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Sh*tshow

Erzählung

Richard Russo

(12)
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Beschreibung

David und Ellie, zwei gutsituierte, in der Großstadt lebende, pensionierte Akademiker sind zufrieden mit ihrem Leben. Bis zu dem Tag, an dem Donald Trump zum Präsidenten gewählt wird. Plötzlich wird ihnen alles fremd: ihr Land, ihr Leben, sie sich selbst. Ihre Tochter, die längst im liberalen Kalifornien lebt, kann ihnen nicht helfen. Und dann ist da noch dieser Freund, von dem sie glauben, dass er nur so tut, als hätte er Hillary gewählt ...
Spätestens als Ellie eines Tages Fäkalien im eigenen Pool entdeckt, findet die >Sh*tshow< nicht mehr nur im metaphorischen Sinne statt. Aber dieser spektakulär niederträchtige Akt des Vandalismus ist nur das erste in einer Kette politischer und privater Ereignisse, die sich verheerend auf die eigentlich so behagliche Existenz des Paares auswirken.
Richard Russo hat eine eindringliche Parabel geschrieben, in der er von den tiefen, oft unmerklichen Rissen zwischen Freunden, Nachbarn, Familien und selbst Liebenden erzählt, die im Zuge gewichtiger gesellschaftlicher Veränderungen entstehen: Das Politische ist oft privater, als wir meinen.

Richard Russo, geboren 1949 in Johnstown, New York, studierte Philosophie und Creative Writing und lehrte an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Für >Diese gottverdammten Träume< (DuMont 2016) erhielt er 2002 den Pulitzer-Preis. Bei DuMont erschienen außerdem >Diese alte Sehnsucht< (2010), >Ein grundzufriedener Mann< und >Ein Mann der Tat< (beide 2017), der Erzählband >Immergleiche Wege< (2018) sowie zuletzt >Jenseits der Erwartungen< (2020).

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Seitenzahl 80 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 21.07.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783832170394
Verlag DuMont Buchverlag
Originaltitel >Sh*tshow<
Dateigröße 2590 KB
Übersetzer Monika Köpfer
Verkaufsrang 18849

Buchhändler-Empfehlungen

Dirk Lengersdorf , Thalia-Buchhandlung Heinsberg

Richtig guter amerikanischer Roman über Freundschaft, Selbstzweifel und die Frage, ob man die richtigen Lebensentscheidungen getroffen hat. Nebenbei wird das Amerika der Gegenwart porträtiert! Klasse!

Richard Russo - ein kluger Menschenkenner

Manuela Quarz, Thalia-Buchhandlung Köln

Nach mehr als vierzig Jahren treffen sie sich auf der Insel Marthas Vineyard wieder : Lincoln, Teddy, und Mickey , die in ihrer vom Vietnamkrieg geprägten Jugendzeit miteinander studierten und sich jetzt als sehr viel ältere Männer fragen, ob ihre Lebensentscheidungen immer bewusst und richtig waren oder ob sie eher von Zufällen bestimmt wurden. Belebt wird diese Fragestellung durch ihr Zusammentreffen und die Erinnerung an eine junge Frau, in die sie alle drei sehr verliebt waren. Jacy verschwand aus unerklärlichen Gründen, keiner von den dreien hat sie je vergessen und ihr Verschwinden prägte das Leben dieser Männer. Die Geschichte bekommt natürlich nochmals eine Wendung ,wenn auch kein Happy End und ist eine großartige ,kluge und spannende Lektüre, die einen über Erinnerungen nachdenken lässt !

Kundenbewertungen

Durchschnitt
12 Bewertungen
Übersicht
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großes Lesevergnügen
von einer Kundin/einem Kunden am 28.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Lange schon wollte Lincoln das Haus verkaufen. Seine Mutter hatte es geliebt und ihm vererbt. Ein kleines Haus in Chilmark auf der Insel Martha's Vineyard . Sie hatte immer gehofft, Lincoln würde es irgendwann auch so lieben und schätzen, wie sie selbst. Nun ist er auf dem Weg dorthin. 40 Jahre ist es her, seit er seine Studienf... Lange schon wollte Lincoln das Haus verkaufen. Seine Mutter hatte es geliebt und ihm vererbt. Ein kleines Haus in Chilmark auf der Insel Martha's Vineyard . Sie hatte immer gehofft, Lincoln würde es irgendwann auch so lieben und schätzen, wie sie selbst. Nun ist er auf dem Weg dorthin. 40 Jahre ist es her, seit er seine Studienfreunde Teddy und Mickey gesehen hat. Sie wollen ein gemeinsames Wochenende in Lincolns Haus auf der Insel verbringen. Nur Jacy fehlt. Sie ist kurz nach ihrem Uniabschluss verschwunden. Von einem Tag auf den anderen.

Psychologisch tiefer Spannungsroman mit tollem trockenem Humor
von einer Kundin/einem Kunden aus Potsdam am 22.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

„Die Vier Musketiere,“ so nannten sie sich, nachdem sie sich im College kennenlernten und gemeinsam in einer Studentenverbindung kellnerten. Nach 40 Jahren treffen sich drei von ihnen wieder, um ein paar gemeinsame Tage zu verbringen: Lincoln, heute Immobilienmakler, glücklich verheiratet und vielfacher Vater; Teddy, der Allroun... „Die Vier Musketiere,“ so nannten sie sich, nachdem sie sich im College kennenlernten und gemeinsam in einer Studentenverbindung kellnerten. Nach 40 Jahren treffen sich drei von ihnen wieder, um ein paar gemeinsame Tage zu verbringen: Lincoln, heute Immobilienmakler, glücklich verheiratet und vielfacher Vater; Teddy, der Allround Gelehrte, angestellt an einer Universität und eher Einzelgänger; sowie Mickey, der Rockmusiker, der von ihnen als erster in den Vietnamkrieg hätte gehen müssen, wenn er nicht nach Kanada geflüchtet wäre. Die vierte im Bunde war Jacy, in die alle drei verliebt waren. Bei ihrem letzten gemeinsamen Ausflug nach dem Collegeabschluss 1971, ist sie verschwunden. Niemand weiß, was mit ihr geschah. Nun brechen alte Erinnerungen auf, zudem sie sich in dem damaligen Ferienhaus treffen. Lincoln beginnt nachzuforschen und trifft sich mit einem alten Detektive... Es geht um die Suche nach Wahrheit, um direkte und indirekte Ursachen, um Erinnerungen, um das Auseinanderklaffen von Selbst-und Fremdbild. Wie gut kennen wir eigentlich selbst nahestehende Menschen? Es geht um Frauen- und Männerrollen, um Schicksale in den verschiedensten Facetten, um Selbstreflexion und Lebensbilanzen, um Eltern- Kindbeziehungen, um Freundschaft und selbstverständlich um die Liebe. Nebenbei gibt es ein tolles Setting: USA in den 60ern, mit Rockmusik, aber vor allem auch mit Losverfahren und dem Vietnamkrieg. Gleichzeitig, da auf mehreren Zeitebenen und mit Rückblicken erzählt wird, erhalten man einen kleinen, durchaus satirisch- kritischen Einblick in die heutige US-amerikanische Gesellschaft. Der Roman liest sich durchweg spannend und es kommt zu unerwarteten Wendungen. Ich geriet in einen richtigen Lesesog. Er ist intelligent erzählt und daneben komisch, mit einem feinen trockenem ironischen Humor. Sehr genial! Die große Stärke ist vor allem die psychologische Tiefe und Komplexität dieser interessanten Figuren. Sie traten sehr lebendig vor mein inneres Auge und wurden nahbar. Selbst viele Nebenfiguren wurden komplex angelegt. Beziehungen zu den Eltern wurden betrachtet, wie diese die Entwicklung der Kinder beeinflussen und prägen. Der Autor zeigt wirklich ein feines Gespür für menschliches Verhalten und Dynamiken, die er klug und klar darlegt. Großartig fand ich unter anderem die kurzen Einblicke in die Mechanismen häuslicher Gewalt. Insgesamt wurde eine reiche Lebenserfahrung und tiefe Menschenkenntnis des Autors auf jeder Seite deutlich spürbar! Fazit: Hier wurde zwar das Rad nicht neu erfunden, trotzdem liest sich der Roman wunderbar. Er ist sehr routiniert geschrieben und unterhält auf hohem Niveau mit interessantem Setting! Psychologisch tief, humorvoll- ironisch und spannend. Mein erster Russo, aber sicher nicht der letzte..:)

Drei Männer und die Liebe
von einer Kundin/einem Kunden am 22.05.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Manche AutorInnen schreiben gerne über Aufsehenerregendes: Die größte aller Lieben, der schrecklichste aller Morde, die phantastischste aller Welten… Richard Russo hingegen zelebriert das Alltägliche. Bei ihm stehen Menschen mit ihren Freuden, Sorgen und Träumen im Mittelpunkt, die sich tatsächlich wie aus der Nachbarschaft gegr... Manche AutorInnen schreiben gerne über Aufsehenerregendes: Die größte aller Lieben, der schrecklichste aller Morde, die phantastischste aller Welten… Richard Russo hingegen zelebriert das Alltägliche. Bei ihm stehen Menschen mit ihren Freuden, Sorgen und Träumen im Mittelpunkt, die sich tatsächlich wie aus der Nachbarschaft gegriffen anfühlen. Dass er sich darin zu einem Meister entwickelt hat, bewies er mit „Diese gottverdammten Träume“, für den er mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnet wurde. In seinem neuen Roman erzählt er von der Freundschaft dreier Männer über den Verlauf von vier Jahrzehnten. So unterschiedlich wie Lincoln, Teddy und Mack charakterlich auch sein mögen, wenn es um Eines geht, sind sie sich einig: Um die Liebe keiner Frau lohnt es sich mehr zu kämpfen, als um die von Jacy Calloway. Als das College zu Ende geht und sich ihre Lebenswege durch den Vietnamkrieg, ein anderes Studium oder Heirat zu trennen drohen, beschließen sie, zu viert ein letztes Wochenende in New England zu verbringen. Doch die scheinbare Idylle mündet darin, dass Jacy spurlos verschwindet und der Verlust sich wie ein Keil für 40 Jahre zwischen die drei Männer schiebt. In der Gegenwart ist das gleiche Haus von damals wieder der Schauplatz des langersehnten Wiedersehens und reihum stellen sie sich die Frage, ob man selbst und die Anderen immer noch der selbe ist, was wurde aus den damaligen Vorstellungen und Träumen und wer hat sich wie stark verändert? Aus wechselnden Perspektiven das Buch vom Erwachsen werden, Kind und Vater zugleich sein, angestrebten und abgelehnten Vorbildern und dem, was für jeden Einzelnen das Streben nach Glück bedeuten kann. Neben den verschiedenen Facetten dieser außergewöhnlich gealterten Männerfreundschaft wird das Rätsel um Jacys Verschwinden zum zweiten kriminalistischen Handlungsfaden, der sich im Finale auf eine Weise auflöst, der zugleich angemessen und befriedigend ist, ohne klassischen Erzählklischees zu entsprechen. Wer sich eine Mixtur aus John Irving, Graham Norton und Michael Chabon vorstellen kann, soll dies hier bitte tun und bei gefallen höchst gern diesen fabelhaft schnörkellos und elegant geschriebenen Roman lesen – manchmal kann eben auch Alltägliches fantastisch sein.

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