Mission Afrikakonferenz

Tatort Berlin

H. G. Schulz

(6)
Die Leseprobe wird geladen.
eBook
eBook
2,99
bisher 4,99
*befristete Preissenkung des Verlages.   Sie sparen : 40  %
2,99
bisher 4,99 *befristete Preissenkung des Verlages.

Sie sparen:  40 %

inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar
Sofort per Download lieferbar
Sie können dieses eBook verschenken  i

Weitere Formate

Beschreibung

Berlin 1885: Afrika wird auf der Afrikakonferenz unter den Industrienationen aufgeteilt. Berlin heute: Niam, ein junger Kongolese hat sich durchgeschlagen. Im Gegensatz zu Hunderttausenden anderer Afrikaflüchtlinge hat er eine Mission. Er sucht in Berlin Gerechtigkeit für seinen geschundenen Kontinent. Als Asylant überwindet Niam auf seinem Weg Rückschläge. Ja, er setzt sogar seine neu gewonnene Existenz aufs Spiel - alles für dieses eine Ziel. Wird es ihm gelingen? Gibt es eine zeitgemäße Antwort auf die Kolonialisierung Afrikas? H.G. Schulz greift ein brisantes Thema auf: Das Verständnis für das damalige Unrecht und die Notwendigkeit eines Neuanfangs in den Beziehungen der Nachbarkontinente.

Während meines Berufslebens war ich viel unterwegs und traf facettenreiche Charaktere, die meine Phantasie anregten. Ich verbrachte viel Zeit an Flughäfen, in Hotels oder endlosen Verhandlungen. Schon damals machte es mir großen Spaß, Menschen zu beobachten, Situationen zu interpretieren und sie für mich »weiter zu spinnen«. Daraus entstanden in meinem Kopf Geschichten und so stürzte ich mich nach dem Ende meiner beruflichen Tätigkeit ins Abenteuer, Romane zu schreiben.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 256 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 15.04.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783739492896
Verlag Via tolino media
Dateigröße 482 KB

Kundenbewertungen

Durchschnitt
6 Bewertungen
Übersicht
5
1
0
0
0

Die Afrikakonferenz und der Versuch der Korrektur
von Jörg Häusler aus Holzwickede am 23.08.2020

Der Roman startet mit der Gerichtsverhandlung in Berlin, der sich Niam Mutombo stellen muss. Was ihm zur Last gelegt wird, wird zu Beginn nicht ersichtlich. Vielmehr wird die Geschichte erzählt, die Niam in die jetzige Situation gebracht hat. Geboren und aufgewachsen im Kongo wird Niam im Frühjahr 2015 von seinem Onkel auf ei... Der Roman startet mit der Gerichtsverhandlung in Berlin, der sich Niam Mutombo stellen muss. Was ihm zur Last gelegt wird, wird zu Beginn nicht ersichtlich. Vielmehr wird die Geschichte erzählt, die Niam in die jetzige Situation gebracht hat. Geboren und aufgewachsen im Kongo wird Niam im Frühjahr 2015 von seinem Onkel auf eine Mission in Richtung Berlin geschickt. Sie lautet nicht mehr und nicht weniger, das Recht auf eine neue Afrikakonferenz zu durchzusetzen. Auf welche Weise er dieses erreichen soll, wird ebenfalls nicht offenbart. Und so verfolgt der Leser Niams langen Weg, der ihn auf vielen Etappen nach Berlin bringt, um dort Asyl zu beantragen und seine Mission zu erfüllen. Niams Geschichte wird nicht ausschließlich, aber vornehmlich aus der beobachtenden Perspektive geschildert. Dieses habe ich als sehr sinnvoll empfunden. Zum Einen erhält die Geschichte einen besonders realen Bezug, zum Anderen lässt es dem Leser ausreichend Spielraum, sich seine eigenen Gedanken zum Geschehen zu machen – gerade im Hinblick auf Asylverfahren oder auch besonders aktuell, die Namensumbenennungen diverser Örtlichkeiten, die an die Kolonialzeit erinnern. Seine Begegnungen, und vor Allem seine Freundschaft zu Salou, dem ein anderes Schicksal bevorsteht, transportieren auf eindrückliche Weise die Individualität der handelnden Personen, ohne zu sehr auszuschweifen, oder gar im Übermaß zu moralisieren. Der Schreibstil ist geprägt von relativ kurzen Satzbauten, die man einem Korrespondenten zuordnen könnte. Auf diese Weise folgt der Leser der Story noch begieriger, denn er will wissen, ob Niam seine Mission erfolgreich erfüllt, oder ob die Gerichtsverhandlung das Scheitern seiner Mission bedeutet. Auch wenn für meine Empfinden die historischen Ereignisse durchaus noch detaillierter hätten herausgehoben werden können, ist dieses Buch eine überaus spannende und nachvollziehbare Geschichte, die mehr Beachtung verdient und es absolut berechtigt auf die Longlist des tolino Newcomerpreises geschafft hat.

Bewegende Geschichte eines afrikanischen Flüchtlings auf besonderer Mission
von ech am 04.06.2020

Mit diesem Buch gelingt dem Autoren H.G. Schulz ein bewegener Roman um einen afrikanischen Flüchtling, der nach seiner Ankunft in Deutschland eine besondere Mission erfüllen soll. Vom Untertitel "Tatort Berlin" sollte man sich hierbei nicht täuschen lassen. Obwohl die Geschichte mit einem Gerichtsprozeß startet, handelt es sich ... Mit diesem Buch gelingt dem Autoren H.G. Schulz ein bewegener Roman um einen afrikanischen Flüchtling, der nach seiner Ankunft in Deutschland eine besondere Mission erfüllen soll. Vom Untertitel "Tatort Berlin" sollte man sich hierbei nicht täuschen lassen. Obwohl die Geschichte mit einem Gerichtsprozeß startet, handelt es sich hier nicht um einen Kriminalroman. Die wahre Bedeutung dieses Untertitels erschließt sich dann auch erst im Laufe der Geschichte. Von November 1884 bis Februar 1885 fand in Berlin die sogenannte Afrikakonferenz statt, die oft auch als Kongokonferenz oder Berliner Konferenz bezeichnet wird. Hier haben die westlichen Industrienationen den afrikanischen Kontinent unter sich aufgeteilt und damit die nachfolgende Kolonialzeit eingeleitet, deren Folgen den Kontinent bis heute prägen und stark belasten. Und auch für Europa sind die Entwicklungen seit der Konferenz nicht folgenlos geblieben, dies wird besonders seit ein paar Jahren mehr als deutlich. Als sich der junge Niam aus dem Kongo im Jahr 2015 auf den beschwerlichen Weg nach Deutschland macht, treibt ihn nicht nur der Traum von einem besseren Leben an. Im Gepäck hat er auch den großen Wunsch seines Onkels, es möge eine neue Afrikakonferenz geben, die sich zu den alten Fehlern bekennt und die Weichen für einen Neuanfang im Verhältnis zwischen Europa und Afrika stellt. Kann Niam seinem Onkel diesen Wunsch erfüllen ? Mit einem packenden Schreibstil lässt uns der Autor am beschwerlichen Weg seiner Hauptfigur teilhaben. Hautnah erleben wir seine Belastungen während der gefährlichen Reise und die Versuche, in Deutschland Fuß zu fassen. Auch wenn man zwischendurch den Eindruck hat, das dabei Niams großes Ziel so ein wenig in den Hintergrund gerät, rückt es zum Ende hin wieder stärker in den Mittelpunkt und setzt so einen gekonnten Schlusspunkt unter die gut aufgebaute Geschichte Getragen wird das Ganze von gut gezeichneten und vielschichtig angelegten Protagonisten in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen. Ein gelungener Roman, der zudem auf ein wichtiges Thema aufmerksam macht, das in unserer Zeit doch viel zu sehr in Vergessenheit geraten ist und es verdient hat, wieder stärker in den Fokus gerückt zu werden.

Geheimtipp
von KerMelis aus Berlin am 03.06.2020

Mission Afrikakonferenz: Tatort Berlin von H.G. SCHULZ ist ein ebenso aktueller wie spannender Roman den ich wärmstens weiter empfehlen möchte! Niam, ein junger Mann aus dem Kongo hat eine Vision. Er möchte nach Deutschland, genauer nach Berlin. Dorthin, wo vor über hundert Jahren das Schicksal Afrikas besiegelt wurde. Die Flu... Mission Afrikakonferenz: Tatort Berlin von H.G. SCHULZ ist ein ebenso aktueller wie spannender Roman den ich wärmstens weiter empfehlen möchte! Niam, ein junger Mann aus dem Kongo hat eine Vision. Er möchte nach Deutschland, genauer nach Berlin. Dorthin, wo vor über hundert Jahren das Schicksal Afrikas besiegelt wurde. Die Flucht über das Mittelmeer, die Reise durch Spanien über Frankreich nach Deutschland ist sehr realistisch beschrieben, dass ich manchmal nicht sicher war es mit einer fiktiven Geschichte zutun zu haben. Doch natürlich ist Niams Geschichte genauso oder ähnlich tausendfach gelebt worden. Die Recherche des Autoren wurde wunderbar in die Geschichte gewebt. Ich konnte viel Neues daraus lernen. Zum Beispiel war mir nicht klar wer alles, und vor allem wie, an der Flucht der Asylanten mitverdient. Es gibt viele Gefahren und sehr viel Misstrauen zu überwinden. Am Ende ist man dann noch lange nicht am Ziel angekommen. Die Perspektivlosigkeit die den Geflohenen beim warten auf die Entscheidung des Asylantrages einholt ist auch ein Problem welches uns fremd ist. Wie einfach ist es da in Kriminalität abzurutschen und wie stark muss man sein, seinen Weg in die richtige Richtung zu gehen. Dieser Roman fällt schon wegen seines tollen Covers ins Auge und ich kann es nur weiterempfehlen! Kauft es, lest es oder verschenkt es - es lohnt sich!

  • Artikelbild-0