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Das Treuhand-Trauma

Die Spätfolgen der Übernahme

Seit Jahren untersucht die Schweizer Soziologin Yana Milev, was beim Untergang der DDR und danach mit den Ostdeutschen passiert ist. Sie hat die Auswirkungen der Bonner Abwicklungs- und Anschlusspolitik seziert und die mediale Begleitung der Übernahme analysiert. Im Zentrum ihrer Untersuchungen steht die Treuhandanstalt als Vollstreckerin des politischen Willens der Mächtigen der alten Bundesrepublik. Milev spricht deutlich und offen aus, was die Politik verschweigt. Ihre Thesen lauten: die "friedliche Revolution" - sie war keine. Die Abwesenheit physischer Gewalt bedeutete nicht, dass es nicht psychischen Druck und andere Formen der Übernahme gab. Die Ost- und die Westdeutschen haben aufgrund der komplementären gesellschaftlichen Entwicklungen unterschiedliche Erfahrungen. Zweitens: die "Wiedervereinigung" - es war keine. Es haben sich nicht zwei Staaten vereinigt, sondern der eine übernahm den anderen. Und drittens: die "Wohlstandsversprechen" von Kohl 1990: "Es wird niemandem schlechter gehen als zuvor, dafür vielen besser." Dies zu widerlegen genügt die Statistik. Damit widerspricht Milev vehement der Behauptung von der erfolgreichen "Transformation des Ostens". Und liefert die Beweise, dass die Treuhand dem gnadenlosen Konkurrenzkampf und der Marktbereinigung diente und den Willen wirtschaftlicher Interessengruppen vollstreckte.
Portrait
Yana Milev, geboren in Leipzig, ist habilitierte Kultursoziologin. Ab 1987 Bühnenbildstudium und Meisterschülerin der Freien Kunst in Dresden, Dokcumentakünstlerin von 1997. Nach zweijährigem Studienaufenthalt in Japan, Doktoratsstudium in Wien und 2008 Promotion zur Dr.phil. Ab 2009 Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Projektleiterin und Assoziierte Forscherin am Seminar für Soziologie (SfS) der Universität St. Gallen (HSG). 2014 Habilitation und Ernennung zur Privatdozentin für Kultursoziologie der "School of Humanities and Social Sciences" der HSG. Yana Milev ist Founder und CEO des Think Tanks AGIO (Gesellschaftsanalyse + Politische Bildung) mit Sitz in St. Gallen und Berlin. Seit 2017 leitet sie die Forschung "Entkoppelte Gesellschaft - Ostdeutschland seit 1989/90. Ein soziologisches Laboratorium".
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Beschreibung

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 288 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 10.03.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783360501660
Verlag Das Neue Berlin
Dateigröße 4272 KB
Verkaufsrang 31962
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Kundenbewertungen

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Yana Milev über eine Kulturkatastrophe
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 20.03.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Fakten, Fakten, Fakten. Wie die Treuhand den Osten verschleudert... Viele Hintergrundinformationen - Super recherchiert - Sehr verständlich umgesetzt. Eines dieser Bücher die man gelesen haben muss.

Über die Ursachen der wirtschaftlichen Lage der ostdeutschen Gesellschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 16.03.2020
Bewertet: Einband: Paperback

Yana Milev widerspricht der Behauptung von der erfolgreichen „Transformation des Ostens“ und liefert in ihrem neuen Buch dafür die Belege.

Ein wichtiges Buch, das fernab des Mainstreams endlich Klartext spricht!
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 15.03.2020
Bewertet: Einband: Paperback

War die sog. Wiedervereinigung eine Einbahnstraße mit gesellschaftlich traumatischen Folgen? „Es fällt ja auf, dass mehrere Millionen Ostdeutsche die AfD wählen, also verbünden sie sich in einer Identifikationsfigur des Dagegen-Seins. Das nennt man in der Soziologie ‚Segregation‘. Das ist sehr ernst zu nehmen. Denn es ist das R... War die sog. Wiedervereinigung eine Einbahnstraße mit gesellschaftlich traumatischen Folgen? „Es fällt ja auf, dass mehrere Millionen Ostdeutsche die AfD wählen, also verbünden sie sich in einer Identifikationsfigur des Dagegen-Seins. Das nennt man in der Soziologie ‚Segregation‘. Das ist sehr ernst zu nehmen. Denn es ist das Resultat aus 30 Jahren Ungleichbehandlung.“ ‪(Die Autorin Yana Milev im Interview mit Beste Arnold: Sputnik News/25.02.2020)