Effi Briest

Illustrationen von Max Liebermann

Theodor Fontane

(47)
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Beschreibung

Der Roman »Effi Briest« wurde von Oktober 1894 bis März 1895 in sechs Folgen in der Deutschen Rundschau abgedruckt, bevor er 1896 als Buch erschien. Das Werk gilt als ein Höhe- und Wendepunkt des poetischen Realismus der deutschen Literatur: Höhepunkt, weil der Autor kritische Distanz mit großer schriftstellerischer Eleganz verbindet; Wendepunkt, weil Fontane damit zum bedeutendsten Geburtshelfer des deutschen Gesellschaftsromans wurde, der wenige Jahre später mit Thomas Manns Roman Buddenbrooks erstmals Weltgeltung erlangen sollte. Thomas Mann verdankt Fontanes Stil zahlreiche Anregungen. Beschrieben wird das Schicksal Effi Briests, die als siebzehnjähriges Mädchen auf Zureden ihrer Mutter den mehr als doppelt so alten Baron von Innstetten heiratet. Dieser behandelt Effi nicht nur wie ein Kind, sondern vernachlässigt sie zugunsten seiner karrierefördernden Dienstreisen. Vereinsamt in dieser Ehe, geht Effi eine flüchtige Liebschaft mit einem Offizier ein. Als Innstetten Jahre später dessen Liebesbriefe entdeckt, ist er außerstande, Effi zu verzeihen. Zwanghaft einem überholten Ehrenkodex verhaftet, tötet er den verflossenen Liebhaber im Duell und lässt sich scheiden. Effi ist fortan gesellschaftlich geächtet und wird sogar von ihren Eltern verstoßen. Erst drei Jahre später sind diese bereit, die inzwischen todkranke Effi wieder aufzunehmen. Rechtsgeschichtlich spiegelt der Roman die harten Konsequenzen wider, mit denen in der Wilhelminischen Ära Übertretungen des bürgerlichen Moralkodex geahndet wurden. [Wikipedia]

Theodor Fontane (1819-1898) gilt als der herausragende Vertreter des poetischen Realismus in Deutschland. In seinen Romanen, die großenteils erst nach seinem 60. Lebensjahr entstanden, charakterisiert er die Figuren, indem er ihre Erscheinung, ihre Umgebung und vor allem ihre Redeweise aus einer kritisch-liebevollen Distanz genau beschreibt. Typisch ist die Darstellung einer gepflegten Konversation in einem abgeschlossenen Zirkel. Die Personen folgen gesellschaftlichen Konventionen und enthüllen doch ihre wahren Interessen, häufig gegen ihren Willen. Dabei kommt Fontane von einer Kritik an Einzelpersonen oft zu einer impliziten Gesellschaftskritik. Die Eltern Fontanes waren hugenottischer Herkunft. Von 1832 bis 1833 besuchte Fontane das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium in Neuruppin, anschließend trat er in die Gewerbeschule von Karl Friedrich Klöden in Berlin ein. Im Jahre 1836 brach er die Ausbildung an der Gewerbeschule ab und begann eine Ausbildung zum Apotheker. Nach dem Abschluss seiner Lehre im Dezember 1839 trat Fontane im Herbst 1840 eine Stelle als Apothekergehilfe in Burg (bei Magdeburg) an. 1844/45 leistete er seinen Militärdienst. Im Laufe des Jahres 1845 ging Fontane nach Berlin an die Polnische Apotheke. Im März 1847 erhielt Fontane seine Approbation als Apotheker. Im folgenden Jahr kämpfte Fontane als Revolutionär in den sogenannten Barrikadenkämpfen. Zu dieser Zeit publizierte er politisch eher radikale Texte in der »Berliner Zeitungs-Halle«, dem Publikationsorgan des Centralausschusses der Demokraten Deutschlands. 1851 wurde er von der Centralstelle für Preßangelegenheiten angestellt. Für diese machte er Reisen nach London (1852) und lebte dort von 1855 bis 1859. Im August 1855 schlug Adolph Menzel Fontane für den Aufbau einer deutsch-englischen Korrespondenz in London vor. Mit dem Regierungswechsel im preußischen Königshaus vertraute er auf eine künftige Liberalisierung in Preußen und beendete seine Korrespondententätigkeit in London, um nach Hause zurückzukehren. Hier fand er jedoch keine redaktionelle Anstellung und widmete sich nun der Reiseliteratur, die in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen regelrechten Boom erlebte. Aus den Reiseberichten, angereichert mit Geschichte und Geschichten, entstand 1861 das Büchlein Grafschaft Ruppin, das bereits ein Jahr später die zweite Auflage mit dem Obertitel »Wanderungen durch die Mark Brandenburg« erhielt. 1851 trat Fontane in die Redaktion der »Neuen Preußischen Zeitung« ein. Ab 1870 arbeitete Font

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Erscheinungsdatum 01.01.2020
Verlag Boer Verlag
Seitenzahl 344
Maße (L/B/H) 22,1/14/2,8 cm
Gewicht 607 g
Auflage Der Text des Neusatzes folgt der Ausgabe von 1896
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-96662-077-2

Buchhändler-Empfehlungen

Weit besser als man als Schüler gern denkt!

Ingbert Edenhofer, Thalia-Buchhandlung Essen

Dieses Buch scheint zu den meistgehassten Schullektüren zu gehören. Schon allein deshalb war ich verblüfft, dass ich es insgesamt überraschend charmant fand. Gerade in den anfänglichen Passagen erinnerte es mich teils sehr an Jane Austen-Atmosphären. Effi Briest als Figur ist trotz einer gewissen Oberflächlichkeit eine, über die ich gern lese, und auch die Erzählerfigur ist durch weit mehr ironische Distanz als ich erwartet hatte, sehr lesbar. Effis tatsächliches Vergehen ist so kryptisch beschrieben, dass ich es nicht mitbekommen hätte, wenn sich nicht jede Person, die es in der Schule lesen musste, dazu berufen gesehen hätte, es direkt zu erläutern. Diese Art von Verklauselierung empfinde ich dann doch als etwas übertrieben. Ich habe kein Problem damit, einen Text nicht direkt in seiner Gesamtheit erfassen zu können; wenn jedoch Rhetorik allzu willkürlich erscheint, sodass sie kaum verstanden werden kann, verliere ich hingegen leicht das Interesse. So weit kam es hier allerdings nicht. Nett fand ich auch, dass nicht nur Roswitha, das simpel gestrickte Mädel, Effi bis zum Ende loyal bleibt, sondern auch der Erzähler selber, wodurch eine übertriebene Moralität vermieden wird.

Eine Frau die ihrer Zeit vorraus war!

Tally Thiel, Thalia-Buchhandlung Berlin

Fontane sagte eins das man ein gutes Buch an dem ersten Kapitel erkennt und daraus schließen kann wie es weiter geht. Fontanes Schreibstil ist großartig, mit viel liebe zum Detail schafft er es Szenen und Orte herzuzaubern und auch seine Protagonistin Effi ist detailreich beschrieben, konnte jedoch nicht mein Herz gewinnen. Ihre Entscheidungen machte sie immer und immer unsympathischer. Trotzdem würde ich es als lesenswert beschreiben.

Kundenbewertungen

Durchschnitt
47 Bewertungen
Übersicht
20
19
5
3
0

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021
Bewertet: Medium: Hörbuch (CD)

Viel zu jung und eigentlich gegen ihren Willen heiratet die 17-jährige Effi den um viele Jahre älteren Baron von Instetten. Die Ehe erstarrt schon bald in Konventionen. Effi ist einsam und unglücklich und stürzt sich in eine kurze Affäre. Als diese Jahre später ans Licht kommt, kann Baron von Instetten Effi nicht verzeihen und v... Viel zu jung und eigentlich gegen ihren Willen heiratet die 17-jährige Effi den um viele Jahre älteren Baron von Instetten. Die Ehe erstarrt schon bald in Konventionen. Effi ist einsam und unglücklich und stürzt sich in eine kurze Affäre. Als diese Jahre später ans Licht kommt, kann Baron von Instetten Effi nicht verzeihen und verstößt sie. Auch der Major stirbt beim Duell. Sogar Effis Eltern wenden sich von ihr ab, sie erkrankt an Tuberkulose und stirbt schließlich, zerbrochen am starren Gesellschaftsbild des späten 19. Jahrhunderts. Julia Jentsch die als Effi in der Neuverfilmung zu sehen ist, liest auch dieses Hörbuch eindrucksvoll.

Gutes Buch aber leider nicht umwerfend
von Tamara von full-bookshelves aus Wien am 01.03.2021
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Meinung: Mit Effi Briest kann ich einen weiteren Klassiker von meiner Leseliste streichen. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch in einem Buddyread gelesen habe, denn ansonsten hätte ich es vermutlich abgebrochen. Auch wenn mir die Geschichte insgesamt ganz gut gefallen hat, vor allem die Sprache (speziell in den Dialogen) hat es... Meinung: Mit Effi Briest kann ich einen weiteren Klassiker von meiner Leseliste streichen. Ich bin sehr froh, dass ich das Buch in einem Buddyread gelesen habe, denn ansonsten hätte ich es vermutlich abgebrochen. Auch wenn mir die Geschichte insgesamt ganz gut gefallen hat, vor allem die Sprache (speziell in den Dialogen) hat es mir angetan, hatte ich so meine Schwierigkeiten beim Lesen. Vor allem mit den wirklich endlos langen Beschreibungen und verschachtelten Sätzen. Wenn ein einziger Satz eine halbe Seite einnimmt, ist es mir dann doch etwas zu viel. Effi ist eine junge Frau, eigentlich noch ein Mädchen, als sie den fast doppelt so alten Geert von Innstetten heiratet. Sie ziehen in eine Kleinstadt und langsam aber sicher macht sich bemerkbar, dass die Ehe nicht so ideal läuft. Was sicher zum Teil daran liegt, dass Effi in vielerlei Hinsicht noch sehr kindlich ist aber auch an Innstetten, der sich auf seine Karriere konzentriert und seine Frau dabei relativ links liegen lässt. Mit dem Apotheker Gieshübler bekommt Effi einen wirklich netten Freund und Vertrauten, ich habe die Passagen mit ihm sehr genossen. Als sie Major Crampas, einen von Innstettens Freunden, kennen lernt, bemerkt man auch eine Veränderung an Effi. Sie flirten miteinander und während dieser Zeit merkt man, wie sie vom Mädchen zur Frau wird. Die Affäre zwischen den beiden wäre nie jemandem aufgefallen, vor allem auch weil Effi und Innstetten bald nach Berlin umziehen und sie damit auch beendet ist. Doch nachdem sechs Jahre vergangen sind, findet Innstetten mehr durch Zufall einige Briefe - von Crampas an Effi. Auch wenn es keine aktuellen Briefe sind, besteht er auf ein Duell mit Crampas. Angetrieben wird er dabei definitiv nicht von Liebe oder Eifersucht, sondern von seiner „es gehört sich einfach so“-Einstellung. Effi muss er natürlich auch verstoßen und ab dem Moment geht es mit ihr ziemlich bergab. Fontane konnte eindeutig mit Worten umgehen. Scheinbare Kleinigkeiten werden irgendwann zu wichtigen Teilen der Geschichte. Man merkt allerdings deutlich, dass Fontane das Buch zu einer Zeit schrieb, als Frauen noch eine sehr niedrige gesellschaftliche Stellung hatten. Das Frauenbild in dem Buch ist, einfach ausgedrückt, eine Katastrophe. Fazit: Ein gesellschaftskritischer Roman, der die Moral- und Ehrauffassungen der oberen Gesellschaftsschichten Ende des 19. Jahrhunderts gut eingefangen hat. Mit vielen Dialogen lernt man die Charaktere sehr gut kennen und bekommt tiefe Einblicke in ihr Denken und Handeln. Es wird keiner meiner liebsten Klassiker, aber dennoch habe ich das Buch gerne gelesen.

Ein Klassiker mit einer wichtigen Botschaft
von einer Kundin/einem Kunden aus Wolfsburg am 01.03.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Gestaltung des Buches: Ich liebe das Cover des Buches wirklich sehr, die kleine Biene mit den Blumen ist ein so wunderschöner Hingucker und wirkt so verspielt , daher war meine Neugier geweckt. Das Buch ist schön handlich ,sodass es den Lesefluss nicht stört. Auch in dieser Schmuckausgabe findet man wieder die typischen Copp... Gestaltung des Buches: Ich liebe das Cover des Buches wirklich sehr, die kleine Biene mit den Blumen ist ein so wunderschöner Hingucker und wirkt so verspielt , daher war meine Neugier geweckt. Das Buch ist schön handlich ,sodass es den Lesefluss nicht stört. Auch in dieser Schmuckausgabe findet man wieder die typischen Coppenrath Beigaben, diese waren wieder wundervoll und gut durchdacht. Ich möchte dazu aber nicht allzu viel verraten. Sie geben dem Buch aber einfach immer etwas Besonderes. Außerdem hat man auf den Seiten wieder wunderschöne Illustrationen, die ein beim Lesen begleiten. Zur Geschichte: So schön wie das Cover ist, hat die Geschichte für mich leider einen bitteren Beigeschmack hinterlassen. Ich bin ehrlich mir hat es nicht so gefallen das eine 17 Jährige mit einem alten Baron der ihr Vater sein könnte verheiratet wird und die Mutter ihr das auch noch gut redet. Damals war die Gesellschaftliche Stellung wichtiger als Liebe und genau das zeigt dieses Buch uns. Effi merkt schnell das es keine gute Idee war nicht aus Liebe zu heiraten und bewundert Frauen die den Mut hatten dies einfach zu tun, so groß wie der Skandal auch dabei ist. Der Baron ist ständig unterwegs und andere Dinge sind ihm wichtiger als seine Frau und so flüchtet sie in die Arme eines anderen. Ich denke das ist einfach nur Menschlich und sie war einfach viel zu jung für diese Ehe. Trotz allem bekommt sie vom Baron eine Tochter und als dieser Jahre später raus bekommt das Effi eine Affäre hat nimmt er ihr , ihre Tochter weg. Das lässt Effi natürlich durchdrehen und ich finde es ehrlich gesagt einfach sehr egoistisch vom Vater sowas zu machen, man sollte doch immer ans wohl der Kinder denken? Aber scheinbar war das damals wohl so. Was ich am Buch sehr spannend fand, das es in Deutschland spielt und somit für mich historisch gesehen sehr intersannt war zu erfahren wie die Leute damals in Deutschland getickt haben. Der Autor hat außerdem einen tollen lebendigen Schreibstil der mir sehr gefallen hat und mich somit ans Buch fesseln konnte. Ich wollte unbedingt wissen wie es mit Effi ausgeht, auch wenn mir die Geschichte Ansicht nicht so gut gefallen hat. Das soll jetzt aber nicht heißen das ich die Geschichte komplett Schrott finde, der Autor wollte sicher seinen Lesern damals eine wichtige Botschaft damit vermitteln, euch diese jetzt zu verraten wäre ein Spoiler. Fazit: Leider hat mich die Geschichte etwas enttäuscht und ich habe etwas anderes erwartet. Ich war auch leicht deprimiert nach beenden des Buches gewesen und möchte Effi gerne umarmen. Geschmäcker sind denke verschieden und ich konnte mich für die Geschichte leider einfach nicht begeistern.

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