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Das lügenhafte Leben der Erwachsenen

Roman

Elena Ferrante

(61)
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Beschreibung

Neapel in den Neunzigern, Giovanna ist dreizehn Jahre alt, die Vorzeigetochter kultivierter Mittelschichtseltern, eine strebsame Schülerin. Doch plötzlich verändert sich alles, ihr Körper, ihre Stimmung, die Noten brechen ein, und immer öfter gerät sie mit ihren Eltern aneinander. Zufällig kommt Giovanna der Vorgeschichte ihres Vaters auf die Spur, der aus einem ganz anderen Neapel stammt, einem leidenschaftlichen, vulgären Neapel. Dort treibt sie sich herum, aber die Geheimnisse, auf die sie da stößt, verstören sie. Und als sie bei einem Abendessen bemerkt, wie ein Freund der Familie unterm Esstisch zärtlich die Füße ihrer Mutter streift, verliert sie vollends die Fassung. Denn wem kann sie überhaupt noch trauen? Und was soll ihr Halt geben? Oder ist sie selber bereits unrettbar verwoben in dieses lügenhafte Leben der Erwachsenen?
Elena Ferrante hat ein Bravourstück geschaffen und einen traurigen und schönen Roman geschrieben: über die Heucheleien der Eltern, die Atemlosigkeiten und Verwirrungen der Jugendzeit und über das Drama des Erwachsenwerdens. Darüber, wie es ist, ein Mädchen zu sein und eine Frau zu werden.

Elena Ferrante hat sich mit dem Erscheinen ihres Debütromans im Jahr 1992 für die Anonymität entschieden. Ihre vierbändige Neapolitanische Saga – bestehend aus Meine geniale Freundin, Die Geschichte eines neuen Namens, Die Geschichte der getrennten Wege und Die Geschichte des verlorenen Kindes – ist ein weltweiter Bestseller. Zuletzt erschienen im Suhrkamp Verlag auch Ferrantes frühere Romane Lästige Liebe, Tage des Verlassenwerdens und Frau im Dunkeln, sowie der Band Frantumaglia, der Briefe, Aufsätze und Interviews versammelt..
Karin Krieger übersetzt vorwiegend aus dem Italienischen und Französischen, darunter Bücher von Claudio Magris, Anna Banti, Armando Massarenti, Margaret Mazzantini, Ugo Riccarelli, Andrea Camilleri, Alessandro Baricco und Giorgio Fontana. Sie war mehrfach Stipendiatin des Deutschen Übersetzerfonds und erhielt 2011 den Hieronymusring.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 415
Erscheinungsdatum 29.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-518-42952-5
Verlag Suhrkamp
Maße (L/B/H) 21,3/13,5/4 cm
Gewicht 513 g
Originaltitel La vita bugiarda degli adulti
Auflage 1
Übersetzer Karin Krieger
Verkaufsrang 128

Buchhändler-Empfehlungen

Silvana Goldbach, Thalia-Buchhandlung Sindelfingen

Eine Familiengeschichte in Neapel. Elena Ferrante zieht ihre Leser in einen altbekannten Sog hinein - hoffentlich werden weiter Bücher dieser Art bald folgen!

Dorothea Bereswill, Thalia-Buchhandlung Sindelfingen

Elena Ferrante in Hochform! Auch hier erzählt sie ein Mädchenleben, wieder in Neapel, diesmal in den 90ern. Giovanna durchlebt die Wirren des Erwachsenwerdens, den Vertrauensverlust in die Absolutheit der Eltern, das Begreifen der Auswirkung von Familiengeschichte. Sehr gelungen!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
61 Bewertungen
Übersicht
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1
0

Erwachsen werden in Neapel - zwischen gut und schlecht; arm und reich
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 27.09.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Einzelkind Giovanna ist 13 Jahre alt, als sie zufällig hört, wie ihr Vater ihr eine zunehmende Ähnlichkeit zu seiner hässlichen und boshaften Schwester Vittoria attestiert. Dies stellt ein einschneidendes Erlebnis für sie dar - fühlte sie sich doch bisher vergöttert von ihrem Vater, der wiederum den Kontakt zu seiner Schwester v... Einzelkind Giovanna ist 13 Jahre alt, als sie zufällig hört, wie ihr Vater ihr eine zunehmende Ähnlichkeit zu seiner hässlichen und boshaften Schwester Vittoria attestiert. Dies stellt ein einschneidendes Erlebnis für sie dar - fühlte sie sich doch bisher vergöttert von ihrem Vater, der wiederum den Kontakt zu seiner Schwester vor langer Zeit abgebrochen hat. Welche Ähnlichkeit von ihr, der intelligenten und fleißig lernenden Schülerin im Akademikerhaushalt, und ihrer Tante, die in einer ärmeren Gegend Neapel wohnt, meint er? Charakterlich oder optisch? Sie entscheidet sich, ihre Tante kennenzulernen und rüttelt damit die Familie nach und nach durcheinander... Wer wie ich die Neapolitanische Saga gelesen hat, wird sich schnell wieder im Neapel Elena Ferrantes einfinden - besonders in der ärmeren Gegend, in der vor allem Dialekt gesprochen wird. Die Charaktere sind alle komplex und kaum in einseitig gut oder böse zu unterteilen - jeder Mensch scheint so seine Fehler zu haben, wenn man länger hinschaut... in dieser Umgebung erlebt Giovanna die Wandlungen der Pubertät; sie sucht ihre Rolle in dieser lügenhaften Welt und vor allem auch die Liebe... doch wer eignet sich hier als Vorbild?! So sucht sie sich ihren eigenen Weg.... Wie auch in den anderen Büchern der anonymen Autorin und deren Übersetzung von Karin Krieger ist der Schreibstil unverkennbar und unvergleichlich - sprachgewaltig und mit langen verschachtelten Sätzen ein anspruchsvolles Lesevergnügen! Auch wenn es hier manchmal etwas unter die Gürtellinie geht - dies ist nun mal ein nicht unwesentlicher Teil des Themenkomplexes, der Teenager beschäftigt-, so hat dieses Buch mich doch wieder in seinen Bann gezogen und ich bleibe im #ferrantefever

Das Drama des Erwachsenwerdens
von büchernarr aus Düsseldorf am 27.09.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Nach der Neapel-Tetralogie "Meine geniale Freundin" hat es dieser neue Roman wirklich schwer, denn er muss indirekt mit dem dem Weltbestseller konkurrieren und die Erwartungen sind verhältnismäßig groß. Diesmal ist keine spannungsvolle Frauenfreundschaft im Zentrum sondern ein einziges Mädchen, dass in den 90er Jahren von einem ... Nach der Neapel-Tetralogie "Meine geniale Freundin" hat es dieser neue Roman wirklich schwer, denn er muss indirekt mit dem dem Weltbestseller konkurrieren und die Erwartungen sind verhältnismäßig groß. Diesmal ist keine spannungsvolle Frauenfreundschaft im Zentrum sondern ein einziges Mädchen, dass in den 90er Jahren von einem jungen Mädchen zur jungen Frau heranreift. Giovanna, wohlerzogene Tochter zweier Gymnasiallehrer rebelliert gegen ihnen und versucht ihre Scheinmoral zu offenbaren indem sie zu ihrer von den Eltern verhasste Tante zieht und alles tut, was sie vom Blickwinkel der anständigen Tochter entfernt. Die brave naive Giovanna experimentiert mit Freundschaften und Liebesbeziehungen und lernt das leben nicht nur von seiner romantischen, sondern auch von seiner zerstörerischen Art kennen. Obwohl ich von der Tetralogie der Autorin begeistert war und dieser Roman an Erstere meiner Meinung nach nicht ankommt, gab es doch Parallelen zu "Meine geniale Freundin. Der Schreibstil ist wieder einmal sehr lebendig geschrieben und hat mich nach Italien mitgenommen. Qualitativ also recht hoch doch die Stärke seines Vorgängers erreicht der Roman nicht.

Lesegenuss!!!
von einer Kundin/einem Kunden aus Rösrath am 27.09.2020
Bewertet: gebundene Ausgabe

Eigentlich eine recht unspektakuläre Geschichte, die Elena Ferrante in ihrem neuen Roman erzählt - eine Geschichte, die wir alle kennen - die Geschichte vom Erwachsenwerden. Die dreizehnjährige Giovanna, Neapel in den 90-ern (wobei diese Zeit eine eher untergeordnete Rolle spielt), einem gutbürgerlichen Elternhaus ents... Eigentlich eine recht unspektakuläre Geschichte, die Elena Ferrante in ihrem neuen Roman erzählt - eine Geschichte, die wir alle kennen - die Geschichte vom Erwachsenwerden. Die dreizehnjährige Giovanna, Neapel in den 90-ern (wobei diese Zeit eine eher untergeordnete Rolle spielt), einem gutbürgerlichen Elternhaus entstammend. Als Leser*in dürfen wir Giovanna bei ihrem Erwachsenwerden begleiten - und das besondere ist, Ferrantes Geschichte ist weit mehr als nur ein 'coming of age' - es geht um Bildungsunterschiede, um Familienkonflikte und vor allem um die Suche nach der eigenen Identität. Giovannas Schlüsselerlebnis zu beginn ist, wie sie zufällig mitbekommt, dass ihr Vater sie mit seiner Schwester, Giovannas Tante vergleicht, die er als hässlich bezeichnet. Dies erlebt Giovanna als eine extreme Kränkung ihres Selbstwertgefühls und ist im Folgenden bemüht, ihre Tante Valleria kennenzulernen, nicht nur um für sich die Frage zu beantworten, ob sie selbst tatsächlich hässlich sei, sondern vor allem auf der Suche nach der eigenen Identität. Mit diesem Vorhaben reift Giovanna heran zu einer jungen Frau, entwickelt Sehnsüchte nach einem anderen Leben (idealisiert den um Jahre älteren Intellektuellen Roberto), findet am Ende aber zurück zu einem bescheidenen Anfang für ihr Erwachsensein, indem ihre geheime Liebe zu Roberto sich nicht erfüllt, aber der Anlass ist, sich in all ihrer Sehnsucht von dem 'einfach gestrickten' Rosario entjungfern zu lassen und so das Ende der Kindheit einzuläuten. Elena Ferrante ist eine großartige Geschichtenerzählerin - fast schon egal, was sie erzählt - es ist reinste Poesie. Selten ist es jemandem gelungen die Irrungen und Wirrungen dieser Lebensphase derart differenziert, einfühlsam und auch gleichzeitig nüchtern zu erzählen. "Wir beide sind nunmal so, bei schönen Gedanken werden wir schön, aber bei schlechten werden wir hässlich, die müssen wir uns aus dem Kopf schlagen." Und der zentrale Satz des Buches lautet vielleicht "Ich muss wissen, wer ich wirklich bin und was für ein Mensch ich werden kann." Unbedingt lesen!!!


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