Bell und Harry

Roman

Jane Gardam

(80)
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Beschreibung


»Mit diesem Buch kann man träumen.« Kurier

London ist laut und anstrengend, die Familie Bateman sehnt sich nach Ruhe und hat sich für den Sommer auf dem Land in Yorkshire eingemietet. Hier trifft der kleine Harry auf Bell, den jüngsten Sohn der Vermieter, und die beiden freunden sich rasch an. Sommer für Sommer und mit jedem gemeinsam erlebten Abenteuer wird diese Freundschaft erneuert und gefestigt, die unterschiedliche Herkunft spielt keine Rolle. Ein hell leuchtendes Ferienbuch von Jane Gardam, in dem die Spannung zwischen Stadt- und Landmenschen mit viel Weisheit und Humor eingefangen ist.

Jane Gardam, geboren 1928, wurde für ihr Werk mehrfach ausgezeichnet, u.a. als einzige Schriftstellerin zwei Mal mit dem Whitbread/Costa Award. Sie ist Fellow der Royal Society of Literature..
Isabel Bogdan, 1968 in Köln geboren, studierte Anglistik und Japanologie in Heidelberg und Tokio und lebt heute in Hamburg. Sie übersetzt unter anderem Jane Gardam, Nick Hornby und Jonathan Safran Foer. 2011 erschien ihr Buch Sachen machen, außerdem veröffentlichte sie Kurzgeschichten in Anthologien. 2006 erhielt sie den Hamburger Förderpreis für literarische Übersetzung, 2011 den Hamburger Förderpreis für Literatur.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 21.08.2020
Verlag dtv
Seitenzahl 192
Maße (L/B/H) 19/12,2/2 cm
Gewicht 214 g
Originaltitel The Hollow Land
Übersetzer Isabel Bogdan
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14772-9

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Lichtblick in dunklen Tagen

Jutta Reuß, Thalia-Buchhandlung Kaufbeuren

Novemberwochen, ganz besonders in diesem Jahr, können sehr düster sein. Ein gutes Mittel dagegen ist dieser Roman, so hell und freundlich, mit so sympathischen Protagonisten und ganz und gar unaufgeregt. Die Autorin gehört zu den großen Damen der englischen Literatur, sie schenkt uns mit diesem Buch glückliche Stunden.

Freundschaft pur

Verena Milde, Thalia-Buchhandlung Celle

Dieses Hörbuch ist feinste, ruhige und humorvolle Unterhaltung. Wenn man den drei Sprechern lauscht, riecht man das frische Heu und das Landgewitter. Erzählt wird die Geschichte von Harry, dem Stadtkind, und Bell, der in Yorkshire aufwächst. Über Jahre verbringen die beiden Jungen die Sommerferien miteinander und bestehen so manches kleine Abenteuer. Ein leichter Roman, einfach mal zum runterkommen und entspannen. Wunderbar!!!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
80 Bewertungen
Übersicht
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32
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0

Schade
von einer Kundin/einem Kunden aus Achim am 01.02.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Eine anfänglich nette Geschichte wurde im laufe der Seiten flacher und in der wachsenden Fülle der Personen- und Ortsnamen unübersichtlich. Ein von uns erst nicht erkannter Zeitsprung führte zusätzlich zur Verwirrung. Schade ums Geld und die Zeit.

Das hohle Land
von dear_fearn aus Dresden am 29.09.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Wer beschließt, dieses Buch zu lesen, sollte keinen Abenteuerroman zweier Freunde wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn erwarten. Was dieser Roman von Jane Gardam verspricht und hält, ist pure Entschleunigung, aber mehr als nur eine Sommergeschichte. Die Familie Bateman pachtet das Haus Light Trees während der Ferienmonate von... Wer beschließt, dieses Buch zu lesen, sollte keinen Abenteuerroman zweier Freunde wie Tom Sawyer und Huckleberry Finn erwarten. Was dieser Roman von Jane Gardam verspricht und hält, ist pure Entschleunigung, aber mehr als nur eine Sommergeschichte. Die Familie Bateman pachtet das Haus Light Trees während der Ferienmonate von der Familie Teesdale, die im benachbarten Haus wohnen. Benachbart im weitesten Sinne, da es im ländlichen Gebiet von Feldern, Wiesen und Moor umgeben ist. Die Häuser stehen auf dem sogenannten "hohlen Land", da es im Untergrund vom Bergbau zerfurcht ist, der jedoch eingestellt wurde. Harry Bateman und Bell Teesdale trennen ein paar Jahre Altersunterschied, aber das hält sie nicht davon ab, Freunde zu werden und gemeinsam die Umgebung unsicher zu machen. Dabei stellen sie einige abenteuerliche Dinge an und die gewonnene Freundschaft begleitet sie ein Leben lang. Die Familie Bateman, eigentlich Londoner und den Dorfbewohnern anfangs suspekt, bringen sich nach anfänglichen Schwierigkeiten und Missgeschicken gut in die Gemeinde ein und sind bald immer herzlich willkommen, gehören dazu. Anders als erwartet beschreibt Jane Gardam nicht nur einen Sommer, sondern viele Sommer, auch Winter, mit großen Zeitsprüngen dazwischen. Dabei lernt der Leser in der Kürze des Buchs nicht nur die beiden Jungen, sondern auch Familienmitglieder, Nachbarn und verschrobene Gestalten aus der Umgebung kennen. Als Leser fliegt man nur so durch die Jahre. Was dem Leser aber in Erinnerungen bleibt, ist die anhaltende Freundschaft der beiden Jungen, ihre Ausflüge in die Natur, ihr jugendlicher Leichtsinn und die dörflich-ländlichen Charaktere, die liebenswürdiger nicht sein könnten. Im Nachhinein bin ich an Astrid-Lindgren-Idylle und den Löwenzahnwein von Ray Bradbury erinnert.

Hollowland
von einer Kundin/einem Kunden am 29.07.2019
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Bell Teesdale ist acht Jahre alt und lebt in einem kleinen Dorf in North Yorkshire, im „Hollow Land“, dem hohlen Land, wie es genannt wird, weil es unzählige alte Bergwerksstollen unterirdisch durchpflügen. Bells Vater hat eine Farm, die noch gut läuft, aber er hat auch schon die Zeichen der neuen Zeit erkannt und vermietet eine... Bell Teesdale ist acht Jahre alt und lebt in einem kleinen Dorf in North Yorkshire, im „Hollow Land“, dem hohlen Land, wie es genannt wird, weil es unzählige alte Bergwerksstollen unterirdisch durchpflügen. Bells Vater hat eine Farm, die noch gut läuft, aber er hat auch schon die Zeichen der neuen Zeit erkannt und vermietet eines der Farmhäuser an eine Familie aus London, die dort ihre Sommerferien verbringen möchte. Immer mehr dieser „Städter“ kommen von weit her, um dem Lärm und der Hektik in der Großstadt zu entkommen. Es zieht sie mittlerweile nicht nur in die klassische Ferienregion des Lake Districts, sondern eben auch ins Hollow Land, das etwas östlich davon liegt. Es wird nirgends explizit erwähnt, aber es müssen die Fünfziger oder Sechziger Jahre sein, in denen der kleine Bell zum ersten Mal auf den etwas jüngeren Harry Bateman trifft, der mit seinen Eltern und dem älteren Bruder nebst einer Reihe von Freunden nun für viele Jahre Feriengast der Teesdales sein wird. Beinahe sieht es zunächst so aus, als ob es bei diesem einen Mal bleiben würde, steht doch ausgerechnet zum Beginn der Ferien die Heuernte an, eine recht lautstarke Angelegenheit, die im Angesicht drohenden Regens Tag und Nacht durchgezogen werden muss. Nichts für die strapazierten Großstadtnerven des schreibenden Journalistenvaters. Doch die Wogen können geglättet werden und wir werden in insgesamt neun lose miteinander verknüpften Geschichten die Teesdales und ihre Sommergäste bis ins Jahr 1990 begleiten. Besonders die beiden Jungen werden dicke Freunde und machen zusammen die Gegend unsicher. Für Harry ist die Gegend mit ihren Hochmooren und Bergen und der ländlichen Szenerie das Paradies. Da gibt es den Großvater, der unzählige Geschichten zu erzählen weiß, den Schornsteinfeger Kendal, die „Eier-Hexe“, das fahrende Volk und Jimmie Meccer, der Tag für Tag in seinem Schuppen an der Dorfstraße sitzt. Und da ist die raue Landschaft, die Jane Gardam in fast impressionistischen Bildern beschreibt, die Tiere, die Weiden, der weite Himmel. Trotz allem wird hier von keinem Idyll erzählt. Das Leben auf dem Land ist auch hart und anstrengend, und Konflikte zwischen Dorfmenschen und Städtern bleiben nicht aus. Die Autorin schlägt einen außerordentlich freundlichen Ton an, leicht, aber nie süßlich und mit dem für Gardam typischen subtilen britischen Humor. Auch wenn er hier nicht ganz so funkelt wie bei der Old-Filth-Trilogie, mit der die 1928 geborene Jane Gardam spät, aber zum Glück nicht zu spät auch hier bei uns bekannt geworden ist. Die neun Geschichten sind chronologisch angeordnet, aber nur lose miteinander verbunden. In der ersten erzählt Bell selbst von seiner Begegnung mit Harry. Bis auf die letzte, sind danach alle in der personalen Perspektive erzählt. Sie erzählen in unregelmäßigen Zeitsprüngen von einem Angelausflug im strömenden Regen, einer beinahe schief gegangenen Expedition in einen unterirdischen Stollen und einem Fahrrad-Eis-Ausflug, von der Eier-Hexe und ihrer alten Mutter und wie Jimmy Meccer auf dem Pferdemarkt in Appleby unerwartet reich wurde. Am Ende sind die Jungen im Teenageralter, bevor die letzte Geschichte einen großen Sprung in die Zukunft macht. 1990 (das Buch erschien erstmals 1981) ist nichts mehr so, wie es einst war. Eine Ölkrise, Kriegsangst, Immobilienspekulanten – aber die Teesdales und Batemans sind sich noch verbunden. So herrlich leicht und wunderbar mir die ersten acht Geschichten gefallen haben, so unpassend und fast ein wenig peinlich empfand ich diese letzte. Und das nicht nur, weil die Zukunftsvisionen der Jane Gardam sich als unzutreffend erwiesen haben. Der Ton wechselt, irgendwie stimmt er für mich nicht mehr. Insgesamt stört das den positiven Gesamteindruck des Buches aber nur wenig. Eine leise, heitere, aber nicht seichte Geschichte, die sicher auch gut als Jugendbuch funktioniert. In der Sparte Kinderbuch hat Jane Gardam dafür auch einst den renommierten Whitbread Award erhalten. Schön, dass sie jetzt auch für uns deutsche Leser*innen zur Verfügung steht.


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