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Kurt

Roman

Sarah Kuttner

(99)
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Beschreibung

Von der Suche nach Familie, der Sehnsucht nach dem richtigen Ort und darüber, dass nichts davon planbar ist

»Ich bin mit zwei Kurts zusammengezogen. Einem ganzen Kurt und einem Halbtagskurt. Jana und Kurt haben sich entschieden, dass sie ihr Sorgerecht teilen, vor allem wenn Kurt schon extra aufs Land zieht. Und so pendelt das Kind nun wochenweise zwischen seinen beiden Oranienburger Zuhauses hin und her: zwei Häuser, zwei Kinderzimmer, unterschiedliche Regeln und alle Menschen, die er liebt.
Und dann bin da noch ich.«

Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus gekauft. Es scheint, als wäre ihre größte Herausforderung, sich an die neuen Familienverhältnisse zu gewöhnen, daran, dass Brandenburg nun Zuhause sein soll. Doch als der kleine Kurt bei einem Sturz stirbt, bleiben drei Erwachsene zurück, die neu lernen müssen, wie man lebt. Sarah Kuttner hat einen Roman über Trauer geschrieben, über die Kraft, die Menschen entwickeln können und darüber, dass es auf manche Fragen keine Antworten gibt. »Kurt« erzählt auf zarte, humorvolle, vor allem aber unaufgeregte Weise davon, wie man sich wiederfindet nach einem schrecklichen Verlust, und wie man für jemanden da sein kann, der untröstlich ist.

Sarah Kuttner erzählt von einer ganz normalen komplizierten Familie, davon, was sie zusammenhält, wenn das Schlimmste passiert. Sie erzählt von dieser Tragödie direkt und leicht und zugleich mit einer tiefen Ernsthaftigkeit, so einfach und kompliziert, wie nur Sarah Kuttner das kann.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 28.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-52303-0
Reihe Fischer Taschenbibliothek
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 14,4/9,6/2,2 cm
Gewicht 172 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 26831

Buchhändler-Empfehlungen

Wie viel Trauer ist einer Mutter über den Verlust des Kindes erlaubt, das sie nicht geboren hat?

I. D., Thalia-Buchhandlung Mayersche Buchhandlung Essen

„Kurt“, das sind eigentlich zwei. Der große Kurt, mit dem Lena in einer Beziehung ist und ein Haus draußen vor Berlin in Oranienburg gekauft hat. Eigentlich Stadtmenschen, empfand das Paar es aber besser etwas ländlicher aufzuwachsen für den kleinen Kurt, Sohn des großen Kurts aus einer früheren Partnerschaft. Lena liebt beide Kurts auf ihre ganz eigene Weise. Beim Sohn ihres Lebenspartners ist sie aber manchmal unsicher und fragt sich wie weit man sich mit einem nicht definierten Status als unleibliche und nicht mal eingeheiratete Stiefmutter in Erziehungsangelegenheiten einbringen darf. Dann und wann verunsichert auch die Mutter Kurts, Jana, mit ihrem häufig abweisenden Verhalten Lena oftmals. Wie lauten die Regeln für so eine Beziehungskonstellation, und wo bitte kann man die nachlesen, fragt sich Lena. Während der Zeit, in der Klein-Kurt bei Papa und Lena ist, findet sie sich immer wieder in verschiedensten Fragen über ihre Rolle. Mit ihrer Schwester Laura findet sich Lena oft im Gespräch über genau dieses Thema. Sie sagt, Lena sei zu gar nichts verpflichtet. Aber Lena hätte bei all ihrer Liebe zu dem kleinen Kurt auch gar nichts dagegen ein wenig mehr Verantwortung übernehmen zu dürfen. Zu einer Antwort allerdings kommt sie nicht – ihre undefinierte Rolle verändert sich, als Kurt bei einem Sturz vom Klettergerüst verstirbt. Lenas Schmerz überwältigt sie, ihre Trauer ist groß, und auch ihr wurde mit Kurts unerwartetem Tod ein Teil aus dem Herz gerissen. Doch sie steht mit ihrer Trauer immer abseits. Auch hier findet sie ihre Rolle nicht. Ihr Lebenspartner Kurt fällt in ein tiefes emotionales Loch. Häufig ist er bei Jana, um gemeinsam die Trauer zu bewältigen und lässt Lena allein. Sie traut sich nicht Kurt zu fragen oder mit ihm über den Verlust zu sprechen, denn der hat doch als Blutsverwandter ein viel größeres Recht auf seine Trauer - oder? Lena fühlt sich unendlich verloren, verlassen und allein. Sie ist zerrissen zwischen ihrer eigenen Trauer, dem Wunsch einbezogen zu werden und dem Bedürfnis für Kurt da zu sein. Sarah Kuttner hat mit dieser Geschichte ein sehr kontroverses Thema aufgegriffen. Mein eigenes Herz hat bei dem vereinten Schmerz auf diesen Seiten mitgeblutet. Ihre Charaktere lässt sie überraschende, rationale und grübelnswerte Meinungen äußern, die während und nach der letzten Seite zum Nachdenken anregen. Kein leichtes Thema, aber unbestreitbar ein lesenswertes Buch!

Philine Witt, Thalia-Buchhandlung Dresden

Der kleine und der große Kurt brechen einem das Herz und Sarah Kuttner setzt es ganz langsam und behutsam wieder zusammen. Trotz der tragischen Thematik ist dieses einfühlsame, ehrliche Buch in der Lage den Leser schmunzeln, ja sogar lachen und vor allem hoffen zu lassen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
99 Bewertungen
Übersicht
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Schwer und leicht und voller Hoffnung
von Sanny aus Augustusburg am 19.09.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Dieses Buch habe ich eigentlich "nur" auf eine Empfehlung hin gekauft. Wir waren so nah dran, unser Kind zu verlieren - Das Thema ist bestenfalls schwierig. Zudem ist Sarah Kuttner keine Autorin, mit der ich mich identifizieren kann. Gelesene Vorgängerbücher haben mich schlichtweg nicht erreicht. Aber man soll eben niemals nie s... Dieses Buch habe ich eigentlich "nur" auf eine Empfehlung hin gekauft. Wir waren so nah dran, unser Kind zu verlieren - Das Thema ist bestenfalls schwierig. Zudem ist Sarah Kuttner keine Autorin, mit der ich mich identifizieren kann. Gelesene Vorgängerbücher haben mich schlichtweg nicht erreicht. Aber man soll eben niemals nie sagen. "Kurt" habe ich gelesen und "Kurt" hat mich erreicht. Der kleine Kurt, der große Kurt und Lena auch. Lena und der große Kurt haben zusammen ein Haus gekauft. Auf dem Land. Beide müssen sich in diese Umgebung und Situation erst einfügen. Erst ankommen. Das klappt irgendwann ganz gut. Ungemein schwieriger ist es für Lena, sich mit dem kleinen Kurt zu arrangieren. Nicht des Kindes an sich wegen. Lena kämpft mit ihrer Rolle in diesem Patchwork- Konstrukt. Soll sie erzieherische Aufgaben übernehmen? Darf sie das überhaupt? Die beiden Kurts machen es ihr leicht. Alles ist okay. Wie auch immer Lena sich entscheidet, es ist gut für die Kurts. Und wird akzeptiert. Doch bevor Lena überhaupt zu einer Entscheidung kommen, ihren Weg, ihren Umgang finden kann, stirbt überraschend der kleine Kurt. In der Schule. Kurt trauert. Jana trauert. Kurt und Jana trauern gemeinsam. Lena ist wieder außen vor. Steht wieder vor der Frage ob sie darf. Die Dramatik der Geschichte liegt weniger in Kurts stillem Tod, sondern in der Schwere danach. Als man mir sagte "Ihr Kind stirbt", war alles in mir ein Aufschrei. Alles war Widerstand, aufbäumen, nicht akzeptieren. Jedoch Kurts plötzlicher Tod, stösst hier drei Erwachsene in ein Vakuum. In ein Nichts. Man kann so furchtbar gut mit Lena mitfühlen. Sie versucht da zu sein, Kurt aufzufangen. Doch Kurt lässt sich nicht auffangen. Er versinkt in sich selbst. Und Lena reibt sich um ihn herum auf. Versucht zu funktionieren und versteht erst nach und nach, dass auch sie trauern muss und vor allem trauern darf. Trotz der Schwere der Geschichte, ein überraschend leichter Schreibstil. Sarah Kuttner lässt den Leser mitfühlen, mitleisen und schlussendlich hoffen. Ich habe keine Sekunde lang bereut "Kurt" gelesen zu haben.

Roman über den Tod eines Kindes
von Ursula Z. aus Zürich am 25.08.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Kurt ist ein grandioser schmaler Roman über Familie, Tod und Trauer. Fein und einfühlsam spürt die Autorin den trauernden Eltern und dem „Neu-Paar“ nach. Kurt ist letztlich auch eine wunderbare Liebesgeschichte, die die unaussprechliche Tragik überdauert und trotz allem weitergeht und an Intensität gewinnt. Sehr schön.

Familienroman der besonderen Art
von einer Kundin/einem Kunden am 21.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Denn wie geht man damit um, wenn eine geliebte Person plötzlich nicht mehr da ist und keiner hat Schuld daran. ,Kurt' ist kein Wohlfühlroman, ,Kurt' bewegt und berührt.


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