Das Palais muss brennen

Roman

Mercedes Spannagel

(12)
Die Leseprobe wird geladen.
Buch (gebundene Ausgabe)
Buch (gebundene Ausgabe)
18,00
18,00
inkl. gesetzl. MwSt.
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort lieferbar Versandkostenfrei
Sofort lieferbar
Versandkostenfrei

Weitere Formate

gebundene Ausgabe

18,00 €

Accordion öffnen

eBook (ePUB)

14,99 €

Accordion öffnen

Beschreibung

Mit Anschluss ist nicht zu rechnen.

Abgründig, rasant und mit bitterbösem Sprachwitz erzählt Mercedes Spannagel in ihrem Debütroman von der korrupten rechten Elite, die von ihrer rebellischen Brut zu Fall gebracht wird. Luise ist die Tochter der rechtskonservativen Bundespräsidentin Österreichs. Als diese sich ihren neunten Windhund zulegt, holt Luise einen Mops ins Palais, den sie Marx nennt. Die Waffen der präsidialen Jagdgesellschaft schmeißt sie in den Pool, das Teezimmer tapeziert sie mit Artikeln über die Verbrechen der chinesischen Regierung und als ihre Mutter sie mit einem Burschenschafter verkuppeln will, der ihr stolz den Schmiss über seiner Augenbraue zeigt, skandiert sie: »Mensur ist Menstruationsneid!«. Mit ihren Freunden streift Luise durch die Straßen Wiens und schmiedet Pläne, die Regierung zu stürzen. Eine Kunstaktion auf dem Opernball soll das Land verändern – doch es läuft nicht ganz so, wie sie es sich gedacht haben. »Das Palais muss brennen« ist eine scharfsichtige und irre komische Erzählung über den Widerstand in einer tief gespaltenen Gesellschaft. Ein furioses Debüt, mit dem ein neuer, unverwechselbarer Sound Einzug in die deutschsprachige Gegenwartsliteratur hält.

»Ein großartiges, vielschichtiges, hochgelobtes Buch.«

Mercedes Spannagel, geboren 1995, studiert Maschinenbau in Wien. Sie erhielt für ihre Texte diverse Preise, u. a. 2014 Exil-Jugendliteraturpreis Wien, Rauriser Förderungspreis 2017, 1. Platz FM4 Wortlaut 2018. Teilnahme an diversen Schreibwerkstätten, zudem zahlreiche Veröffentlichungen in Anthologien und Literaturzeitschriften, u. a. Mosaik, LICHTUNGEN, Volltext, BELLA triste.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 192
Erscheinungsdatum 10.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-462-05509-2
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Maße (L/B/H) 19,5/12,2/2,5 cm
Gewicht 254 g
Auflage 2. Auflage

Buchhändler-Empfehlungen

Alina Borzenkova, Thalia-Buchhandlung Trier

Herrlich böse, skurril und mit Wortwitz wird hier der politische Betrieb Österreichs (eigentlich die Politik an sich) durch den Kakao gezogen und es wird rebelliert und rebelliert...denn das Palais muss brennen. Wer "Die Infantin trägt den Scheitel links" mochte, ist hier richtig

Miriam Seegert, Thalia-Buchhandlung Augsburg

Mit einer enormen Sprachgewalt, die fasziniert und schockiert, erzählt die Autorin von einer Tochter, die auf ganzer Linie versucht ihrer Mutter (Bundespräsidentin Österreichs) und der Welt zu zeigen, dass sie DAGEGEN ist. Gewagt, rebellisch und ganz großartig!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
6
3
2
1
0

Möpse und Drogen
von einer Kundin/einem Kunden am 18.04.2021

Lange kein Buch mehr an einem Tag durchgelesen. Was aber nicht daran lag, dass es mich gefesselt hat, sondern weil ich es weg haben wollte. Da investiert man so viel Geld in ein Buch, wessen Klappentext so überzeugend und interessant klang, und dann kommt eine lasche Gesichte, ohne roten Faden und mit verschwommenen, unsympathis... Lange kein Buch mehr an einem Tag durchgelesen. Was aber nicht daran lag, dass es mich gefesselt hat, sondern weil ich es weg haben wollte. Da investiert man so viel Geld in ein Buch, wessen Klappentext so überzeugend und interessant klang, und dann kommt eine lasche Gesichte, ohne roten Faden und mit verschwommenen, unsympathischen Charakteren her, wo gefühlt auf jeder Seite irgendein Hipstercafe oder Bar in Wien genannt wird.(gibts die wirklich?) Das einzige was am Ende dieses Buches bleibt, ist das kurze “Kennenlernen” einer Protagonistin, die im Drogenkonsum und kindlichen Verhalten mit Mops Marx ihre Runden dreht und ihre funkelnden Elitewelt, trotz groß Töne schwingenden Reden, nicht wirkliche. den Rücken kehren will.

von einer Kundin/einem Kunden aus Bayreuth am 29.12.2020
Bewertet: anderes Format

Luise ist alles, aber hauptsache dagegen. Gegen die Gesellschaft, den Kapitalismus und vor allem gegen ihre rechtskonservative Mutter. Diese Buch trägt den Geist einer ganzen Generation in sich!

Sehr spannend, unterhaltsam und lesenswert!
von Duchess of marvellous books am 11.12.2020

"Wir hatten nicht die besten Plätze, als wir dem Sturm der Regierung beiwohnten, aber wir waren mittendrin und hatten noch Sekt." Der Debütroman: #DasPalaismussbrennen von Mercedes Spannagel, aus dem Kiwi-Verlag ist hochaktuell, bitterböse, intelligent, abgründig, gesellschaftskritisch und rasant. Luise ist die Tochter de... "Wir hatten nicht die besten Plätze, als wir dem Sturm der Regierung beiwohnten, aber wir waren mittendrin und hatten noch Sekt." Der Debütroman: #DasPalaismussbrennen von Mercedes Spannagel, aus dem Kiwi-Verlag ist hochaktuell, bitterböse, intelligent, abgründig, gesellschaftskritisch und rasant. Luise ist die Tochter der rechtskonservativen Bundespräsidentin Österreichs. Die Waffen der präsidialen Jagdgesellschaft schmeißt sie in den Pool, das Teezimmer tapeziert sie mit Artikeln über die Verbrechen der chinesischen Regierung und als ihre Mutter sie mit einem Burschenschafter verkuppeln will, der ihr stolz den Schmiss über seiner Augenbraue zeigt, skandiert sie: »Mensur ist Menstruationsneid!«. Mit ihren Freunden streift Luise durch die Straßen Wiens und schmiedet Pläne, die Regierung zu stürzen. Eine Kunstaktion auf dem Opernball soll das Land verändern – doch es läuft nicht ganz so, wie sie es sich gedacht haben. Meinung: Die Autorin schafft es excellence, der korrupten, rechten Elite den Spiegel vorzuhalten. Gestützt wird das Ganze mit sarkastischen, schwarz humorigen und provokanten Dialogen. Dabei ist sie nicht nur sehr politisch, sondern skizziert auch die Situation der Jugend authentisch und kritisch, die den Sozialismus in der Theorie verehrt, in der Praxis aber zu sehr am Kapitalismus hängt, um sich ernsthaft damit auseinander zu setzen.  Stilistisch ist das Buch auch sehr spannend, da mit Formen und Darstellungen experimentiert wird. Die Protagonistin ist tiefgründig und scharfkantig. Auf der Suche nach sich und ihrer sexuellen Orientierung, verzweifelt sie zwischen ihrer manisch-depressiven Weltsicht sowie Depression und Lebenslust. Sie will aber ihre Überzeugungen auch unbedingt leben und gegen den Rechtsradikalismus vorgehen. Gemeinsam mit ihren rebellischen Freundinnen wirbelt sie die rechte Elite des Landes auf und sorgt für einige Furore! Sehr spannend, unterhaltsam und lesenswert!


  • Artikelbild-0
  • Artikelbild-1