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Der Antichrist

Leinen mit Goldprägung

Friedrich Nietzsche

(2)
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Beschreibung

»Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt – ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen... Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit...«. Dies ruft Nietzsche gegen Ende seines 1895 erschienenen Buches Der Antichrist aus, nachdem er den Zustand der Religion und den eines ganzen Zeitalters, der durch sie geprägt wurde, untersucht hatte. Seine polemisch vorgetragene Kritik am Christentum mündet schließlich in eine Kritik an seiner Zeit.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 144
Erscheinungsdatum 10.09.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-86820-592-3
Verlag Nikol
Maße (L/B) 18,7/12,5 cm
Verkaufsrang 34363

Kundenbewertungen

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Polemisch aber unglaublich geistreich!
von einer Kundin/einem Kunden am 20.01.2016
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Der Antichrist von Nietzsche muss man gelesen haben. Zwar könnten einige Passagen missverstanden werden, aber seine starke Polemik und Wut in diesem Büchlein, sind für mich pure intellektuelle Bereicherung. Schlussendlich ist es nicht nur eine Kritik am Christentum, es ist eigentlich eine Kritik an der Menschheit. Der gute al... Der Antichrist von Nietzsche muss man gelesen haben. Zwar könnten einige Passagen missverstanden werden, aber seine starke Polemik und Wut in diesem Büchlein, sind für mich pure intellektuelle Bereicherung. Schlussendlich ist es nicht nur eine Kritik am Christentum, es ist eigentlich eine Kritik an der Menschheit. Der gute alte Nietzsche spricht mir teilweise so sehr aus der Seele! Auch wenn ich mir immer wieder selber sagen muss, dass die Menschen eigentlich gut sind, überkommen mich auch manchmal ganz schwarze Tage an denen ich keine Hoffnung für die Menschheit sehe, in denen ich zum Zyniker werde. Zum Beispiel in folgendem Abschnitt spricht mir Nitzsche wirklich aus der Seele: »Ich unterdrücke an dieser Stelle einen Seufzer nicht. Es gibt Tage, wo mich ein Gefühl heimsucht, schwärzer als die schwärzeste Melancholie - die ›Menschen-Verachtung‹. Und damit ich keinen Zweifle darüber lasse, was ich verachte, wen ich verachte: der Mensch von heute ist es, der Mensch, mit dem ich verhängnisvoll gleichzeitig bin. Der Mensch von heute - ich ersticke an seinem unreinen Atem . . . Gegen das Vergangene bin ich, gleich allen Erkennenden, von einer grossen Toleranz, das heisst grossmütigen Selbstbezwingung: ich gehe durch die Irrenhaus-Welt ganzer Jahrtausende, heisse sie nun ›Christentum‹, ›christlicher Glaube‹, ›christliche Kirche‹, mit einer düsteren Vorsicht hindurch, - ich hüte mich, die Menschheit für ihre Geisteskrankheiten verantwortlich zu machen. Aber mein Gefühl schlägt um, bricht heraus, sobald ich in die neuere Zeit, in unsre (sic!) eintrete. Unsre (sic!) Zeit ist wissend . . . Was ehemals bloss krank war, heute ward es unanständig, - es ist unanständig, heute Christ zu sein. Und hier beginnt mein Ekel. - Ich sehe mich um: es ist kein Wort von dem mehr übrig geblieben, was ehemals ›Wahrheit‹ hiess, wir halten es nicht mehr aus, wenn ein Priester das Wort ›Wahrheit‹ auch nur in den Mund nimmt. Selbst bei dem bescheidensten Anspruch auf Rechtschaffenheit muss man heute wissen, dass ein Theologe, ein Priester, ein Paps mit jedem Satz, den er spricht, nicht nur irrt, sondern lügt, - dass es ihm nicht mehr freisteht, aus ›Unschuld‹, aus ›Unwissenheit‹ zu lügen.« (S. 66 & 67) Und sogar, dass Nietzsche gegen Anarchisten schimpft, lasse ich diesem grossen Denker durchgehen - man kann ja schliesslich nicht überall der Selben Meinung sein . . . Für jeden Menschen, der sich mit Religionen, Religionskritik, Philosophie oder der Menschheit auseinandersetzt (also eigentlich für alle Menschen), ist das eine Pflichtlektüre!

Wahnsinnige Weisheit !
von Leopold Schikora,Therapeut und Dozent aus Bremen am 15.09.2006
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die religionskritische Auseinandersetzung Nitzsches mit dem "Christentum" in seiner organisierten Form,ist sehr gewagt,mutig und revolutionär aber zugleich manchmal zu einseitig und durch eigene Emotionen,einer klaren und objektiven Perzeption beraubt;zwar bin ich selbst ein Religionskritiker aber dennoch würde ich nicht alles R... Die religionskritische Auseinandersetzung Nitzsches mit dem "Christentum" in seiner organisierten Form,ist sehr gewagt,mutig und revolutionär aber zugleich manchmal zu einseitig und durch eigene Emotionen,einer klaren und objektiven Perzeption beraubt;zwar bin ich selbst ein Religionskritiker aber dennoch würde ich nicht alles Religiöse negativieren.Genauso wie Nitzsche lehne ich dem Glauben an eine personifizierte Gottheit mit antropomorphen Charakterzügen,strikt ab,aber gleichzeitig leugne ich nicht die Existenz einer seelisch-spirituellen Ebene des Seins,was aber anscheinend Nitzsche tat und ich bin davon fest überzeugt,daß gerade dieser nihilistisch-materialistischer Existenzialismus,beraubte ihm letztendlich seine Sinne.Nichts dessto trotz,war er ein außergewöhnlicher Freidenker und Philosopher,dessen Erkenntnisse,einer tieferen Beachtung und Analyse auf jeden Fall verdienen.Seine Überzeugung,daß es nur einen Christen gab und der aber am Kreuz starb,empfinde ich als doppelverständlich:zu Einen,wenn er mit "Christ" eine Religionszugehörigkeit meint,so stimme ich ihm nicht zu,denn Jesus war ein Jude und als solcher lebte und starb er auch.Zum Anderen,wenn er unter "Christ" eine ethisch-moralische Gesinnung vertsand,die mit dem damaligen jüdischen religiös-politischen Estabilishment nicht konform war,so stimme ich ihm eindeutug zu,aber dies würde ich nicht als "Christ" bezeichnen,sondern eher als jesuanisch.Die Behauptung Nitzsches in seinen Buch,das das Christentum uns um die Ernte der Antike gebracht hat,ist dagegen mehr als zutreffend.Leider bringt uns das Christentum auch um die Ernte der Aufklärung und der Renaissance.Jemand hat einmal auf einer Mauer dem bekanntesten Zitat Nitzsches gechrieben:"Gott ist tot!" Nitzsche.Darunter hat dann jemand anders folgenden Satz geschrieben:"Nitzsche auch!" Gott.Ein Gott kann nicht sterben,denn es gibt ihm nicht und das Göttliche kann auch nicht sterben,denn es ist das Leben,daß göttlich ist und weder Anfang noch Ende hat.Das ist die Apotheose des Lebens die mein Leben ohne "Gott" göttlich macht.Die Botschaft Nitzsches ist trotzdem für unsere vom religiösen Fundamentalismus und Fanatismus bedrohten freiheitlichen Gesellschaftsordnung,von großer Bedeutung!

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