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Als ich mich verlor

Markus Haack

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Beschreibung

In unserem ersten Sommer zu zweit malten wir unsere Zukunft in leuchtenden Farben an den Himmel. Ich war glücklich. Kindheitstraumata und Mutterkomplexe schienen nur noch in der Vergangenheit zu existieren. Dann wurdest du schwanger und unser Sommernachtstraum endete jäh. In einer neuen Realität aus Armut und Not verlor ich den Boden unter den Füßen. Angst war das Gefühl, das alles verschlang. Als du mich brauchtest, war ich nicht für dich da. Wir drifteten auseinander und das, was wir uns geschaffen hatten, drohte zu zerbrechen. Dann trat ich den Weg an, mich wiederzufinden und unsere Beziehung zu retten.

„Es ist, glaube ich, gar nicht mal die Angst davor, dass wirklich etwas passiert. Es ist mehr die Angst vor der Angst an sich.“ Das sagte ich, ohne zu ahnen, wie sehr eben diese Angst in meinem Leben später an Gewicht gewinnen würde.

Markus Haack wurde 1981 in Siegburg geboren. Nach dem Abitur und einem abgebrochenen Germanistikstudium hat er eine Ausbildung zum Buchhändler absolviert. Danach war er für viereinhalb Jahre in Leipzig und hat ein Studium im Fach Buchhandel und Verlagswirtschaft an der HTWK abgeschlossen. Anschließend hat er im Fach Buchwissenschaft an der Uni Mainz promoviert. Er ist verheiratet und hat eine Tochter und einen Sohn. Derzeit lebt er in Mainz.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 324
Erscheinungsdatum 29.11.2019
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7497-8811-8
Verlag Tredition
Maße (L/B/H) 19,8/12,1/2,5 cm
Gewicht 345 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

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Poetischer Roman über die Ängste des Alltags
von einer Kundin/einem Kunden aus Dittelbrunn am 09.02.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der sensible Ich-Erzähler Marc treibt orientierungslos umher, bis er Isabella in deren Buchhandlung sieht. Um ihr nahe zu sein und gleichzeitig seiner Liebe für Bücher und Literatur nachgehen zu können, beginnt er eine Lehre als Buchhändler bei ihr. Die beiden nähern sich an und werden ein Paar. Nach einem wunderschönen gemeinsa... Der sensible Ich-Erzähler Marc treibt orientierungslos umher, bis er Isabella in deren Buchhandlung sieht. Um ihr nahe zu sein und gleichzeitig seiner Liebe für Bücher und Literatur nachgehen zu können, beginnt er eine Lehre als Buchhändler bei ihr. Die beiden nähern sich an und werden ein Paar. Nach einem wunderschönen gemeinsamen Urlaub stellt Isabella fest, dass sie mit Zwillingen schwanger ist. Um die Familie zu ernähren sucht sich Marc einen Job, der ihn nicht befriedigt und findet sich schnell im Hamsterrad eines Alltags wieder, der ihn zu überwältigen droht. Gefangen zwischen zahlreichen Ängsten, Depressionen und erdrückendem Pflichtgefühl droht er trotz Isabellas Liebe, sich selbst mehr und mehr zu verlieren. „Liebe kann wie ein gefräßiges Tier sein, dass du fütterst mit allem, was du hast und wenn du nichts mehr hast, dann gibst du dich selbst Stück für Stück, bis nichts mehr von dir übrig ist.“ (S.147). „Als ich mich verlor“ ist ein tiefsinniger Roman in wunderschönen Sprachbildern, der sich dem ernsten Thema der psychischen Erkrankung an einer Angststörung widmet. Der Fokus des Buches ist ausschließlich auf den Protagonisten Marc ausgerichtet, durch seine Augen erfährt der Leser die Handlung. Eine dementsprechend intensive Auseinandersetzung mit Marcs Gedanken- und Gefühlswelt findet somit statt, der Leser lernt ihn in all seinen psychischen Feinheiten verstehen. Bestärkt wird dies durch die Ich-Perspektive, in der das gesamte Buch gehalten wird. Marc ist somit sehr nachvollziehbar dargestellt. Außer ihm beschränkt sich das Buch auf nur wenige Figuren, von denen die meisten am Rand bleiben. Marcs starker Fokus ist auf seine große Liebe Isabella ausgerichtet, teilweise wirkt das gesamte Buch wie ein einziger langer Brief über die gemeinsame Zeit an sie. So wird kaum wörtliche Rede verwendet und an vielen Stellen spricht der Ich-Erzähler den Leser direkt in der „Du“-Form an, womit deutlich wird, dass Isabella gemeint ist. Es wird sich stark auf die Liebe der beiden, also einen Handlungsstrang ohne Nebenhandlungen beschränkt. Durch die Brief-Form und den tiefen Einblick in Marcs Psyche erhält der Leser den Eindruck, der Ich-Erzähler verarbeitet so das Erlebte. Das Buch ist in vier lange Abschnitte gegliedert, welche jeweils eine Lebensphase Marcs repräsentieren. Erstaunlich ist, dass es dem Autor gelingt, in jedem Abschnitt eine komplett unterschiedliche Atmosphäre herzustellen. Natürlich schwingt Marcs schwermütiger, melancholisch-lethargischer Charakter durch das gesamte Buch mit, aber der Leser wird durch alle seine Phasen, von Optimismus über Depression mitgenommen. So wirkt die Geschichte auch manchmal locker-leicht und an anderen Stellen tieftraurig-pessimistisch, alle Auf- und Abs werden anschaulich dargestellt, so dass man als Leser gut mitfühlen kann. Der Sprachstil ist sehr ungewöhnlich, aber angenehm zu lesen. Ich würde ihn als poetisch, philosophisch und teilweise sogar literarisch bezeichnen. Es werden wunderschöne Sprachbilder und Metaphern geschaffen, so dass das Buch sprachlich als anspruchsvoll und hochwertig gelten kann. Das Cover ist sehr ansprechend mit Palmen im Sonnenuntergang gestaltet. Es passt somit gut zum Inhalt des Buches, erinnert es mich an den als wunderschön beschriebenen Sommer, bei dem Marcs Angststörung aber bereits präsent war. Der helle (wenn auch wolkenverhangene) Himmel hinter den schwarzen Palmen-Silhouetten strahlt für mich Hoffnung und Optimismus aus, dass auch die schwersten Zeiten überstanden werden können. Fazit: „Als ich mich verlor“ ist eine Liebeserklärung an Literatur und Bücher und behandelt gleichzeitig das ernste Thema der psychischen Erkrankung und Überforderung im immer komplexer werdenden Alltag. Es kann nicht gerade als leichte Kost bezeichnet werden, der Leser muss sich emphatisch darauf einlassen und wird dafür mit einem poetisch-angenehmen Sprachstil belohnt.


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