Serotonin

Roman

Michel Houellebecq

(44)
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Beschreibung

Als der 46-jährige Protagonist von ›Serotonin‹, dem neuen Roman des Goncourt-Preisträgers Michel Houellebecq, Bilanz zieht, beschließt er, sich aus seinem Leben zu verabschieden – eine Entscheidung, an der auch das revolutionäre neue Antidepressivum Captorix nichts zu ändern vermag, das ihn in erster Linie seine Libido kostet. Alles löst er auf: Beziehung, Arbeitsverhältnis, Wohnung. Wann hat diese Gegenwart begonnen? In der Erinnerung an die Frauen seines Lebens und im Zusammentreffen mit einem alten Studienfreund, der als Landwirt in einem globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, erkennt er, wann und wo er sich selbst und andere verraten hat.
Noch nie hat Michel Houellebecq so ernsthaft und voller Emotion über die Liebe geschrieben. Zugleich schildert er in ›Serotonin‹ den Kampf und den drohenden Untergang eines klassischen Wirtschaftszweigs in unserer Zeit der Weltmärkte und der gesichtslosen EU-Bürokratie.

»Ein Roman, der mehr als Symptom unserer Zeit zu lesen ist denn als Analyse unserer Gegenwart.« ORF BESTENLISTE

Produktdetails

Verkaufsrang 29493
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 18.08.2020
Verlag DuMont Buchverlag
Seitenzahl 336
Maße (L/B/H) 19/12,4/2,5 cm
Gewicht 328 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel ›Sérotonine‹
Übersetzer Stephan Kleiner
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-6548-2

Buchhändler-Empfehlungen

Philipp Buschatz, Thalia-Buchhandlung Köln

Michel Houellebecqs Bücher haben mich früher echt in ihren Bann gezogen. Aber seine misanthropische Weltsicht nervt mich nur noch. Er mag ein glänzender Stilist sein; und er hat ein gutes Gespür, Fragen unserer Zeit aufzuspüren. Aber ist davon nicht mittlerweile viel Masche?

"...ich machte wirklich eine schwere Zeit durch, manche bringen sich wegen weniger um."

André Pingel, Thalia-Buchhandlung Bremen

Florent-Claude Labrouste ist gerade einmal 46 Jahre alt und trotzdem geht ihm das Leben schon zu lang. Daran kann auch das neue Antidepressivum „Captorix“ nichts ändern, dass ihn zwar etwas länger in der Welt halten kann, ihn aber dafür auch seine Libido kostet. Er setzt einen Schlussstrich unter seine derzeitige Beziehung, kündigt sein Arbeitsverhältnis und auch seine Wohnung. Er bewegt sich körperlich zwar im Hier und Jetzt, besucht einen alten Studienfreund, der als Landwirt im globalisierten Frankreich ums Überleben kämpft, seine Gedanken gehen jedoch immer wieder zurück in die Vergangenheit und treffen dort auf die Frauen aus seinem bisherigen Leben. Wann und wo war der Punkt, an dem er begonnen hat, sich und andere zu verraten? Der französische Skandalautor Michel Houellebecq tut das, was er am besten kann: provozieren. „Serotonin“ war mein erster, aber garantiert nicht letzter Roman dieses Mannes, bei dem sich eine extrem schöne und anspruchsvolle Erzählweise und eine stellenweise abartige Sprache ein Duell um die Vorherrschaft liefern. Da gibt es eine Szene in der Pädophilie geschildert wird, die einem als Leser wirklich körperlich weh tut, da gibt es eine Szene mit einem Dobermann, der eine Frau besteigt (auch nicht schön zu lesen), aber da gibt es auch Szenen, in denen Houellebecq den Protagonisten Philosophen zitieren lässt oder Szenen, in denen der Autor unheimlich zärtlich und verletzlich von der Liebe spricht. In einem Moment verliert man sich als Leser in den schönen Schilderungen, nur um kurz darauf mit aller Gewalt wieder in die Realität geprügelt zu werden. Ein wirklich großartiger Spagat, der diesen Roman allerdings zu keiner leichten oder gar schnellen Lektüre macht. Houellebecq verlangt Aufmerksamkeit und die holt er sich auch entsprechend. Auch wenn der Hauptcharakter dieses Romans überhaupt keine Identifikationspunkte für mich bereit hielt, bin ich ihm doch gerne auf seiner Reise gefolgt, die nach knapp 330 Seiten ein Ende findet. Auf dieser Reise lässt er nicht nur seine vergangenen Liebschaften an sich vorüber ziehen, sondern zeigt auch immer wieder eine Gegenwart, die ihn anekelt und schildert nebenbei den Kampf der Landwirte gegen die EU-Politik und die immer weiter voranschreitende Globalisierung. Und auch wenn sich Houellebecq auf die französischen Landwirte fokussiert, kommt man nicht umhin an die Proteste der deutschen Bauern in Berlin zu denken und auch an das Handelsabkommen mit den Mercosur-Staaten. „Serotonin“ erschien im Januar 2019, das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten wurde im Juni 2019 erzielt. Der Roman bewegt sich so nah an der Realität und ist und unheimlich gekonnt im Hier und Jetzt verankert. Ein düsteres, melancholisches und auch sehr zärtliches Buch, das durch seine exzellente Sprache überzeugt (hier hat auch der Übersetzer Stephan Kleiner eine absolut hervorragende Arbeit abgeliefert), aber ebenso durch seine vulgären und obszönen Szenen. Ich hätte niemals gedacht, dass so etwas Hand in Hand gehen kann, aber Houellebecq hat mich eines Besseren belehrt. Kein Buch für eine entspannte Zugfahrt und auch kein Buch, um sich danach besser zu fühlen, aber dennoch empfehle ich jedem, der es aushalten möchte, sich darauf einzulassen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
44 Bewertungen
Übersicht
15
12
11
3
3

schonungslos
von shoka Golsabahi aus Berlin am 13.02.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Eine schonungslose Abrechnung mit seinem Leben, schreibt der Protagonist in Houellebecq's Buch Serotonin. Über verpasste Gelegenheiten, verflossene Liebschaften und ein langweiliges Leben, das er seines nennen muss. Sehr gut geschrieben, gewürzt mich einem Hauch von Überheblichkeit.

Das Leben ist zu kurz
von einer Kundin/einem Kunden aus Zürich am 08.03.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Geschichte hat nichts zu sagen, ausser die bisher schon tausendmal erzählten Geschichten über ältere Typen, die sich für knallharte Kerle halten, weil sie rauchen und trinken, und mit Frauen schlafen, die ihre Töchter sein könnten, während sie sexistischen Kack von sich geben und keinen Gedanken haben, der über edgy Teenager... Die Geschichte hat nichts zu sagen, ausser die bisher schon tausendmal erzählten Geschichten über ältere Typen, die sich für knallharte Kerle halten, weil sie rauchen und trinken, und mit Frauen schlafen, die ihre Töchter sein könnten, während sie sexistischen Kack von sich geben und keinen Gedanken haben, der über edgy Teenager hinausgeht. Chuck Palahniuk auf Französisch.

von einer Kundin/einem Kunden aus Bielefeld am 21.01.2020
Bewertet: anderes Format

Ein Werk in der typischen provokanten von Houllebecq - intelligent und besonders. Leider konnte ich mich nicht wirklich in die Hauptperson und ihre Geschichte einfinden. Für Fans sicherlich lesenswert.


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