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John le Carré

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Beschreibung


Populismus, Datenmissbrauch und Fake News – was tun, wenn die Welt plötzlich in Flammen steht?

Nat hat seine besten Jahre als Spion hinter sich. Gerade ist er nach London zu seiner Frau zurückgekehrt, da wird ihm ein letzter großer Auftrag erteilt. Zur Erholung spielt Nat montags Badminton, seit neuestem gegen Ed, einen jungen Mann, der den Brexit hasst, Trump hasst, auch seine Arbeit in einer seelenlos gewordenen Medienagentur. Und ausgerechnet Ed fordert Nat auch außerhalb des Spielfelds heraus und zwingt ihn, seine Haltung gegenüber dem eigenen Land und seinem bisherigen Leben infrage zu stellen. Und eine schwerwiegende Entscheidung zu treffen, die für alle Konsequenzen haben wird. John le Carré erweist sich einmal mehr in der Wahl seiner Geschichte und ihrer Protagonisten als hellsichtig und klug, als ein großartiger Chronist unserer Zeit.

»Niemand sonst benennt – schonungslos gegenüber Politikern und unglaublich faszinierend für seine Leser – die offenen und gut gehüteten Geheimnisse unsere Zeit so klar wie John le Carré.« The Guardian

»Kein Autor vermag es wie le Carré, das höfliche Gespräch zweier Menschen, die an einem Tisch sitzen, in ein hochgefährliches Spiel zu verwandeln.« The Daily Telegraph

John le Carré, 1931 geboren, studierte in Bern und Oxford. Er unterrichtete in Eton, bevor er während des Kalten Krieges für den britischen Geheimdienst arbeitete. Fast sechzig Jahre war dann das Schreiben sein Beruf. 2011 wurde er mit der Goethe-Medaille ausgezeichnet. Er lebte in London und Cornwall. Am 12. Oktober 2020 ist John le Carré verstorben..
Achim Buch studierte an der Folkwang-Hochschule Essen und war an Theaterbühnen in Frankfurt, Hamburg und Freiburg engagiert. Als freier Schauspieler gastiert er unter anderem in Dresden, München und Berlin. Er wirkt zudem in Serien wie »Tatort« oder »Küstenwache« mit. Als Hörbuchsprecher ist er wegen seiner tiefen Stimme vor allem bei Krimi-Fans beliebt. Er beherrscht aber auch spielend die Interpretation literarischer und humorvoller Texte.

Produktdetails

Medium CD
Sprecher Achim Buch
Spieldauer 587 Minuten
Erscheinungsdatum 16.11.2020
Verlag Hörbuch Hamburg
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Übersetzer Peter Torberg
Sprache Deutsch
EAN 9783869092829

Buchhändler-Empfehlungen

Dr. Katrin Rudolphi, Thalia-Buchhandlung Stade

Faszinierendes Kammerspiel zwischen einem zornigen jungen Mann und einem schon ein wenig müde gewordenen Spion, der seine besten Tage im Dienst für sein Land wohl hinter sich hat. Aber einen alten Hasen wirft so schnell nichts aus der Bahn! Sehr, sehr spannend!

"Eine Londoner Nebenstelle, eine Hinterhofklitsche, und ich soll den Laden wieder flottmachen...."

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Nat ist der Geheimagent und erfolgreiche Führungsoffizier für Überläufer, der zum Ende seiner Dienstzeit oben genannte Nebenstelle des britischen Geheimdienstes zu neuer Wichtigkeit und neuem Erfolg führen soll. Es wird niucht leicht für ihn, sind doch die Schlüsselpositionen der wirklich wichtigen Dienste, die ihm natürlich vorgesetzt sind, bevölkert mit den Geistern aus Nats Vergangenheit, die ihm nicht immer in Freundschaft verbunden sind. Sein Ausgleich: Badminton spielen, seit Jahren auf hohem Niveau. Ein neues Clubmitglied, Ed, fordert ihn heraus, er möchte sich einfach mit dem Besten des Vereins messen. Die Montagsspiele werden für Nat die perfekte Entspannung, das ein oder andere Bier wird im Anschluß an ein Match gemeinsam getrunken, während, vor allem von Ed, die politische Weltlage analysiert wird. Gleichzeitig bereitet Nat, zusammen mit seinem Team, das Überlaufen eines hochrangigen russischen Beamtens vor. Plötzlich findet sich Nat in einer für ihn völlig neuen Situation vor, aus der er sich, wenn überhaupt, nur mit großer Mühe befreien können wird.... John le Carre´s neuer Roman ist sowohl für den Fan des klassischen Agenten-Thrillers (auf höchstem Niveau, versteht sich) ein Genuss, als auch für literarisch und politisch interessierte Leser! Zeigt er doch, dass neben dem Ausspähen der digitalen Welten vor allem eines wichtig ist, um die sog. "Feinde" zu verstehen: Der Mensch, und zwischenmenschliche Beziehungen. Hier gibt es kein dumpfes Trump-, Johnson-, oder Brexit-Bashing, hier geht es um subtile Spannung, und um messerscharfe Analysen der politischen Welt. Längst hat le Carre´ den Pfad des Thriller-Autors in Richtung gehobene Literatur verlassen - ohne dass dabei die Spannung auf der Strecke bleibt.... "Na, sagen wir zum Beispiel, jemand hegt idealistische Vorstellungen von England als Vaterland aller Demokratien. Oder einer liebt unsere teure Queen mit übertriebenem Feuereifer. Da mag es zwar um kein für uns real existierendes England gehen, falls es das überhaupt jemals gegeben hat, aber diese Leute glauben daran, also lassen wir das stehen. Das sind im übrigen keine Unschuldslämmjer. Sie melden sich freiwillig. Die meisten zumindest. Und wir kümmern uns um sie. Wir kümmern uns um ihre bedürfnisse. Und sie sich um unsere. So funktioniert das..."

Kundenbewertungen

Durchschnitt
17 Bewertungen
Übersicht
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Spannungslos
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 16.02.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Habe das Buch gelesen und keine Spannung gefühlt. Die Inhalte sind leichte Kost. Es ist mir schwergefallen, das Buch zu Ende zu lesen. Von Le Carre hätte ich deutlich mehr Tiefgang, Spannung und Unterhaltung gewünscht. Würde ich nicht weiterempfehlen!

John le Carré - Federball
von Miss.mesmerized am 25.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Viele Jahrzehnte hat Nat für seinen Dienst wertvolle Arbeit im Ausland geleistet, Quellen geführt und dazu beigetragen, dass die Lage zwischen Ost und West nicht eskaliert. Seine Frau Prue hat derweil in England die Stellung gehalten, die gemeinsame Tochter großgezogen und sich eine Karriere als Anwältin aufgebaut. Nach seiner H... Viele Jahrzehnte hat Nat für seinen Dienst wertvolle Arbeit im Ausland geleistet, Quellen geführt und dazu beigetragen, dass die Lage zwischen Ost und West nicht eskaliert. Seine Frau Prue hat derweil in England die Stellung gehalten, die gemeinsame Tochter großgezogen und sich eine Karriere als Anwältin aufgebaut. Nach seiner Heimkehr ins Mutterland hat Nat auf einen renommierten Posten in der Russlandabteilung gesetzt, aber man schiebt ihn in die schon aufgegebene Unterabteilung „Oase“ ab, ein Euphemismus, der seinesgleichen sucht. Dort trifft er auf Florence, eine etwas spröde aber ausgesprochen begabte junge Agentin, die bald auch schon mit einer herausragenden Operation ankommt, die jedoch abgebügelt wird. So sehr ihn seine berufliche Situation anödet, so gut läuft es privat, in Ed hat er auch unerwartet einen ebenbürtigen Badmintongegner gefunden. Auch wenn der junge Mann bisweilen seltsame Züge aufweist, fühlt Nat sich doch auch geschmeichelt, ihm auf dem Court noch immer das Wasser reichen zu können. Der Gedanke, dass dies seine Sinne etwas trügen mag, kommt ihm derweil jedoch fatalerweise nicht. John le Carré schreibt einmal mehr über das, was er am besten kann: Geheimagent, Doppelagenten, Quellen Anwerbung und Aufrechterhaltung, geheime Treffen mit anderen Diensten und dabei einmal mehr ein Protagonist, der zwar treu der Krone gegenüber ist, aber nicht unbedingt jede Vorschrift seines Dienstes billigt und befolgt. Der Roman ist von Beginn an als beichtender Rückblick konzipiert, so dass einem als Leser schnell klar ist, welche Figuren nicht so harmlos sind, wie sie zunächst erscheinen mögen, es bleibt jedoch die spannende Frage, was sie tun werden und vor allem wie sie die Welt der Agenten aufmischen. Auch im inzwischen sehr fortgeschrittenen Alter hat le Carré kein bisschen nachgelassen und einen spannenden Spionageroman nach recht klassischen Muster, aber mit brandaktueller Thematik vorgelegt. Das globale Mächtegleichgewicht hat sich verschoben und sein Heimatland ist dank des Brexit in eine durchaus prekäre Sicherheitslage geraten. Der Austritt aus der Europäischen Union und damit verbunden die Abkehr von den kontinentalen Freunden stellt das Land vor die Aufgabe, neue Allianzen einzugehen bzw. alte festzuzurren. Unter einem Präsident Trumpf durch aus ein zweischneidiges Vorhaben, das nicht von allen mit Begeisterung aufgenommen wird, schon gar nicht von einem ehemaligen Agenten, der den Kalten Krieg erlebt hat und bekennender Europäer ist. Vor diesem Hintergrund lässt er seinen alternden Agenten Nat eine neue Aufgabe übernehmen, deutlich unter dem Spektrum, das er bis dato auszufüllen hatte. Man kann ihm Befugnisse wegnehmen, aber sein Spürsinn ist gut wie eh und je und so kann er auch dank alter Kontakte die unglaublichen Pläne aufdecken, die ihm keine Alternative lassen, als selbst aktiv zu handeln und beherzt das zu tun, was für seine Heimat am besten ist. Kein besonders charmantes Bild seiner Heimat und seines ehemaligen Arbeitgebers zeichnet le Carré, aber wieder einmal hat man keine Zweifel daran, dass all das, was er als Fiktion verpackt genauso auch morgen in den Zeitungen stehen könnte: korrupte Beamte, die zweifelhafte Allianzen eingehen und denen die eigenen Schäfchen näher sind als das Wohl des Landes. Vielleicht nicht ganz so stark wie seine Romane um George Smiley, aber dennoch restlos überzeugend.

Raffinierte klassische Spionagegeschichte
von einer Kundin/einem Kunden am 12.07.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

In seiner klassischen Manier beschreibt Le Carré einen alternden Agenten, der aufs Abstellgleis geschoben wird. Er lernt beim Badmington spielen einen jungen Mann kennen, der ihn zum spielen herausfordert. Langsam entwickelt sich eine zurückhaltende Freundschaft und ein letzter grosser Fall entwickelt sich. Spannend, durch feine... In seiner klassischen Manier beschreibt Le Carré einen alternden Agenten, der aufs Abstellgleis geschoben wird. Er lernt beim Badmington spielen einen jungen Mann kennen, der ihn zum spielen herausfordert. Langsam entwickelt sich eine zurückhaltende Freundschaft und ein letzter grosser Fall entwickelt sich. Spannend, durch feine Andeutungen immer weiterdrehende Spionagegeschichte.


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