Dieses ganze Leben

Roman

Raffaella Romagnolo

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Beschreibung

Paola passt nicht in diese Welt, findet sie. Wo Glanz und Erfolg das Maß vorgeben, hält sie sich lieber an ihren Bruder, der im Rollstuhl sitzt, gerne Schach spielt und auf Likes pfeift. Auf Verordnung ihrer Mutter muss Paola täglich mit Richi an die frische Luft. Eine gute Gelegenheit, der Enge der elterlichen Villa zu entfliehen und Gegenden zu erkunden, wo Paola das wahre Leben vermutet – das so ganz anders ist, als sie dachte.

Raffaella Romagnolo, geboren 1971 in Casale Monferrato. Sie unterrichtet Geschichte und Italienisch an einem Gymnasium. Seit 2007 schreibt sie auch Romane – mit Erfolg. Ihr Roman ›Bella Ciao‹ sorgte international für Aufmerksamkeit und erschien in zahlreichen Sprachen. Für ›La figlia sbagliata‹ war sie für den Premio Strega nominiert, ebenso mit ihrem Jugendbuch ›Respira con me‹. Raffaella Romagnolo lebt in Rocca Grimalda im Piemont.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 28.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07144-3
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,8/12,4/2,7 cm
Gewicht 299 g
Originaltitel Tutta questa vita
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Maja Pflug

Buchhändler-Empfehlungen

Coming of Age mit Familiendrama

Clara Mück, Thalia-Buchhandlung Karlsruhe

Dieser Roman von Raffaella Romagnolo lässt den Leser in das Teenagerleben der 16-jährigen Paola eintauchen. Sie findet sich selbst hässlich, ihre Mutter achtet schonungslos auf ihr Gewicht und ihr Bruder ist behindert. Alles Faktoren, die noch etwas mehr dazu beitragen, dass sie eher zu den Außenseitern gehört. Sie bleibt zurückgezogen, verbringt die meiste Zeit mir ihrem Bruder und obwohl ihre Familie so reich ist, dass sie haben könnte, was sie wollte, lebt sie ein unzufriedenes Leben. Vereint wird ein Coming-of-Age-Roman mit einem Skandal rund um die Familiengeschichte. Man verfolgt das Geschehen quasi in Paolas Gedanken, was es durch die stetigen Abschweifungen, teilweise etwas wirr macht. Allerdings ist dieses Gedankendurcheinander sehr real und gibt dem Leser Hintergrundinformationen und Details, die man sonst vielleicht vermisst hätte. Raffaella Romagnolo schreibt mit Witz und der ungefilterten Trockenheit einer 16-Jährigen, die kein Blatt vor den Mund nimmt. Trotzdem und vielleicht auch gerade deshalb war mir die Protagonistin auf ihre Art sympathisch. Besonders gut haben mir die kleinen Vergleiche zwischendurch mit bekannten Roman- und Filmfiguren bzw. –Szenen gefallen, wie z.B. Herr der Ringe, Narnia, Harry Potter, Billy Elliot, …). Sie waren unterhaltsam und ziemlich passend untergebracht.

Tamara Tollas, Thalia-Buchhandlung Berlin

Hm.. Meine Erwartungen waren wahrscheinlich zu hoch.. leider konnte ich mich wenig identifizieren und sprachlich hat mich der Roman auch nicht von den Socken gehauen. Trotzdem eine nette Geschichte über jugendliche Probleme und Gedankengänge.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
22 Bewertungen
Übersicht
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17
1
0
0

von einer Kundin/einem Kunden am 05.02.2021
Bewertet: anderes Format

Mit einer guten Portion Humor erzählt Paoletta ihre Geschichte und zugleich die Geschichte ihrer italienischen Familie. Sie zwingt ihre Familie sich der Wahrheit zu stellen..... obwohl aus der Sicht einer 16. Jährigen erzählt ist es kein Jugendbuch!

Eine Familiengeschichte, ein Jugenddrama, ein Entwicklungsroman und ein Skandal!
von einer Kundin/einem Kunden am 21.01.2021

All das finden wir auf den gut 220 Seiten von R. Romagnolos neuem Buch. Paola, 16 Jahre, ist kompromisslos ehrlich. Wenn sie mal etwas sagt trifft sie immer ins Schwarze, findet immer ein Körnchen Wahrheit und trotzdem spricht sie selten aus, was sie wirklich denkt. Paola fühlt sich unverstanden in einer Welt, in der jeder auf d... All das finden wir auf den gut 220 Seiten von R. Romagnolos neuem Buch. Paola, 16 Jahre, ist kompromisslos ehrlich. Wenn sie mal etwas sagt trifft sie immer ins Schwarze, findet immer ein Körnchen Wahrheit und trotzdem spricht sie selten aus, was sie wirklich denkt. Paola fühlt sich unverstanden in einer Welt, in der jeder auf der Oberfläche lebt. Ihre Mutter hat, wenn sie mit ihrer Tochter spricht, nur deren BMI im Blick. Ihr Vater als Vorstandsvorsitzender des Familienkonzerns ist nie da. Der Einzige der Paola wirklich sieht, ist ihr Bruder Richi, der im Rollstuhl sitzt und den sie liebevoll "Opf" nennt. Eines Nachts finden Paola und Richi das skandalöse Geheimnis des Familienunternehmens heraus, das ihre Mutter seit Jahren belastet. Mit jugendlichen Tönen und einem anderen Tempo zeigt uns Romagnolo das Spektrum ihres Könnens. Auch wenn "Dieses ganze Leben" ganz anders ist als ihr erstes Buch in deutscher Übersetzung, hat es nicht weniger Gefühl, nicht weniger Wahrheit. Ich war gerührt von diesem Mädchen, das versucht erwachsen zu werden, in einer schweigenden, kaputten Welt und schließlich erkennt, das alles einfacher wird wenn man sich öffnet.

Den Platz im Leben finden
von einer Kundin/einem Kunden am 02.01.2021

Bewertet mit 4.5 Sternen In dem Buch "Dieses ganze Leben" von Raffaella Romagnolo übersetzt aus dem Italienischen, geht es um Paola de Giorgi kurz vor ihrem 16. Geburtstag. Sie hat ein schönes Zuhause. Ihre Eltern sind wohlhabend. Sie sollte ein glücklicher und zufriedener Teenager sein. Stattdessen hadert sie mit ihrem Leben... Bewertet mit 4.5 Sternen In dem Buch "Dieses ganze Leben" von Raffaella Romagnolo übersetzt aus dem Italienischen, geht es um Paola de Giorgi kurz vor ihrem 16. Geburtstag. Sie hat ein schönes Zuhause. Ihre Eltern sind wohlhabend. Sie sollte ein glücklicher und zufriedener Teenager sein. Stattdessen hadert sie mit ihrem Leben. Es fängt schon einmal damit an, dass sie ihren etwas übergewichtigen Körper hasst, ihre Schwabbelbeine, ihre Haare, ihre fettige Haut. Da ist es auch nicht hilfreich, dass ihre Mutter ihr eine Waage schenkt. In der Schule wird sie gemobbt, und der einzige Mensch dem sie uneingeschränkt vertraut ist ihr behinderter Bruder Ricci. Wenn die Mutter sie täglich zu 60 Minuten strammen Laufen verdonnert, macht sie sich mit ihrem Bruder im Rollstuhl auf den Weg und nutzt die Zeit mit ihm dem unerträglichen Alltag zu entfliehen. Dabei überqueren die Beiden dann die Schnellstraße zur Arbeitersiedlung Margeriten, die die Mutter hasst wie die Pest und stopfen sich mit Junkfood aus dem Büdchen voll. Eine Begegnung mit Antonio und dessen Bruder Filippo, die in der Siedlung zu Hause sind, die von der Baufirma der Familie di Giorgi errichtet wurde, verändert Paola's Sicht auf das Leben und ist auch für Ricci eine Bereicherung. In diesem Roman wird die Geschichte einer Familie erzählt, es gibt einen großen Familienskandal, es geht um arm und reich um Werte, die Liebe und den Umgang mit Behinderungen. Die Ich- Erzählerin Paola erzählt in einer ausschweifenden oft schnodderigen Art, ist zynisch und weitsichtig. Es macht Spaß ihren Ausführungen zu folgen. Besonders am Anfang geht sie sehr selbstkritisch mit sich selbst zu Gericht. Auf jeden Fall hat Paola die Gabe den Finger genau in die Wunde zu drücken. Ehrlichkeit ist ihr wichtig. Umso schlimmer ist es für sie, als sie entdeckt, dass ihre Eltern Lügner sind. Zu ihrem Bruder Ricci hat Paola eine sehr enge Verbindung. Klar, necken sie sich auch wie ganz normale Geschwister, aber durch seine Behinderung hat Ricci von klein auf eine Sonderrolle in der Familie. Sein Tun wird ständig durchleuchtet, ob es ein Symptom für irgendwas ist und ob man einen Arzt hinzuziehen sollte. Nur Paola behandelt ihn normal und hat mit der Zeit eine Beziehung zu ihm aufgebaut, die über eine normale Geschwisterbeziehung hinausgeht. Schön ist, dass sich die Figuren, die die Autorin sehr authentisch zeichnet, im Laufe des Romans weiterentwickeln. So gelingt es Paola nicht nur sich im Laufe des Buches mit ihrem äußeren Erscheinungsbild zu arrangieren, sie fasst auch wieder Vertrauen und erlaubt es sich und ihrem Bruder etwas eigenständiger zu werden. Für mich war es ein rundherum gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und gerne weiterempfehle. Manchmal fand ich die Sprache von Paola aber zu erwachsen für eine 16Jährige. Erwähnenswert auch die Nebenfiguren wie den Gärtner, der die Oma umschwärmte und die rumänische Nanny, die ich allerliebst fand.


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