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Schloss Gripsholm

Kurt Tucholsky

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Beschreibung

Mit einer Reise in das idyllische Schloss Gripsholm in Schweden wollen der Ich-Erzähler und seine Begleitung Lydia, von ihm nur als ‚Prinzessin‘ bezeichnet, dem Berliner Alltag entfliehen. Lydias Freundin Billie durchbricht die Zweisamkeit und es entspinnt sich im Laufe des Sommers eine zarte Ménage-à-trois, bis die drei ein nahe gelegenes Kinderheim entdecken und ein Mädchen aus den Fängen einer tyrannischen Erzieherin befreien müssen.

Kurt Tucholsky, geboren am 09. Januar 1890 in Berlin und gestorben am 21. Dezember 1935 in Hindås bei Göteborg, war einer der bekanntesten Schriftsteller der Weimarer Republik, bekannt als Literat, Dichter, Kabarettist, Journalist und Kritiker. Der promovierte Jurist war zudem Mitarbeiter und zeitweilig Herausgeber der "Weltbühne". 1924 emigrierte er nach Paris, 1929 nach Schweden, während seine Bücher in Deutschland verboten und verbrannt wurden. Er schrieb unter den Pseudonymen Kaspar Hauser, Peter Panter, Theobald Tiger, Ignaz Wrobel.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 176
Erscheinungsdatum 11.03.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7502-9192-8
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 19/12,5/1 cm
Gewicht 214 g
Auflage 3. Auflage

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Eine Sommergeschichte
von Wortschätzchen aus Kreis HD am 23.09.2016
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Tucholsky, im Buch von seiner Freundin Lydia, die er meist nur „die Prinzessin“ nennt, Peter oder Fritz genannt, da sie „Kuard“ so doof findet, geht mit ebendieser für ein paar Wochen in Urlaub. Was er dabei erlebt, packt er in die Erzählung, die er dann anschließend seinem Verleger Rowohlt verkaufen wird. Die Erlebnisse dieser ... Tucholsky, im Buch von seiner Freundin Lydia, die er meist nur „die Prinzessin“ nennt, Peter oder Fritz genannt, da sie „Kuard“ so doof findet, geht mit ebendieser für ein paar Wochen in Urlaub. Was er dabei erlebt, packt er in die Erzählung, die er dann anschließend seinem Verleger Rowohlt verkaufen wird. Die Erlebnisse dieser Reise sind kunterbunt. Von der Reise selbst bis hin zu den Besuchen von Freunden an ihrem Urlaubsort und der Rettung eines kleinen Mädchens aus den Fängen einer sadistischen Erzieherin, all das darf der Leser miterleben. Schon allein der fiktive Briefwechsel zwischen Tucholsky und Rowohlt ist wunderbar komisch – und doch so aktuell, nach all den Jahren! Die Gespräche zwischen den Protagonisten sind berührend, komisch, tiefgründig, erstaunlich – Tucholsky hat ein ganzes Kaleidoskop an Gefühlen und Reaktionen in diese Erzählung gepackt. Wunderbar auch die wohldosiert eingestreuten Plattdeutschen Sätze. Sie geben der Geschichte, aber auch den Aussagen Lydias, erstaunlich viel Tiefe und Gefühl. Umwerfend komisch, aber auch irgendwie treffend, sind Wortschöpfungen wie: „Wasser in Halbtrauer“ oder „katholische Flora“ – ich liebe es! Die Idee, dass ein Freund von „Peter“ und eine Freundin Lydias nacheinander zu Besuch nach Schweden zu den beiden Urlaubern kommen, ist herrlich anders. Karlchen und Billie sind Originale, wie so ziemlich jede Figur dieser Erzählung. In aller Komik ruht aber so viel Melancholie und Wahrheit – es ist erstaunlich. Wenn man dann noch bedenkt, wann die Geschichte entstanden ist, wieviel sich seither verändert hat und wieviel doch noch immer so ist, wie es damals war, kann man nur staunen. Uwe Friedrichsen verstand es wahrlich meisterlich, die Erzählung perfekt einzulesen. Ohne lächerliche Piepsstimme für Lydia gab er ihr eine ganz eigene Art zu sprechen, die ihre Parts sofort erkennen ließ. Sei Platt ist so klar, dass sogar ich alles verstanden habe und keine Übersetzungen benötigte. Einfach großartig, wie er mit den Worten und seiner Stimme gearbeitet hat – als wäre er eine Reinkarnation von Tucholsky. Wunderbar! Ein wenig Liebesgeschichte, ein wenig Roadtrip, ein wenig Krimi, ein wenig Reisebericht, ein wenig Schwedenflair – „Schloss Gripsholm“ ist ein bunter Strauß Worte, die verzaubern. Klassiker sind nicht jedermanns Sache. Doch diese 288 Minuten (ungekürzte Lesung!) klingen gar nicht angestaubt und machen wirklich Freude. Tucholsky war seiner Zeit einfach weit voraus – und heute wäre eine Beziehung, wie sie „Peter“ zu Lydia hatte, auch kein Skandal mehr. Tucholsky ist ein sehr wichtiger Autor, der ohne Geschwurbel dem Leser/Hörer den Irrsinn der Welt zeigt und sie damit zu verbessern versteht. Ein wunderbares Hörbuch, das man einfach nur mit den vollen fünf Sternen bewerten kann! Unbedingt hören!

Für die Tasche
von Wiebke Hartung aus Bremen am 24.06.2011
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die perfekte Sommerlektüre im Handtaschenformat: wer sich mal wieder einen Klassiker gönnen und auf schöne Sprache und gute Unterhaltung nicht verzichten will, sollte sich Schloss Gripsholm in die Tasche stecken und direkt an den Strand fahren!

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