Was Nina wusste

Roman

David Grossman

(43)
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Beschreibung

Es gibt Entscheidungen, die ein Leben zerreißen – Wer könnte eindringlicher und zarter davon erzählen als David Grossman

Drei Frauen – Vera, ihre Tochter Nina und ihre Enkelin Gili – kämpfen mit einem alten Familiengeheimnis: An Veras 90. Geburtstag beschließt Gili, einen Film über ihre Großmutter zu drehen und mit ihr und Nina nach Kroatien, auf die frühere Gefängnisinsel Goli Otok zu reisen. Dort soll Vera ihre Lebensgeschichte endlich einmal vollständig erzählen. Was genau geschah damals, als sie von der jugoslawischen Geheimpolizei unter Tito verhaftet wurde? Warum war sie bereit, ihre sechseinhalbjährige Tochter wegzugeben und ins Lager zu gehen, anstatt sich durch ein Geständnis freizukaufen? "Was Nina wusste" beruht auf einer realen Geschichte. David Grossmans Meisterschaft macht daraus einen fesselnden Roman.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 352
Erscheinungsdatum 17.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-446-26752-7
Verlag Hanser, Carl
Maße (L/B/H) 20,8/13,7/3,8 cm
Gewicht 498 g
Originaltitel ITI HA-CHAIJM MESSACHEK HARBEJ
Auflage 7
Übersetzer Anne Birkenhauer
Verkaufsrang 34237

Buchhändler-Empfehlungen

Zeit für Versöhnung

Verena Milde, Thalia-Buchhandlung Celle

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Der Autor schreibt über eine wahre Begebenheit und geht damit an die Substanz des Lesers und auch seiner Protagonisten. Drei Frauen berichten und erforschen ihre Familiengeschichte, die bis zu dem Umerziehungslager auf Goli-Otok in Kroatien zurückgeht. Der israelische Autor David Grossman schreibt überwältigend und schmerzhaft genau. Es geht um Schuld und Verbrechen, die noch heute die Familien/Generationen belasten … und es geht um Vergebung und Versöhnung. Ein nachdenkliches Buch.

Geht unter die Haut

Simone Büchner, Thalia-Buchhandlung Coburg

Die Familie findet sich zusammen, um Veras 90. Geburtstag zu feiern. Unter den zahlreichen Gratulanten sind ihre Tochter Nina und Enkelin Gili. Wenig später reisen die drei Frauen gemeinsam nach Kroatien auf die Insel Goli Otok, spüren der Vergangenheit, den Wurzeln der Familie nach. Vera war in jungen Jahren auf der Insel inhaftiert, verurteilt zu Zwangsarbeit, durchlitt sie Folter. Dieses Buch entstand auf Basis der Lebensgeschichte von Eva Panić-Nahir. Es beruht auf realen Ereignissen, die erschüttern. David Grossman, der mit ihr befreundet war, ist ihrem Wunsch nachgekommen und erzählt sie uns hier. Niemand existiert ohne Verknüpfungen, Vergangenheit beeinflusst unser Leben. Deshalb lohnt es sich, sie zu erkunden, sie zu bergen und zuzuhören. Es braucht vielleicht etwas Zeit, um in die Art des Erzählens reinzukommen, doch dann kann man sich diesem herausragenden Roman nur noch ergeben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
43 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Ausgehend von realen Ereignissen erzählt Grossman das Schicksal des kroatisch-serbischen Ehepaars Vera und Milos und ihrer Tochter Nina unter der Herrschaft Titos. Es ist eine politische Geschichte vom Widerstand in einem diktatorischen Regime und eine private von den Verletzungen, die innerhalb einer Familie über Generationen w... Ausgehend von realen Ereignissen erzählt Grossman das Schicksal des kroatisch-serbischen Ehepaars Vera und Milos und ihrer Tochter Nina unter der Herrschaft Titos. Es ist eine politische Geschichte vom Widerstand in einem diktatorischen Regime und eine private von den Verletzungen, die innerhalb einer Familie über Generationen weiterwirken. Kann sich Nina, die ihr Leben lang mit Wut und quälendem Selbsthass zu kämpfen hatte, am Ende mit ihrem Schicksal aussöhnen? Ein Buch, das einen nicht so leicht loslässt.

Überwältigend.
von einer Kundin/einem Kunden am 28.02.2021

Eine großartig erzählte Geschichte über Ereignisse, die drei Generationen geprägt haben. Drei starke Frauen, die ganz unterschiedlich mit diesen umgegangen sind und ihr ganzes Leben nach Antworten und der Wahrheit suchen. Neben der ganzen Tragik hat das Buch durchaus auch seine unterhaltsamen Passagen, sodass die Lektüre nicht z... Eine großartig erzählte Geschichte über Ereignisse, die drei Generationen geprägt haben. Drei starke Frauen, die ganz unterschiedlich mit diesen umgegangen sind und ihr ganzes Leben nach Antworten und der Wahrheit suchen. Neben der ganzen Tragik hat das Buch durchaus auch seine unterhaltsamen Passagen, sodass die Lektüre nicht zu einer "schweren Kost" wird.

Was Nina wusste
von einer Kundin/einem Kunden aus Wolfsburg am 14.02.2021

Meinung Die Geschichte der drei im Klappentext genannten Frauen beruht auf einer wahren Begebenheit - David Grossman erzählt die tragische Lebensgeschichte von Eva Panic-Nahir, ihrer Tochter Tiana und ihrer Enkelin Emily. Als Leserin habe ich das Unbegreifliche, das Unmenschliche in einer Art kennen gelernt, die mir so noch nie... Meinung Die Geschichte der drei im Klappentext genannten Frauen beruht auf einer wahren Begebenheit - David Grossman erzählt die tragische Lebensgeschichte von Eva Panic-Nahir, ihrer Tochter Tiana und ihrer Enkelin Emily. Als Leserin habe ich das Unbegreifliche, das Unmenschliche in einer Art kennen gelernt, die mir so noch nie über den Weg gekommen ist. Das Buch wird aus der Sicht von Gili geschrieben und ich merkte sofort, dass zwischen ihr und ihrer Mutter Nina keine herzliche Mutter-Tochter-Beziehung besteht. Auch ich als Leserin lernte Nina nichts als Sympathieträgerin kennen. Sie ist verletzend und verhält sich gegenüber den Menschen, die sie lieben, sehr unverhohlen. Ganz anders ist die Beziehung von Vera und Nina. Wie ich ihre Zuneigung zueinander beschreiben soll, fällt mir unheimlich schwer. Beide Frauen merken, dass die jeweils andere etwas Wichtiges zu sagen hat, aber nicht weiß, mit welchen Worten und zu welchem Zeitpunkt. Der Verrat und der Verlust, den beide gleichermaßen erleiden mussten, ist zu stark. David Grossman erzählt unglaublich vielschichtig über Emotionen und schaffte es, sie ganz nah an mich heranzubringen. Auch wenn ich Nina nicht sofort ins Herz geschlossen habe, so konnte ich dennoch ihre Gefühle teilweise sehr gut nachvollziehen. Nicht immer ging ich d’accord mit ihren Ansichten, aber durch die feinfühlige Sprache habe ich Verständnis aufbringen können. Das zeigte mir, dass David Grossman ein großartiger Erzähler ist. Wie er genau die Prise Humor in diese Geschichte brachte, zeigt mir ebenfalls, dass dies nicht das letzte Buch von ihm sein wird, welches ich lesen werde. Ich bekam Angst. Plötzlich kroch in mir eine Angst hoch, die man nur empfindet, wenn man vor dem Abgrund menschlicher Finsternis steht. Ich weiß, dieses Lächeln von Nina lässt sich in keine Sprache übersetzen, die im Hellen gesprochen wird. Ich sah meine Großmutter zusammenschrumpfen, als ließe Nina die ganze Frische vertrocknen, die Vera zu der machte, die sie auch mit ihren neunzig Jahren noch war. (Zitat Seite 68) Die zentralen Themen in „Was Nina wusste“ sind Verlassen sein und Verlassen werden, Verlustschmerz, Verrat, Liebe und noch so viel mehr. Darüber hinaus bekommt der*die Leser*in einen unglaublich vielschichtigen Roman zu lesen, der über drei Generationen einer Familie geht. Fazit Mit einer unglaublich emotionalen Sogkraft hat David Grossman mit „Was Nina wusste“ einen authentischen und starken Roman geschrieben, der noch lange nachhallen wird. Die Geschichte hat mir die Gefühle, den Schmerz der Protagonisten so nah gebracht wie noch keine andere. „Was Nina wusste“ verdient volle 5 Sterne. Ich empfehle zu der Lektüre ebenfalls die Dokumentation „Eva - a documentary“ auf YouTube zu schauen, die ebenfalls sehr eindringlich erzählt wird.


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