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Die Bagage

(ungekürzte Lesung)

Wer Seethalers "Ein ganzes Leben" mochte, wird "Die Bagage" lieben!

Josef und Maria Moosbrugger leben mit ihren Kindern ganz am Rand eines Bergdorfes, fernab der restlichen Bewohner. Sie sind die Abseitigen, die Armen, die Bagage. Es ist die Zeit des ersten Weltkriegs und Josef wird zur Armee eingezogen. Es ist die Zeit, in der Maria und die Kinder allein zurückbleiben und abhängig werden vom Schutz des Bürgermeisters. Es ist die Zeit, in der Georg aus Hannover in die Gegend kommt, der nicht nur hochdeutsch spricht und wunderschön ist, sondern eines Tages auch an die Tür von Maria klopft. Und es ist die Zeit, in der Maria schwanger wird mit Grete, dem Kind der Familie, mit dem Josef nie ein Wort sprechen wird: der Mutter von Monika Helfer.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3
Sprecher Monika Helfer
Erscheinungsdatum 03.02.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783844538069
Verlag Der Hörverlag
Spieldauer 277 Minuten
Format & Qualität MP3, 276 Minuten, 179.77 MB
Verkaufsrang 375
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Buchhändler-Empfehlungen

Die Bagage

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Auf nur 160 Seiten erzählt Monika Helfer die Geschichte ihrer Vorfahren. Eine Familie, die am Rande eines Dorfes lebt und nur die "Bagage" genannt wird. Mitreißend, traurig und einfühlsam erzählt.

Klein, aber fein

Angela Franke, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Im Schatten, ganz am Rand eines Bergdorfes wohnen Maria und Josef mit ihren Kindern. Von den Dorfbewohnern werden sie "die Bagage" genannt. Maria ist wunderschön und Josef ein prächtiger Mann, der mit kleinen Geschäftchen die Familie versorgt. Der 1. Weltkrieg bricht aus und Josef wird eingezogen. Maria ist nun der männlichen Dominanz der Dorfbewohner ausgesetzt. Das Buch hat nur 159 Seiten, diese haben es aber in sich. Eine Familengeschichte so anrührend erzählt.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
87 Bewertungen
Übersicht
52
22
9
4
0

An meinen Erwartungen vorbei
von einer Kundin/einem Kunden aus Ilsenburg am 06.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Bei der Bagage handelt es sich um die Familie Moosbrugger, die in sehr ärmlichen Verhältnissen hinten am Berg am Ende eines Dorfes in Vorarlberg wohnt. Trotz der Armut läuft es gut zwischen der wunderschönen Maria und dem Josef, bis dieser in den Krieg ziehen muss. Während des Krieges kommt Grete, Monika Helfers Mutter, zur Welt... Bei der Bagage handelt es sich um die Familie Moosbrugger, die in sehr ärmlichen Verhältnissen hinten am Berg am Ende eines Dorfes in Vorarlberg wohnt. Trotz der Armut läuft es gut zwischen der wunderschönen Maria und dem Josef, bis dieser in den Krieg ziehen muss. Während des Krieges kommt Grete, Monika Helfers Mutter, zur Welt. Über die Vaterschaft wird sich im Dorf das Maul zerrissen, die ganze Familie noch mehr als vorher schon ausgegrenzt. Das Gezeter rund um die Zeugung der Grete ist der Hauptinhalt der Geschichte. Schlimm, was sich ein ganzes Dorf zurechtlegt, nur um Maria in ein schlechtes Licht zu rücken aus Neid auf ihre unvergleichliche Schönheit. Die Frauen im Dorf haben Angst ihre Männer an Maria zu verlieren, die Männer sind sauer, weil sie nicht bei Maria landen können. Grundsätzlich sympathischer war mir die Nebenhandlung, die sich mit den Verhältnissen im Ersten Weltkrieg auseinandersetzt. Auch wenn Maria ihren Kindern nichts Materielles bieten kann und die Familie zeitweise nicht einmal satt wird, hält sie mit ihrer Liebe und Zuneigung alles zusammen. Die Sprache im Roman wirkt recht schnodderig, vermutlich durch den hohen Anteil an kurzen Sätzen. Das entspricht möglicherweise der Sprache im Ersten Weltkrieg, war mir persönlich aber zu holprig. Zusätzlich erschwert wurde das Lesen durch das Hin- und Herspringen zwischen verschiedenen Zeitebenen auf der einen und zwischen Erlebnissen der Großmutter und eigenen Erlebnissen auf der anderen Seite. Das Ganze ist zwar gut erkennbar durch den Wechsel der Erzählperspektive, dennoch hat es meinen Lesefluss ungünstig unterbrochen. Jedesmal, wenn ich gerade dabei war mich mit Maria anzufreunden, wurde ich wieder von ihr weggerissen. Letztlich zog somit die Geschichte einfach an mir vorbei, wirklich fesseln konnte sie mich nicht. Das ist sehr schade, da ich mich auf einen sehr gefühlvollen Roman gefreut hatte.

Die Bagage- Monika Helfer
von einer Kundin/einem Kunden am 03.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Bagage ist eine berührende Erzählung über Monika Helfers Großeltern. Es ist eine anspruchsvolle Lektüre mit geschichtlichen Hintergrund. Beim Lesen hat man das Gefühl, als würde man sich mit der Autorin unterhalten, man rutscht von einem Thema zum anderen, wodurch die Geschichte noch interessanter wird.

"Im hintersten Tal war es nicht günstig für eine Frau, schön zu sein."
von einer Kundin/einem Kunden am 02.04.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

„Im hintersten Tal war es nicht günstig für eine Frau, schön zu sein. Das meinte sie. Über die Schönheit meiner Großmutter wurde hinten im Tal noch bis über ihren Tod hinaus gesprochen“ - eine starke Geschichte aus Vorarlberg. Maria ist die schönste Frau weit und breit. Als ihr Mann 1914 in den Krieg ziehen muss, wird das ohneh... „Im hintersten Tal war es nicht günstig für eine Frau, schön zu sein. Das meinte sie. Über die Schönheit meiner Großmutter wurde hinten im Tal noch bis über ihren Tod hinaus gesprochen“ - eine starke Geschichte aus Vorarlberg. Maria ist die schönste Frau weit und breit. Als ihr Mann 1914 in den Krieg ziehen muss, wird das ohnehin harte Leben in bescheidenen Verhältnissen für Maria und ihre Kinder zusehends schwieriger. Die Autorin erzählt auf 160 Seiten die Geschichte ihrer Familie – über Ausgrenzung und Armut, Selbstbehauptung und Lebensträume. „Niemand hatte Zweifel, dass Lorenz den Mann erschießen würde, der ihn daran hindern wollte, für seine Geschwister zu sorgen. Aber auch niemand hatte Zweifel: früher oder später würden sie im Gefängnis landen. Alle miteinander, die ganze Bagage. Weil: Abschaum waren sie. Bei aller Bewunderung: Abschaum waren sie.“