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Grit Poppe

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Beschreibung

Als seine Großmutter ins Altenheim muss, zieht Sebastian zu seinem Vater, der die Familie verlassen hat, als er noch ein Kind war. Nichts verbindet ihn mit diesem Mann, der eine Haftstrafe verbüßen musste und kaum mit ihm spricht. Aber immer noch besser, als wieder in diesem schrecklichen Heim zu landen, in das er zunächst von der Jugendhilfe gebracht wurde - und aus dem Katja geflohen ist, um die er sich jetzt heimlich kümmert. Doch eines Tages taucht ein Mann in seiner Schule auf und drängt ihn, Lehrer und Mitschüler zu beobachten. Er macht ihn zum IM der Stasi und bringt ihn dazu, seinen eigenen Vater zu bespitzeln.
Der große DDR-Roman für Jugendliche.

Grit Poppe wurde 1964 in Boltenhagen an der Ostsee geboren. Sie studierte am Literaturinstitut in Leipzig. Von 1989 bis 1992 engagierte sie sich in der Bürgerbewegung "Demokratie Jetzt". Heute schreibt sie Bücher für Kinder und Jugendliche. Für ihren ersten Jugendroman "Weggesperrt", der 2009 im Dressler Verlag erschien, wurde sie mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem "Gustav-Heinemann-Friedenspreis für Kinder- und Jugendliteratur". Grit Poppe lebt mit ihrer Familie in Potsdam.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Nein i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 336 (Printausgabe)
Altersempfehlung ab 14 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 15.10.2020
Sprache Deutsch
EAN 9783862721290
Verlag Dressler Verlag
Dateigröße 2998 KB
Verkaufsrang 68268

Kundenbewertungen

Durchschnitt
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Übersicht
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Spannende, mitreißende und plastische Geschichte, eingebettet in die DDR der 1980er
von einer Kundin/einem Kunden aus Köln am 22.11.2020
Bewertet: Taschenbuch

Grit Poppe platziert Ihre Geschichte im Frühjahr 1986 in Eberswalde, Berlin und Boltenhagen. Nach dem Tod der Mutter und Erkrankung der Großmutter wird der 16jährige Sebastian vom Jugendamt in ein Heim eingewiesen. Das brutale Regime dort ist ein Schock für den bis dahin völlig unpolitischen Jugendlichen. Ein unerwarteter Ausw... Grit Poppe platziert Ihre Geschichte im Frühjahr 1986 in Eberswalde, Berlin und Boltenhagen. Nach dem Tod der Mutter und Erkrankung der Großmutter wird der 16jährige Sebastian vom Jugendamt in ein Heim eingewiesen. Das brutale Regime dort ist ein Schock für den bis dahin völlig unpolitischen Jugendlichen. Ein unerwarteter Ausweg erscheint in der Form von Sebastians Vater. Dei beiden hatten über Jahre keinen Kontakt, aber er eilt ins Heim nimmt seinen Sohn bei sich zu hause auf. Dieser Ausweg hat jedoch einen Preis für Sebastian, den die Stasi nun mit der Drohung, ihn wieder ins Heim zu bringen, unter Druck setzt und zum Spitzel aufbaut. Der Geschichte Sebastians stellt Poppe die einer weiteren Jugendlichen, Katja, gegenüber, die zum Beginn der Handlung bereits eine lange Reise durch das Jungendhilfesystem der DDR hinter sich hat. Geschickt verwebt sie die beiden Handlungen zu einer, ordnet jeder Figur eine Erzählperspektive zu, die sie gegeneinander montiert. Wie geht Sebastian mit dem Druck der Stasi um; Wie weit kann/muss er mit ihr zusammenarbeiten um sich und die Personen die ihm wichtig sind zu schützen; und schafft er es letztendlich sich ihr zu entziehen? Aber auch: Wie lernen sich Vater und Sohn – die sich aus für die Lesenden und Sebastian nicht bekannten Gründen lange nicht gesehen haben – kennen und schaffen sie es Vertrauen ineinander zu gewinnen? Des sind die Fragen des Buches, die Poppe in ihrem mitreißenden und temporeichen (ja ,ich verwende das Wort:) Thriller behandelt. Die in vielen Szenen filmreife und plastische Handlung kumuliert in einem zweigeteilten Showdown in Berlin Mitte und Boltenhagen an der Ostsee. Die Figuren des Buches erscheinen glaubhaft, ihre Handlungen für die Lesenden nachvollziehbar. Die klare zeitliche und räumliche Zuordnung (DDR, Mitte der 1980er) der Handlung vermittelt – neben einer Antwort auf die zeitlose Frage, wie/ob ein Mensch sich in einem Unrechtsregime rechtschaffend verhalten kann – einen Einblick in das Leben und Denken von Jugendlichen im letztem Jahrzehnt der DDR. Über weite Strecken ein rund um gelungenes Buch, welches „einfach“ aus Interesse an spannungsreiches Unterhaltung gelesen werden kann, und dabei einiges über die DDR und das Leben in einem autokratischen System vermittelt. Einziger Abstrich ist für mich das etwas phantastische Ende, welches ein*e andere*r Leser*in aber anders wahrnehmen könnte. Im Anhang findet sich ein Verzeichnis zum Quellenmaterial und zu weitergehenden Informationen über das Regime der DDR, deren Staatssicherheit und den Einsatz von Minderjährigen als Spitzel dort.

Eine schockierende Geschichte
von Jeanette Lube aus Magdeburg am 22.11.2020
Bewertet: Taschenbuch

Dieses Buch erschien 2020 in der Dressler Verlag GmbH und beinhaltet 340 Seiten. Die Geschichte spielt in Ost-Berlin im Jahr 1986. Sebastian wird nach dem Tod seiner Mutter in ein Heim, das einem Gefängnis gleicht, gesperrt. Ihn holt ausgerechnet sein Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hat, dort raus. Irgendetwas stimm... Dieses Buch erschien 2020 in der Dressler Verlag GmbH und beinhaltet 340 Seiten. Die Geschichte spielt in Ost-Berlin im Jahr 1986. Sebastian wird nach dem Tod seiner Mutter in ein Heim, das einem Gefängnis gleicht, gesperrt. Ihn holt ausgerechnet sein Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hat, dort raus. Irgendetwas stimmt nicht mit ihm. Plötzlich taucht ein Mann in Sebastians Schule auf und er erfährt, dass sein Vater ein Staatsfeind ist. Der Fremde ist ein Mitarbeiter der Stasi, der Geheimpolizei der DDR. Sebastian soll für ihn arbeiten und ihm bleibt keine Wahl. Er soll seinen Vater bespitzeln. Wenn er das nicht macht, riskiert er, dass die Stasi auch ihn in die Mangel nimmt - und Katja, die Sebastian versteckt, weil sie aus dem Heim geflüchtet ist, findet. Er ist geliefert, wenn sie auffliegt. Der Schreibstil der Autorin Grit Poppe ist sehr flüssig, sodass ich sofort in der Handlung der Geschichte war, die abwechselnd aus der Sicht von Sebastian und Katja erzählt wird. Die Autorin hat hier ein interessantes Thema gewählt, was sicher nicht leicht ist und vieler Recherchen bedurfte. Ich konnte mich direkt in Sebastian und auch in Katja hineinversetzen. In dem Heim, in das die beiden gekommen sind, herrschen unmögliche Zustände und ich habe direkt mit den Protagonisten mitgelitten. Was für eine Zeit! Eine wirklich bedrückende Geschichte über zwei Jugendliche, die Dinge erleben mussten, die man als junger Mensch nicht wirklich erleben sollte. Man hat ja so einiges über die Heime erfahren, aber wenn man solch eine Geschichte nochmal anhand zweier Einzelschicksale liest, ist man ganz schön entsetzt über das Unrecht dieser Zeit. Die Geschichte ist sehr spannend und ich habe die ganze Zeit mitgefiebert. Sie hat mich ganz schön mitgenommen. Eine Geschichte, die mich fassungslos, bestürzt und schockiert zurückgelassen und mich sehr zum Nachdenken angeregt hat. Sie geht an die Nieren. Gerade Jugendliche waren leichte Opfer für die Stasi. Aus vielen Berichten haben wir ja bereits erfahren, mit welchen Methoden die Stasi gearbeitet hat. Die Autorin hat sich mit diesem Thema echt toll auseinandergesetzt, was man auch an den Berichten der Zeitzeugen am Ende des Buches erkennen kann. Die Geschichte von Sebastian und Katja und natürlich Sebastians Vater ist aufregend, fesselnd, packend und spannend und ich finde sie einfach nur empfehlenswert! Tolle Aufarbeitung einer Zeit des Unrechts!

Ein spannendes und informatives Jugendbuch
von einer Kundin/einem Kunden am 22.11.2020
Bewertet: Taschenbuch

Der Schreibstil von Grit Poppe ist flüssig und wirklich leicht und schnell zu lesen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und musste einfach immer weiterlesen. Alles wird so bildhaft beschrieben, dass man das Gefühl hat, man wäre nicht nur der Leser, sondern im Geschehen mittendrin. Das war für mich besonders spannend, ... Der Schreibstil von Grit Poppe ist flüssig und wirklich leicht und schnell zu lesen. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen und musste einfach immer weiterlesen. Alles wird so bildhaft beschrieben, dass man das Gefühl hat, man wäre nicht nur der Leser, sondern im Geschehen mittendrin. Das war für mich besonders spannend, da ich die Zeit der DDR bisher nur aus dem Geschichtsunterricht kannte. Die Geschichte wird aus Sicht der beiden Protagonisten Sebastian und Katja erzählt. Gleich zu Anfang lernt man den 16-jährigen Sebastian kennen. Dieser muss einige grausame Schicksalsschläge verkraften und landet zuerst in einem Jugendheim und danach bei seinem Vater, der die Familie vor Jahren verlassen hatte. Sebastians schlimme Erfahrungen machen ihn zu dem perfekten Opfer für die Staatssicherheit und nun soll er seinen eigenen Vater ausspionieren. Sebastian wird von allen Seiten so sehr unter Druck gesetzt, dass ich manchmal echt Mitleid mit dem armen Kerl hatte. Dabei hat er das gar nicht nötig. Sebastian ist ein unglaublich starker Charakter, der nach jedem Rückschlag einfach wieder aufsteht und weiter macht. Das hat mich wirklich beeindruckt. Außerdem macht er eine enorme Charakterentwicklung durch, was bei den Dingen, die er erlebt, nur verständlich ist. Auch Katja ist eine interessante Figur. Sie ist immer wieder aus Heimen ausgebrochen und wird nun von Sebastian auf dem Dachboden versteckt. Katja ist temperamentvoll und wild, sie lässt sich nicht unterdrücken oder bevormunden, wodurch sie mir sofort sympathisch war. Die Entwicklung ihrer Beziehung zu Sebastian und ihre eigene Charakterentwicklung gefallen mir auch sehr gut. Die Geschichte ist unglaublich rasant geschrieben und gleichzeitig so informativ. Es ist wirklich toll recherchiert und man lernt eine Menge dazu. Gleichzeitig hat man aber gar nicht das Gefühl, etwas zu lernen, weil es total viel Spaß macht, das Buch zu lesen. Meiner Meinung nach sollte es Schullektüre werden! Den Anhang sollte man sich übrigens nicht entgehen lassen; die Zeitzeugenberichte und Dokumente sind interessant und runden das Ganze nochmal ab. Fazit: „Verraten“ ist ein toll recherchiertes und gut geschriebenes Buch, das jeder, der sich für Geschichte oder die Zeit der DDR interessiert, gelesen haben sollte. Man bekommt viele Einblicke in das Leben der Leute damals, weshalb man es meiner Meinung nach auch im Geschichtsunterricht durchnehmen sollte. Ein absolutes Must-Read!


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