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Nebelkinder

Roman

Stefanie Gregg

(17)
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Beschreibung

Zwischen uns ein ganzes Leben.

München, 1945. Zusammen mit ihrer Mutter Käthe ist Ana aus Breslau geflohen. Käthe ist traumatisiert, und so ist es an Ana, für ihre Familie zu sorgen. Als sie ihre eigene Familie gründet, scheint der Krieg verwunden, doch ihre Tochter Lilith bleibt ihr seltsam fremd. Viele Jahre später steht Lilith vor einer großen Entscheidung: Ausgerechnet sie, die doch immer unter ihrer distanzierten Mutter gelitten hat, soll den Sohn ihrer besten Freundin bei sich aufnehmen. Da fährt Ana mit ihr nach Breslau und erzählt ihr endlich, was damals wirklich geschehen ist.

Eine berührende Familiengeschichte, die über drei Generationen bis in das 21. Jahrhundert reicht.

Stefanie Gregg, geboren 1970 in Erlangen, studierte Philosophie, Kunstgeschichte, Germanistik und Theaterwissenschaften bis zur Promotion. Nach Stationen im Bereich Bucheinkauf und als Unternehmensberaterin widmet sich die Autorin jetzt nur noch dem Schreiben. Mit ihrer Familie wohnt sie in der Nähe von München.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 384
Erscheinungsdatum 15.06.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7466-3592-7
Verlag Aufbau TB
Maße (L/B/H) 19/11,5/3,1 cm
Gewicht 301 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 660

Buchhändler-Empfehlungen

Denise Winter, Thalia-Buchhandlung Delmenhorst

Da denkt man, man hat alles gelesen, was über Flucht und Vertreibung geschrieben wurde und dann stößt man auf dieses aufwühlende, verstörende und gleichzeitig wundervolle Buch, dem es mühelos gelingt das Schicksal dreier Frauen einer Familie untrennbar miteinander zu verweben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Leben heißt rückwärtsgelesen Nebel und dieser verklärt die Sicht
von katikatharinenhof am 11.07.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Lilith steht vor einer allumfassenden Entscheidung - sie soll das uneheliche Kind ihres Geliebten und ihrer besten Freundin bei sich aufnehmen und großziehen. Doch wie soll ihr das gelingen, wo ihr doch die eigene Mutter über Jahre hinweg fremd und distanziert geblieben ist. Damit Lilith besser ihre eigene Familiengeschichte ver... Lilith steht vor einer allumfassenden Entscheidung - sie soll das uneheliche Kind ihres Geliebten und ihrer besten Freundin bei sich aufnehmen und großziehen. Doch wie soll ihr das gelingen, wo ihr doch die eigene Mutter über Jahre hinweg fremd und distanziert geblieben ist. Damit Lilith besser ihre eigene Familiengeschichte versteht, fährt Ana mit ihr nach Breslau und erzählt ihr endlich, was sich damals wirklich zugetragen hat. Die Nebel lichten sich... Stefanie Gregg widmet sich in diesem Buch den Nebelkindern, einer ganzen Generation von Kriegsenkeln, die über vieles, was damals geschehen ist, bewusst von ihren Eltern und Großeltern im Unklaren gelassen werden. Die Erlebnisse der Kriegsgeneration werfen bis heute ihre Schatten voraus und sorgen dafür, dass ein gewisser Abstand zwischen den einzelnen Generationen vorhanden ist und manchmal unüberwindbar scheint. Die Autorin lässt die letzten Tage des Zweiten Weltkrieges wieder lebendig werden, die eisige Kälte und der frostige Winter dringend regelrecht durch die Seiten und fressen sich in die eigenen Knochen. Flucht und Vertreibung, Angst und Hunger und die traumatischen Erlebnisse des Flüchtlingstrecks werden für den Leser spür- & erlebbar, wenn Ana für Lilith die Zeit zurückdreht und endlich erzählt, was sie als Jugendliche erlebt hat. Käthe, Liliths Großmutter, kämpft wie eine Löwin für das Überleben ihrer Kinder und wird dabei selbst zur Gejagten, die ein Leben lang die Narben von Not, Elend und Misshandlung während des Krieges auf ihrer geschunden Seele trägt und diese nicht mehr heilt. Ihr psychisches Trauma lässt eine emotionale Verarbeitung der Kriegserlebnisse nicht zu und sorgt so dafür, dass ihr die eigenen Kinder fremd bleiben und sie sie körperlich und gefühlsmäßig auf Abstand hält. Dieses Verhalten für dazu, dass sich dieses "erlernte" Muster auf Ana und ihre Tochter Lilith überträgt und so eine enge Mutter-Tochter-Verbindung kaum möglich ist. Stefanie Gregg schildert mit leisen, einfühlsamen, aber doch sehr eindringlich Worten die Geschichte, haucht ihren Figuren Leben ein und lässt so das Gefühl entstehen, dass sich Ana im Dialog mit dem Leser befindet. Die Szenen sind mit plastischen Bildern unterlegt und so wird das Buch zu einem ganz besonderen Leseereignis. Die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Generationen der Familie werden für den Leser deutlich und ermöglichen so, in die Rollen der jeweiligen Protagonisten zu schlüpfen und so die unbewusste Übermittlung der Erfahrungen mitzuerleben, mitzufühlen und ebenfalls zu erleiden. Ein sehr gefühlvolles Buch, das zum Nachdenken über die eigene Familiengeschichte anregt und noch lange, lange nachklingt. Absolute Leseempfehlung !

Drei Generationen voller Leid.
von einer Kundin/einem Kunden aus Birkenfeld am 10.07.2020

"Nebelkinder" lautet der Titel dieses bewegenden und berührenden historischen Romans, welcher aus der Feder der Autorin Stefanie Gregg stammt. Ausgehend von ihrer eigenen Familiengeschichte wird in dem Buch in erster Linie thematisiert wie der Krieg mit seinen Leiden sich über mehrere Generationen hinwegzieht. Die Handlung be... "Nebelkinder" lautet der Titel dieses bewegenden und berührenden historischen Romans, welcher aus der Feder der Autorin Stefanie Gregg stammt. Ausgehend von ihrer eigenen Familiengeschichte wird in dem Buch in erster Linie thematisiert wie der Krieg mit seinen Leiden sich über mehrere Generationen hinwegzieht. Die Handlung beginnt im Jahre 1945 in München: Zusammen mit ihrer Mutter Käthe musste das junge Mädchen Ana aus Breslau fliehen. Da Käthe traumatisiert ist, ist es nun an Ana sich um die Familie und somit auch in erster Linie um ihre jüngere Schwester Helene zu sorgen. Als sie nach vielen Jahren ihre eigene Familie gründet, scheint der Krieg verschwunden, doch ihre eigene Tochter Lilith bleibt ihr seltsam fremd und distanziert. Viele Jahre wiederum steht Lilith vor einer großen Entscheidung: Ausgerechnet sie, die doch unter der 'fehlenden Zuneigung' ihrer eigenen Mutter gelitten hat, soll den Sohn ihrer besten Freundin bei sich aufnehmen. Da fährt ihre Mutter Ana mit ihr nach Breslau und beginnt zu erzählen, wo alles begonnen hat und was damals wirklich geschah.... Innerhalb nur weniger Seiten und Kapitel schafft es die Autorin den Leser mit Hilfe ihres sehr poetisch angehauchten Schreibstil förmlich in ihren Bann zu ziehen. Die Figuren und Schauplätze erwachen zum Leben, wirken durch die bildhaften Beschreibungen authentisch. Das Leiden innerhalb der Handlung sowie die Geschichte an sich geht einem als Leser sehr nah, berührt einen. An einzelnen Stellen hat bekommt man regelrecht Tränen in die Augen, Gänsehaut oder muss kurz Schlucke und Innehalten. Das zugrunde liegende Thema von Krieg und Leid ist nicht einfach und bekommt dadurch, dass die Autorin einen Teil ihrer eigenen Familiengeschichte erzählt, eine persönliche Note. Die Wahl des Titels 'Nebelkinder' sowie die psychologische Bedeutung dieses Wortes erklärt die Autorin in einem kurzen Nachwort. Ein gelungener Abschluss nach einem wirklich sehr bewegend und berührenden Roman. Fünf Sterne und eine klare Leseempfehlung!

Ein wunderbarer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 08.07.2020

Nebelkinder ist ein Herzensbuch der Autorin und ich kann es nur bestätigen. Auch für mich ist es ein Herzensbuch. Nebelkinder nennt man die Generation der Kriegsenkel. Die haben eigentlich nichts mehr mit dem Krieg zu tun und sind dennoch von den Traumata ihrer Großeltern/Elterngeneration mehr oder weniger bewusst geprägt. In ... Nebelkinder ist ein Herzensbuch der Autorin und ich kann es nur bestätigen. Auch für mich ist es ein Herzensbuch. Nebelkinder nennt man die Generation der Kriegsenkel. Die haben eigentlich nichts mehr mit dem Krieg zu tun und sind dennoch von den Traumata ihrer Großeltern/Elterngeneration mehr oder weniger bewusst geprägt. In diesem wunderbar geschriebenen Roman begleiten wir die Hauptcharaktere Käthe, Ana und Lilith. Die Geschichte wird in mehreren Erzählsträngen erzählt und springt immer wieder zurück in die Kriegszeit. Flucht und Vertreibung werden sehr realistisch wiedergegeben. Das ist auch kein Wunder denn Stefanie Gregg verarbeitet hier auch zum Teil ihre eigene Geschichte. Auch ich bin ein Nebelkind und konnte, obwohl meine Familie aus Ostpreußen fliehen musste, durchaus parallelen festellen. Da alles sehr realistisch wiedergegeben wird, ist es manchmal etwas schwer auszuhalten. Aber es kommen zum Glück auch sehr viele schöne Erlebnisse zum Vorschein. Die Familie fasst in München Fuß, der Vater kommt aus dem Krieg zurück und langsam kehrt wieder so etwas wie Normalität ein. Es ist ein sehr berührender Roman. Unprätentiös und lebensnah erzählt, so das es nie rührselig oder kitschig wird. Die Charaktere und Ihre Entwicklungen sind wunderbar beschrieben und man kann sich sehr gut mit ihnen Identifizieren. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Hier wird Zeitgeschichte aus Sicht einer Familie spannend und authentisch vermittelt. Für mich ist das Buch einen Kauf wert, weil es zeigt was eine Vertreibung aus der Heimat wirklich bedeutet. Ein Buch das lange nachklingt.


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