme ist nicht so einfach einzuordnen, für den einen Gesangslehrer ist er ein Tenor, für den anderen ein Bariton und Vian mehr als entmutigt. So schwangt sein Selbstvertrauen extrem Hin und Her und seine Sorgen nehmen immer mehr zu. Nun allerdings hat er auch eine gute Ausgangsposition, denn als einziger Sohn und Erbe, will er es zumindest versuchen, ein Leben als Künstler und sein Vater muss sich da beugen, denn wenn es nicht klappt, begibt er sich nämlich in sein vorbestimmtes Schicksal. Vians Karriere beginnt ganz klar nicht erfolgreich und am Ende reist er als Komparse nach Salzburg, um bei der Aufführung zu „Don Giovanni“ mitzuwirken. Zumindest sein Traum Salzburg zu erleben erfüllt sich. Und hier blende ich einfach mal raus und sage, mehr müsst ihr selbst erlesen. Was ich aber sagen kann, ist, Rolando Villazón hat Salzburg einfach herrlich und lebendig eingefangen. Seine Bilder der Stadt erblühten förmlich im Kopf und ich wäre unglaublich gern sofort dorthin gereist. Die engen Straßen, die vielen Treppen, die malerische Gegend an der Salzach und zwischen drin, die Welt der Opernsänger. Diven auf dem Fahrrad, die winkend an den Reportern vorbei sausen und Musik überall. Witzige Hintergrund Informationen zu Opernproduktionen reihen sich mit ein und unterhalten aufs Beste. Tja, und überall Mozart, quirlig, greifbar und doch auch mit einer nachdenklichen Seite. Das alles hat der Autor fantastisch eingefangen und zum Leben erweckt. Allerdings hatte ich so meine Probleme mit Vians Geschichte, dieser schrägen Freundschaft zu zwei Fremden, denn Freundschaft würde ich es nicht unbedingt nennen. Zwei Personen, die irgendwie abhängig von einander sind. Julia, die als Assistentin in der Produktion arbeitet, Regenbogenfarbende Haare hat und in die sich Vian verliebt. Ihr Schatten ist Jacques, der den Oberteufel spielt und sich auch ganz gerne auf, oder daneben benimmt. Bei der Figur bin ich mir immer noch unsicher, ob ich sie falsch verstanden habe, sollte es eine Anspielung auf Mozart sein, oder ist er einfach ein unbequemer Zeitgenosse, der das Leben von Vian immer wieder anstachelte und verletzte, der seine Zuneigung zu Julia ausspielt und ihn quält. Natürlich ruft er somit, nicht nur die verträumen Seiten von Vian hervor, aber so richtig begriffen, habe ich dieses merkwürdige Trio nicht und das hat mir die Geschichte, etwas schwer gemacht. Dagegen gibt es aber auch Figuren, die einfach wunderbar die Geschichte mit ausfüllten und das Flair dieser Stadt noch verstärkten, wie der Buchhändler, oder Herr Wolfgang, der Bettler. So hat diese Geschichte absolut Charme, Witz, aber auch Drama pur dabei. Vian muss also nicht nur sich selbst finden, sondern sich auch seinen Platz. Vielleicht klappt es nicht mit dem Gesang, aber eins ist er in Salzburg auf jeden Fall, ein Künstler, nämlich ein Lebenskünstler. Amadeus auf dem Fahrrad ist ein Kampf um den eigenen Platz im Leben, der Freiheit zu tun, was man liebt und Menschen zu finden, die einen verstehen. Charmant, farbenfroh und humorvoll.


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