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Die Serapionsbrüder

E.T.A. Hoffmann

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Beschreibung

«Die Serapionsbrüder» ist eine 1819 bis 1821 veröffentlichte Sammlung von Erzählungen und Märchen von E.T.A. Hoffmann. Hoffmann stellte die vier Bände zu großen Teilen aus bereits vorher veröffentlichtem Material zusammen, fügte aber einige neue Erzählungen sowie eine Rahmenhandlung hinzu, in der einige literarisch gebildete Freunde über Probleme der Kunst diskutieren und als fiktive Autoren der Erzählungen auftreten. Vorbild für diesen Freundeskreis waren die Treffen der Serapionsbrüder, eines literarischen Kreises um Hoffmann, dem neben weiteren Schriftstellern auch Adelbert von Chamisso und Friedrich de la Motte Fouqué angehörten. Der Name leitete sich ursprünglich vom Heiligen Sera-pion her, an dessen Gedenktag – dem 14. November – der Freundeskreis sich zum ersten Mal nach längerer Trennung im Jahr 1818 wieder zusammenfand. Wichtiger als dieser äußere Anlass wird aber das sogenannte serapiontische Prinzip, dem sich die Mitglieder des Kreises verpflichtet fühlen.

Ernst Theodor Amadeus Hoffmann (1776-1822) war ein deutscher Schriftsteller der Romantik. Außerdem wirkte er als Jurist, Komponist, Kapellmeister, Musikkritiker, Zeichner und Karikaturist. Hoffmanns heute bekanntes Werk entstand in einer Zeitspanne von dreizehn Jahren. Dass er erst so spät das Bekenntnis zur Schriftstellerei wagte, ist seiner ursprünglichen Präferenz für die Musik zuzuschreiben, Hoffmann fühlte sich eher zum Komponisten berufen.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 688
Altersempfehlung 1 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 27.02.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7502-8731-0
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 20,5/13,5/3,9 cm
Gewicht 918 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

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Unheimlichkeiten
von Stefanie Strachotta aus Berlin am 20.05.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Oh ha, keine leichte Kost. Das Buch ist spannend und man wird immer wieder von plötzlichen Wendungen überrascht. Für die einen anstrengend und erschwerend zu lesen, für andere großartig verknüpft. Man zerfällt mit dem Mönch Medardus seelisch und moralisch mit. Ein tolles Buch über die Suche nach sich selbst, Wahnsinn, Sünde und ... Oh ha, keine leichte Kost. Das Buch ist spannend und man wird immer wieder von plötzlichen Wendungen überrascht. Für die einen anstrengend und erschwerend zu lesen, für andere großartig verknüpft. Man zerfällt mit dem Mönch Medardus seelisch und moralisch mit. Ein tolles Buch über die Suche nach sich selbst, Wahnsinn, Sünde und die menschlichen Abgründe, bzw. Schattenseiten.

liquide Verführung des Widersachers..
von Sophie Bergmann aus St.Johann am 24.04.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der 334 Seiten umfassende Roman erzählt die Geschichte des Kapuzinermönchs Medardus, chronologisch aufgelistet und in Form einer "Autobiographie" dargeboten. Der von seiner Geburt an in religiösen Kreisen erzogene, und stets spirituell extraordinäre Kapuziner, erhält eines Tages die ehrenvolle Aufgabe, mit hingebungsvoller Demut... Der 334 Seiten umfassende Roman erzählt die Geschichte des Kapuzinermönchs Medardus, chronologisch aufgelistet und in Form einer "Autobiographie" dargeboten. Der von seiner Geburt an in religiösen Kreisen erzogene, und stets spirituell extraordinäre Kapuziner, erhält eines Tages die ehrenvolle Aufgabe, mit hingebungsvoller Demut über die heiligen Reliquien des Klosters zu walten. Eine dieser geweihten Reliquien entpuppt sich als eine vom Widersacher selbst an den heiligen Antonius übergebene Weinflasche, welche sich als eines der ruchlosen Elixiere des Teufels erweist. Medardus kann der Versuchung nicht widerstehen von diesem diabolischen Gebräu zu kosten. Somit löst er einen kaum entwirrbaren Fluch aus, der sich über mehrere Generationen hinwegzieht..... Hoffmann versteht es galant mit den reißerischen Motiven der "Gothic Novel" zu jonglieren und wird somit zum Meister der unheimlichen Erzählkunst.

Medardus
von Lorenz Laudenberg aus Bergisch Gladbach am 25.01.2010
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Völliger Wahnsinn, was uns der Kapuzinerbruder da erzählt! Bei der Lektüre des Schauerromans von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann ( 1776- 1822), einer fiktiven Autobiographie, lernen wir den Mönch Medardus kennen, der, als angesehener Mitbruder in einem Kloster, ein beschauliches Leben führt - bis er von den " Elixieren des Teu... Völliger Wahnsinn, was uns der Kapuzinerbruder da erzählt! Bei der Lektüre des Schauerromans von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann ( 1776- 1822), einer fiktiven Autobiographie, lernen wir den Mönch Medardus kennen, der, als angesehener Mitbruder in einem Kloster, ein beschauliches Leben führt - bis er von den " Elixieren des Teufels" trinkt. Während einer Dienstreise nach Rom überschlagen sich dann plötzlich die Ereignisse: von seiner wilden Leidenschaft und der Liebe zu einer jungen Frau getrieben, begeht er eine Reihe von abscheulichen Verbrechen; im abenteuerlichen Verwirrspiel mit den vielen Menschen, die er kennen lernt, taucht ein Doppelgänger auf, unzählige Nebenhandlungen weisen schließlich darauf hin, dass viele Personen mit Medardus verwandt sind. Nach dieser unheimlichen Odyssee durch ein abenteuerliches Leben schreibt der Mönch alle Ereignisse auf und stirbt bald. Der Roman, den man der Spätromantik zuordnen kann, ist überladen mit Elementen der Trivialliteratur und vielleicht gerade deshalb so außerordentlich spannend. Er erlaubt einen tiefen Einblick in den Abgrund der Seele des Erzählers, dessen Lebensweg schicksalhaft, durch die "Verworfenheit seines Geschlechts", scheinbar unausweichlich in die Katastrophe führen muss. Wie bei E. A. Poe finden sich schon Schilderungen seelisch extremer Zustände, hier können wir vielleicht von der Beschreibung einer Bewusstseinsspaltung des Protagonisten sprechen. Bewundert von den Dichtern seiner Zeit, war E. T. A. Hoffmann ein richtiger Star der deutschen Romantik, ein " magischer Poet", der uns allein schon mit " Die Serapionsbrüder" eine wunderbare Sammlung von Erzählungen geschenkt hat!

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