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Die rechtschaffenen Mörder (Ungekürzte Lesung)

(ungekürzte Lesung)

Ingo Schulze

(33)
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Beschreibung

"Denn vor allem durch Literatur können wir besser erkennen, in welcher Zeit wir leben."

Norbert Paulini ist ein hoch geachteter Dresdner Antiquar, bei ihm finden Bücherliebhaber Schätze und Gleichgesinnte. Auch in den neuen Zeiten, als die Kunden ausbleiben, versucht er, seine Position zu behaupten. Doch plötzlich steht ein aufbrausender, unversöhnlicher Paulini vor uns, der beschuldigt wird, an fremdenfeindlichen Ausschreitungen beteiligt zu sein. Die Geschichte nimmt eine virtuose Volte: Ist Paulini ein Reaktionär oder ein Revolutionär, eine tragische Figur oder ein Mörder?

Auf fulminante Weise zieht uns Ingo Schulze den Boden unter den Füßen weg: Wie kann ein Leser, ein Büchermensch zum rechten Täter werden? Ein raffiniertes und aufwühlendes Hörerlebnis.

Ingo Schulze, 1962 in Dresden geboren, studierte von 1983 bis 1988 klassische Philologie in Jena. Anschließend war er bis 1990 als Dramaturg am Landestheater Altenburg, dann in einer Zeitungsredaktion tätig. Diese Arbeit führte ihn 1993 für ein halbes Jahr nach Sankt Petersburg. Seither lebt er als freier Autor in Berlin. 2006 erhielt Ingo Schulz den Peter-Weiss-Preis der Stadt Bochum.

Sylvester Groth, geboren 1958, absolvierte seine Schauspielausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst "Ernst Busch" in Berlin und ist ausgebildeter Tenor. In den vergangenen Jahren stand Groth auf den Brettern zahlreicher deutschsprachiger Bühnen – unter anderem am Residenztheater München und den Münchner Kammerspielen, an der Schaubühne Berlin, am Wiener Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen. Auch im Kino und im Fernsehen ist Sylvester Groth sehr präsent. So spielte er z. B. in Joseph Vilsmaiers "Stalingrad" (1992) und Max Färberböcks "Jenseits" (2000).

Produktdetails

Verkaufsrang 2890
Abo-Fähigkeit Ja
Medium MP3
Sprecher Victoria Trauttmansdorff, Sylvester Groth
Spieldauer 472 Minuten
Erscheinungsdatum 04.03.2020
Verlag Argon
Format & Qualität MP3, 472 Minuten, 533.65 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783732417803

Buchhändler-Empfehlungen

Daniel Thiele, Thalia-Buchhandlung Hamm

Lud das Buch noch mit einem interessant klingenden Plot zum Lesen ein, konnte mich der Roman nie wirklich fesseln. Der rote Faden blieb mir verborgen und der Inhalt zu überambitioniert.

Stefanie Kellmann, Thalia-Buchhandlung Chemnitz

Absolut toll geschrieben,die Geschichte ist unfassbar spannend und gerade für Sachsen und Buchliebhaber ein Muss.Schulze geht dem Rechtsruck im Osten auf den Grund und wählt dafür den Antiquar Paulini als Mensch, der unter dem Verlust der DDR-Literatur leidet.GENIAL!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
33 Bewertungen
Übersicht
8
15
10
0
0

Es bleibt ein ratloses Gefühl
von einer Kundin/einem Kunden am 02.06.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die ersten zwei Drittel des Buches werden wir durch das Leben des angesehenen Antiquars Norbert Paulini geführt. Paulini wächst wortwörtlich zwischen Büchern auf, den unzähligen Bücherstapeln aus dem Nachlass seiner verstorbenen Mutter. Ganz dem gedruckten Wort verschrieben, macht Paulini eine Lehre als Buchhändler und schließli... Die ersten zwei Drittel des Buches werden wir durch das Leben des angesehenen Antiquars Norbert Paulini geführt. Paulini wächst wortwörtlich zwischen Büchern auf, den unzähligen Bücherstapeln aus dem Nachlass seiner verstorbenen Mutter. Ganz dem gedruckten Wort verschrieben, macht Paulini eine Lehre als Buchhändler und schließlich auch ein Antiquariat auf. Durch sein enzyklopädisch-literarisches Wissen erlangt er schnell großes Ansehen und um ihn herum bildet sich ein Salon. Nach der Wende folgt allerdings der Ruin, da Paulini nicht erfasst, das in der DDR Gedrucktes keinen Wert mehr hat. Ein Büchermensch, der sich im Kapitalismus nicht zu Recht findet und vom Unglück verfolgt durchs Leben treibt, bis er zu einem fremdenfeindlichen, verbitterten Mann wird und nicht wissen wann das passiert ist. Dieser Part lässt sich unerwartet schnell und flüssig lesen, ich war schnell durch obwohl kein großer Spannungsbogen vorhanden war. Im zweiten Teil begegnen wir dem Autor des Buches, der seine Erfahrungen mit Paulini von der außenstehenden Seite berichtet. Der imaginäre Schultze findet noch spät die Liebe, die er allerdings mit Paulini teilen muss. In einer späten Begegnung zwischen den Beiden treffen wir auf einen bösartigen, fast schon aggressiv dummen Paulini, der mit dem Antiquar aus Teil eins nicht viel gemein zu haben scheint. Dieser Teil erzeugte bei mir hier und da Stirnrunzeln, da ich nicht wusste, welchen Weg die Geschichte jetzt einschlagen wird, trotzdem waren die Ansichten eines Außenstehenden bezüglich der Figur Paulini für mich interessant. Im dritten und kürzesten Teil begegnen wir der Lektorin des Autors, die dessen Fragmente zu einem Buch fügen möchte. In Ihren Recherchen erfahren wir Dinge, die den ganzen vorangegangenen Roman auf den Kopf stellen. Mir wurde nach dem Schließen des Buches bewusst, wie sehr mich ein Autor in der Hand hat. Er hat Einfluss darauf wie ich eine Figur sehe oder wie ich eine Situation bewerte. Schulze lies mich hier mit dem starken Gefühl zurück etwas nicht mitbekommen zu haben. Ob dem Autor hier Verstrickungen im Subtext passiert sind, oder ob gerade darin die Raffinesse seines Könnens liegt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Sprachlich ein Genuss
von einer Kundin/einem Kunden aus Vaihingen am 30.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Endlich mal wieder ein Autor, der der deutschen Sprache nicht nur mächtig ist, sondern deren Feinheiten in der Grammatik virtuos beherrscht. Auch die Entwicklung der Hauptperson des Buchhändlers, dessen Privatleben vor, während und nach der Wende gewährt Einblicke in die Zusammenhänge von "Sein bestimmt das Bewusstsein". Etwas u... Endlich mal wieder ein Autor, der der deutschen Sprache nicht nur mächtig ist, sondern deren Feinheiten in der Grammatik virtuos beherrscht. Auch die Entwicklung der Hauptperson des Buchhändlers, dessen Privatleben vor, während und nach der Wende gewährt Einblicke in die Zusammenhänge von "Sein bestimmt das Bewusstsein". Etwas unklar bleibt die Rolle seines Sohnes. Da ist die Spekulation des Lesers gefordert. Ein durchaus lesenswertes Buch.

Wenn Bücher dein Leben bestimmen...
von nicigirl85 aus Ilsenburg am 14.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

In der Literatursendung "Buchzeit" wurde dieser Roman besprochen und man war sich nicht ganz sicher über die Qualität des Werkes, weshalb direkt meine Neugier geweckt war. In der Geschichte geht es um Norbert Paulini, der bereits als Kind auf Büchern schlief und seiner verstorbenen Mutter nacheifert und Antiquar wird. Aus nah... In der Literatursendung "Buchzeit" wurde dieser Roman besprochen und man war sich nicht ganz sicher über die Qualität des Werkes, weshalb direkt meine Neugier geweckt war. In der Geschichte geht es um Norbert Paulini, der bereits als Kind auf Büchern schlief und seiner verstorbenen Mutter nacheifert und Antiquar wird. Aus nah und fern strömen sie zu ihm, um Bücher zu erwerben. Doch dann kommt die Wende und es geht bergab. Wirklich? Was wird ihm die neue Zeit bringen? Und vor allem: kann er der ewige Leser bleiben? Der Roman besticht durch eine unglaublich angenehme Sprache, die mich direkt für das Buch eingenommen hat. Es fällt mir schwer dies genau zu beschreiben. Letztendlich spürt man die Liebe zu Büchern und Literatur in jeder Zeile. Das Ungewöhnliche hier ist wohl, dass uns die Handlung über eine Figur des Buches nahe gebracht wird, die jedoch nur eine kleine Rolle im Geschehen einnimmt und eher beobachtet als selbst agiert. So als würde ein Stasimitarbeiter über die Jahre unseren Antiquar beobachten und dessen Leben durchleuchten. Auch wenn viele Paulini als einen Antihelden wahrnehmen, so empfand ich ihn als liebenswerten Büchernarren, der mir nicht unähnlich ist. Für ihn stehen Geschichten, allen voran die Klassiker, an erster Stelle und das Lesen bestimmt seinen Alltag. Verwundern tut einen dies nicht, schließlich ist er quasi im Büchermeer aufgewachsen. Ich habe ihn als einen durchschnittlichen Menschen wahrgenommen, der in seiner Leidenschaft zu Büchern erst so richtig aufgeht. Der Titel des Romans erschließt sich erst auf den letzten vierzig Seiten und während der Lektüre fragt man sich natürlich dauernd, wo denn da ein Mörder auftauchen soll. Eine Auflösung gibt es nicht, da muss sich jeder Leser seine eigenen Gedanken machen. Aus dem Lesefluss gebracht hat mich, als wir von Paulini zum Erzähler Schultze umschwenken. Die Einteilung in Kapitel ist plötzlich verschwunden und die eigentliche Geschichte wird mitten im Satz unterbrochen. Auch dies erschließt sich erst im Verlauf der weiteren Handlung. Fazit: Ein kontroverser Roman, aus dem die Liebe zur Literatur spricht und der mich auf weiter Strecke unfassbar gut unterhalten hat. Ungewöhnlich, anspruchsvoll und mal was anderes. Also langt zu und steckt eure Nasen in dieses Buch!


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