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Die zitternde Welt

Roman

Tanja Paar

(85)
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Beschreibung

WELCHER KAMPF TOBT IN DIR, WENN DIE WELT ÜBER DICH HEREINBRICHT? - EINE FRAU UND IHR UNBÄNDIGER DRANG NACH SELBSTBESTIMMUNG UND FREIHEIT.

Neuanfang im Orient: Maria nimmt ihr Leben in die Hand
Maria ist hungrig - lebenshungrig: Sie will spüren, frei sein, lieben. Hochschwanger reist sie 1896 nach Anatolien und überrumpelt damit den werdenden Vater. Wilhelm hat sich heimlich dorthin aufgemacht, um als Ingenieur am Bau der Bagdadbahn zu arbeiten, die Berlin mit Bagdad verbinden soll. Er, der seine Bleistifte stets streng nach deren Stärken ordnet, ist fasziniert von der eigensinnigen und unberechenbaren Frau. Fernab der trüben Enge des Dorfes, aus der Maria stammt, leben die beiden in der anatolischen Freiheit in wilder Ehe. Maria will ihren Körper nicht in ein Korsett schnüren lassen - sie trägt wallende Reformkleider, blickt in Liebesdingen über den Beziehungsrand hinaus und saugt mit jedem Atemzug genüsslich die fühlbare Weite der Landschaft ein. - Sie ist endlich angekommen.

Eine starke Frau und ihre Familie inmitten der großen Umstürze der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts
Marias und Wilhelms Kinder wachsen als Bürger des Osmanischen Reiches auf. Türkisch wird zu ihrer Muttersprache, nicht Deutsch. Von der alten Heimat bleibt bald nichts mehr als eine fahle Erinnerung. - Bis der Erste Weltkrieg ausbricht. Geburtsort, politische Grenzen und Allianzen gewinnen plötzlich an entscheidender Relevanz: Was bedeutet der Krieg für die beiden Söhne im wehrpflichtigen Alter? Was bedeutet er für Maria, für die ein Leben außerhalb von Anatolien fernab jeglicher Vorstellungskraft liegt? Droht der Selbstbestimmung und der frei gewählten Heimat nun ein Ende?

Ein Buch über unsere Verletzlichkeit in Zeiten großer Umbrüche. Und über die Kräfte, die dabei in uns erwachen.
Kunstfertig verwebt Tanja Paar den unbändigen Lebensdrang einer Frau und das Schicksal einer Familie mit den Verwerfungen der Weltgeschichte. In ihrem Generationenroman führt sie an blühende und aufregende, aber von Umwälzungen bedrohte Orte: in das Osmanische Reich des Fin de Siècle, ins Istanbul und die junge Türkei unter Atatürk, in den Irak des Ölbooms der 1930er. Ob damals oder heute - Tanja Paar stellt in ihrem aufwühlenden Roman eine Frage, die uns Menschen niemals loslässt: Wer bestimmt, welche Menschen wir werden? Sind es die Umstände? Oder wir selbst?

Ob an den Rändern der Kontinente, zu Zeiten großer politischer Umbrüche oder in den nur scheinbar kleinen Dramen des Alltags: Die Figuren in TANJA PAARS Romanen stehen vor inneren und äußeren Grenzen - und vor der Frage, wie sie sich überwinden lassen. Die Autorin wurde in Graz geboren, arbeitete u. a. am Theater und für diverse Publikationen und lebt heute als freie Schriftstellerin in Wien. 2018 erschien bei Haymon ihr Debütroman "Die Unversehrten".

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 296 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 18.08.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783709939284
Verlag Haymon Verlag
Dateigröße 12153 KB

Buchhändler-Empfehlungen

R. Braun, Thalia-Buchhandlung Mannheim

Über ein halbes Jahrhundert geht diese beeindruckende Familiengeschichte. Ich empfehle diesen außerordentlich schön gestalteten, inhaltlich packenden, eindringlich erzählten und kurzweiligen Roman, welcher von einer Familie handelt, die Umwälzungen und Kriege ertragen muss.

Ein lesenswerter Versuch

Verena Flor, Thalia-Buchhandlung Hagen

Leichte Lektüre,bedenkt man den historischen Umfang des Settings. Ich fand die Idee grundsätzlich interessant und die Geschichte ist ebenso versehen mit genügend existentiellen Gewicht.Aber die Nüchternheit der Charaktere, die sich auch in der Sprache spiegelt, fand ich schwierig. Hier hätte man mehr in die Tiefe gehen müssen.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
85 Bewertungen
Übersicht
37
29
15
4
0

Toller historischer Roman!
von einer Kundin/einem Kunden aus Gärtringen am 27.12.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Maria verlässt 1896 hochschwanger ihre österreichische Heimat, um mit ihrem Geliebten Wilhelm ein neues Leben zu beginnen. Wilhelm ist Ingenieur und am Bau der Bagdadbahn in Anatolien beteiligt. Maria und Wilhelms Kinder werden allesamt im Osmanischen Reich geboren, ihre Muttersprache ist türkisch, die Familie lebt glücklich i... Maria verlässt 1896 hochschwanger ihre österreichische Heimat, um mit ihrem Geliebten Wilhelm ein neues Leben zu beginnen. Wilhelm ist Ingenieur und am Bau der Bagdadbahn in Anatolien beteiligt. Maria und Wilhelms Kinder werden allesamt im Osmanischen Reich geboren, ihre Muttersprache ist türkisch, die Familie lebt glücklich im Wohlstand. Doch dann zerstört der Erste Weltkrieg das Glück der Familie: Wilhelm kehrt mit Frau und Tochter nach Österreich zurück und zieht in den Krieg. Auch die beiden Söhne werden eingezogen, einer davon gilt später als verschollen. Die Familie zerfällt und verliert ihre Heimat. Die Welt zittert... Der Schreibstil von Tanja Paar gefällt mir sehr gut. Die Autorin versteht es, Charakterzüge einzelner Personen detailgetreu auszuarbeiten, Gefühle werden authentisch übermittelt, man kann sich in die Gedankenwelt der Protagonisten hineinversetzen. Auch die historischen Begebenheiten sind gut recherchiert worden, man erfährt einiges über den Bau der Bagdadbahn sowie über die Türkei und die dortige Kultur. Das Buch hat mich unterhalten, ich werde noch weitere Romane von Tanja Paar lesen und empfehle dieses Buch gerne weiter!

Welt im Umbruch
von mrs rabes bookaccount am 08.12.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Anatolien, am Ende des 19. Jahrhunderts. Maria folgt von Österreich aus uneingeladen dem Vater ihres ungeborenen Kindes in das fremde Land. Wilhelm hatte sich dorthin davon gemacht, um am Bau der Bahnlinie nach Bagdad mitzuwirken. Maria bleibt und lebt mit Wilhelm ein äußerst unkonventionelles Leben: lange ohne Trauschein, drei ... Anatolien, am Ende des 19. Jahrhunderts. Maria folgt von Österreich aus uneingeladen dem Vater ihres ungeborenen Kindes in das fremde Land. Wilhelm hatte sich dorthin davon gemacht, um am Bau der Bahnlinie nach Bagdad mitzuwirken. Maria bleibt und lebt mit Wilhelm ein äußerst unkonventionelles Leben: lange ohne Trauschein, drei Kinder, von denen nur Maria genau weiß, ob sie von Wilhelm oder dem französischen Hauslehrer stammen. Mit dem Ausbruch des ersten Weltkrieges zerbricht auch die Welt, die sich Maria errichtet hat. Bis hierher hat die österreichische Schriftsteller Tanja Paar in ihrem Roman „Die zitternde Welt“ ein eindringliche Atmosphäre rund um eine starke, exzentrische Frau aufgebaut. Maria ist der Enge und Provinzialität ihres Heimatortes Leonding entkommen. In Anatolien verspürt sie Freiheit und eine besondere weibliche Autorität. Die Beziehung zu Wilhelm ist durchwachsen, sie nimmt diese aber in Kauf, um dort ihr Leben nach ihrer Fasson leben zu können. „Maria fühlte sich nicht als etwas Besseres. Im Gegenteil: Sie wusste, dass sie einfach Glück gehabt hatte, unwahrscheinliches Glück. Dass ihr das Osmanische Reich eine Tür geöffnet hatte in ein Leben, das sie als einfache Frau in Wien nie hätte führen können.“ Der Krieg verändert alles. Krieg zerstört Lebenswerke, Lebensträume, zerreißt Familien, macht heimatlos, arbeitslos, entwurzelt. Die Welt wird auf den Kopf gestellt, wie auch das Cover des Buches anschaulich darstellt. Der historische Rahmen, die Veränderung der politischen Gefüge, der Zerfall der Großreiche der Osmanen wie der Habsburger hat Marias Welt erzittern lassen. Hier setzt ein Bruch in der Geschichte ein, nicht nur inhaltlich. Es verschiebt sich die Perspektive vor allem auf den Sohn Erich. Die Figur der Maria, die es wieder zurück nach Wien verschlagen hat, verläuft im Sande. Unmotivierte Zeitsprünge, Vorgriffe verwirren und lösen sich erst im späteren Text auf. Die Leserin muss sich selbst den zeitlichen Anker erarbeiten. Die Orientierungslosigkeit des männlichen Protagonisten überträgt sich auf die Leserin. Die Atmosphäre aus der ersten Hälfte des Buches fehlte mir dringend.

Eine starke Frau auf der Suche nach dem Leben
von einer Kundin/einem Kunden aus Stuttgart am 05.12.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Maria reist 1896 hochschwanger nach Anatolien zum werdenden Vater – sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Denn Wilhelm war heimlich dorthin aufgebrochen, um als Ingenieur bei der Bagdadbahn zu arbeiten, sie sollte später nachkommen. Auch wenn Maria ihren Partner nicht liebt, fühlt sie sich mit ihren Kindern wohl in ihrer... Maria reist 1896 hochschwanger nach Anatolien zum werdenden Vater – sie will ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Denn Wilhelm war heimlich dorthin aufgebrochen, um als Ingenieur bei der Bagdadbahn zu arbeiten, sie sollte später nachkommen. Auch wenn Maria ihren Partner nicht liebt, fühlt sie sich mit ihren Kindern wohl in ihrer neuen Heimat, türkisch wird die Muttersprache der Kinder, nicht deutsch. Der Erste Weltkrieg allerdings sprengt diese kleine Idylle, denn die Söhne sind bereits im wehrpflichtigen Alter. Kann die Familie noch in der Türkei bleiben? Spannend beginnt die Geschichte um Maria, die sich eine neue Heimat findet und die selbst bestimmen möchte, in welche Richtung ihr Leben gehen soll. Sie ist eine starke Frau. Während mich die Geschichte anfangs sehr fasziniert hat, wirkt das letzte Viertel des Buches für mich sehr distanziert, hier habe ich zunehmend den Bezug zu den handelnden Personen verloren. Das fand ich sehr schade, denn die Perspektiven der einzelnen Protagonisten waren bis dahin sehr gut nachzuvollziehen. Der historische Hintergrund wird realistisch in die Geschichte eingebaut, so gerät die Erzählung recht authentisch. Wegen dem letzten Viertel konnte mich das Buch nicht ganz überzeugen. Ich vergebe knappe 4 von 5 Sternen.

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