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Der rote Judas (Paul Stainer 1)

(ungekürzte Lesung)

Paul Stainer Band 1

Thomas Ziebula

(39)
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Beschreibung

Leipzig, Januar 1920. Der Polizist Paul Stainer kehrt aus der Kriegsgefangenschaft zurück. Deutschland taumelt durch die Nachkriegswirren, nichts ist mehr so, wie es einmal war, und in viel zu vielen Nächten wird Stainer vom Grauen der Schützengräben eingeholt. Doch ein aufsehenerregender Fall zwingt den Kriminalinspektor, sich mit der Gegenwart zu befassen: In der Villa eines Fabrikanten werden mehrere Menschen erschossen. Alles sieht nach einem missglückten Einbruch aus, doch eine verängstigte Zeugin und ein Koffer voller Dokumente führen Stainer bald auf die Spur der "Operation Judas", Männer, die über Leichen gehen, um ihre Verbrechen zu vertuschen. Was der Inspektor nicht ahnt: Die Mörder haben ihn längst ins Visier genommen und planen seinen Tod.

Produktdetails

Verkaufsrang 2785
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Sprecher Hainrich Matters
Spieldauer 855 Minuten
Erscheinungsdatum 28.01.2020
Verlag SAGA Egmont
Format & Qualität MP3, 855 Minuten, 670.55 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783963986826

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Buchhändler-Empfehlungen

Spannender und atmosphärischer historischer Krimi

Annett Sternberg, Thalia-Buchhandlung Ahrensfelde

Der Kriminalroman „Der rote Judas“ von Thomas Ziebula spielt in Leipzig im Jahr 1920. Paul Stainer, der aus der Kriegsgefangenschaft nach Leipzig zurückgekehrt ist, kann als Kriminalinspektor an seinen alten Arbeitsplatz in die Wächterburg in Leipzig arbeiten. Privat läuft es nicht so gut für ihn. Seine Frau Edith hat ihn aufgegeben und sich einem anderen Mann zugewandt. Schneller als ihm lieb ist, wird der vom Krieg traumatisierten Kriminalinspektor mit einer mysteriösen Mordserie konfrontiert. Fünf Morde innerhalb einer Woche. Das ist auch für die Leiziger Polizei nicht alltäglich... Thomas Ziebula hat einen großartig Kriminalroman geschrieben, der mich stark an „Der nasse Fisch“ von Volker Kutscher erinnert. Die vielfältigen Charaktere sind gut gezeichnet, das historische Leipzig bildlich beschrieben und die historischen Hintergründe sind sehr bestens recherchiert. Der Roman liest sich großartig. Mir hat dieses Buch wahnsinnig gut gefallen. Ich freue mich schon auf den 2. Band und kann diesen spannenden und atmosphärischen Krimi wärmstens empfehlen.

"Fünf Morde innerhalb einer Woche kann ich nicht für Leipziger Alltag halten..."

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Da hat Paul Stainer, Kriminalinspektor der Leipziger Mordkommission allerdings Recht, zumal es sich um Verbrechen handelt, die alle miteinander verbunden sind. Viel mehr möchte ich zum Inhalt hier gar nicht sagen, zu leicht läuft man als Rezensent Gefahr, zuviel zu verraten... Nur soviel: 1920 herrschte offiziell in Deutschland wieder Frieden, aber der Erste Weltkrieg wirft noch lange Schatten, sichtbare ebenso wie unsichtbare. Auch Paul Stainer, gerade erst aus französischer Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, ist längst noch nicht der alte Profi, als er seinen Job wieder aufnimmt, der ihm, selbst schwer traumatisiert, alles abverlangt: Erst ein Suizid, der wohl keiner ist, dann eine kaum zu verstehende Schiesserei mit mehreren Toten, wohl Folge eines missglückten Einbruchs. Dazu Ex-Militärs, die die Niederlage gegen den "Erbfeind" nicht verkraften können, und sich zur sog. Schwarzen Reichswehr zusammen gefunden haben. Und mit aller Macht zu verhindern suchen, dass deutsche Kriegsverbrecher an die ehemaligen Feindstaaten ausgeliefert werden. Auf der anderen Seite der Rote Soldatenbund, der selbst die schwarzen Schafe der Reichswehr zur Rechenschaft ziehen will.... Thomas Ziebula hat einen großartigen historischen Krimi geschrieben, die frühen 20er Jahre leben furios auf, jede Kleinigkeit stimmt (und ist nachprüfbar!), ein Land im Schock, wohl wissend, dass man tatsächlich selber Schuld an der Situation ist, das aber natürlich nicht wirklich wahrhaben will. Noch nicht der Tanz auf dem Vulkan, den Volker Kutscher im "Nassen Fisch" so treffend aufleben liess, sondern ein Kaiserreich, das langsam begreift, dass es aufgehört hat zu existieren. Auf dem Weg, in eine bessere Zukunft? Nicht ganz, aber jetzt Ein rundum gelungener Roman, einfach nur zu empfehlen - ich bin mir sicher, dass auch Sie nach der Lektüre einfach hoffen, dass wir als Krimi-Fans Paul Stainer noch oft auf seinem beruflichen Weg begleiten dürfen!

Kundenbewertungen

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Babylon Berlin goes Leipzig
von einer Kundin/einem Kunden aus Kissing am 30.07.2020

Mit "Der Rote Judas" legt Thomas Ziebula seinen ersten Historienkrimi vor. Bislang war er vor allem in den Genres Fantasy (unter den Pseudonymen Tom Jacuba und Jo Zybell) sowie als Autor von Historienromanen (als Ruben Laurin) in Erscheinung getreten. Ich mache es kurz: Ziebula beherrscht auch den Kriminalroman. Es gibt an di... Mit "Der Rote Judas" legt Thomas Ziebula seinen ersten Historienkrimi vor. Bislang war er vor allem in den Genres Fantasy (unter den Pseudonymen Tom Jacuba und Jo Zybell) sowie als Autor von Historienromanen (als Ruben Laurin) in Erscheinung getreten. Ich mache es kurz: Ziebula beherrscht auch den Kriminalroman. Es gibt an dieser Geschichte nichts auszusetzen, im Gegenteil, ich war von Anfang an gefesselt. Wenn überhaupt, dann könnte man kritisieren, dass Kriminalinspektor Paul Stainer sehr an Volker Kutschers Protagonisten Gereon Rath erinnert. Die Rath-Reihe hat als äußerst erfolgreiche TV-Serie ("Babylon Berlin") ein breites Publikum begeistert, und so hatte auch ich beim Lesen des ersten Falls von Paul Steiner immer wieder Gereon Rath vor Augen. Aber die Ähnlichkeiten sind nicht von Nachteil, im Gegenteil. Ziebula zeichnet ein sehr stimmungsvolles, detailliertes Bild seiner Lieblingsstadt Leipzig. Der Roman versetzt den Leser mühelos in die Nachkriegszeit der Weimarer Republik. Man leidet mit traumatisierten Kriegsversehrten und bewundert taffe Frauen, die ihre Stellung in der Gesellschaft neu definieren. Der Plot ist ganz nach meinem Geschmack, oft dachte ich, dem Ermittler ein wenig voraus zu sein, nur um wiederholt festzustellen, dass ich mit meinen Vermutungen völlig daneben lag. Ziebula ist kein Freund von Klischees, die Charaktere haben Ecken und Kanten, sie werden dadurch von Romanfiguren zu echten Menschen. Auch in sprachlicher Hinsicht überzeugt dieses Werk. Die Dialoge wirken authentisch, mit einigen Kapiteln in Tagebuchform kommt Abwechslung in die Erzählung. Personen, Schauplätze und Handlungen werden mit Liebe zum Detail geschildert, ohne sich in langatmigen Aufzählungen zu verlieren. Fazit: Ein hervorragender historischer Kriminalroman, der in mir sofort den Wunsch nach "mehr" weckte. Und mein Wunsch wird erfüllt: Der Folgeband erscheint im Januar 2021.

Operation Judas
von Ele am 15.07.2020

Der rote Judas, Kriminalroman von Thomas Ziebula, 380 Seiten, erschienen im Wunderlich Verlag. Leipzig 1920, der Krieg ist vorbei, das Töten nicht. Paul Stainer kehrt aus der Kriegsgefangenschaft nach Leipzig zurück. Dort kann er sofort als Kriminalinspektor an seinen alten Arbeitsplatz in die Wächterburg in Leipzig zurückkehr... Der rote Judas, Kriminalroman von Thomas Ziebula, 380 Seiten, erschienen im Wunderlich Verlag. Leipzig 1920, der Krieg ist vorbei, das Töten nicht. Paul Stainer kehrt aus der Kriegsgefangenschaft nach Leipzig zurück. Dort kann er sofort als Kriminalinspektor an seinen alten Arbeitsplatz in die Wächterburg in Leipzig zurückkehren. Der schwer traumatisierte Stainer, wird mit einer mysteriösen Mordserie konfrontiert. Bei den Ermittlungen zusammen mit seinem jungen Kollegen Junghans, scheint es, als ob die Kriminaler direkt in ein Wespennest gestochen hätten, denn sie sind bei ihren Nachforschungen in Bereiche gestoßen, die den Widerwillen gewisser Amtsträger erregen. Was hat es mit der „Operation Judas“ auf sich? 64 spannende Kapitel aufgegliedert in zwei Teile, I – der Heimkehrer und II – der Ermittler. Obwohl durch die zahlreichen Charaktere und diverse Erzählstränge am Anfang etwas Verwirrung gestiftet wurde, hat es nicht lange gedauert und Lesefluss hat sich eingestellt. Durch die auktoriale Erzählweise schafft es Ziebula trefflich, die Ansichten der Täter wie auch die der Ermittelnden Beamten von allen Seiten zu beleuchten. Durch die bildhaften Beschreibungen z.B. S.10 Und dann beugte er sich so tief über die Schreibmaschine, als wollte er die Stirn hineinhauen, und seine Finger hieben, stachen und hämmerten weiter in die Tasten, und alles, was er sah, hörte und roch, verwandelte sich in Sätze und Absätze, und füllte Seite um Seite. Und durch den flüssigen Erzählstil fliegen die Seiten nur so dahin. Ich fühlte mich bestens unterhalten, die schlagfertigen Dialoge beleben die Geschichte. Aktuell gibt es immer wieder Bücher, die in der Zeit zwischen den großen Kriegen angesiedelt sind. Ich bin eine begeisterte Leserin davon. In vorliegendem Band hat es der Autor hervorragend verstanden, Lokal- wie auch Zeitkolorit dem Leser nahezubringen, die politischen Geschehnisse der Weimarer Republik, die Versailler Verträge, Abdankung des Kaisers, Russische Revolution und Frauenwahlrecht kommen zur Sprache und lassen keine Zweifel in welcher Aera, die Handlung spielt. Eine bewegende Zeit, deutscher Geschichte. Besonders gut gefallen hat mir die Figur Paul Stainer, seine posttraumatische Belastungsstörung und die damit verbundenen Albträume und Halluzinationen sind glaubhaft und nachvollziehbar geschildert. Alle Charaktere sind hervorragend gezeichnet und haben Tiefe, die guten wie die Bösen. Unvorhergesehene Geschehnisse konnten mich immer wieder überraschen, Spannung ist vorhanden. Ich fühlte mich sehr gut unterhalten. Faszinierend waren die Methoden, die den Ermittlern zu der Zeit zur Verfügung standen, da liefern sich Gangster und Polizei, Schießereien auf offener Straße, Einbrecher haben noch Stethoskope und Schweißbrenner dabei. Täter flüchten mit der „Elektrischen“. Das alles hat mir gut gefallen. Ein weiterer interessanter Aspekt, die Lage der Ehefrauen, die in Kriegszeiten und evtl. anschließender Gefangenschaft ohne Nachricht und Lebenszeichen ihrer Männer neue Beziehungen eingingen und bei der Rückkehr ihrer Gatten somit heikle Situationen geschaffen haben. Gerne würde ich Paul Stainer und seinen sympathischen Kollegen Siegfried Junghans noch auf weitere spannende Ermittlungen begleiten, da hoffe ich mal auf weitere Folgen. Vorliegendes Buch hat mich auch auf die anderen Bücher Ziebulas, seine Gedichtbände, Kinderbücher und Fantasy-Epen neugierig gemacht. Eines ist gewiss, „Kriminalromane“ kann er hervorragend und deshalb dafür 5 verdiente Sterne.

Gut recherchierter, historisch stimmiger Krimi mit überraschenden Wendungen
von einer Kundin/einem Kunden aus Brandis am 20.04.2020

Paul Steiner kehrt aus der Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Leipzig zurück. Er ist eine sehr tragische Figur, den Krieg überstanden und lebend heimgekehrt verlangt seine Frau, welche inzwischen anderweitig liiert ist, die Scheidung. Einzig mit der Arbeit hat er Glück – er kann in seinen alten Beruf zurückkehren und wird... Paul Steiner kehrt aus der Kriegsgefangenschaft in seine Heimatstadt Leipzig zurück. Er ist eine sehr tragische Figur, den Krieg überstanden und lebend heimgekehrt verlangt seine Frau, welche inzwischen anderweitig liiert ist, die Scheidung. Einzig mit der Arbeit hat er Glück – er kann in seinen alten Beruf zurückkehren und wird sogar zum Kommissar befördert. Allerdings lassen ihn die Schatten der Vergangenheit nicht los, immer wieder fürchtet er, dass seine Kriegspsychose durchbricht und er deshalb auch noch die Arbeit verliert. Bereits seine erste Ermittlung hat es in sich, die Spuren bei den Mord an mehreren Männern führen bis in den Krieg zurück. Und auch arbeitsseitig werden ihm Steine in den Weg gelegt.. Anfänglich kamen doch einige verschiedene Charaktere mit den unterschiedlichsten Absichten in die Handlung, so das schon die ganze Aufmerksamkeit gefordert war. Jedoch rasch werden Verbindungen deutlich, so das alles verständlicher wird und das Buch eine regelrechte Sogwirkung entfaltet. Es wird sehr deutlich wie der Krieg und das da Erlebte in vielen Männern tiefe Traumata hinterlassen haben, welche das Alltagsleben erschweren. Auch für die Frauen ist es schwierig, die Verluste als auch Rückkehr der (Ehe)Männer zu verarbeiten. Unterteilt ist das Buch in die Kapitel "Der Heimkehrer", "Der Ermittler" und "Der Jäger". Die Bezeichnung der Teile finde ich sehr gelungen, sehe ich in ihnen die positive Entwicklung Stainer's. Durch mehrere Spannungsbögen wird das Buch nie langatmig und ist recht zügig zu lesen. Als Leipzigerin war es für mich ein "Muss" dieses Buch zu lesen, und ich kann sagen, der Autor hat sehr gut recherchiert und es ist ihm hervorragend gelungen die Atmosphäre der damaligen Zeit einzufangen und auch mit den entsprechenden Örtlichkeiten zu untermauern. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen und ich empfehle es sehr gern weiter!


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