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Die Dame mit der bemalten Hand

Roman

Christine Wunnicke

(7)
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Beschreibung

Bombay, 1764. Indien stand nicht auf dem Reiseplan und Elephanta, diese struppige Insel voller Schlangen und Ziegen und Höhlen mit den seltsamen Figuren an den Wänden, schon gar nicht. Doch als Forschungsreisenden in Sachen »biblischer Klarheit« zieht es einen eben an die merkwürdigsten Orte. Carsten Niebuhr aus dem Bremischen ist hier gestrandet, obwohl er doch in Arabien sein sollte. Ebenso Meister Musa, persischer Astrolabienbauer aus Jaipur, obwohl er doch in Mekka sein wollte. Man spricht leidlich Arabisch miteinander, genug, um die paar Tage bis zu ihrer Rettung gemeinsam herumzubringen. Um sich öst-westlich misszuverstehen und freundlich über Sternbilder zu streiten (denn wo der eine eine Frau erkennt, sieht der andere lediglich deren bemalte Hand). Es könnte übrigens alles auch ein Fiebertraum gewesen sein. Doch das steht in den Sternen.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 160
Erscheinungsdatum 25.08.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-946334-76-7
Verlag Berenberg Verlag GmbH
Maße (L/B/H) 19,8/13,2/1,8 cm
Gewicht 245 g
Auflage 1
Verkaufsrang 2024

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Werk mit Nachwirkung

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Oberhausen

Wie 2019 habe ich auch dieses Jahr vier der sechs Bücher auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis gelesen - und wieder gewann nicht mein Favorit. Letztes Jahr war das "Kintsugi", dieses Jahr "Die Dame mit der bemalten Hand". Die ersten beiden Kapitel ziehen sich etwas, weil noch unklar ist, wohin es soll, aber wenn die beiden Protagonisten - Carsten Niebuhr und Musa al-Lahuri - im dritten Kapitel aufeinandertreffen (Mitte des 18. Jahrhunderts, in Indien), nimmt der Roman immens an Fahrt auf. Er bleibt dabei überwiegend kontemplativ und dialoggesteuert. Die Figuren springen geradezu aus den Seiten - und Carsten Niebuhr (oder Kurdistan Nibbur, wie Musa dessen Namen zunächst einordnet) hat für sich selber sicherlich nicht verortet, wie viel Kraft er hat. Er mag weniger charismatisch sein als Musa, aber schlägt sich sehr gut - nicht nur durch. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Stoff auch auf der Leinwand oder - noch besser - auf der Bühne funktioniert. Jemand wie Adam Guettel könnte sogar ein mitreißendes Musical über die Annäherung zwischen Ost und West machen in der Tradition von "The King and I" seines Großvaters Richard Rodgers. Die Poesie des Vergleichs zwischen westlicher und östlicher Art, die Sternbilder zu segmentieren ist nur ein Aspekt der Weisheit, die Christine Wunnicke hier unterbringt. Ein tolles Buch, das sich sicherlich immer wieder in Gedanken bemerkbar machen wird!

Sylvia Donath, Thalia-Buchhandlung Ettlingen

Eine etwas skurrile und dennoch märchenhafte Geschichte. Die Spannung liegt in den verschiedenen Weltsichten und der Bereitschaft sich auf einen Dialog einzulassen.

Kundenbewertungen

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Expedition
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 13.09.2020

Die Schriftstellerin Christine Wunnicke schreibt etwas abgedrehte Romane mit exzentrische Figuren. Die Dame mit der bemalten Hand spielt um 1794. Es beginnt in Göttingen. Da lernen wir Carsten Niebuhr aus dem Bremischen kennen. Er macht sich mit einigen Gleichgesinnten auf eine Expedition nach Arabien. Dort trifft er auf... Die Schriftstellerin Christine Wunnicke schreibt etwas abgedrehte Romane mit exzentrische Figuren. Die Dame mit der bemalten Hand spielt um 1794. Es beginnt in Göttingen. Da lernen wir Carsten Niebuhr aus dem Bremischen kennen. Er macht sich mit einigen Gleichgesinnten auf eine Expedition nach Arabien. Dort trifft er auf einen Astronom Haschid Musa. Dessen wissbegierige Tochter ist mir sympathisch. Christine Wunnicke schreibt mit trockenem Humor. Sie verwebt die Geschichte von historischen Personen mit einem Eigenleben. Es ist eine interessante Geschichte.


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