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Das Haus in Montevideo - Edition Filmmuseum

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s/w Professor Traugott Hermann Nägler hat strengste Prinzipien, was Moral, Pflichterfüllung und Disziplin angeht. Das bekommen nicht nur seine Schüler, sondern auch seine liebeswerte Gattin und seine zwölf Kinder zu spüren. Eines Tages gerät er und sein wohlgeordnetes Weltbild in arge Bedrängnis: Seine von ihm einst wegen eines Fehltritts erstoßenen Schwester vererbt ihm ihr Vermögen nur unter der Bedingung, dass eine seiner Töchter innerhalb eines Jahres ein uneheliches Kind zur Welt bringt.
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Beschreibung

Produktdetails


Medium DVD
Anzahl 1
FSK Freigegeben ab 16 Jahren
Erscheinungsdatum 07.09.2007
Regisseur Curt Goetz
Sprache Deutsch, Englisch (Untertitel: Englisch)
EAN 4260100330155
Genre Drama
Studio Edition Filmmuseum
Spieldauer 104 Minuten
Bildformat 4:3 (1,37:1)
Tonformat Deutsch: DD 2.0 Mono
Verkaufsrang 5.567
Produktionsjahr 1951
Film (DVD)
16,99
inkl. gesetzl. MwSt. zzgl. Versandkosten
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Moral oder Geld?
von Mag aus Berlin am 26.12.2013

Wenn auch die streng katholischen Moralvorstellungen des letzten Jahrhunderts mittlerweile total überholt sind, eine humoristisch, aber hintergründige Beschäftigung mit dem Thema: "Halten Moral und Ethik auch den Verlockungen durch hohe Geldsummen stand .... oder sind sie dann doch etwas dehnbar?" bleibt wohl immer aktuell! Auch wenn... Wenn auch die streng katholischen Moralvorstellungen des letzten Jahrhunderts mittlerweile total überholt sind, eine humoristisch, aber hintergründige Beschäftigung mit dem Thema: "Halten Moral und Ethik auch den Verlockungen durch hohe Geldsummen stand .... oder sind sie dann doch etwas dehnbar?" bleibt wohl immer aktuell! Auch wenn das Thema "uneheliches Kind" heute in der westlichen Welt keinen mehr vom Hocker reißt, bleiben doch die Themen Bestechlichkeit, Vorteilsnahme, Korrumpierung und Korruption, die im Hintergrund stehen, immer weiter im Gespräch. Und Curt Goetz liefert dazu eine treffliche Komödie, die wie immer menschliche Verhaltensweisen und Schwächen trefflich gnadenlos, wenn auch augenzwinkernd vorzuführen weiß. Trotz Alter, Schwarz-Weiß-Verfilmung und Thematik immer noch allerliebst und unterhaltsam vorgeführt und ansehbar. (Ebenso in einer etwas neueren Farbversion mit Heinz Rühmann und Ruth Leuwerik).

mit Sitte, Moral und Anstand solange ... ?-)
von Don Alegre aus Bayern am 21.11.2012

Es ist immer die Sicht der Dinge, und dies wird wohl immer so bleiben, die Sitte, Moral und Anstand den letzten Schliff geben, und so ist es auch in diesem herrlich inszenierten Kultfilm aus dem Jahre 1951, in dem es sowohl Autor und Regie sowie den Darstellern und Backgroundspezialisten... Es ist immer die Sicht der Dinge, und dies wird wohl immer so bleiben, die Sitte, Moral und Anstand den letzten Schliff geben, und so ist es auch in diesem herrlich inszenierten Kultfilm aus dem Jahre 1951, in dem es sowohl Autor und Regie sowie den Darstellern und Backgroundspezialisten erstklassig gelang, diesen gesellschaftlichen Kodex tendenziell und frei nach Professor Traugott Nägler herzerfrischend aufzupolieren. Direkt platzt man in das allseits beworbene, über alle Fragen erhabene Bild einer exzellent geführten, deutschen Großfamilie mit den alltagstauglich gestylten Orgelpfeifen, gerahmt von den zwei elterlich soliden Säulen, verantwortlich für das seelisch, geistige und körperliche Gymnasium ihrer, von Gott gesegneten und vom Pastor behüteten Heranwachsenden. Dass diese bildliche Übertragung und "Dokumentation" auch heute noch funktioniert und so begeistert, liegt an der Persönlichkeit als solche als auch an der schauspielerischen Leistung der jeweiligen Rollenträger, die nicht besser hätten ausgewählt sein können, spiegeln sie doch die Eckpfeiler der damaligen deutschen Gesellschaft mit seinen wichtigsten, preußischen Elementen per se. Ja, man nimmt den filmisch Agierenden die gespielte Lebensart und dargelegten Lebensinhalte sofort ab, und zwar so intensiv, dass dem einen oder anderen Zuschauer, wohl vertraut mit solcher Art von familiärer Atmosphäre, neben dem immer wieder angeschobenen Lächeln über diese bravouröse Darstellung auch so manche Denkfalte im Gesicht erscheint, denn über ein halbes Jahrhundert später haben sich so etliche Dinge relativiert, doch bleibt die Erinnerung an und Erfahrung als ein aufwachsendes Mitglied aus und in dieser Zeit. Alles, was in den erstklassig intonierten Dialogen nicht vorder- oder hintergründig bzw. direkt und indirekt gesagt wird, schnattern einem dann stimmungsgerecht die Gänse :) Für mich ein sowohl erheiterndes als auch nachdenklich stimmendes Relikt aus einer vergangenen und doch noch irgendwie gegenwärtigen Epoche, uneingeschränkt mit dem Prädikat "Sehr empfehlenswert!", übrigens auch bezogen auf die Tatsache, dass dieser Film auf DVD übernommen wurde und dazu gut restauriert wurde, ohne seinen eigentlichen Flair nur im Geringsten zu verletzen.