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Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde

Roman

Andreas Heidtmann

(6)
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Beschreibung

Unglaubliches geschieht im Frühjahr 1974: Die schwedische Popgruppe Abba gewinnt den Eurovision Song Contest und wird über Nacht weltberühmt. Ben Schneider und seine Freunde wittern Verrat: Ihre musikalischen Helden heißen Hendrix, Lennon und Dylan, in deren Songs geht es um Existenzielles, um Revolte, Drogen und Utopien. Sie leiden darunter, dass ihnen fortan aus Hitparaden und Jugendclubs Waterloo entgegenschallt. Gegen die dörfliche Tristesse am Rande des Ruhrgebiets hilft Ben manchmal nur das Spiel auf einem alten Klavier, das neben dem Grundig- Musikschrank wie ein Fremdkörper wirkt.
Ein elektrisierendes Alter in einer dörflich entschleunigten Zeit, die Ben und seine Freunde jedoch nicht vor den Tragödien des Lebens bewahrt. Denn wo steht geschrieben, wie man ein Mädchen das erste Mal küsst, oder wie man verkraften soll, dass ein Klassenkamerad stirbt? Es beginnt ein Sommer der stillen Revolte und der ersten Liebe. Alles könnte so leicht sein, aber das ist es nicht – denn das Herz funktioniert anders als der Verstand und das Unbehagen ist allgegenwärtig, schielt aus muffigen Partykellern und gepflegten Vorgärten und lässt sich nur gemeinsam ertragen – mit Freunden, exzessiver Musik und der Hoffnung auf rauschhafte Momente.

Andreas Heidtmann, geboren 1961 in Hünxe, wuchs zwischen Ruhrgebiet und Münsterland auf. An der Kölner Musikhochschule studierte er Klavier und anschließend Germanistik in Berlin. Einige Jahre arbeitete er als Lektor und schrieb Prosa, wofür er mehrere Stipendien erhielt. Nach der Jahrtausendwende gründete er in Leipzig das literarische Webportal poetenladen, aus dem der poetenladen Verlag als erfolgreicher Independentverlag erwuchs. Erzählungen, Romane, Gedichte und die Zeitschrift poet*inerscheinen im Verlag. Andreas Heidtmann wurde für seine Arbeit unter anderem mit dem Hermann- Hesse-Preis, dem Lessing-Förderpreis und dem künstlerischen Initiativpreis ausgezeichnet. Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde ist sein Debütroman.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 17.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-95829-714-2
Verlag Steidl GmbH & Co. OHG
Maße (L/B/H) 21,1/12,8/3 cm
Gewicht 498 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 34588

Buchhändler-Empfehlungen

Ulrike Kaiser, Thalia-Buchhandlung Mülheim Rhein-Ruhr-Zentrum

Für alle Kinder der 70er ein Muss: Ein Roman über das Erwachsenwerden, die richtige und die falsche Musik, Freundschaft und - natürlich über die Liebe! Alle, die in dieser Zeit groß geworden sind, werden auf dieser Zeitreise bestens unterhalten und sich sicher an Vieles erinnern.

"Liebe ist ein auf einem Silbertablett zugrunde gehendes Erdbeereis!"

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Schon wieder eine "Coming-of-Age"-Geschichte? Wieder in den 70er Jahren des vergangenen Jahrhunderts spielend? Eigentlich nicht nötig, oder? DOCH! Denn Andreas Heidtmann hat ein Buch geschrieben, sein erster Roman übrigens, in dem einfach alles stimmt: 1974, Ben Schneider ist 15 Jahre alt, Raucher (Camel, da geht man meilenweit für...), begabter Klavierspieler und, natürlich, Fan der wahren Musik (Clapton, Stones, Led Zeppelin, Glam-Rock, wenn er von T.Rex oder The Sweet kommt, und, Achtung: Bela Bartok!). Für Susanna, gleiches Alter, würde Ben fast alles tun, obwohl sie nun wirklich keine Ahnung von Musik hat (Abba, Lobo, Christian Anders etc), und das mit dem Gefühle zeigen ja so eine Sache ist. Zum Glück gibt es die alljährliche Kirmes in Lippfeld, zu deren herausragenden Attraktionen ein Auto-Scooter zählt - als Mann von Welt kann man hier einarmig steuern, der freie zweite Arm dient dem Schutz der Schulter der Beifahrerin... Das ist die Auftakt-Szene dieses durch und durch authentischen Buchs. Es wird der Sommer Ben Schneiders, teils spektakulär, denn da ist seine Aufnahme in ein Konservatorium zur weiteren Förderung seiner musikalischen Begabung. Alles andere dieses Jahres? (Fast) Alltag, Party, Alkohol, Treffen am Schwanenteich, Küssen, Protest, Eltern, immer wieder Susanna und/aber auch Rebecca, allerdings auch das erste Zusammentreffen mit dem Tod. Der "Ernst des Lebens" ist also auch dabei - aber es gelingt Heidtmann vollendet, selbst das in die Welt eines 15-jährigen zu übertragen - ist das doch das Alter, in dem man weiß, dass man unsterblich ist... Ich lasse jetzt einfach ein paar kurze Zitate folgen, damit Sie einen Eindruck der gleichermaßen leichten wie treffenden Schreibweise des Autors bekommen. Und empfehle dieses wunderbare Buch nachhaltig - wie gesagt, es stimmt alles! Glauben Sie mir, ich war dabei :-) "Mick wies mit dem Daumen auf sich, zupfte am Kragen seines Jacketts und sagte: Neidisch? Das Jackett war mindestens so weiß wie Schnee und hatte breite lila Streifen. Irgendwo stilmäßig zwischen Scott McKenzie und Sweet. Neidisch ist gar kein Ausdruck, sagte ich. Das würde ich mir nicht mal als Fußabtreter vor die Haustür legen, sagte Susanna. Irgendjemand reichte eine Flasche herüber, kein Bier, kein Whisky, es war Kellergeister. Geschmacklich konnte es jedenfalls nicht weiter bergab gehen..." Oder: "Knapp 100 Prozent des Angebots waren nicht genießbar und das Nichtgenießbare hatte Namen wie Halbes Hähnchen, Senffrikadelle, Schaschlik. Dazu der rätselhaft anmutende Satz: Schnitzel schneiden wir aus der Oberschale - was das bedeutete, wollte ich gar nicht wissen. Von oben aus den in den Ecken montierten Boxen sangen Vicky Leandros, Rex Gildo oder Tony Marshall mit einem leichten Scheppern. Es war in Ordnung, ich hatte nichts gegen Tony Marshall, wenngleich der marschmässige Takt und der Text mir wie ein frontaler Angriff auf Nerven, Nieren und Verstand vorkamen. Wenn die Welt schön war, wie Tony sang, war er noch nie im Imbiss "Bohnekamp" gewesen..." Ich könnte Seitenweise weiter zitieren, aber belasse es jetzt einfach mal bei einem Sweet-Zitat, und kann nur dringend raten, sich Andreas Heidtmanns Buch umgehend zu besorgen und zu lesen! "And recognise your age, it's a teenage rampage now (now... now... now... now... now... now... now... now... now... )" Dazu gibt es natürlich auch eine Geschichte, aber die müssen Sie selbst lesen - Verliebte Jungs halt...

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
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Ein Sommer der Liebe und voller Musik
von einer Kundin/einem Kunden am 01.07.2020
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

"The Summer of Love" ist für jeden anders, vor allem, wenn es um die erste Liebe geht. Die Popmusik bildet den Hintergrund für diese herrliche, verrückte und auch glückliche Zeit und beschreibt dieses Lebensgefühl. Der Protagonist Ben hat noch eine andere Liebe: die klassische Musik. Und Probleme hat er mit den verschiedenen Wel... "The Summer of Love" ist für jeden anders, vor allem, wenn es um die erste Liebe geht. Die Popmusik bildet den Hintergrund für diese herrliche, verrückte und auch glückliche Zeit und beschreibt dieses Lebensgefühl. Der Protagonist Ben hat noch eine andere Liebe: die klassische Musik. Und Probleme hat er mit den verschiedenen Welten (Popmusik - Klassik, Elternhaus-Schule-Clique, unterschiedliche soziale Schichten...) nicht wirklich. Aber das Leben außerhalb der ersten Liebe klopft an. Es ist zwar im näheren Umfeld eine Zeit des Friedens und des Wohlstands ohne Katastrophen, aber dennoch müssen die normalen Tragödien des Lebens durchlebt werden. Diese Geschichte um Ben, seine Entscheidungen und seinen Aufbruch ist auf jeden Fall sehr spannend. Die Gedanken und Probleme, die Wahrnehmung und das Leben überhaupt sind heute nicht anders als damals. Und so ist dieses Buch auch für alle da, die sich an ihre Jugend erinnern oder gerade mittendrin sind. Dem Autor ist mit seinem Roman ein starkes Stück Literatur gelungen, dass dem Meer von Überlebensgeschichten Jugendlicher einen überraschend schönen Kontrapunkt entgegensetzt und damit das Sujet sehr reizvoll erweitert. Das ausgezeichnete Buch brilliert vor allem durch seine grandiose Sprache und seine musikalischen Bezüge. Beim Lesen mit Wohlfühlfaktor schwelgte ich in Erinnerungen, hörte Musik die ich schon lange nicht mehr gehört hatte und wollte, dass die Geschichte um Ben nie aufhört. Der Roman ist leicht und frisch, amüsant und dennoch ironisch und hintergründig, perfekt für laue Sommerabende, die man mit einem guten Buch verbringen möchte.

Ein Debütroman und gleichzeitig ein Meisterwerk
von einer Kundin/einem Kunden aus Kiel am 17.06.2020

Der Titel charakterisiert bereits den Inhalt: Beziehungen (küssen) und Musik (auf dem Hintergrund der 70er Jahre, ABBA). Genauer: Teeny-Partys, Gerüchte am laufenden Band, rasante Einblicke in das Rock- und Blues-Milieu, spannende und skurrile Klassenzimmerszenen, Relexionen über Musik, Langzeit-Flirt samt Happyend, und die cool... Der Titel charakterisiert bereits den Inhalt: Beziehungen (küssen) und Musik (auf dem Hintergrund der 70er Jahre, ABBA). Genauer: Teeny-Partys, Gerüchte am laufenden Band, rasante Einblicke in das Rock- und Blues-Milieu, spannende und skurrile Klassenzimmerszenen, Relexionen über Musik, Langzeit-Flirt samt Happyend, und die coolen Cliquentreffs werden lebendig, raffiniert, ironisch und sarkastisch präsentiert. Auch der Tod und die Auseinandersetzung mit ihm werden an zwei Stellen eindrucksvoll in die Handlung eingearbeitet. Der Autor ist ein begnadeter Erzähler, dem es u.a. gelingt, die oft beklagte Distanz zwischen Unterhaltungskultur und klassischer Hochkultur spielend zu überbrücken. Dabei greift er zurück auf die in den 1970er Jahren sich abzeichnenden kulturelle Verschmelzung von Rock- und Popmusik, rhythmisch geglätteter Unterhaltungsmusik und klanglich überzeugenden Einschüben aus der Klassischen Musik. Diese Sphären werden verbunden mithilfe geschickt montierter Dialoge, anschaulicher Milieuschilderungen, eleganten Wechseln zwischen Ich-Kommentaren und Autorrede, kulturkritischen Anmerkungen und häufigen Perspektivenwechseln. Auf diese Weise ist ein kultursoziologisch angereicherter Roman entstanden, der u.a. einen quicklebendigen Einblick in die späten 1970er Jahre vermittelt und zugleich die oft beklagte Kluft zwischen Massen- und Hochkultur überwindet. Ein musikalischer Roman durch und durch mit hoher Realitätssättigung. Hier schreibt jemand, der etwas von Musik versteht, von klassischer sowohl als auch von moderner. Eine Playlist/Soundtrack mit sämtlichen 80! Musiktiteln, die im Roman vorkommen, kann man sich nach kostenloser Registrierung umsonst auf Spotify anhören: https://open.spotify.com/playlist/1jFXDgv1pI9Mp0WVLYT1JJ?si=wmR3khlcSWS345s4glMjbQ

Abwechslungsreich, äußerst erheiternd und unterhaltsam
von einer Kundin/einem Kunden aus Schermbeck am 22.05.2020

Heidtmanns Roman „Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde“ ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden und gehört in eine lange Reihe von „Wilhelm Meister“ über „Unterm Rad“ bis hin zu „Tschick“. Die Leser werden sich gern mitnehmen lassen, wenn der Autor das Stereotyp einer Jugendzeit als Synonym für eine Leide... Heidtmanns Roman „Wie wir uns lange Zeit nicht küssten, als ABBA berühmt wurde“ ist eine Geschichte vom Erwachsenwerden und gehört in eine lange Reihe von „Wilhelm Meister“ über „Unterm Rad“ bis hin zu „Tschick“. Die Leser werden sich gern mitnehmen lassen, wenn der Autor das Stereotyp einer Jugendzeit als Synonym für eine Leidenszeit unterläuft und stattdessen auf eine feine, ohne Sarkasmus unterlegte Ironie setzt. Besonders ist der ironisch-zärtliche Blickwinkel und die wohltuende Distanz zwischen dem souverän-verständnisvollen, letztlich aber erbarmungslos genauen Erzähler und seinem jugendlichen Helden Ben. Die Beziehungen Bens etwa zu gleichaltrigen Mädchen werden durch die Formulierung seiner geplanten, aber wohl nie realisierten Tagebucheintragungen pointiert reflektiert, während er den Betroffenen gegenüber so gut wie nichts davon herausbringt. So wird dem Leser ermöglicht besonders differenziert und vielschichtig in die innere Gefühlswelt der Figuren einzutauchen sowie ihre Handlungen und tatsächlichen Äußerungen zu deuten. Bei aller Prägnanz sowie kleiner und großer Tragödien ist der Roman sehr abwechslungsreich, äußerst erheiternd und unterhaltsam. Dazu tragen die zahlreichen, vielfältige Erinnerungen wachrufenden Musikbezüge ebenso bei wie einige filmreife Schulszenen, die der Feuerzangenbowle um nichts nachstehen. Also viel Spaß beim wärmstens empfohlenen Schmökern!

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