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Täufer

Von der Reformation ins 21. Jahrhundert

Astrid Schlachta

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Buch (Taschenbuch)
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Beschreibung

Die Täufer sind neben den Lutheranern und den Reformierten die dritte große Strömung innerhalb der Reformationsbewegung des 16. Jahrhunderts. Sie zeichneten sich von Beginn an durch große Diversität aus, teilten jedoch einige zentrale Glaubensvorstellungen, derentwegen sie rasch unter Verfolgung gerieten: etwa Wehrlosigkeit, Eidesverweigerung und die Trennung von „Staat“ und Kirche.
Das Buch stellt die Entwicklung der ersten Täufer und der aus ihnen hervorgegangenen Mennoniten, Hutterer und Amischen vor. Phasen der Traditionalisierung und der Absonderung wechselten mit Phasen der Erneuerung und der Öffnung. Die Vielfalt ihrer Lebensweisen und ihrer Differenzierungen in den Glaubenslehren blieb stets charakteristisch für die Täufer, deren wechselvolle Geschichte auf dem aktuellen Forschungsstand hier neu erzählt wird.

Frau PD Dr. Astrid von Schlachta ist Privatdozentin am Lehrstuhl für Neuere Geschichte der Universität Regensburg.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 432
Erscheinungsdatum 08.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8252-5336-3
Verlag Utb GmbH
Maße (L/B/H) 21,3/15,1/3 cm
Gewicht 647 g
Verkaufsrang 117631

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Zur Aktualität der Täuferbewegung
von einer Kundin/einem Kunden aus Metelen am 12.10.2020

Astrid von Schlachta: Täufer. Von der Reformation ins 21. Jahrhundert, Tübingen 2020 Astrid von Schlachta räumt in ihrem umfangreichen Täufer-Buch mit einem im Münsterland noch populären Vorurteil auf: die Täuferbewegung habe mit der öffentlichen Hinrichtung der Münsteraner Täufer 1536 ihr Ende gefunden. Das Gegenteil ist der... Astrid von Schlachta: Täufer. Von der Reformation ins 21. Jahrhundert, Tübingen 2020 Astrid von Schlachta räumt in ihrem umfangreichen Täufer-Buch mit einem im Münsterland noch populären Vorurteil auf: die Täuferbewegung habe mit der öffentlichen Hinrichtung der Münsteraner Täufer 1536 ihr Ende gefunden. Das Gegenteil ist der Fall, wie z.B. die Geschichte des Hinrich Krechting (gestorben 1580 in der Grafschaft Gödens an der Nordseeküste) und die weltweite Ausbreitung der Mennoniten bis heute zeigt. Ein lesenswertes Buch - nicht nur für das Studium der Reformation, sondern auch zum Überblick über die konfessionelle Vielfalt des Christentums weltweit. Diese Täuferbewegung erinnert auch daran, dass das Christentum aus einer jüdisch-messianischen Täuferbewegung entstanden ist. Dr. Jürgen Schmitter M.A. Website: schmitter.sifisu.org


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  • Inhalt
    Einleitung
    Eine 500-jährige Geschichte
    Eine Frage der Benennung und der Perspektive
    1. Reformationszeit – Täufer und ihre vielfältigen Anfänge
    1.1. Die Reformation
    1.2. Erste täuferische Ideen
    1.3. Ausbreitung
    1.4. Verfolgung
    1.5. Rechtsnormen
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    2. Brüder und Schwestern – Alltag zwischen Verfolgung und Tolerierung
    2.1. Fremdbilder
    2.2. Selbstbilder
    2.3. Versammlungen. Vom verborgenen Leben
    2.4. Am Ende der Zeiten
    2.5. Gütergemeinschaft. Hutterisches Leben in Mähren
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    3. Täufer ist … – Gemeinsamkeiten und Unterschiede
    3.1. Mystik
    3.2. Rechtfertigung
    3.3. Taufe
    3.4. Politik
    3.5. Bekenntnisse
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    4. Abseits des „mainstream“ – Vom Umgang mit den Täufern
    4.1. Namen. Von der Macht der Begriffe
    4.2. Zuschreibungen. Die Gefahr der Täufer für die Gesellschaft
    4.3. Gewissensfreiheit. Forderungen nach Tolerierung
    4.4. Privilegien. Politische Mittel der Tolerierung
    4.5. Die Märtyrer. Zwischen Scheiterhaufen und „Märtyrer-Spiegel
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    5. Die täuferische Landkarte – Migration und ihre gesellschaftlichen Ursachen
    5.1. Migrationen
    5.2. Preußisch-polnische Gebiete
    5.3. Schweiz
    5.4. Siebenbürgen
    5.5. Nordamerika und Russland
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    6. Wendungen – Täuferisches Gemeindeleben zwischen Verfestigung und Erneuerung
    6.1. Einblicke. Gemeindeleben und Gemeindeordnung
    6.2. Differenzen. Die Entstehung der Amischen
    6.3. Interaktionen. Kontakte zu anderen Konfessionen
    6.4. Erfolg. Das wirtschaftliche Leben von Mennoniten und Amischen
    6.5. Politik. Glaubensprinzipien und Bürgerpflicht
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    7. Integration – Prozesse der Akkulturation
    7.1. Verschiedenheit. Vom Umgang mit einer neuen Zeit
    7.2. Kultur. Die „alte“ und die „neue“ Ordnung
    7.3. Offenheit. Mennoniten in überkonfessionellen Kontakten
    7.4. Wehrlosigkeit. Ein Glaubensprinzip im gesellschaftlichen Wandel
    7.5. Grenzüberschreitung. Täuferische Gemeinden in Nordamerika und Russland
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    8. Weltweit – Täuferische Gemeinden im 20. Jahrhundert
    8.1. Divers. Mennoniten weltweit
    8.2. Diktatur. Mennoniten im Nationalsozialismus
    8.3. Neuanfang. Zwischen West-Pazifismus und DDR-Regime
    8.4. „Old Order“. Von der Herausforderung, das Richtige zu bewahren
    8.5. Rückwanderung. Russlanddeutsche Gemeinden in der Bundesrepublik
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    9. Spuren – Die Täufer in Kultur und Erinnerung
    9.1. Geschichtsschreibung aus täuferischer Perspektive
    9.2. Die Täufer in der Geschichtsschreibung
    9.3. Menno Simons. Eine Gründergestalt im Rückblick
    9.4. Kultur. Die Täufer in Literatur und Kunst
    9.5. Erinnerungsorte – Täuferspuren in Europa
    Fragen zur Reflexion
    Weiterführende Literatur
    Was bleibt von den Täufern?
    Anhang
    Glossar
    Abkürzungen
    Quellen
    Liste der QR-Codes
    Abbildungsverzeichnis
    Personenregister
    Ortsregister