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Der Halbbart

(ungekürzte Lesung)

Charles Lewinsky

(36)
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Beschreibung

Der Sebi ist nicht gemacht für die Feldarbeit oder das Soldatenleben. Viel lieber hört und erfindet er Geschichten. Im Jahr 1313 hat so einer es  nicht leicht in einem Dorf in der Talschaft Schwyz, wo die Hacke des Totengräbers täglich zu hören ist und Engel kaum von Teufeln zu unterscheiden sind. Doch vom Halbbart, einem Fremden von weit her, erfährt der Junge, was die Menschen im Guten wie im Bösen auszeichnet – und wie man auch in rauhen Zeiten das Beste aus sich macht.
Ein Roman voller Schalk und Menschlichkeit, der zeigt, wie aus Geschichten Geschichte wird.

Charles Lewinsky, 1946 in Zürich geboren, ist seit 1980 freier Schriftsteller. International berühmt wurde er mit seinem Roman ›Melnitz‹. Er gewann zahlreiche Preise, darunter den französischen Prix du meilleur livre étranger sowie den Preis der Schillerstiftung. Sein jüngster Roman ›Der Halbbart‹ steht auf der Longlist des Deutschen Buchpreises. Sein Werk erscheint in 14 Sprachen. Charles Lewinsky lebt im Sommer in Vereux (Frankreich) und im Winter in Zürich.

Produktdetails

Verkaufsrang 7526
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Nein i
Medium MP3
Sprecher Maximilian Kraus
Spieldauer 947 Minuten
Erscheinungsdatum 28.10.2020
Verlag Diogenes
Format & Qualität MP3, 1036 Minuten, 795.69 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Sprache Deutsch
EAN 9783257693904

Buchhändler-Empfehlungen

... spielt im tiefen Mittelalter und es scheint, als sei es heute

Sabine Rudolph, Thalia-Buchhandlung Dresden (Schillerplatz)

Was für eine Wucht - da lässt Lewinsky einen Jungen im tiefen Mittelalter erwachsen werden, und es scheint, als sei es heute! Sebi (Eusebius) lernt die Welt in all ihren Facetten kennen und dabei den Menschen, der doch diese Welt macht. Mir fehlen die Worte, um angemessen über diesen großartigen Roman zu schreiben. Es geht um Gut und Böse, Leben und Tod, Liebe und Hass und alles dazwischen, drumherum das pure mittelalterliche Leben. So naiv Sebi auch daherkommt, seine Klugheit und Urteilsfähigkeit, sein Mut, seinen eigenen Weg zu gehen, seine Großherzigkeit sind einfach beeindruckend. Ich bin froh, noch ein paar Seiten lesen zu können, denn eigentlich darf dieses Buch nie aufhören.

Abigail Ferreira da Silva, Thalia-Buchhandlung Essen

Eine historische Erzählung mit einem erdrückenden Eindruck. Ich habe leider das Buch abgebrochen, da es zwar super begann aber ab der Mitte sich zog und mich langweilte. Sprachlich wunderbar in der Zeit einzuordnen in der es spielt, leider nicht ganz mein Fall gewesen...

Kundenbewertungen

Durchschnitt
36 Bewertungen
Übersicht
20
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1
0

Je länger du liest, desto besser...
von einer Kundin/einem Kunden aus St. Valentin am 23.11.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Ein fantastisches Buch mit historischem Hintergrund, der sich mit der Lektüre erst allmählich offenbart - bis zum großen Finale, das zu weiteren Recherchen anregt. Einfühlsam, berührend, wunderbare Sprache - mit Helvetismen angereichert - ein Lesegenuss!

Morgarten reloaded
von einer Kundin/einem Kunden aus Gockhausen am 15.11.2020
Bewertet: eBook (ePUB)

Spannend gestalteter Einblick in die Frühzeit der Eidgenossenschaft und ihrer Mythen. Besonders gefällt mir der Entwicklungsstrang anhand der fiktiv-realen Lebensgeschichten und wie aus friedfertigen Einzelnen ein gewalttätiges Kollektiv entstehen kann. Ganz toll auch die Geschichten über gut und Böse, die Andeutungen, das Stell... Spannend gestalteter Einblick in die Frühzeit der Eidgenossenschaft und ihrer Mythen. Besonders gefällt mir der Entwicklungsstrang anhand der fiktiv-realen Lebensgeschichten und wie aus friedfertigen Einzelnen ein gewalttätiges Kollektiv entstehen kann. Ganz toll auch die Geschichten über gut und Böse, die Andeutungen, das Stellung beziehen ohne ein eindeutiges Urteilen.

Sebi erzählt Geschichte(n)
von einer Kundin/einem Kunden aus Wathlingen am 06.11.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

1313: Sebi lebt mit seiner Mutter und zwei älteren Brüdern in einem kleinen Ort in der Talschaft Schwyz. Er berichtet von allem, was geschieht, auch von dem ungewöhnlichen Fremden mit dem entstellten Gesicht, der eines Tages auftaucht. Charles Lewinsky hat mit dem jungen Ich-Erzähler Sebi, der eigentlich Eusebius heißt, eine ga... 1313: Sebi lebt mit seiner Mutter und zwei älteren Brüdern in einem kleinen Ort in der Talschaft Schwyz. Er berichtet von allem, was geschieht, auch von dem ungewöhnlichen Fremden mit dem entstellten Gesicht, der eines Tages auftaucht. Charles Lewinsky hat mit dem jungen Ich-Erzähler Sebi, der eigentlich Eusebius heißt, eine ganz besondere, ebenso reflektierte wie kindliche Stimme erschaffen. Wie genau der Junge hinschaut, wie verständig er aus seiner Sicht heraus die Dinge angeht, wie kritisch er auch manches hinterfragt, das macht ihn einzigartig und liebenswert. Und obwohl er viele Umwege geht, ehe er zum Kern kommt, und die Helvetismen seiner Sprache den Leser ziemlich herausfordern, vermag er in Bann zu ziehen und zum Lauschen zu verführen. Historische Gegebenheiten, Gebräuche und regionale Besonderheiten bilden einen Rahmen, innerhalb dessen mit großem Selbstverständnis mittelalterliches Dorfleben stattfindet. Große wie kleine Ereignisse werden auf persönliche Schicksale herunter gebrochen und rücken damit sehr nah. Die Menschen, die ihren Veranlagungen und Träumen entsprechen wollen, werden durch Schicksalsschläge immer wieder aus ihren Bahnen geworfen. Es entstehen Freundschaften und Bindungen, auch die ständigem Wandel unterworfen. In starkem Gegensatz zu einigen ausführlichen Schilderungen extremer Grausamkeiten steht der Humor, der untergründig beständig durchscheint. Gemeinsam mit den nur scheinbar naiven Reflektionen Sebis und dessen Aufrichtigkeit und Herzensgüte vermittelt er ein angenehmes und vertrauensvolles Lesegefühl. Doch Vorsicht: Wer sich von diesem warmen, zuversichtlichen Ton einlullen lässt, wird schon bald erfahren, dass nicht das Sich-Wohlfühlen der Leser Ziel des Romans ist. Und dass keine Rücksicht genommen wird auf deren Erwartungen. Wie im wahren Leben bleiben Fragen offen, gerät vieles aus dem Auge, werden Fäden abgeschnitten und Enttäuschungen zugefügt. Was bleibt, sind Geschichten, und wie schön oder entsetzlich, wie wahr oder unwahr sie sind, wird am Ende nicht darüber entscheiden, ob sie weitergetragen werden oder nicht.

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