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Dorf ohne Gewissen

Dana Smith

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Beschreibung

Ines lebt in einem kleinen niedersächsischen Dorf. Ihr Leben ist geprägt vom Klatsch an der Kasse des elterlichen Dorfladens. Sie träumt schon lange davon, den Ort mit seinem boshaften Gerede und dem eintönigen Tagesablauf hinter sich lassen zu können. Als ihre beste Freundin und zweifache Mutter Susanne eines Tages nicht nach Hause kommt, vermuten die Bewohner des kleinen Ortes, dass sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen ist. Schnell ist ein Schuldiger gefunden - Ines bester Freund Frank. Eine Hetzkampagne nimmt ihren Lauf, und Ines ergreift, zum Entsetzen ihrer Eltern und der restlichen Dorfbewohner, Partei für den Sonderling. Doch dann geschieht ein erschütterndes Unglück. Ines erkennt, dass Beistand alleine nicht reicht, wenn Menschen ihr Gewissen begraben, einen Einzelnen zum Täter erklären und ihn damit zum Opfer machen. "Dana Smith entfaltet in ihrem Werk eine spannende, mitreißende und zugleich humorvolle Geschichte, die eine ernste Botschaft so verpackt, dass sie einen ins Grübeln kommen lässt, ob man das wahre Leben lebt."

Dana Smith, Jahrgang 1974, lebt mit ihrer Hündin und ihren zwei Katzen in einem kleinen Haus am Waldrand. Vor fünf Jahren ließ sie ihr altes Leben hinter sich und reduzierte alles auf ein Minimum. Geprägt von viel Natur und wenig Zwängen setzten sich geistige Kapazitäten frei und zwei Romanmanuskripte entstanden. Durch ihr Leben im Dorf, die Arbeit mit alten Menschen und die Geschichten, die ihr dort jeden Tag zu Ohren kommen, entstand ihr Debütroman »Dorf ohne Gewissen«.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Nein i
Seitenzahl 324 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 25.05.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783739497655
Verlag Via tolino media
Dateigröße 275 KB
Verkaufsrang 1945

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Denn sie wissen nicht was sie tun... Oder doch?
von einer Kundin/einem Kunden am 17.09.2020

Willkommen in der idyllischen Hölle... Susanne ist verschwunden! Alle gehen davon aus, dass der merkwürdige und geistig zurückgebliebene Frank dahinter steckt. Hat er sie vielleicht umgebracht? Natürlich! Wer weiß, was der da so alles treibt... Und die Polizei? Die unternimmt natürlich nichts. Also müssen die Dorfbewohner woh... Willkommen in der idyllischen Hölle... Susanne ist verschwunden! Alle gehen davon aus, dass der merkwürdige und geistig zurückgebliebene Frank dahinter steckt. Hat er sie vielleicht umgebracht? Natürlich! Wer weiß, was der da so alles treibt... Und die Polizei? Die unternimmt natürlich nichts. Also müssen die Dorfbewohner wohl selber ermitteln und aktiv werden. Die Gemeinschaft hält ja schließlich zusammen. Erstmal ein Körnchen kippen und los geht's! ;) Natürlich entwickelt jeder so seine eigenen Verschwörungstheorien und kann diese auch mit "handfesten" Beweisen untermauern. Nur Ines ist von der Unschuld von Frank überzeugt. Doch leider hat sie auch so ihre eigenen Probleme. Sie ist 40, arbeitet im Lebensmittelladen ihrer Eltern, single und wohnt noch zu Hause. Kann sie sich ihrem Umfeld wiedersetzen und nimmt endlich ihr Leben selbst in die Hand? Ihre beste Freundin Susanne und sie haben oft von einem neuen Leben fern vom Dorf gesprochen. Ist Susanne ohne sie gegangen? Aber warum meldet sie sich dann nicht? Ein sehr makaberes, unterhaltsames und auf satirische Art und Weise auch lustiges Buch mit viel Sozialkritik. Die Dorfbewohner sind so in ihren Verhaltensmustern und engstirnigen Weltanschauungen beschränkt, dass man teils meinen könnte man befindet sich noch im 20. Jahrhundert. Statt mit Mistgabeln und Fackeln, gehen sie mit Worten und Übergriffen auf den armen Frank los. Man fühlt mit ihm, seiner Mutter und Ines mit - und dem Rest möchte man gerne einmal die Meinung geigen. Selbstgefällig sitzen sie in ihrer Dorfkneipe und tratschen. Immer wieder suchen sie sich neue Opfer, damit sie von ihrem eigenen Unglück abgelenkt werden - ohne Rücksicht auf Verluste und mögliche Folgen ihrer Mobbing-Attacken. Es ist schon eher umgangssprachlich geschrieben und in der Leserunde wurden auch Wiederholungen kritisiert: ich finde der Schreibstil wurde den Dorfbewohnern angepasst und unterstreicht so den Charakter des Buches. Ein Buch, das mich gefesselt und auch zum Nachdenken angeregt hat. Jeder sollte einmal für sich hinterfragen, wie sehr man in seinen Entscheidungen und seinem Verhalten doch von außen und der Gesellschaft beeinflusst wird. Ist das wirklich DEINE Meinung?

Achterbahnfahrt der Gefühle
von misspider am 16.09.2020

Als im kleinen Ort Hasenbrönn, wo jeder jeden kennt, die Hausfrau und Mutter Susanne spurlos verschwindet, wissen die Dorfbewohner sofort, wer der Schuldige ist. Frank ist schließlich ein geistig zurückgebliebener Sonderling der schon immer problematisch war und dem alles zuzutrauen ist. Außerdem will Kneipenwirtin Anneliese, di... Als im kleinen Ort Hasenbrönn, wo jeder jeden kennt, die Hausfrau und Mutter Susanne spurlos verschwindet, wissen die Dorfbewohner sofort, wer der Schuldige ist. Frank ist schließlich ein geistig zurückgebliebener Sonderling der schon immer problematisch war und dem alles zuzutrauen ist. Außerdem will Kneipenwirtin Anneliese, die 'Else Kling' von Hasenbrönn, gesehen haben wie er kurz vor dem Verschwinden zu Susanne ins Auto gestiegen ist. Bald ziehen die Gerüchte wie ein Lauffeuer durch Hasenbrönn, und es beginnt eine wahre Hetzjagd. Nur Ines, Franks beste und einzige Freundin seit Kindertagen, ist von Franks Unschuld überzeugt. Aber was verschweigt ihr Frank und warum wird er so nervös, als sie ihn auf seine Begegnung mit Susanne ansprechen will? Sollte Frank wirklich etwas damit zu tun haben? Die ganze Geschichte hindurch schwankte ich zwischen Lachen und Weinen - die Tratschweiber des Ortes und die Gerüchte, die sich fast wie bei dem Spiel 'Stille Post' mit jedem Weitererzähler verändern und immer absurdere Züge annehmen, konnte ich einfach nicht ernst nehmen, zu grausam wäre diese Realität und einfach nur unerträglich - da war jede Menge Fremdschämen angesagt. Gleichzeitig empfand ich tiefes Mitleid mit Frank, seiner Mutter, die ihn stets nur beschützen will, und natürlich auch Ines, die immer wieder von den Dörflern angefeindet wurden. Es war die reinste Folter miterleben zu müssen, wie Frank schikaniert und zum Sündenbock gemacht wurde. Mehr als einmal habe ich den Dorfbewohnern nichts gutes gewünscht und gehofft, dass ihre gerechte Strafe endlich kommen möge. Das Ende brachte allerdings neben Erleichterung auch Verzweiflung darüber, wie weit Menschen mit Leichtigkeit gehen und wozu ihre Opfer getrieben werden können. Die Autorin weiß Grauen und Humor gekonnt zu paaren. Herausgekommen ist eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, nicht zuletzt aufgrund des rasanten Erzähltempos, das den Lesern keine Atempause gönnt.

Überraschend
von einer Kundin/einem Kunden aus Saarburg am 06.09.2020

Das Buch hat mich wirklich überrascht. Zu Beginn dachte ich nicht, dass es so viele Themen aufgreift, die ernsthaft zum Nachdenken anreden und unsere heutige Gesellschaft betreffen. Die Spannung hielt sich konstant bis zum Ende, was ebenfalls für ein gutes Buch dazu gehört. Im Grunde liefert das Cover dazu den ersten Anlass,... Das Buch hat mich wirklich überrascht. Zu Beginn dachte ich nicht, dass es so viele Themen aufgreift, die ernsthaft zum Nachdenken anreden und unsere heutige Gesellschaft betreffen. Die Spannung hielt sich konstant bis zum Ende, was ebenfalls für ein gutes Buch dazu gehört. Im Grunde liefert das Cover dazu den ersten Anlass, man hätte es kaum treffender wählen können. Eventuell könnte man noch an der Schrift das ein oder andere verändern. Vom Motiv und von der Farbgestaltung her ist es aber auf jeden Fall gelungen. Es geht hier zwar auch um einen Kriminalfall., aber, anders als von mir ursprünglich gedacht, steht etwas ganz Anderes im Vordergrund: Nämlich die Gesellschaftskritik! Ein Dorf, das nicht ohne Klatsch und Tratsch auskommt, macht viele Dinge noch schlimmer als sie wären. Aber so ist unsere Gesellschaft. Dazu gehören auch weitere Schattenseiten, wie Mobbing oder Suizid. Über diese ernste Themen sollte man durchaus nachdenken und diskutieren. Gut, dass sie hier im Buch auch aufgegriffen werden. Auf sprachlicher Ebene könnte man das ein oder andere eventuell noch korrigieren, inhaltlich hat mich das Buch aber gepackt und die Spannungskurve stieg exponentiell bis zum Ende!


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