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Der absolute Wahnsinn

Armin Pangerl

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Beschreibung

Im vorliegenden Tagebuch erlaubt uns der Autor einen unverhohlenen Blick durch ein Schlüsselloch vom Ausmaß eines Scheunentors. Lässt uns partizipieren an seinen Gedanken, Phantasien, Tagträumen, seinen sexuellen Vorlieben und Wünschen. All das ohne ins banal pornographische abzuschweifen.
Etwas exhibitionistisch – Hose runter und "Seht her!" mit einem Hang nicht zu leugnender narzisstischer Selbstgefälligkeit: "Es ist Euer Problem, wenn Euch nicht gefällt was Ihr lest.". Und in der Tat – man müsste schon mit einem dicken Edding vor das Buch sitzen. Schon bevor man die Sätze zu Ende gelesen hat, die Zeilen fleißig schwärzen, wollte man sich, mit dem Buch "erwischt", den eigenen Voyeurismus vorhalten lassen müssen. Andrerseits: Ist das nicht der Kern, der eigentliche Spaß beim Lesen fremder Tagebücher - Voyeurismus?
Armin Andreas Pangerl jedenfalls trägt ihn uns nicht nach. Das Gegenteil ist der Fall: In immer neuen, eigentlich bekannten und dann überraschend doch ganz anderen Irrungen und Wirrungen verleitet er zum Weiterlesen. Da fragt man sich: Wann hat dieser Mensch eigentlich Zeit zum Malen gehabt?
Langeweile kommt beim Lesen so nicht auf. Man muss schon genau aufpassen, denn die Höhenflüge, Abgründe, Gedankensprünge und Beziehungskonstrukte des Autors sind verwirrend komplex oder, ehrlicher gesagt, ganz schön verzwickt.

Dieter Fettel
Freund und Nachbar

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Altersempfehlung 1 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 11.04.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7529-3932-3
Verlag Epubli
Maße (L/B/H) 29,8/21/2,1 cm
Gewicht 971 g
Auflage 1

Kundenbewertungen

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Absoluter Wahnsinn
von Runar RavenDark aus Solingen am 23.07.2020

Bewertet mit 4.5 Sternen Das Werk "Der absolute Wahnsinn" von Armin Pangerl ist 310 Seiten lang und ein Selfpublisher Werk. Das Buch hat eine mittelgute Bindung in einem eleganten, ruhigen Stil. Die Leseseiten sind nicht zu dünn und griffig. Die Schrift ist angenehm groß. Tagebuch 1993-1995 Die Biographie und Tagebu... Bewertet mit 4.5 Sternen Das Werk "Der absolute Wahnsinn" von Armin Pangerl ist 310 Seiten lang und ein Selfpublisher Werk. Das Buch hat eine mittelgute Bindung in einem eleganten, ruhigen Stil. Die Leseseiten sind nicht zu dünn und griffig. Die Schrift ist angenehm groß. Tagebuch 1993-1995 Die Biographie und Tagebuch Der absolute Wahnsinn, trifft es ganz gut. Das Werk ist wirklich der absolute Wahnsinn. Es beinhaltet einen Zeitabschnitt aus den 90ern wo der Künstler Armin Pangerl sehr viel trank, mit Drogen experimentierte und sich seiner Bisexualität bewusst wurde, was damals noch verboten war und was ihn stark belastete, wo er mit sich selbst haderte. Einige Zwischenfälle die sich ereigneten, findet man in seiner Kunst wieder. Das ist sehr interessant. Ich sehe nun einige Werke mit anderen Augen. Das Denken und Hinnehmen einiger Ereignisse in den 90ern ist stark präsent. Heute denkt man wie konnte er nur so oder so handeln oder warum hat er nix gesagt oder dies und jenes gemacht, aber in den 90ern war Einiges völlig anders und das spiegelt das Werk authentisch. Wir können eine kleine Zeitreise machen in eine ganz andere Welt, obwohl diese eigentlich noch gar nicht mal so lange Passé ist. Der Künstler hat sich in der Zeit extrem sexuell ausgelebt. Da so viele Menschen aus seinem Umfeld mit Buchstaben einfach nur benannt werden zB K und W, hab ich recht schnell den Überblick verloren und weiß nicht ob es Frauen oder Männer waren, auch nicht ob er sich einfach nur austobte, fremd ging oder eine offene Beziehung führte. Manchmal spricht er auch von Dingen die ein paar Tage wohl zuvor in seinem Leben geschehen sind, die ich dann als Tagebucheintrag nicht nachvollziehen kann. Da er aber auch an Schizophrenie litt und leidet und auch starke Medikamente nahm, kann es auch daran liegen, dass so mancher Eintrag zum absoluten Wahnsinn wird. Damals wie heute atmet er Kunst und lebt sie, dass wird eindeutig. Auch das er Alles in seine Kunst investiert. Armin ist ein außergewöhnlicher Künstler mit Leib und Seele. Es gibt extrem explizite Szenen und sehr intime Dinge von seinen Liebschaften, die mir teilweise echt zu frei niedergeschrieben erscheinen, aber das ist sicherlich eine Geschmacksfrage. Viele Passagen sind sehr tiefgehend, malen in der Sprache Sinnbilder. Einiges bleibt meinem Geist verschlossen, da komme ich nicht mit. Ich glaube aber das jeder Mensch irgendetwas für sich und sein Leben im Tagebuch finden kann, worüber er nachdenkt und an dem er letztendlich wächst. Irgendwie ist das Werk Kunst in sich mit Buchstaben und Worten. Fazit: Ein Tagebuch was aus Kunst mit Worten besteht. Es ist verrückt, verworren, erotisch, tiefsinnig, wild, retro und manchmal auch seltsam. Absolute Leseempfehlung!

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