Zwischen Du und Ich

Roman

Mirna Funk

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Beschreibung


Von der Gewalt der Vergangenheit und der Liebe der Gegenwart

Wenn Nike ihre Wohnung in Berlin-Mitte verlässt, muss sie am Stolperstein ihrer Urgroßmutter vorbei. Nike ist als Jüdin in Ostberlin aufgewachsen, jede Straße trägt Erinnerung, auch schmerzhafte. Als sie ein Jobangebot in Tel Aviv bekommt, nimmt sie an. Dort trifft sie Noam, er ist Journalist, seine Geschichte ist tief und komplex. Nike lässt ihn in ihr Leben, als ersten Mann seit Jahren. Doch zwischen ihr und Noam steht Noams Onkel Asher. Der ist vereinnahmend und brutal und setzt alles daran, dass Nike aus Noams Leben verschwindet. Furchtlos und berührend erzählt Mirna Funk von der Gewalt, die in Nikes und Noams Familiengeschichten steckt. Wie leben sie mit ihren individuellen Bruchstellen? Und wie können sie einander lieben?

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 304
Erscheinungsdatum 19.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-423-28267-3
Verlag dtv
Maße (L/B/H) 21,6/14,2/2,5 cm
Gewicht 444 g
Verkaufsrang 4045

Buchhändler-Empfehlungen

K. Plesovskich, Thalia-Buchhandlung Cuxhaven

Nike flüchtet nach Tel Aviv und stolpert dort nicht nur über die Geschichte ihrer Urgroßmutter, sondern auch über Noam. Zwei verwundete Seelen treffen sich, aber kann das funktionieren? Eindringliche zeigt Funk, die Auswirkungen eines Traumas innerhalb der Familie.

Kundenbewertungen

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Packendes, forderndes und hochemotionales Stück Literatur
von Lesendes Federvieh aus München am 25.04.2021

Das Einzigartige an diesem Roman ist die unerschrockene, direkte und gleichzeitig sensible Art der Autorin mit schweren Themen umzugehen. Es ist ein unbequemes Buch, weil man nicht einfach wegschauen kann und genau das hat mir so gut gefallen. Man muss sich einlassen auf Traumata - entstanden im Hier und Jetzt sowie in der Verg... Das Einzigartige an diesem Roman ist die unerschrockene, direkte und gleichzeitig sensible Art der Autorin mit schweren Themen umzugehen. Es ist ein unbequemes Buch, weil man nicht einfach wegschauen kann und genau das hat mir so gut gefallen. Man muss sich einlassen auf Traumata - entstanden im Hier und Jetzt sowie in der Vergangenheit und auf eine komplizierte Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, die großen Ballast mit sich herumtragen. Mirna Funk erzählt diese mitreißende und hochemotionale Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Nike und Noam. Bei beiden haben sich Erfahrungen von körperlicher Gewalt tief in ihre Seelen eingebrannt. Doch trotz aller Vertrautheit ist es schwierig, den Panzer des anderen zu knacken, zu stark sind sie mit der Aufarbeitung der eigenen Erlebnisse beschäftigt. Diesen Weg mit den beiden zu gehen war nicht immer einfach. Das liegt zum einen an einigen heftigen Szenen (die aber genau so sein mussten), bei denen man nicht zartbesaitet sein sollte, zum anderen an den recht sperrigen Charakteren, zu denen man im Laufe der Geschichte immer besser Zugang findet, obwohl mir das bei Noam wirklich schwer fiel. Genau das lässt diesen Roman so authentisch und lebendig wirken. Sie beschönigt nichts und schreibt direkt und unverblümt über Missstände in unserer modernen Gesellschaft, achtet jedoch darauf, die Gräueltaten der Vergangenheit nicht in Vergessenheit geraten zu lassen. Gleichzeitig lässt sie immer wieder die interessante Frage durchblicken, in wieweit Traumata vorangegangener Generationen das Leben ihrer Nachkommen bestimmen könnten. Dabei entfaltet sich eine Sogwirkung, derer ich mich nicht entziehen konnte und wollte. Zudem erfährt man einiges über jüdisches Leben hierzulande und auch in Tel Aviv. Ebenso grandios geradeheraus geschildert und eindrucksvoll dargestellt. „Zwischen Du und Ich“ ist ein faszinierendes und wahnsinnig gut geschriebenes Buch, das mich von der ersten Seite an gepackt hat. Man muss, nein, darf es sich erarbeiten, um alle Feinheiten auch wirklich zu entdecken - und es arbeitet auch noch nach dem Lesen lange nach.

Schwierig, aber auch ungemein wertvoll
von frau.gedankenreich am 15.04.2021

Mirna Funk erzählt von zwei Menschen, die Ballast mit sich herumtragen. Die sich nicht darüber definieren zu gefallen. Die im Inneren etwas zerstört sind und trotzdem noch Hoffnung haben. Sie erzählt von toxischen Beziehungen, Missbrauch, Gewalt, von Aufbruch, Selbstfindung und den Bruchstellen einer Weltreligion, von tiefen Wun... Mirna Funk erzählt von zwei Menschen, die Ballast mit sich herumtragen. Die sich nicht darüber definieren zu gefallen. Die im Inneren etwas zerstört sind und trotzdem noch Hoffnung haben. Sie erzählt von toxischen Beziehungen, Missbrauch, Gewalt, von Aufbruch, Selbstfindung und den Bruchstellen einer Weltreligion, von tiefen Wunden und davon, dass die Traumatas anderer manchmal zu unseren eigenen werden können. Ein Buch mit einem harten Kern, andem sich manche sicherlich die Zähne ausbeißen werden. Ich komme mit schweren Büchern gut zurecht, oftmals sogar besser als mit lockerer Unterhaltungsliteratur. Nicht weil ich Unterhaltungsliteratur nicht mag, sondern weil sie mich auf lange Sicht nicht weiterbringt. Ich möchte niemand sein, dessen Entwicklung auf Stillstand steht und Bücher haben einen großen Anteil daran, meinen Verstand wach zu halten und ja, mich je nach ihrer Thematik sogar ein Stück weit zu heilen. "Zwischen Du u. Ich" hat mir all das gegeben und mehr. Es hat inhaltliche Lücken und am Ende wird nicht jede Frage beantwortet; ob das gefällt oder nicht, muss man für sich selbst herausfinden. Ein schwieriges Buch, aber eben auch ungemein wertvoll.

Kein Wohlfühlroman- unterhaltsam und bedrückend zugleich
von einer Kundin/einem Kunden am 27.02.2021

Nike zieht für ein Jahr beruflich nach Tel Aviv. Noam arbeite dort als Journalist. Als sich die beiden begegnen, scheint es, als ob sie ihre Vergangenheit gemeinsam bewältigen können. Aber nicht nur die persönlichen Erlebnisse müssen verarbeitet werden, sondern auch Traumata ihrer jüdischen Herkunft. Mirna Funkes Roman ist unter... Nike zieht für ein Jahr beruflich nach Tel Aviv. Noam arbeite dort als Journalist. Als sich die beiden begegnen, scheint es, als ob sie ihre Vergangenheit gemeinsam bewältigen können. Aber nicht nur die persönlichen Erlebnisse müssen verarbeitet werden, sondern auch Traumata ihrer jüdischen Herkunft. Mirna Funkes Roman ist unterhaltsam und gleichzeitig bedrückend. Ein teilweiser herber Umgangston beeinflusst die Dialoge zwischen Nike und ihrer Großmutter. Die Kindheit Noams- geprägt von Gewalt und Missbrauch- lässt ihn zu einem Mann mit rücksichtslosen Umgang mit sich selbst und gegenüber Frauen werden. Es ist kein Wohlfühlroman, aber ein spannendes Buch über das Leben zweier Menschen, die ihren Weg im Leben suchen, Gewalt vergessen wollen und voller Hoffnung Freude an scheinbar kleinen Dingen haben. Es ist außerdem ein Buch, das uns die Geschichte der Juden nicht vergessen lassen soll.


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