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Couscous mit Zimt

Elsa Koester

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Beschreibung

Elsa Koester porträtiert drei charakterstarke Frauen, deren Schicksale von gesellschaftlichen Umbrüchen und Krisen gezeichnet sind. Die hinreißende Leichtigkeit, mit der sie die Perspektiven von drei Generationen verwebt, die gewinnende Eigenwilligkeit ihrer Figuren und der gesellschaftlich-scharfsichtige Blick der Autorin machen "Couscous mit Zimt" zu einer mitreißenden Lektüre, ein Familienroman voller emotionaler Wärme, Empathie und einer sprühenden Lust am Erzählen.
Zigaretten, Cognac und Bücher - ihre letzten Jahre verbringt die über hundertjährige Lucile am liebsten lesend im Bett ihrer Pariser Wohnung. Als kurz nach Luciles Tod auch ihre Tochter Marie stirbt, erbt Lisa das Appartement in der Avenue de Flandre. Ihr bleiben nur noch die Erinnerungen an die zwei eigenständigen, vom Leben gezeichneten Frauen der Familie. Das Verhältnis von Mutter und Großmutter war explosiv. Die starke, aber auch selbstbezogene Französin Lucile musste nach der Unabhängigkeit Tunesiens mit ihren Töchtern überstürzt nach Frankreich fliehen, ein Heimatverlust, den die in Tunesien geborene, temperamentvolle Marie nie verwunden hat. "Fische haben empfindliche Füße", pflegte Marie zu sagen, die immer wieder ins Straucheln geriet bei dem Versuch, im neuen Land Fuß zu fassen. Der schmerzhafte Abschied von Tunesien, die erste dramatische Liebe im Pariser Mai 1968, die Flucht vor den Übergriffen Luciles nach Berlin, wo Lisa Jahre später zur Welt kam - von all dem hat Marie ihrer Tochter erzählt. Doch kann Lisa den Erzählungen ihrer Mutter trauen?

Elsa Koester wurde 1984 als Tochter einer französischen Pied-noir mit tunesischer Kolonialgeschichte und eines norddeutschen Friesen mit US-amerikanischer Auswanderungsgeschichte in Berlin geboren, wo sie heute lebt. Sie studierte Literatur- und Politikwissenschaft sowie Soziologie und engagierte sich über 15 Jahre in sozialen Bewegungen. Heute arbeitet sie als politische Redakteurin bei der Wochenzeitung "Der Freitag". Die neu entflammte Debatte über Identität und Heimat inspirierte sie zu ihrem Romandebüt "Couscous mit Zimt", in das ihre Erfahrungen aus einer diversen kulturellen Identität, als Journalistin und Aktivistin mit einfließen.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Ja i
Seitenzahl 448 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 27.08.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783627022884
Verlag Frankfurter Verlagsanstalt
Dateigröße 1201 KB
Verkaufsrang 3478

Buchhändler-Empfehlungen

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Das Buch hat mich förmlich mitgerissen, Lucile erbt eine Wohnung in Paris,die immer Bestandteil emotionaler Auseinandersetzung zwischen ihrer Mutter und Grossmutter war. Beide waren starke leidenschaftliche Persönlichkeiten, die vor nichts halt machten . Spannend und lesenswert!

Elena Cousino, Thalia-Buchhandlung Bielefeld

Lucile, Marie, Lisa. Drei Frauen, drei Generationen, drei Geschichten. Koester schafft es, mit allen Dreien mitzufiebern und sie zu verstehen, so gegensätzlich ihre Positionen auch sein mögen. Unbedingt lesenswert!

Kundenbewertungen

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Ein rundherum gelungener Couscous
von Lesendes Federvieh aus München am 01.10.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die über hundertjährige Lucile verbringt ihre Zeit am liebsten mit einem guten Buch im Bett. Nachdem Lucile und ihre Tochter Marie kurz hintereinander sterben, erbt Lisa Luciles Pariser Wohnung. Sie reist von Berlin an, um alles Notwendige zu regeln - und sich der Vergangenheit der Familie zu nähern. Die Flucht aus Tunesien, der... Die über hundertjährige Lucile verbringt ihre Zeit am liebsten mit einem guten Buch im Bett. Nachdem Lucile und ihre Tochter Marie kurz hintereinander sterben, erbt Lisa Luciles Pariser Wohnung. Sie reist von Berlin an, um alles Notwendige zu regeln - und sich der Vergangenheit der Familie zu nähern. Die Flucht aus Tunesien, der schwierige Neuanfang, der Umzug Maries nach Berlin und schließlich das stets latent angespannte Verhältnis unter den Frauen der Familie... Elsa Koester erzählt in ihrem wunderbaren Debütroman die bewegende Geschichte einer französischen Familie, die nach der Unabhängigkeit Tunesiens nach Frankreich fliehen musste. Die Autorin lässt die Auswirkungen dieser Entwurzelung aus unterschiedlichen Perspektiven wieder aufleben und zeichnet so ein ehrliches und authentisches Porträt einer Familie über drei Generationen hinweg. Mit einer Natürlichkeit und Präzision schafft es die Autorin über die Schwierigkeiten in den Lebensentwürfen der Frauen so bildgewaltig und realistisch zu schreiben, dass ich beim Lesen des Öfteren inne halten musste, um das Gelesene zu verarbeiten. Und gerade das ist für mich eine große Stärke des Buches, alles ist genau auf den Punkt gebracht und schonungslos offen geschildert. Zu dieser Lebendigkeit tragen auch ihre Charaktere bei, die man mit all ihren Stärken und Schwächen irgendwie aus dem Alltag zu kennen scheint. All das verknüpft Elsa Koester mit ihrem lockeren, unverschnörkelten Schreibstil zu einer fesselnden Lektüre und einer gesellschaftspolitischen Reise durch die Zeit, die mich von Beginn an in ihren Bann zog. Fazit: Ein rundherum gelungener Couscous

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