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Rote Kreuze

(ungekürzte Lesung)

Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt. Nach und nach erkennen die beiden ineinander das eigene gebrochene Herz wieder und schließen eine unerwartete Freundschaft, einen Pakt gegen das Vergessen.
Portrait
Robert Stadlober, geboren 1982, ist einer der gefragtesten jungen deutschsprachigen Schauspieler. Er spielte zum Beispiel in Sonnenallee, Crazy, Krabat und Jud Süß - Film ohne Gewissen. Er arbeitet auch als Hörbuchsprecher.
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Beschreibung

Produktdetails

Medium MP3
Sprecher Robert Stadlober
Erscheinungsdatum 26.02.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783257693379
Verlag Diogenes Verlag
Spieldauer 300 Minuten
Format & Qualität MP3, 300 Minuten, 228.16 MB
Übersetzer Ruth Altenhofer
Verkaufsrang 4424
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Buchhändler-Empfehlungen

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Jülich

Die Geschichte eine Lebens auf gerade mal 280 Seiten. Aber was für ein Leben in der Zeit von Stalin und danach. Es ist eine Geschichte von Liebe , Sehnsucht, Verzweiflung aber auch von Hoffnung und Vergebung. Mich hat der Roman durch seine klare Sprache mehr als gefesselt!

Andrea Becker, Thalia-Buchhandlung Fulda

Zwei Generationen treffen aufeinander und erzählen aus ihrem Leben: die alte Nachbarin erlebte die grausamer Willkür in der Stalinherrschaft. Erschütternde Bilder russischer Zeitgeschichte!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
107 Bewertungen
Übersicht
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31
19
4
0

Grausames Russland
von Dorothee am 29.03.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Ich hatte nach dem Lesen der Leseprobe mir ein gänzlich anderes Buch vorgestellt. "Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit... Ich hatte nach dem Lesen der Leseprobe mir ein gänzlich anderes Buch vorgestellt. "Alexander ist ein junger Mann, dessen Leben brutal entzweigerissen wurde. Tatjana Alexejewna ist über neunzig und immer vergesslicher. Die alte Dame erzählt ihrem neuen Nachbarn ihre Lebensgeschichte, die das ganze russische 20. Jahrhundert mit all seinen Schrecken umspannt." Ja, Tatjana ist alt, sehr alt und hat ein furchtbares Leben gehabt. Alexander zieht in die Nachbarwohnung ein. So treffen sie sich. Alexander, der seine eigene Geschichte zu verarbeiten hat, freundet sich eher wiederwillig mit Tatjana an. Mich hat dieses Buch nicht wirklich berührt. Tatjanas Leben wird minutiös erzählt, viel zu ausufernd. Alexander bleibt eher im Hintergrund, seine Geschichte ist anscheinend nicht so wichtig. Die beschriebene Alzheimer Krankheit kann ich leider dem Schriftsteller nicht so abnehmen. Im Familienkreis verlief die Krankheit völlig anders. Auch diese Freundschaft zwischen den beiden habe ich anders empfunden. Die so beschriebene Erzählung war viel zu emotionslos. Nein, kein Buch für mich.

Monolog einer alten Dame
von Fornika am 28.03.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

In Alexanders neuer Wohnung gibt es noch nicht einmal Möbel, da wird er schon von seiner 90jährigen Nachbarin zugequatscht. Tatjana leidet an Demenz und will noch schnell ihre Lebensgeschichte erzählen; bevor sie die vergisst. Sascha ist zunächst genervt, doch bald hat er die alte Dame ins Herz geschlossen. Filipenkos Roman lie... In Alexanders neuer Wohnung gibt es noch nicht einmal Möbel, da wird er schon von seiner 90jährigen Nachbarin zugequatscht. Tatjana leidet an Demenz und will noch schnell ihre Lebensgeschichte erzählen; bevor sie die vergisst. Sascha ist zunächst genervt, doch bald hat er die alte Dame ins Herz geschlossen. Filipenkos Roman liest sich wie ein kurzer Abriss der jüngeren russischen Geschichte. Trotz der geschilderten Gräuel und Ungerechtigkeiten liest sich der Roman ganz angenehm, vielleicht auch, weil Tatjana alles mit dem Abstand der Jahrzehnte berichtet. Sie hat viel erlebt, und noch viel mehr erleiden müssen. Ihr Schicksal zeigt die ganze Idiotie des Systems und steht beispielhaft für viele. Trotzdem werden viele Aspekte bloß angerissen, da hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Alexander dagegen ist ein sehr blasser Zuhörer, sein „Schicksal“ wirkt extrem unrealistisch und effektheischend. Ich hätte mir den Roman sehr viel besser als z.B. Tagebuch von Tatjana vorstellen können, Sascha gnadenlos rausgekürzt. Die Rahmenhandlung empfand ich als unnötig. Der Erzählstil gefiel mir nicht immer, einerseits lässt sich das Buch gut lesen, andererseits fehlten mir Emotionen, gerade die Willkür des Systems hätten Wut, Ohnmacht… irgendetwas auslösen sollen. Die eingestreuten Dokumente wirken (sind?) sehr authentisch, z.T. aber in epischer Breite vorhanden. Briefwechsel werden zu sehr ausgewalzt und bremsen die Geschichte aus, auch wenn sie natürlich zeigen sollen wie zermürbend Tatjanas Arbeit oft war. Das ändert nichts daran, dass so die Handlung zusätzlich an Schwung verliert. Ich fand den Roman nicht ganz schlecht, hätte mir aber die Aufarbeitung dieses sensiblen Themas doch anders vorstellen können.

Ein Pakt gegen das Vergessen
von Jenny Vogler am 28.03.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

„Nach langem Nachdenken über die sowjetischen Lager als ein großes Experiment, eine Art Laboratorium, eine gewaltige mathematische Gleichung, deren Ergebnis der neue Sowjetmensch sein sollte, kam sie zu dem Schluss, dass das alles Humbug war.“ Inhalt Tatjana Alexejewna ist über 90 Jahre alt, sie leidet an Alzheim... „Nach langem Nachdenken über die sowjetischen Lager als ein großes Experiment, eine Art Laboratorium, eine gewaltige mathematische Gleichung, deren Ergebnis der neue Sowjetmensch sein sollte, kam sie zu dem Schluss, dass das alles Humbug war.“ Inhalt Tatjana Alexejewna ist über 90 Jahre alt, sie leidet an Alzheimer und beschließt ihrem neuen Nachbarn Alexander, den sie im Treppenhaus kennenlernt ihre Lebensgeschichte anzuvertrauen. Nicht etwa, weil dieser besonders interessiert wirkt, sondern nur auf Grund der Tatsache, dass sie irgendjemanden finden muss, um ihr Leben Revue passieren zu lassen, solange sie sich noch an das erinnert, was ihr widerfahren ist. Tatjana gelingt es den jungen Mann mit ihrer Geschichte zu infizieren, so dass er sich tatsächlich bald für die Vergangenheit der betagten Dame interessiert und ihr gebannt zuhört. Und auch für ihn ergibt sich die Chance, sein eigenes Schicksal und das seiner Familie zu erläutern. Sie hören einander zu und schließen eine unerwartete Freundschaft und einen Pakt über das Vergessen. Während Tatjana das sozialistische System auseinandernimmt und ihr Erfahrungen mit Angst, Gewalt und Manipulation in sowjetischen Lagern offenbart, erkennt Alexander, dass er nicht allein ist mit seinem Leid über verlorene Menschen, die niemand mehr zurückbringt. Meinung Der weißrussische Autor Sasha Filipenko hat es sich zur Aufgabe gemacht, in diesem kurzen, eher berichtenden Roman über das sozialistische Regime unter der Herrschaft von Stalin, sehr genau und akribisch dessen Verfehlungen aufzuzeichnen und den Krieg gegen das eigene Volk, lange nach dem 2. Weltkrieg von der Betroffenenperspektive aufzurollen. Denn Tatjanas Schicksal ist nicht das einer einzelnen Frau, die in unglückliche Umstände geraten ist, sondern Strafe für ein ganzes Volk, welches es wagte, die Stimme zu erheben oder die Handlungen nicht gesellschaftskonform abzuwickeln. Wer sich nicht anpassen wollte, wurde zum Feind und musste bestraft werden. Trotz des wahren historischen Hintergrunds, der durch intensive Recherchen und viele Originaldokumente belegt wird, ist dies kein langweiliger Roman über ein politisches System, sondern vielmehr die Lebensgeschichte zweier Menschen und wirkt deshalb viel greifbarer und emotionaler als ein reiner Bericht. Am meisten haben mich die vielen Gedankengänge inspiriert, die eher in Nebensätzen formuliert werden und mit der Haupthandlung nur indirekt in Verbindung stehen. Z.B. die Tatsache, dass sich Tatjana als Atheistin einen Gott erdacht hat, an den sie nicht im positiven Sinne glaubt, aber seine imaginäre Existenz hilft ihr, ihre Wut und den Überlebenswillen aufrecht zu erhalten, um dermaleinst mit ihm abzurechnen. Oder ihr Umgang mit der vermeintlichen eigenen Schuld, nachdem sie aus einem offiziellen Dokument den Namen des eigenen Mannes gestrichen hat und dafür den Namen eines Unbekannten gleich zweimal aufschrieb. Ihre Suche nach ebenjenem, der womöglich durch ihren Fingerschlag ein desaströses Leben führen musste. Fasziniert war ich auch von der Fülle an Informationen, die ich für so ein kleines Buch, welches zudem noch eine ganz andere Geschichte erzählt, niemals erwartet hätte. Viele Worte, viele Grundsätze und über dem eine ganz konkrete, greifbare Frage nach Schuld oder Unschuld, Schicksal oder Lebensaufgabe, Kapitulation oder Kampf. Fazit Ich vergebe 5 Lesesterne für diesen Roman, der die große Weltgeschichte auf ein Einzelschicksal herunterbricht und dennoch Aussagekraft und Allgemeingültigkeit besitzt. Man kann auch ohne entsprechendes Hintergrundwissen lesen und bekommt sehr viel „echte“, erlebte Geschichte geboten. Darüber hinaus steht auch das Menschsein im Mittelpunkt, die Möglichkeit auch Jahre später aufzuarbeiten, was die Seele belastet und wenn schon keine greifbare Reaktion in der Vergangenheit erreichbar war, so bleibt dennoch etwas für die Zukunft und spätere Generationen zurück. Ich bin sehr froh, dieses Buch gelesen zu haben, es trifft genau meinen Lesegeschmack und bekommt ein Ehrenplätzchen im Regal. Auf weitere Bücher des Autors bin ich gespannt.