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Faust

Der Tragödie erster Teil

Johann Wolfgang Goethe

(43)
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Beschreibung

Diese Wette hat es in sich - ist es doch nachgerade Unser Herr, der gegen die kecke Behauptung des Antichrist hält, er könne die Seele des ehrbaren Doktor Faust für sich gewinnen. Und dabei ist dem Satan auch gar nicht bang; offensichtlich verfügt er wohl doch über die bessere Menschenkenntnis als der Schöpfer selbst. Siegessicher kehrt der Böse aus den himmlischen Gefilden in seinen Wirkungskreis zurück und geht ans Werk. Und in der Tat hat er ein gar leichtes Spiel mit dem armen Heinrich. Dieser nämlich, just erkannt habend, daß die wahrhaft wichtigen Dinge vor dem menschlichen Auge immer verborgen bleiben werden, steckt in einer schlimmen Schaffenskrise, die ihm den Verstand zu rauben droht und ihn gar an Selbstmord denken läßt. Dergestalt mental geschwächt unterschreibt er nur allzu bereitwillig den Teufelspakt, der ihm irdisches Vergnügen und weltliche Zerstreuung verspricht.
Das Unglück nimmt seinen Lauf, als Faust – mittels Hexen- und Teufelswerk nun ansehnlich und wohlhabend – die irdische Liebe entdeckt und das unschuldige Gretchen bezirzt und verführt, was nicht nur sie ins Verderben stürzen, sondern letztlich zur Auslöschung ihrer ganzen Familie führen wird. Und während er sich zusammen mit Mephistopheles auf dem Blocksberg vergnügt, muß Margarete, allein und verlassen, für die Folgen ihrer Missetaten geradestehen.
Mit der Tragödie um den gelehrten Doktor Faust schuf Goethe das unbestritten wichtigste Werk der deutschen Dichtung, das auch uns noch im Alltag begleitet – sind doch viele der hier enthaltenen Redewendungen und Begriffe bis heute in unserer Umgangssprache fest verankert.
Der Fauststoff beschäftigte ihn bis zur Erstveröffentlichung des ersten Teils im Jahr 1808 immerhin fast vierzig Jahre lang, und so verwundert es nicht, daß viele seiner ihn prägenden Lebenserfahrungen einfließen. Die für ihn als studierten Rechtswissenschaftler schon in frühen Jahren aufkommende juristische Fragestellung nach der gerechten Ahndung des Kindsmordes wird ebenso literarisch aufgearbeitet wie sein bei den Freimaurern erworbenes geheimes Wissen – und so läßt er die im Kerker schmachtende Margarete das Lied des alchimistischen Märchens „Von dem Machandelboom” singen …
Die Lithographien von Eugène Delacroix vermögen die sich im Handlungsverlauf immer weiter verdüsternde Stimmung widerzuspiegeln und noch stärker zu verdichten.
Der gesamte Text ist in Frakturschrift gesetzt, was den Zauber der alten Originalausgabe wiederaufleben läßt.

Johann Wolfgang von Goethe ist der wohl größte und bedeutendste deutsche Dichter. Am 28. August 1749 in Frankfurt a. M. geboren, absolvierte er als Sohn aus gutbürgerlichem Hause – mehr pflichtgemäß denn freudig engagiert – auf Wunsch seines Vaters zunächst ein Studium der Jurisprudenz, was seinen vielfältigen kreativen Begabungen allerdings nicht gerecht werden konnte.
Nach einer kurzen Phase in seiner Heimatstadt, in der er bereits Erfolge mit seinen literarischen Erstlingswerken feiern konnte, übersiedelte er im Jahr 1775 einer Einladung des Herzogs Carl August folgend an dessen Hof nach Weimar, wo ihm etliche bedeutende Ämter, sowohl kultureller als auch administrativer Art, übertragen wurden, so daß er bald als der zweitwichtigste Mann des Herzogtums galt. Bedingt durch die Beschäftigung mit den vielfältigen Aufgaben – von Administration über Kultur bis zu Berg- und Ackerbau – begann er sich für zahlreiche Wissensgebiete wie Botanik, Mineralogie oder Geologie zu interessieren und entwickelte neben seinem dichterischen Genius auch einen für seine Zeit beachtlichen Kenntnisstand als Naturforscher. Lange befaßte er sich mit der Metamorphose der Pflanzen und der Farbenlehre.
Durch seine erste Italienreise (1786 – 1788) befreite er sich von dem engen Korsett der vielen staatsdienstlichen Verpflichtungen, die ihn zusehends von seiner schöpferischen Ader zu entfremden vermocht hatten und erlebte diese Auszeit als Wiedergeburt seines wahren Wesens. Es schloß sich eine neue Schaffensperiode an, mit der er die längst verloren geglaubte Kreativität neu zu beleben vermochte. Und waren seine frühen Werke vom Irrationalismus des Sturm und Drang geprägt, entstanden nunmehr Dichtungen, durch die er zusammen mit seinem Freund Friedrich Schiller die Weimarer Klassik begründete.
Viele seiner Werke stellen die Aufarbeitung der ihn prägenden Erlebnisse dar oder beinhalten, wohlverschlüsselt, die über die Jahre gewonnene Lebenserfahrungen.
Sein Gesamtwerk umfaßt neben den literarischen Schöpfungen zahlreiche Abhandlungen zu philosophischen, naturwissenschaftlichen, theologischen, biographischen und sozialen Themen. Erwähnenswert ist auch eine stattliche Anzahl von Übersetzungen – dank seines als Knaben genossenen Unterrichts beherrschte er etliche Fremdsprachen – und ein überaus umfangreicher Briefwechsel, vor allem mit seiner langjährigen Freundin Charlotte von Stein.
Nachdem er den Verlust vieler seiner Wegbegleiter und Familienangehörigen erleiden musste – sein Freund Carl August verschied im Jahr 1828, sein Sohn August im November 1830 – starb Goethe am 22. März 1832 in Weimar. Er wurde 82 Jahre alt.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 264
Erscheinungsdatum 08.10.2020
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-942764-13-1
Reihe FP edition klassik. Die kleinen Feinen
Verlag Fritzikatz Productions
Maße (L/B/H) 2,4/11,4/18,2 cm
Gewicht 292 g
Auflage 1
Illustrator Eugène Delacroix

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