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Die Stadt am Ende der Welt

Roman

Thomas Mullen

(7)
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Beschreibung

Wie weit würdest du gehen, um dein Leben zu schützen?

Tief in den Wäldern des Staates Washington liegt die Holzfällerstadt Commonwealth. Charles Worthy hat sich mit der Gründung der Stadt und ihren gesellschaftlichen Idealen fernab von Ausbeutung und Unterdrückung einen Lebenstraum erfüllt. Doch sein Traum ist in Gefahr: Gerade als sich der Erste Weltkrieg seinem Ende zuneigt, bricht die todbringende Spanische Grippe aus. Die Bewohner von Commonwealth sind entschlossen, sich mit strenger Quarantäne zu schützen. Zügig werden Grenzposten gesetzt, Warnschilder ausgehängt und an der einzigen Zugangsstraße bewaffnete Wachen aufgestellt. Als Philip Worthy, der Adoptivsohn des Stadtgründers, mitansehen muss, wie ein halb verhungerter Soldat erschossen wird, um ihn am Betreten der Stadt zu hindern, ist er tief erschüttert. Wenig später vor die gleiche Situation gestellt, trifft er eine andere Entscheidung - und neben der Angst vor der Außenwelt wächst bald schon die Furcht vor dem Feind im Innern.
Thomas Mullen erzählt in seinem hellsichtigen und mitreißenden Roman von Moral in Zeiten der Krise, von einer Gesellschaft, der die Solidarität abhanden zu kommen droht ? aber auch von Hilfsbereitschaft, Hoffnung und Mitgefühl.

»In seinem außergewöhnlichen Debüt verwebt Mullen geschickt verschiedene Handlungsstänge - darunter eine ergreifende Liebesgeschichte - und beschwört eine unvergleichliche Atmosphäre herauf. [...] Dieser Roman hallt noch lange nach.«
People Magazine

So düster und unheimlich wie Camus' >Pest»Ein herausragendes Debüt.«
The New York Times

Thomas Mullen wurde 1974 in Rhode Island geboren und lebt mittlerweile mit seiner Familie in Atlanta. 2006 erschien sein Debütroman >Die Stadt am Ende der Welt<, der von der Zeitschrift USA Today als "Bester Debütroman des Jahres" und von der Zeitung Chicago Tribune als eines ihrer "Books of the Year" benannt wurde (DuMont 2020). Mit >Lange Nacht< (DuMont 2020) legt er den Abschluss seiner preisnominierten und von der Presse gefeierten >Darktown<-Trilogie vor. Bei DuMont sind bereits die ersten

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 480 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 14.09.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783832170592
Verlag DuMont Buchverlag
Dateigröße 1909 KB
Übersetzer Gerlinde Schermer-Rauwolf, Robert A. Weiss
Verkaufsrang 1724

Buchhändler-Empfehlungen

"Nun war sein Leben endlich lebenswert - und deshalb fürchtete er diese Grippe!"

Matthias Kesper, Thalia-Buchhandlung Paderborn

Eigentlich fürchtet jeder, völlig zu Recht, in den Jahren 1917 und 1918 die sog. Spanische Grippe. Das Grippe-Virus, das in diesen Jahren umging, war höchst ansteckend, raste buchstäblich einmal um den gesamten Erdball und hinterliess eine wahre Schneise des Todes. Thomas Mullen wollte mit diesem Roman, seinem Erstlingswerk, die Erinnerung an diese Geißel der Menschheit wach halten, wollte, wie er im Nachwort schreibt, der Vergangenheit ein Echo geben, das wiederum in unsere Zeit gespiegelt werden sollte. Keineswegs ist Mullen ein "Seher", ein Mensch, der in die Zukunft blicken kann, nur ein wacher Kopf, der seinen Lesern einen "historischen" Roman vorgelegt hat, der sich auch auf die Gegenwart beziehen könnte. Könnte? Ja, denn "Die Stadt am Ende der Welt" erschien bereits 2006, Covid-19 noch kein Thema, nur die ständig mutierenden Viren waren da, geradeso, als hätten Sie 1918 gesagt: Diesmal seid Ihr davon gekommen, aber schauen wir mal.... Der Roman geht wirklich unter die Haut, ist absolut nichts für Hypochonder, oder auch nur sehr ängstliche Menschen. Er ist niemals reißerisch, keine klassische "Doomsday-Novel", sondern ein literarisches Werk, kraftvoll wie Camus "Pest" oder, ganz bestimmt, Poes "Die Maske des roten Todes"! Hätte der Großmeister der amerikanischen Literatur statt dieser Erzählung einen Roman über die menschliche Hybris und die Pest verfasst, er wäre sicherlich ähnlich Thomas Mullens Geschichte der Stadt Commonwealth... Wenige hundert Menschen leben, relativ abseits aller Straßen, in dem kleinen Ort - eine Mischung aus Sozialisten, Wehrdienstverweigerern, Utopisten, die im letzten Jahr des Ersten Weltkriegs eine bessere Welt für möglich halten. Als Amerika in den Krieg eintritt, die ersten Todesmeldungen gefallener Soldaten eintreffen, kommt auch mit Wucht das Grippevirus in die USA. Die "Stadtväter von Commonwealth beschließen die totale Isolation, stellen den ganzen Ort unter Quarantäne. Die einzige Zufahrt wird Tag und Nacht bewacht, als ein Mann trotzdem versucht, den Ort zu betreten, wird er erschossen und, unter Berücksichtigung aller Hygieneregeln, am Waldrand 24 Stunden später bestattet. Als Philip, der an dem Mord beteilgt war, erneut Wache hält, taucht ein Soldat auf, der sich nicht abwimmeln lässt. Noch unter dem Eindruck der Gewalttat wenige Tage zuvor, nimmt ihn Philip mit in ein leerstehendes Lagerhaus. Nach dem die ganze Sache entdeckt wird, werden die beiden für 48 Stunden isoliert. Alles noch einmal gut gegangen? In diesen zwei Tagen erkranken mehrere Menschen in Commonwealth schwer, paralell dazu machen in dem rund 20 Meilen entfernten nächsten Städtchen Gerüchte die Runde, dass "die Roten" in Commonwealth sich nicht solidarisch mit dem Rest der USA zeigen... Dieses Buch ist einfach rundum gelungen, allerdings im Moment nur schwer auszuhalten, dennoch gerade jetzt, extrem wichtig. All die, die heute sagen: "Corona ist doch nur eine Grippe" mögen hier einfach mal nachlesen, was "nur eine Grippe" sein kann - und was eine Pandemie für eine, scheinbar?, zivilisierte Gesellschaft bedeuten kann, wie dünn der Firnis über der latenten Gewaltbereitschaft ist, wie schnell Solidarität durch "Jeder ist sich selbst der nächste" ersetzt werden kann... Eine Dystopie der Extra-Klasse!

Kevin Beckmann, Thalia-Buchhandlung Wuppertal

Aktueller kann ein Buch nicht sein: Angesiedelt zur Zeit der spanischen Grippe schottet sich ein kleines Holzfällerdorf von der Außenwelt ab, um der Krankheit zu entgehen. Großartige Charakter- und Milieustudie.

Kundenbewertungen

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7 Bewertungen
Übersicht
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Brandaktuell
von einer Kundin/einem Kunden aus Homburg am 27.09.2020

Eine kleine, erst vor kurzem gegründete Stadt in den USA beschließt in der zweiten Jahreshälfte 1918 sich vor dem Heranziehen der Spanischen Grippe zu schützen indem sie sich von der Außenwelt isoliert und selbst unter Quarantäne stellt. Spätestens als ein Soldat plötzlich vor der Stadt auftaucht wird dieser Entschluss auf eine ... Eine kleine, erst vor kurzem gegründete Stadt in den USA beschließt in der zweiten Jahreshälfte 1918 sich vor dem Heranziehen der Spanischen Grippe zu schützen indem sie sich von der Außenwelt isoliert und selbst unter Quarantäne stellt. Spätestens als ein Soldat plötzlich vor der Stadt auftaucht wird dieser Entschluss auf eine harte Probe gestellt. Thomas Mullens Roman ist bereits 2006 erstmals erschienen, aber im Jahr 2020 mit der Covid-19 Pandemie aktueller denn je. Viele Maßnahmen, welche die Bewohner von „Commonwealth“ treffen, kennt man aus dem aktuellen Alltag: Maske tragen, Abstand halten, Quarantäne. Interessant zu der Verknüpfung mit der heutigen Lage ist auch das Nachwort des Autors. „Die Stadt am Ende der Welt“ gibt einen sehr eindrücklichen Einblick in das Jahr 1918 und die Zeit der Herbstwelle der Spanischen Grippe in den USA. Der Zeitgeist wird in diesem historischen Roman sehr gut eingefangen und die Handlung ist mit vielen historischen Fakten verknüpft. Das Buch selbst lässt sich gut lesen, die Handlung ist interessant, spannend erzählt und hat keine Längen. Philip, einer der Hauptfiguren, hat mich allerdings ab dem dritten Kapitel angefangen zu stören mit seinem unvernünftigen Handeln. Sein Verhalten war für mich absolut nicht mehr nachvollziehbar (gegen Ende hat sich das noch einmal gebessert). Was ich mir gewünscht hätte, wäre ein etwas kritischer Umgang mit dem Namen der Spanischen Grippe gewesen. Zu der Zeit, in der der Roman spielt, hat sich der Name „Spanische Grippe“ erst nach und nach durchgesetzt. Gerade bei den Soldaten wurde sie aber auch anders (etwa „Drei-Tage-Fieber“) genannt. Alle Romanfiguren sprechen aber durchgehend von der „Grippe“ oder „Spanischen Grippe“, obwohl auch Soldaten im Roman auftreten. Insgesamt ein interessanter historischer Roman, der auch philosophische Fragestellungen angeht und sehr gut in die heutige Zeit passt. Der Roman führt einem noch einmal sehr deutlich vor Augen, dass uns vielleicht über 100 Jahre von der Spanischen Grippe trennen in denen sich gesellschaftlich vieles verändert hat, das Verhalten der Menschen in außergewöhnlichen Situationen letztlich aber dasselbe ist.

Die Abschottung
von einer Kundin/einem Kunden am 22.09.2020
Bewertet: Einband: Taschenbuch

Die Stadt am Ende der Welt ist Thomas Mullens Debütroman von 2006, der in den USA ca. 1918 angesiedelt ist und die Stadt Commonwealth in einem Ausnahmezustand zeigt. Aus Angst vor der Spanischen Grippe schottet die Stadt sich ab. Zu den bewaffneten Wächtern der Stadtgrenze gehören die Hauptfiguren Graham, der sogar einen fremd... Die Stadt am Ende der Welt ist Thomas Mullens Debütroman von 2006, der in den USA ca. 1918 angesiedelt ist und die Stadt Commonwealth in einem Ausnahmezustand zeigt. Aus Angst vor der Spanischen Grippe schottet die Stadt sich ab. Zu den bewaffneten Wächtern der Stadtgrenze gehören die Hauptfiguren Graham, der sogar einen fremden erschießt, der sich nähert und der erst 16jährige Philip, der kurze Zeit später vor der gleichen Problematik steht. Nur ist es bei ihm so, dass er und der fremde Soldat in Kontakt kommen und daher beide außerhalb der Stadt evakuiert werden. Sie kommen ins Gespräch, aber es sind auch Gegensätze und Konflikte da. Gerade diese Abschnitte sind sehr interessant. Man fragt sich auch, ob der Soldat ein Deserteur oder ein Spion ist. Philips Gefühle kann man nachvollziehen. Jeden Morgen prüft er sich besorgt, ob er noch gesund ist. Für seine Recherchen wurde Thomas Mullen preisgekrönt. Ich glaube auch, dass er es schafft, ein glaubwürdiges Porträt dieser Zeit zu zeichnen. Sprachlich ist der Roman durchwachsen, aber Atmosphäre kann man ihm nicht absprechen. Und als Gesellschaftsroman funktioniert es. Es ist daher ein lesenswertes Buch!

Erschreckende Parallelen
von Angelika Altenhoevel aus Wachtendonk am 22.09.2020

Zum Inhalt: Als im Jahr 1918 die Spanische Grippe wütet beschließen die Einwohner von Commonwealth sich selbst unter Quarantäne zu stellen und keinen mehr in die Stat zu lassen. Ein Hilfe suchender Soldat wird durch Erschießen am Betreten der Stadt gehindert. Nach diesem Vorfall breitet sich zunehmend Angst und Hysterie im Ort ... Zum Inhalt: Als im Jahr 1918 die Spanische Grippe wütet beschließen die Einwohner von Commonwealth sich selbst unter Quarantäne zu stellen und keinen mehr in die Stat zu lassen. Ein Hilfe suchender Soldat wird durch Erschießen am Betreten der Stadt gehindert. Nach diesem Vorfall breitet sich zunehmend Angst und Hysterie im Ort aus. Meine Meinung: Wenn man dieses Buch in der heutigen Zeit unter während Corona liest, fühlt man sich schon in Teilen sehr an das heutige Geschehen erinnert, auch wenn die Spanische Grippe im Vergleich schon noch deutlich schlimmer war, wenn man bedenkt, dass mindestens 27 - 50 Millionen Menschen zum Opfer gefallen sind. Die Geschichte fand ich sehr bedrückend aber auch spannend erzählt. Der Schreibstil ist gut und das Buch lässt sich sehr gut und zügig lesen. Fazit: Erschreckende Parallelen


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