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Dieses ganze Leben

(ungekürzte Lesung)

Raffaella Romagnolo

(13)
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Beschreibung

Paola passt nicht in diese Welt, findet sie. Wo Glanz und Erfolg das Maß vorgeben, hält sie sich lieber an ihren Bruder, der im Rollstuhl sitzt, gerne Schach spielt und auf Likes pfeift. Auf Verordnung ihrer Mutter muss Paola täglich mit Richi an die frische Luft. Eine gute Gelegenheit, der Enge der elterlichen Villa zu entfliehen und Gegenden zu erkunden, wo Paola das wahre Leben vermutet – das so ganz anders ist, als sie dachte.

Produktdetails

Verkaufsrang 11707
Abo-Fähigkeit Ja
Family Sharing Nein i
Medium MP3
Sprecher Ute Sengebusch
Spieldauer 431 Minuten
Erscheinungsdatum 28.10.2020
Verlag Diogenes Verlag
Format & Qualität MP3, 431 Minuten, 310.36 MB
Fassung ungekürzt
Hörtyp Lesung
Übersetzer Maja Pflug
Sprache Deutsch
EAN 9783257693720

Buchhändler-Empfehlungen

K. Kuhberger, Thalia-Buchhandlung Passau

Paola isst aus Frust. Ihre Mutter beachtet wenn überhaupt nur Paolas Bruder, der im Rollstuhl sitzt. Sowieso benehmen sich die Erwachsenen sonderbar. Zuflucht findet sie bei Antonio, der ist wirkich nett zu ihr. Kann das sein? Erfrischende, nachdenkliche, humorvolle Geschichte.

Alles, was bei Facebook draußen, aber in der Realität drin geblieben ist.

Sandra Glossmann, Thalia-Buchhandlung Magdeburg

Mit Paola und ihrer Familie sind Raffaella Romagnolo wundervoll charmante Protagonistinnen gelungen, denen ich zwischen zwei Buchdenkeln begegnen durfte. Obwohl Paola in einem reichen Hause aufwächst, ist sie schon allein vom Erscheinungsbild her, eine ganz andere. So verbringt die vermeintliche Außenseiterin ihre freie Zeit mit ihrem körperbehinderten Bruder und bringt diesen zu privaten Schachspielen mit einem Klassenkameraden. Diese Lektüre ist tatsächlich vergleichbar mit UND DOCH FALLEN WIR GLÜCKLICH von Enrico Galiano, denn die pubertären Gegebenheiten, etwa die erste Liebe oder die Uneinigkeiten mit den Eltern, bilden nur die Fassade für ein ernsteres, global diskutiertes Thema. Wenn gleich dieser Roman nicht ganz so kitschig und in seiner Sprache auch ein wenig kesser daherkommt. Ein tolles Stück Literatur mit einer tollen Protagonistin, schönen Worten und vor allem Figuren und Thematiken, die Identifikationspotenzial, aber auch Verständnis bieten, denn jedes Ereignis trifft auch jeden anders, schließlich spielt nicht jeder die gleiche Rolle auf der Bühne namens "Leben". Klasse!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
13 Bewertungen
Übersicht
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Berührend
von einer Kundin/einem Kunden am 23.11.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Paola ist ein kluges Mädchen, eine "professionelle Hasserin", eine liebevolle Schwester und Verfechterin der Wahrheit. Ihr Gedankengang ist der eines typischen Teenagers: sprunghaft, launisch, abschweifend. Doch das tut dem Werk keinen Abbruch, denn es lässt sich dennoch fließend lesen. Alle Gedanken gehen früher oder später ine... Paola ist ein kluges Mädchen, eine "professionelle Hasserin", eine liebevolle Schwester und Verfechterin der Wahrheit. Ihr Gedankengang ist der eines typischen Teenagers: sprunghaft, launisch, abschweifend. Doch das tut dem Werk keinen Abbruch, denn es lässt sich dennoch fließend lesen. Alle Gedanken gehen früher oder später ineinander über, auch auf der Metaebene der Worte wird das Seelenleben der jungen Protagonistin hervorragend dargestellt. Paoletta ist anders, gleichzeitig sind ihre Kanten auch unsere. Die Beschreibung ihrer Beziehung zu Richi ist eine der schönsten, die ich kenne. Auch Richi ist anders, er ist "die Schale", die ihren Platz sucht, und doch so unfassbar wichtig ist. Das Buch ist eine liebevolle Hommage an die unsteten Jugendjahre, mit denen wir alle unseren Frieden schließen müssen.

Eine interessante Herangehensweise
von einer Kundin/einem Kunden aus Villach am 22.11.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Paola wächst in einer Villa irgendwo in Italien gemeinsam mit ihrem behinderten Bruder in sehr reichen Verhältnissen auf. Die Eltern leiten ein Bauunternehmen, es gibt eine rumänische Nanny, die für den Bruder engagiert wurde und einen Gärtner, der es scheinbar auf die Oma abgesehen hat. Paola, 16, findet sich zu dick, mit Pi... Paola wächst in einer Villa irgendwo in Italien gemeinsam mit ihrem behinderten Bruder in sehr reichen Verhältnissen auf. Die Eltern leiten ein Bauunternehmen, es gibt eine rumänische Nanny, die für den Bruder engagiert wurde und einen Gärtner, der es scheinbar auf die Oma abgesehen hat. Paola, 16, findet sich zu dick, mit Pickel im Gesicht und einem Pferdegesicht – sie nimmt sich selbst sehr negativ wahr. In der Schule fühlt sie sich Außenseiterin, nur Antonio, aus der Margeriten-Siedlung trifft sich mit ihr und ist ausgesprochen nett und empathisch. Dort spielt Ricci mit Antonios Bruder Schach, Paola und Antonio können sich sehen und reden. Ein bisschen verliebt sich Paola in Antonio, kann aber nicht glauben, dass dieser gutaussehende Junge es ehrlich mit ihr meint, eher hat er etwas Hinterhältiges im Sinn – so etwas ist ihr schon einmal passiert. Jedoch dürfen Paola und Ricci nicht in die Margeriten-Siedlung, das will ihre Mutter nicht, sie machen es trotzdem – heimlich. Vieles in der Familie passiert heimlich und ist geheimnisvoll, weil nicht gesprochen wird. Schweigen und nichts ansprechen, ist das, was die Familie zusammenhält, bis es nicht mehr geht. Bis vieles ganz offensichtlich wird und man endlich reden muss und somit auch die Familiengeheimnisse preisgegeben werden. Wie ich finde, eine tolle Herangehensweise in diesem Roman. Das letzte Drittel des Romans ist genial geschrieben. Zwischendurch war es fast ein bisschen konfus und holprig, weil Paola denkt und das fängt irgendwo an und hört auch irgendwo wieder auf, ist manchmal ganz zusammenhangslos und metaphorisch – das war nicht so meins und gewöhnungsbedürftig. Alles in allem ein ausgesprochen gutes Buch, mit einer interessanten Herangehensweise.

Man kann nicht mit einer Lüge leben
von Klara am 21.11.2020
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Im Mittelpunkt des neuen Romans von Raffaella Romagnolo, der im Original schon 2013 erschien, steht die knapp 16jährige Paola De Giorgio. Sie wächst zusammen mit ihrem jüngeren behinderten Bruder Riccardo in einer sehr reichen Familie auf. Ihre wichtigsten Bezugspersonen sind der Bruder, den sie täglich im Rollstuhl ausfahren mu... Im Mittelpunkt des neuen Romans von Raffaella Romagnolo, der im Original schon 2013 erschien, steht die knapp 16jährige Paola De Giorgio. Sie wächst zusammen mit ihrem jüngeren behinderten Bruder Riccardo in einer sehr reichen Familie auf. Ihre wichtigsten Bezugspersonen sind der Bruder, den sie täglich im Rollstuhl ausfahren muss, das rumänische Hausmädchen Nina und die Großmutter. Die Eltern sind lieblos, nur mit sich selbst bzw. der Firma Costa Costruzioni beschäftigt. An Paola scheint die Mutter einzig und allein das Gewicht zu interessieren, das sie täglich kontrolliert. In der Schule ist Paola eine Außenseiterin ohne Freunde. Sie wird ausgegrenzt, gemobbt und mit einem peinlichen Video bei Facebook gedemütigt. Nur der zwei Jahre ältere Antonio Ferrari aus der armen Margeriten-Siedlung begegnet ihr freundlich. Paola sieht sich selbst sehr kritisch. Sie findet sich hässlich, was ihr das Video bestätigt, hasst eine Menge Dinge, vor allem solche, die andere schätzen und schweift gern ab. Mit vielen Zeit- und Gedankensprüngen erzählt sie von ihrer Situation und von ihrer Familie, wo das große Schweigen herrscht und niemand über wirklich wichtige Dinge spricht. Ihr Adressat ist die imaginäre Freundin Carmen. Häufiger wendet sie sich auch direkt an den Leser. Schon frühzeitig hat Paola und mit ihr der Leser den Eindruck, dass mit der Firma ihres Vaters etwas nicht stimmt und alles auf eine Katastrophe zusteuert. Warum hasst ihre Mutter die Margeriten-Siedlung so sehr, und was hat es mit dem Bauprojekt Biosolar auf sich? Am Ende wird das viele Jahre dauernde Schweigen gebrochen, und die Wahrheit kommt endlich ans Licht. Obwohl die Zukunft der Familie in jeder Hinsicht ungewiss ist, erlebt Paola diese Phase als Befreiung. Paola ist eine sehr sympathische Protagonistin, vor allem in ihrem engen Verhältnis zum Bruder, der sie seinerseits in kritischen Situationen beschützt und keineswegs so hilflos ist, wie es anfangs den Anschein hat. Auch die Charakterisierung der übrigen Figuren ist gelungen, wobei der stets abwesende Vater am blassesten bleibt. Mir hat der Roman gut gefallen, auch wenn mir eine Dimension verschlossen blieb: die der zahlreichen Anspielungen auf Handlung und Personal der Harry Potter-Romane, die ich nicht kenne. Auch so überzeugt mich das Buch, obwohl ich „Bella Ciao“ mit seinem historischen Hintergrund ungleich gehaltvoller fand. „Dieses ganze Leben“ ist auf jeden Fall empfehlenswert.

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