Am Tag davor

Roman

Sorj Chalandon

(18)
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Beschreibung


»Ein großes Buch von einer unglaublichen erzählerischen Kraft.« Volker Weidermann in ›Das Literarische Quartett‹ (ZDF)

Der Tag vor der Katastrophe: Der 16-jährige Michel fährt gemeinsam mit seinem geliebten großen Bruder Joseph auf dem Moped durch die Straßen seiner französischen Heimatstadt. Gemeinsam fühlen sie sich unbesiegbar. Am Tag darauf kommen bei einem Grubenunglück 42 Bergmänner ums Leben, aufgrund eines fatalen

Fehlers der Werksleitung. Joseph erliegt seinen Verletzungen. Michel flüchtet sich nach Paris, auch um die Worte des Vaters zu vergessen: »Du musst uns rächen!« Doch der Schmerz vergeht nicht, und so beginnt Michel Jahre später seinen Rachefeldzug. Noch weiß er nicht, dass die Nacht vor dem Unglück anders war, als er sie in Erinnerung hat.

Sorj Chalandon, geboren 1952 in Tunis, gilt als einer der bedeutendsten Journalisten und Schriftsteller Frankreichs. Viele Jahre lang schrieb er für die Zeitung ›Libération‹, seit 2009 ist er Journalist bei der Wochenzeitung ›Le Canard enchaîné‹. Für seine Reportagen über Nordirland und den Prozess gegen Klaus Barbie wurde er mit dem Albert-Londres-Preis ausgezeichnet. Auch sein schriftstellerisches Schaffen wurde mit zahlreichen Literaturpreisen gewürdigt, unter anderen dem Prix Médicis und dem großen Romanpreis der Académie française..
Brigitte Große, 1957 in Wien geboren, studierte Philosophie, Musikwissenschaft, Soziologie und Psychologie in Wien und Hamburg. Anschließend war sie als Lektorin und Redakteurin tätig. Sie lebt heute als Übersetzerin aus dem Französischen und dem Englischen in Hamburg. Sie überträgt unter anderem Amélie Nothomb, Frédéric Beigbeder und Georges-Arthur Goldschmidt ins Deutsche. 1994 und 2015 erhielt Brigitte Große den Hamburger Förderpreise für Literatur und literarische Übersetzungen. Sie war Trägerin des Hieronymusrings und wurde 2017 mit dem Österreichischen Staatspreis für literarische Übersetzung ausgezeichnet.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 23.10.2020
Verlag dtv
Seitenzahl 320
Maße (L/B/H) 19/12,2/2,5 cm
Gewicht 268 g
Originaltitel Le Jour d'avant
Übersetzer Brigitte Grosse
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-14781-1

Buchhändler-Empfehlungen

Clemens Rupp, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Ich schließe mich dem Urteil von "Le Parisien" an "Ein Roman wie ein Faustschlag!" Eine aufreibende und fesselnde Lektüre! Dieses großartige Werk hallt lange nach!

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Ein großartiges Buch für das man gerne mehr Sterne vergeben würde. In einem Rutsch habe ich diese beeindruckende Geschichte über Schuld und Sühne verschlungenen. Schaudern und Gänsehaut haben mich beim Lesen begleitet, ein ganz besonderes Buch, das man nicht vergisst.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
18 Bewertungen
Übersicht
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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein Roman, der alle Kategorisierungen sprengt – historischer Roman, Politthriller, Familienroman, ein Roman über Schuld und Sühne und eine Sozialstudie über eine kleine Stadt, in der bei einem Grubenunglück 42 Bergmänner ums Leben kommen. „Du musst uns rächen“ – diesen Auftrag bekommt Michel von seinem Vater, als sein Bruder mit... Ein Roman, der alle Kategorisierungen sprengt – historischer Roman, Politthriller, Familienroman, ein Roman über Schuld und Sühne und eine Sozialstudie über eine kleine Stadt, in der bei einem Grubenunglück 42 Bergmänner ums Leben kommen. „Du musst uns rächen“ – diesen Auftrag bekommt Michel von seinem Vater, als sein Bruder mit verschüttet wird. Aber hat sich das alles tatsächlich so zugetragen wie es den Anschein hat? Was passierte an dem Tag des Grubenunglücks und vor allem am Tag davor? Großartige Charakterisierungen, spannende Dialoge und glänzende Diskussionen über philosophische Themen zeichnen diesen Roman des französischen, mit vielen Preisen ausgezeichneten, Autoren aus.

Im Herzen Nordfrankreichs
von Bérénice Bernal am 06.07.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Alltag der Grubenarbeiter und die Tragödie, die immer wieder zuschlägt. Jahre später geht Michel zum Ort zurück, der das Leben seines Bruders geraubt hat. Mit einem Ziel: Rache. Ein selten schönes und ergreifendes Porträt der französischen Arbeiterklasse.

Es ein politisches Buch, vor allem aber ein packendes literarisches Werk zu Ehren der 42 getöteten Bergleute der Zeche Saint-Amé.
von das_lese_wesen am 19.04.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

7. Dezember 1974. Nordfrankreich. 42 Bergleute verlieren ihr Leben in der Gruppe Saint-Amé auf Grund eines fatalen Fehlers der Direktion. Sein halbes Leben lang wartet Michel darauf, endlich den Mann aufzusuchen, den er für den Tod seines Bruders Joseph verantwortlich macht. In der Nacht des Grubenunglücks wurde Joseph lebens... 7. Dezember 1974. Nordfrankreich. 42 Bergleute verlieren ihr Leben in der Gruppe Saint-Amé auf Grund eines fatalen Fehlers der Direktion. Sein halbes Leben lang wartet Michel darauf, endlich den Mann aufzusuchen, den er für den Tod seines Bruders Joseph verantwortlich macht. In der Nacht des Grubenunglücks wurde Joseph lebensgefährlich verletzt und starb kurze Zeit später an den Folgen. Michel flüchtet sich nach Paris, um den Verlust hinter sich zu lassen. Doch der Schmerz vergeht nicht, und so beginnt er Jahre später seinen Rachefeldzug. Noch weiß er nicht, dass die Nacht vor dem Unglück anders war, als er sie in Erinnerung hat. Sorg Chalandon ist ein großartiger und vor allem spannender Roman über Schuld und Rache, Erinnerung und Vergessen, Verdrängung und Bewältigung gelungen. Die Sprache ist schlicht, aber dennoch tiefgründig und ungemein bewegend. Es ein politisches Buch, vor allem aber ein packendes literarisches Werk, das den 42 Opfern der Explosion in der Zeche Saint-Amé in Liévin gewidmet ist. Es kritisiert. Deckt Fakten auf. Und offenbart den ganzen grausamen Kapitalismus der Kohlebergwerke. „Ist es das was du willst, Jojo? Sterben für den Profit der staatlichen Kohleindustrie? Krepieren mit einundzwanzig, wie dein Onkel, dem von der Hitze die Brille im Gesicht zerlaufen und dem die Finger miteinander verschmolzen sind? In den Eingeweiden der Erde schwitzen, um die Faulpelze des Reviers zu mästen?“ Schaut doch gerne mal auf unserem Instagram-Blog vorbei https://www.instagram.com/das_lese_wesen/ Liebe Grüße, das_lese_wesen


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