Das Haus des Leuchtturmwärters

Kathleen Freitag

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Beschreibung

1962: In einem kleinen Haus am Fuße des Leuchtturms ist Else aufgewachsen. Seit dem Tod ihrer Mutter lebt sie hier allein mit ihrem Vater, der für die Wartung des Leuchtfeuers zuständig ist. Doch je älter sie wird, desto kritischer sieht sie das strenge Regime der DDR und beschließt zu fliehen.

1992: Nach der Wende erinnert sich die Autorin Franzi an ihre wunderschöne Kindheit als Tochter eines Leuchtturmwärters und kehrt zurück an die Ostsee in das Haus am Leuchtturm. Hier hofft sie, Inspiration für ihren neuen Thriller zu finden, doch dann entdeckt sie unter einem losen Dielenbrett ein altes Tagebuch und beginnt zu lesen …

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 320
Erscheinungsdatum 23.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-7499-0132-6
Verlag HarperCollins
Maße (L/B/H) 21,3/13,4/3,5 cm
Gewicht 410 g
Auflage 1
Verkaufsrang 24059

Buchhändler-Empfehlungen

Anke Hackler, Thalia-Buchhandlung Lippstadt

Eine Lebensgeschichte zur Zeit der DDR, spannend und authentisch erzählt. Für alle Fans von "Kranichland".

Hannelore Wolter, Thalia-Buchhandlung Erlangen

1992 Franzi kehrt zurück an den Ort ihrer Kindheit und immer wieder schweifen die Gedanken zurück. 1962 DDR , wenig Freiheiten, die fehlende Mutter, der schweigsame Vater - diese Rückblicke bewegen und berühren. Fesselnde Familiengeschichte.

Kundenbewertungen

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Das Haus des Leuchtturmwärters
von einer Kundin/einem Kunden aus Vitzenburg am 04.06.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

1992 Franzi ist Autorin. Der Abgabetermin für ihr neues Buch beim Verlag rückt unaufhaltsam näher, doch Franzi hat eine Schreibblockade. Um sich davon zu befreien, kehrt sie zurück an die Ostsee, wo sie als Tochter des Leuchtturmwärters eine wunderschöne Kindheit erlebt hat. Hier hofft sie auf neue Inspiration. Als sie in ihrem ... 1992 Franzi ist Autorin. Der Abgabetermin für ihr neues Buch beim Verlag rückt unaufhaltsam näher, doch Franzi hat eine Schreibblockade. Um sich davon zu befreien, kehrt sie zurück an die Ostsee, wo sie als Tochter des Leuchtturmwärters eine wunderschöne Kindheit erlebt hat. Hier hofft sie auf neue Inspiration. Als sie in ihrem alten Kinderzimmer unter einem losen Dielenbrett ein altes Tagebuch entdeckt, beginnt sie zu lesen. 1962 Else ist eine junge Frau, die nach dem Tod ihrer Mutter allein mit ihren Vater, der als Leuchtturmwärter arbeitet, lebt. Ihre beste Freundin ist Lulu. Beide kennen sich seit Kindheitstagen und obwohl die beiden vollkommen unterschiedlich sind, ist das Band zwischen ihnen sehr eng. Seit sich Lulu in den Musiker Otto verliebt hat, wird die gemeinsame allerdings Zeit weniger. Doch beide Frauen wissen was sie wollen, sind mit dem Regime und den immer strengeren Regeln in der DDR unzufrieden. Der Wunsch nach Freiheit wird immer stärker und gemeinsam träumen sie von einer Flucht über die Ostsee und einen Neuanfang im Westen. Dort wollen sie sich ein neues Leben mit all seinen Möglichkeiten und Freiheiten aufbauen. Der Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Zu einen begleiten wir in der Gegenwart Franzi, im zweiten und für mich sehr viel interessanteren Teil lernt der Leser Else, Lulu und Otto kennen. Alle drei jungen Leute sind aus unterschiedlichen Gründen mit dem DDR-Regime unzufrieden, wobei Else meine Lieblingsfigur war. Sie hätte gern die EOS besucht, Abitur gemacht und studiert, doch kurzfristig wurde ihr die Zulassung entzogen und nun arbeitet sie als Kellnerin in der Dorfkneipe. Sie nimmt auch den größten Teil der Geschichte ein. Nach dem frühen Tod ihrer Mutter hat sie viele Fragen, doch ihr Vater schweigt beharrlich. Auf eigene Faust versucht sie mehr herauszufinden. Auch mit ihren zweiten Roman erzählt Kathleen Freitag ein Stück deutsche Geschichte. Nach der Niederschlagung des Aufstandes 1953 und dem Bau der Mauer igelt sich die DDR immer mehr ein, Schikanen und Repressalien nehmen zu, keiner weiß, wem man trauen kann. Westliche Musik und Kleidung ist verboten, die Regale im Konsum meist leer. Mit ihren einnehmenden Schreibstil fängt die Autorin diese Enge und das Sehnen nach Freiheit perfekt ein. Als Leser kann man sich wunderbar mit Else, Lulu und Otto identifizieren und ihre Fluchtgedanken nachvollziehen. Eigentlich finde ich es unvorstellbar, dass Menschen auf unterschiedliche Art und Weise versucht haben, über die Ostsee zu fliehen. Viele haben ihren Fluchtversuch mit dem Leben bezahlt. Zu diesem Thema und zum Aufstand 1953 in der DDR hätte ich mir ein Nachwort der Autorin gewünscht. Gerade der Aufstand 1953 war in der DDR aus nachvollziehbaren Gründen kaum Thema und wurde natürlich auch in der Schule nicht behandelt. Ein bisschen schade finde ich es zudem, dass die Autorin hier Stoff für mindestens einen, wenn nicht sogar zwei Romane vergeben hat. Sowohl die Geschichte um Franzis Familie und noch viel mehr die um Elses Mutter hätten aus meiner Sicht sehr viel Potenzial und weiter ausgebaut werden können. „Das Haus des Leuchtturmwärters“ hat mir wieder gut gefallen und ich habe mich gut unterhalten gefühlt. Gern vergebe ich daher eine Kauf- und Leseempfehlung.

Authentisch, emotional und packend erzählter Roman
von sommerlese am 22.05.2021

Kathleen Freitags Roman "Das Haus des Leuchtturmwärters" erscheint im HarperCollins Verlag. 1992: Franzi ist Thrillerautorin und leidet gerade an einer Schreibblockade. Sie erhofft sich von einer Reise in ihre alte Heimat im kleinen Leuchtturmwärterhaus in Lützow die nötige Ruhe und Inspiration für neue Ideen. Mit dem Haus... Kathleen Freitags Roman "Das Haus des Leuchtturmwärters" erscheint im HarperCollins Verlag. 1992: Franzi ist Thrillerautorin und leidet gerade an einer Schreibblockade. Sie erhofft sich von einer Reise in ihre alte Heimat im kleinen Leuchtturmwärterhaus in Lützow die nötige Ruhe und Inspiration für neue Ideen. Mit dem Haus sind viele Erinnerungen verbunden und als sie unter einer losen Diele ein altes Tagebuch findet, ist ihr neuer Roman vergessen. Wer mag diese Zeilen wohl geschrieben haben? In diesem Roman geht es um die deutsch-deutsche Vergangenheit, wir tauchen dabei in zwei Zeitebenen ein. Die aktuelle Ebene um Franzi spielt 1992, sie versucht Elses Geheimnis zu klären und die um 1962 zeigt Else, die Schreiberin des Tagebuches und Tochter des Leuchtturmwärters im DDR-Regime. Gemeinsam mit ihren Freunden Lulu und Otto plante sie damals die Flucht aus der DDR. Dieser packende Roman lässt sich durch Kathleen Freitags flüssige, bildhafte und einfühlsame Sprache wunderbar lesen und man wird durch die authentisch wirkenden Erlebnisse und Vorkommnisse der Protagonisten regelrecht gefesselt. In die Handlung eingewoben ist das damalige politische Gedankengut der DDR, der Wunsch nach Freiheit bei Else, Otto und Lulu und ihre Abneigung gegen die Ideologie und demzufolge die Fluchtgedanken, sowie ihre Angst, entdeckt zu werden. Das alles liest sich spannend, wir nehmen am Leben der drei Freunde teil und fühlen die Träume, die bedrohliche Überwachung und die Ängste hautnah mit. Ebenfalls wichtig für die Geschichte ist das Schicksal von Elses Mutter, deren Tod ihr Vater lange Zeit unkommentiert ließ. Ich habe betroffen mitgefiebert, dass die Flucht über die Ostsee gelingen würde und wurde von den Vorgängen dann überrascht. In diesem Buch wird die ganze Bandbreite an Emotionen sichtbar, Freundschaft, Freiheitsgedanken, Liebe, Vertrauen und Verrat werden hier authentisch zu einer runden Geschichte verwebt, die einfach nur mitreißt. Kathleen Freitags Roman bietet eine authentische Geschichte, die den realen historischen Hintergrund von Republikflüchtlingen näher beschreibt und den Leser auf eine fesselnde Zeitreise mitnimmt. Beim Lesen macht sich große Spannung breit und es ist ein Leseerlebnis, das noch lange nachhallt.

Die Freiheit liegt so nah
von einer Kundin/einem Kunden aus Recht am 20.05.2021

Der Abgabetermin für Francis neustes Buch rückt immer näher, doch ihr will einfach nichts einfallen. Franci leidet unter einer klassischen Schreibblockade. Um Abstand zu gewinnen, reist Franci nach Lüstrow. Dorthin, wo sie die schönsten Jahre ihrer Kindheit verbrachte, im Haus des Leuchtturmwärters. Hier hofft sie die Ruhe zu f... Der Abgabetermin für Francis neustes Buch rückt immer näher, doch ihr will einfach nichts einfallen. Franci leidet unter einer klassischen Schreibblockade. Um Abstand zu gewinnen, reist Franci nach Lüstrow. Dorthin, wo sie die schönsten Jahre ihrer Kindheit verbrachte, im Haus des Leuchtturmwärters. Hier hofft sie die Ruhe zu finden die sie unbedingt braucht, um endlich mit dem Schreiben beginnen zu können. Doch als sie unter einem der Dielenbretter ein altes Tagebuch findet, hat sie ihr eigenes Manuskript längst vergessen. Ich weiß, das klingt so abgedroschen, aber das Buch konnte mich tatsächlich von der ersten Seite an in seinen Bann ziehen. Es ist aber auch spannend zu lesen wie Else, Lulu und Otto das Leben in der DDR erfahren. Durch das Tagebuch das Franci findet, spielt die Geschichte auf zwei Zeitebenen. Auf der einen Zeitebene ist es 1962 und abwechselnd wird aus der Sicht von Else, Lulu und Otto erzählt. Sie alle drei haben berechtigte Gründe die DDR verlassen zu wollen. Besonders der Tagebuchschreiberin Else wurde übel mitgespielt, dabei weiß sie noch nicht einmal warum. Gerade weil sie jeden Tag vom Turm aus in die Weite hinausblicken kann, wird ihr die Enge der DDR noch bewusster. Nur 40 km über die Ostsee liegen zwischen ihr, und der Freiheit. Auf der anderen Zeitebene ist es 1992 und Franci kann nicht mehr von Elses, Lulus und Ottos Schicksal ablassen. Sie muss einfach wissen wie es den dreien ergangen ist, und stellt Nachforschungen an. Zusätzlich findet sie im Leuchtturm Dinge, die Fragen über ihre eigene Vergangenheit aufwerfen. Mir ging es genau wie Franci, ich musste einfach wissen ob die drei die Flucht ins Ausland schaffen, und wie sie es überhaupt anstellen wollen. Die Autorin hat einen einnehmenden Erzählstil, die Seiten fliegen einfach nur. Die Perspektiven werden immer an den richtigen Stellen gewechselt, so bleibt man immer neugierig wie es mit der jeweiligen Figur weitergeht. Ich fand das Handeln der Figuren immer nachvollziehbar, genauso wie im Buch beschrieben, hätte es auch in der Realität stattfinden können. Hinzu kommen die Geheimnisse, die beide Leuchtturmwärter mit sich herumtragen, und neugierig auf die Auflösung machen. Es ist eine ruhige, trotzdem sehr spannende Geschichte. Kann man für die eigene Freiheit alles einfach so hinter sich lassen? Und wem kann man hierbei vertrauen? Tolle Geschichte!


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