88 Namen

Roman

Matt Ruff

(32)
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Beschreibung

Teils Detektivgeschichte, teils Science-Fiction-Thriller – der neue, witzige Roman von Kultautor Matt Ruff.

John Chu liebt seinen Job. Als Sherpa begleitet er zahlungskräftige Kunden in Online-Rollenspiele wie das populäre Call to Wizardry und zeigt ihnen die Kniffe des Games. Das Geschäft brummt, und John würde sich als glücklich bezeichnen, wären da nicht zwei klitzekleine Probleme: Zum einen hat seine Ex-Freundin nach einer unglücklich verlaufenen Trennung geschworen, seine berufliche und private Existenz zu vernichten. Zum anderen vermutet er, dass es sich bei seinem neuesten Kunden in Wirklichkeit um den nordkoreanischen Diktator Kim Jong-un handelt, der die virtuelle Welt studieren möchte, um sie für seine politischen Zwecke zu instrumentalisieren. John versucht, der wahren Identität des ominösen »Mr. Jones« auf die Spur zu kommen – und verstrickt sich in ein Komplott, das ihn den Kopf kosten könnte.

Für Leser*innen von Ernest Cline, Jasper Fforde und Douglas Adams.

[...] Ruff gelingt es hier auf beeindruckende Weise, die unauflösliche Verknüpfung der Realität und der virtuellen Welt [...] in einem packenden und rasanten Roman zu thematisieren.

Produktdetails

Verkaufsrang 35222
Einband Taschenbuch
Erscheinungsdatum 25.11.2020
Verlag Fischer Tor
Seitenzahl 336
Maße (L/B/H) 21,3/13,6/3 cm
Gewicht 359 g
Auflage 1. Auflage
Originaltitel 88 Names
Übersetzer Alexandra Jordan
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-70093-6

Buchhändler-Empfehlungen

Fabian Winkler, Thalia-Buchhandlung Hamburg

Eine ungewöhnliche und sehr skurrile Zukunftsutopie mit äusserst schrägen Ideen. nichts für den klassischen SciFi-Fan, sondern eher für Leser ungewöhnlicher und sarkastischer Gesellschaftssatiren...

Rebecca Schwarzkönig, Thalia-Buchhandlung Freudenstadt

Für alle Gaming-Fans oder solche die es werden wollen, hat Matt Ruff einen Thriller im SciFi-Bereich geschrieben, der durchaus Potenzial hat und einem vor Augen führt, wie anonym die digitale Welt tatsächlich ist. Mal was anderes, aber ich gehöre definitiv nicht zur Zielgruppe.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
32 Bewertungen
Übersicht
5
15
10
2
0

Leben und Lieben in VR
von BjoernAndBooks aus Hildesheim am 04.04.2021

John Chu hat alle Hände voll zu tun: Mit seiner eigenen Firma „Sherpa, Inc.“ hat er es sich zur Aufgabe gemacht, seine Kunden gemeinsam mit seinem Team in die Welt der virtuellen Multiplayer-Rollenspiele, kurz: MMORPGs, einzuführen. Schon das birgt viel Konfliktpotenzial. Dann gibt es da noch Darla, neuestes Teammitglied, die Jo... John Chu hat alle Hände voll zu tun: Mit seiner eigenen Firma „Sherpa, Inc.“ hat er es sich zur Aufgabe gemacht, seine Kunden gemeinsam mit seinem Team in die Welt der virtuellen Multiplayer-Rollenspiele, kurz: MMORPGs, einzuführen. Schon das birgt viel Konfliktpotenzial. Dann gibt es da noch Darla, neuestes Teammitglied, die John umgehend den Kopf verdreht und das, obwohl sie wirklich eine extreme menschliche Herausforderung ist. Und zu guter Letzt taucht Mr. Jones auf, ein mysteriöser Kunde mit einem geheimnisvollen, vielleicht gefährlichen, mit Sicherheit aber finanziell höchst lukrativen Auftrag. Nach und nach treten immer mehr Ähnlichkeiten zwischen diesem virtuellen Mr. Jones und einem nordkoreanischen Diktatoren auf, die John hellhörig werden lassen... Matt Ruff ist bekannt als einer der Meister der Absurdität. In „Fool on the Hill“ oder „Ich und die Anderen“ versteht er es bravourös glaubwürdige und vielschichtige Charaktere in wahnwitzige Szenarien zu schicken. Somit: Beste Voraussetzung auch für „88 Namen“. Leider schmeckt dieses Buch aber ein bisschen wie ein Eintopf mit zu vielen verschiedenen Gewürzen. Ruff bleibt mit seinen Ideen fast zu brav und treibt die Merkwürdigkeiten dieses Mal nicht konsequent auf die Spitze. Ein wenig Politthriller, eine Prise Liebesgeschichte, eine ordentliche Portion „Ready Player One“-Anklänge. Und dann aber glücklicherweise auch noch ein Schuss Matt Ruff. So haben wir trotzdem einen guten Pageturner, der für Ruff-Fans aber wahrscheinlich nicht wild genug sein dürfte. Ich mochte das Buch, habe es gerne gelesen, aber bin leider nicht so sprachlos und überwältigt, wie ich es mir gehofft hatte. Die größte Frage, die ich mir stelle: Wer ist eigentlich dieser John Chu? Irgendwie habe ich nach dem Ende des Buches nicht das Gefühl, wirklich viel über den Charakter erfahren zu haben. Da waren mir manche der Nebenfiguren wesentlich sympathischer und auch nahbarer. Mal schauen: Die Vorgänger von „88 Namen“ - „Mirage“ und „Lovecraft Country“ - stehen noch auf meiner Liste. @BjoernAndBooks

Das Leben ist manchmal ein Online-Game
von einer Kundin/einem Kunden aus Lauffen am 08.02.2021

Worum geht es in dem Buch? John Chu ist chinesischer Abstammung, lebt in den USA und verdient seinen Lebensunterhalt als Gamer. Genauer gesagt als „Sherpa“, also eine Person, die spielinteressierte Kunden durch diverse Online-Spiele leitet. Eines Tages soll er Mr. Jones im Auftrag von Mr. Smith durch Online-Spiele führen – al... Worum geht es in dem Buch? John Chu ist chinesischer Abstammung, lebt in den USA und verdient seinen Lebensunterhalt als Gamer. Genauer gesagt als „Sherpa“, also eine Person, die spielinteressierte Kunden durch diverse Online-Spiele leitet. Eines Tages soll er Mr. Jones im Auftrag von Mr. Smith durch Online-Spiele führen – also zeigen, welche Ausrüstung man dafür braucht, in welche Charaktere man schlüpfen kann, was bei den jeweiligen Spielen wissenswert ist etc. John Chu kann durch diesen Auftrag viel Geld verdienen, allerdings gibt es auch unklare Faktoren bei diesem Auftrag. Wer ist Mr. Jones? Könnte er vielleicht etwas mit der Volksrepublik Nordkorea zu tun haben? Die Lage wird für John Chu so gefährlich, dass sie eines Tages sogar Auswirkungen auf sein reales Leben hat… Meine Meinung zu diesem Buch: Vorab gesagt: Ich mache keine Online-Spiele – aber ich wollte mich durch diesen Roman in diese Welt entführen lassen und lernen, wie es in dieser Welt zugeht. Gelernt habe ich durch diesen Roman einiges. Geholfen haben mir dabei nicht nur die Handlung, sondern auch die Erklärung von Begriffen aus der Welt der Online-Spiele, die am Anfang der Kapitel sowie am Ende des Buches stehen. John Chu erzählt seien Erlebnisse aus der Ich-Perspektive im Präsens. Das hat mich beim Lesen nicht gestört. Gestört haben mich jedoch viele Nebenhandlungen und Gedanken von John, die für die Handlung nicht unbedingt relevant waren und dem Buch oft die Spannung nahmen. Das Buch war für mich oft nur zäh zu lesen – und lange vermisste ich einen „roten Faden“, also einen durchgehenden Handlungsstrang, der für mich zu einem Roman gehört. Natürlich wollte auch ich wissen, wer der geheimnisvolle Mr. Jones ist. Am Schluss wird das aufgelöst – es war für mich eine Überraschung, aber auch kein Ende, das mich vollkommen zufriedenstellte. So wie mich die ganze Handlung nicht überzeugen konnte. Ich habe zwar einiges darüber gelernt, wie sich Menschen in Online-Spielen in Persönlichkeiten verwandeln, die sie im normalen Leben nicht sein können. Jedoch waren die meisten Charaktere sehr schemenhaft – so wie Comicfiguren. Nur John Chu war mir sympathisch. Wer Online-Spiele mag, sie immer wieder spielt und an einem Roman aus dieser Welt interessiert ist, kann dem Roman „88 Namen“ von Matt Ruff vielleicht viel abgewinnen. Ich erwartete mehr Spannung. Deswegen vergebe ich drei Sterne.

Nerdig-amerikanischer Roman
von einer Kundin/einem Kunden aus Hamburg am 04.01.2021

Irgendwann in naher Zukunft: Die Welt der Virtual Reality (VR) gehört für viele zum Alltag dazu. Vor allem die Welten der MMORPGs (massive multiplayer online role-playing games), in denen viele Spieler aus aller Welt zugleich mit- bzw. gegeneinander spielen können, sind stark gefragt. Und John Chu bietet Neueinsteigern bzw. Weni... Irgendwann in naher Zukunft: Die Welt der Virtual Reality (VR) gehört für viele zum Alltag dazu. Vor allem die Welten der MMORPGs (massive multiplayer online role-playing games), in denen viele Spieler aus aller Welt zugleich mit- bzw. gegeneinander spielen können, sind stark gefragt. Und John Chu bietet Neueinsteigern bzw. Wenigspielern an, gegen entsprechende Bezahlung einen hochgelevelten Charakter zu spielen und die Kunden beim Spielen zu unterstützen, damit sie nicht in den Anfängerleveln herumkrebsen müssen, sondern gleich da einsteigen können, wo es spannender zugeht. Ist zwar gegen die Vorschriften der Spieleanbieter, bringt aber Geld. Auf diesem Gerüst baut der Autor seine Story auf. Zum Einen gibt es eine etwas eigenwillige Exfreundin, die John Chu Rache geschworen hat und die man im Roman nach und nach kennenlernt, zum Anderen meldet sich bei John Chu ein neuer Kunde, ein gewisser Mr. Jones, der für sehr viel Geld sehr viel erwartet. Grund genug für John Chu zu spekulieren, um wen es sich dabei handeln könnte. Sein Verdacht richtet sich gen Nordkorea und neben so einigen Spieledetails kann man mitverfolgen, wie er nach Beweisen sucht, die seine Vermutung unterstützen. Zugegeben, das Buch ist recht nerdlastig, auch wenn viele Begriffe aus der Gamerwelt im Anhang, dem sogenannten "John Chus Call-to-Wizardry-Schnellstart-Guide", sowie im Laufe des Romans erklärt werden. Dabei ist "Call to Wizardry" eines der beliebtesten fiktiven VR-Rollenspiele, um die es im Roman geht, wenn auch nicht ausschließlich. Die IRL-Szenen, also "in real life", halten sich zunächst eher bedeckt, der Schwerpunkt liegt zu Beginn auf der virtuellen Welt. Auch wenn der Autor sich vieles rund um die Spiele hat einfallen lassen - zur benötigten Hardware in der Zukunft erfährt man leider nur wenig. Gut gefielen mir diverse Anspielungen auf die Popkultur. Die Handlung selbst gefiel mir zunächst ebenfalls ganz gut, auch wenn sie von Beginn an stark spielelastig war. Im Laufe des Romans verlor ich leider das Interesse, als das Buch mir immer mehr das Gefühl vermittelte, es sei von einem Amerikaner für Amerikaner geschrieben, weil es verstärkt um Themen ging, die Amerikaner betreffen bzw. interessieren wie Waffen, Prohibition und ein stark verklemmtes Verhältnis zu erotischen Inhalten, was sich u.a. in einem sehr langen Kapitel fast ausschließlich zu diesem Thema äussert ebenso wie in Griefern (Störenfrieden), die sich wie Pubertierende aufführen. Interessanterweise sind Gewalt und Gemetzel wiederum völlig in Ordnung, davon konnte es virtuell gar nicht genug geben. Wer sich an der nerdigen Komponente und den entsprechenden Begriffen nicht stört, der wird in dem Buch eine kurzweilige und amüsante Unterhaltung finden auf der Identitätssuche von Mr. Jones. Mich haben vor allem der überzogene Fokus auf gewisse amerikanische Themen sowie der hier und da durchscheinende Superlativ zu sehr gestört, um dem Buch mehr als 3/5 Sterne zu geben.


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