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Deutschland

Globalgeschichte einer Nation

Andreas Fahrmeir

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Beschreibung

Ein solches Portrait Deutschlands gab es noch nie: 2000 Jahre Geschichte und Geschichten von Menschen und Mächten, Ereignissen und Erfindungen, Ideen und Kunstwerken - die erste Globalgeschichte Deutschlands. Herausragende Historikerinnen und Historiker, Publizisten und Kulturwissenschaftlerinnen erzählen darin ebenso kompetent wie kurzweilig, welche Einflüsse von Deutschland aus in die Welt hinausgingen und welche aus der Welt auf Deutschland einwirkten: von den Römern in Germanien bis zur Corona-Pandemie, von Maria Sibylla Merian in Surinam bis zu Kurt Masur und dem Fall der Mauer, von der Erfindung des Schießpulvers bis zur Energiewende. So entsteht aus vielen Perspektiven ein überraschend anderes Bild unserer Geschichte - eine ganz neue nationale Weltgeschichte.

Wenn die Welt ein Dorf ist, so ist Deutschland ein Ortsteil dieses Dorfes. Wer diesen Band liest, erfährt, wie die Verbindungen zu den anderen Vierteln des
global village entstanden sind und wie sie sich heute gestalten. Wir lernen, dass die ersten Kontakte Jahrhunderttausende zurückreichen, als die Besiedlung unserer Regionen in Europa begann. Von Anfang an waren die Beziehungen vielfältig und differenziert – denkt man etwa an das wechselvolle Verhältnis von Römern und Germanen, an die Gesandtschaft Karls des Großen an den Kalifenhof des Hârûn al-Rašid oder an die Gründung einer Universität in Prag, als ein neues Bildungsmodell die Alpen überquerte. Es wird deutlich, welche materiellen und geistigen Möglichkeiten sich mit der Öffnung zur Welt verbanden, wenn wir die Handelsimperien der Fugger und Welser in den Blick nehmen oder uns die Geburt Deutschlands aus dem Geist des Humanismus bzw. die Inspiration Dürers durch seine Reise nach Venedig vor Augen führen. Doch nicht nur Segnungen durch Kunst und Kultur gingen mit der zunehmenden Vernetzung Deutschlands und der Welt einher, für die etwa Maria Sibylla Merians Expedition nach Surinam, Mozarts Reisen und Winckelmanns Wirken in Rom stehen mögen, sondern auch die niederschmetternden Erfahrungen von Krieg, Gewalt und Barbarei: der Dreißigjährige Krieg, der deutsche Kolonialismus in Afrika und die unauslöschliche Schande des Holocaust. Darüber hinaus wurde im 20. und 21. Jahrhundert die immer enger werdende Verbindung Deutschlands und der Welt durch gewaltige Wirtschaftskrisen, weltweit vernetzten Terrorismus, die Folgen des Klimawandels, aber auch durch Grenzen überwindende, begeisternde Sportereignisse.

Andreas Fahrmeir lehrt als Professor für Neuere Geschichte an der Goethe-Universität Frankfurt am Main.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Herausgeber Andreas Fahrmeir
Seitenzahl 936
Erscheinungsdatum 17.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-406-75619-1
Verlag C.H.Beck
Maße (L/B/H) 24,4/16,2/4,8 cm
Gewicht 1413 g
Abbildungen mit 6 Abbildungen und 6 Karten
Auflage 1
Verkaufsrang 21856

Buchhändler-Empfehlungen

Andreas Koch, Thalia-Buchhandlung Bergisch Gladbach

Umfangreich ist dieses Werk allemal, aber jedes einzelne Kapitel bietet interessante und wissenswerte Ereignisse einer bestimmten Epoche der deutschen Geschichte. Einige Begebenheiten hatte ich anders in Erinnerung, und so erfährt man auch vieles Neues.

Kundenbewertungen

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Ein höchst erbauliches Buch für Kenner der Geschichte
von S.A.W aus Salzburg am 06.10.2020

Dieses Buch unterscheidet sich von allen vorausgegangenen deutschen Geschichtsbüchern, weil jedes Kapitel von Spezialisten ihres Faches geschrieben und damit auf dem neuesten Forschungsstand sowohl der Daten, als auch der Interpretation ist. Der Kundige findet zu jedem Thema, das er schon kennt, neue Aspekte und Hypothesen, da j... Dieses Buch unterscheidet sich von allen vorausgegangenen deutschen Geschichtsbüchern, weil jedes Kapitel von Spezialisten ihres Faches geschrieben und damit auf dem neuesten Forschungsstand sowohl der Daten, als auch der Interpretation ist. Der Kundige findet zu jedem Thema, das er schon kennt, neue Aspekte und Hypothesen, da ja auch die Geschichtswissenschaft nicht stehenbleibt und liebgewordene Theorien über den Haufen wirft. So ist inzwischen klar, dass sich die vor 40.000 Jahren in Mitteleuropa einwandernden Homo sapiens mit dem Neandertaler vermischten, dass die 5000 vZ einwandernden Ackerbauern vor Massakern an der Jägerbevölkerung nicht zurückschreckten und dass die Himmelsscheibe von Nebra tatsächlich einheimisch ist, da die Metalle aus Salzburg und Cornwall stammen und der bronzezeitliche Handel solche Strecken schon überbrückte. Auch mit der Varusschlacht wird aufgeräumt. Sie war eine bedauerliche aber keineswegs kriegsentscheidende Niederlage, Augustus gab die Elbgrenze nicht auf und Germanicus war dabei, Germania Magna zurückzuerobern. Auch die Städte Waldgirmes und Haltern erfüllten weiter ihre zivilisatorische Funktion. Erst 16 nZ pfiff Kaiser Tiberius seinen Neffen Germanicus zurück und erklärte den Rhein zur endgültigen Grenze. Er fürchtete, dass Germanicus ihn stürzen könnte, da er beim Heer so beliebt war. Um von sich abzulenken, erklärte er Varus zum Schuldigen, dabei galt dieser bis dahin als fähiger Verwalter und Stratege, der halt einmal Pech gehabt hatte, da sein Unterführer Arminius ihn verraten hatte. Auch das mittelalterliche Lehenswesen war nicht so wie gehabt. Das Vasallentum der Fürsten war eine Erfindung der absolutistischen Kaiser im 16. und 17. Jhdt. die die Macht auf sich konzentrierten. Die deutschen Kaiser des Mittelalters gaben ihren Militärs Land, damit sie sich selbst unterhalten konnten, weil er die teuren Söldnerheere nicht mehr bezahlen wollte. Anfangs waren diese „Lehen“ auch nicht erblich. So geht es weiter durch die Zeit, in vielen interessanten Kapiteln. Ich habe dieses Buch mit Genuss gelesen, weil es die goldene Mitte findet zwischen historischer Exaktheit und stilvollem Schreibfluss. Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Heiles Deutschland? Geschichte, Lösungen, Zukunft“ https://www.thalia.de/shop/home/artikeldetails/ID147626055.html


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  • Vorwort

    I. Avant la lettre

    II. Vom Paradies und von der Welt – Mittelalter

    III. Es werde Licht? Ein Land im Aufbruch – Frühe Neuzeit

    IV. Das lange Jahrhundert der Revolutionen – Das 19. Jahrhundert

    V. Das Zeitalter der Weltkriege

    VI. Erfolge und Gefahren in einer verflochtenen Welt

    Die Autorinnen und Autoren

    Bildnachweis

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