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Die vergessliche Mörderin

Ein Fall für Poirot

Agatha Christie

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Beschreibung

Wie löst man einen Fall, wenn die Mörderin sich an nichts erinnern kann?

Norma Restarick ist felsenfest davon überzeugt, eine Mörderin zu sein. Das Problem ist jedoch, dass sie sich nicht daran erinnern kann, wen sie umgebracht hat und auch nicht wie sie es getan haben soll. Hercule Poirot und seine gute Freundin Ariadne Oliver erklären sich dennoch bereit, in diesem durch und durch sonderbaren Fall zu ermitteln. Lediglich ein Selbstmord hat sich in Norman Restaricks Apartmenthaus zugetragen. Könnte das der Mord sein, den die junge Frau meint begangen zu haben?

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 224
Erscheinungsdatum 04.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-455-00870-8
Verlag Atlantik Verlag
Maße (L/B/H) 18,2/12,4/2,2 cm
Gewicht 216 g
Originaltitel Third Girl
Auflage 1
Übersetzer Edda Janus
Verkaufsrang 46653

Kundenbewertungen

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Spannender Fall um den guten "alten" Poirot
von sommerlese am 18.05.2020

Der Kriminalfall "Die vergessliche Mörderin" von Agatha Christie erschien erstmals 1966. Die junge Norma Restarick glaubt, eine Mörderin zu sein. Hercule Poirot bekommt leider kaum nähere Angaben, weil Norma keine Erinnerung an das Vorgefallen hat, nicht mal, wer das Opfer gewesen ist. Ein fragwürdiger Fall, doch damit ist P... Der Kriminalfall "Die vergessliche Mörderin" von Agatha Christie erschien erstmals 1966. Die junge Norma Restarick glaubt, eine Mörderin zu sein. Hercule Poirot bekommt leider kaum nähere Angaben, weil Norma keine Erinnerung an das Vorgefallen hat, nicht mal, wer das Opfer gewesen ist. Ein fragwürdiger Fall, doch damit ist Poirots Interesse geweckt. Als Norma ihn auch noch als zu "alt" bezeichnet, kratzt sie an seiner Ehe, gemeinsam mit Ariadne Oliver ermittelt er und entdeckt zunächst einen augenscheinlichen Selbstmord, der sich in Normas Apartmenthaus zugetragen hat. War sie die Täterin? Ab und zu lese ich gerne mal meine "alten" Agatha-Christie-Bücher. Bei diesem Krimi gefällt mir besonders der mühelos zu lesende Erzählstil, die liebevoll gezeichneten Charaktere und auch die humorvolle Note. Denn der Krimi beginnt regelrecht komisch, weil man die Langeweile von Hercule Poirot zu spüren bekommt und seine Charakterzüge kennenlernt. Außergewöhnlich ist auch die Rolle der Schriftstellerin Ariadne Oliver, die als literarisches Ebenbild von Agatha Christie in ihrem eigenen Roman auftritt. Die Zeit, in der die Autorin diesen Krimi schrieb, spiegelt sich auch in ihrer Handlung wider. Alles war im Umbruch, das Alte war überholt und alles Neue war verrückt und streitlustig. Man hat das Gefühl, Agatha Christie wollte ihren guten alten Poirot irgendwie aussortieren und ihm noch einmal einen interessanten Fall erfüllen lassen. Poirot wird in diesem Krimi körperlich gefordert, anders als sonst, löst er diesen Fall nicht vom Schreibtisch aus und muss sich selbst vor Ort bemühen. Die Auflösung ist schlüssig und logisch und mit den kleinen sorgsam eingebauten Details sehr aufschlussreich ausgeführt. Die Krimis von Agatha Christie sind immer lesenswert und durch die unblutige Handlung gut zu lesen. Hier hat mir der eingebaute Zeitgeist gut gefallen.

Spannender Kriminalroman zum Schmökern und Genießen!
von Rezensent aus BW am 07.05.2020

Das 1966 erstmals erschienene Buch ist der 57. Kriminalroman, den Agatha Christie geschrieben hat. Er spielt in einer Wendephase. Das Alte galt als überholt, verknöchert und verstaubt - das Neue als verrückt, überzogen und provokativ. Genau diese Welten treffen hier aufeinander. Das ist der Rahmen, innerhalb dessen sich ... Das 1966 erstmals erschienene Buch ist der 57. Kriminalroman, den Agatha Christie geschrieben hat. Er spielt in einer Wendephase. Das Alte galt als überholt, verknöchert und verstaubt - das Neue als verrückt, überzogen und provokativ. Genau diese Welten treffen hier aufeinander. Das ist der Rahmen, innerhalb dessen sich die Geschichte um die vergessliche Mörderin abspielt. Mir gefiel diese atmosphärisch wunderbar aufgegriffene Gleichzeitigkeit und Gegenüberstellung von konservativen und modernen Strömungen im Bereich Jugend, Frauen und Kunst. Hercule Poirot, der konservative, scharfsinnige, eitle, von sich eingenommene und trotzdem sympathische belgische Privatdetektiv mit dem gezwirbeltem Schnurrbart, hat soeben eine Analyse über berühmte Autoren von Kriminalromanen beendet. Gerade als er beginnt, sich zu langweilen, schneit eine junge ungepflegte Dame herein. Sie will ihn wegen eines Mordes sprechen. Wegen eines Mordes, den SIE möglicherweise begangen hat...aber sie überlegt es sich anders. Ohne ihm mehr zu verraten, ist sie genauso schnell wieder verschwunden, wie sie gekommen ist. Poirot lässt das keine Ruhe. Er erzählt der befreundeten, redseligen, extrovertierten und etwas schrulligen Krimiautorin Mrs. Oliver von dieser außergewöhnlichen Begegnung und sie hilft ihm herauszufinden, wer und wo das Mädchen ist: Es ist Norma Restarick, die in einer Frauen-WG in London lebt und bei einem Innenausstatter arbeitet. Norma Restarick, die aus der ersten Ehe eines steinreichen Geschäftsmannes und Firmenteilhabers stammt. Norma Restarick, die anscheinend „verrückt“, „unterbelichtet“ oder zumindest „konfus“ und „vergesslich“ ist und plötzlich spurlos verschwindet... Die 1976 mit 86 Jahren verstorbene Agatha Christie lässt den Leser in Poirot‘s Gedankenwelt eintauchen und verführt auf diese Weise dazu, mitzudenken und den Fall mit ihm zusammen zu lösen. Das macht Spaß, fesselt und ist spannend. Mir gefallen die unaufgeregte Erzählweise und die altmodische, aber in meinen Ohren so respektvoll, vornehm und elegant klingende Sprache. Ja, sie klingt auch gestelzt und gekünstelt, aber das stört mich weniger, als dass es mich zum Schmunzeln bringt. Ich mag die altertümliche Atmosphäre und das Benehmen der älteren Figuren, für das mir kein besseres Wort als „sophisticated“ einfällt. Das typisch englische Flair dieser Zeit wird in dem Roman vermittelt. Ja, das Ganze ist auch auch etwas klischeehaft und manchmal ein bisschen kitschig. Aber auch das stört mich weniger, als dass es mich zum Schmunzeln bringt. Der Leser begegnet in dem Buch einer Vielzahl von liebevoll, unterschiedlich und lebendig gezeichneten Charakteren. Am liebsten mag ich die schlagfertige und etwas kauzige Kriminalbuchautorin Mrs. Oliver, die sich eigenmächtig und mit großem Ehrgeiz an den „Fall Norma“ heranmacht. Ganz nebenbei werden bedeutsame und zeitlose Themen gestreift: Was, wenn man das Gefühl hat, im falschen Leben festzustecken? Wie ist es, wenn man als Fünfjährige vom Vater verlassen wird und dieser dann später mit einer neuen Ehefrau zurückkommt (Stichwort: Ödipus)? Hass und wozu er führen kann. Und letztlich wird man auf eine falsche Fährte gelockt und mit einer überraschenden, aber plausiblen Auflösung konfrontiert. „Die vergessliche Mörderin“ ist eine interessante, spannende, vergnügliche, unterhaltsame und kurzweilige Lektüre. Ich liebe diese etwas altertümlichen Kriminalromane, egal ob von Agatha Christie oder Simenon. Sie sind für mich eine wunderbare Abwechslung zum Schmökern und Genießen.

Ist sie die Täterin?
von Lerchie am 26.04.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Eine junge Frau kommt zu Hercule Poirot und behauptet einen Mord begangen zu haben. Doch sie verschwindet so schnell wie sie gekommen ist. Auch kann sie sich nicht wirklich daran erinnern. Nicht ob und nicht wen sie umgebracht haben will. Doch Poirots Interesse ist geweckt und gemeinsam mit Ariadne Oliver ermittelt er in diesem ... Eine junge Frau kommt zu Hercule Poirot und behauptet einen Mord begangen zu haben. Doch sie verschwindet so schnell wie sie gekommen ist. Auch kann sie sich nicht wirklich daran erinnern. Nicht ob und nicht wen sie umgebracht haben will. Doch Poirots Interesse ist geweckt und gemeinsam mit Ariadne Oliver ermittelt er in diesem Fall. Kann der Selbstmord, der sich in Normas Apartmenthaus zugetragen hat, der Mord sein, den sie glaubt begangen zu haben? Meine Meinung Ein Buch von Agatha Christie! Als Fan von ihr musste ich da zugreifen. Obwohl ich eher der Miss-Marple-Fan bin, gefällt mir Hercule Poirot auch sehr gut. Ich finde, dass Agatha Christie immer eine gute Wahl ist. Auch wenn ich das Buch mindestens schon einmal gelesen hatte, war es so spannend wie beim ersten Lesen, denn der/die MörderIn war mir entfallen. Wie alle Agatha-Christie-Bücher ließ es sich leicht und fließend lesen, keine Unklarheiten im Text. Ich war recht schnell in der Geschichte drinnen, konnte mich gut in die Protagonisten hineinversetzen. In Hercule Poirot, dem es keine Ruhe ließ von einem jungen Mädchen für die Ermittlungen als ‚zu alt‘ angesehen zu werden. Und in das Mädchen das glaubte, einen Mord begangen zu haben, sich aber nicht wirklich sicher war, denn erinnern konnte sie sich daran nicht. War sie wirklich eine Mörderin? Der geneigte Leser wird dies selbst herausfinden müssen, indem er dieses fesselnde und spannende Buch liest. Es hat mir wieder sehr gut gefallen, mich gefesselt und auch gut unterhalten. Dafür eine Leseempfehlung sowie die volle Bewertungszahl.


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