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Aus der Mitte des Sees

Roman

Moritz Heger

(93)
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Beschreibung

Eine Benediktinerabtei, idyllisch an einem See gelegen. Ihr Gastflügel ist gut besucht, doch die meisten Mönche nähern sich dem biblischen Alter. Gerade hat einer der jungen das Kloster verlassen und eine Familie gegründet. Seither stellt auch Lukas, Ende dreißig, seinen Lebensweg in Frage. Da taucht Sarah auf, aufmerksam, zugewandt und körperlich. Um zu einer Entscheidung zu finden, überlässt sich Lukas dem See: Beim Schwimmen öffnen sich Körper und Geist.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 256
Erscheinungsdatum 24.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-257-07146-7
Verlag Diogenes
Maße (L/B/H) 18,9/12,6/2,7 cm
Gewicht 302 g
Auflage 1
Verkaufsrang 19657

Buchhändler-Empfehlungen

Ein Stuttgarter Autor mit einem ungewöhnlichen Buch

Monika Olk, Thalia-Buchhandlung Vaihingen

Hegers Buch erzählt vom Klosterleben in einer abgelegenen Benediktinerabtei, ein Thema, das sicher nicht für jedermann von besonderem Interesse ist. Mich hat es dennoch berührt. Das Leben in einem Orden schein heutzutage fast ein wenig aus der Zeit gefallen, kontemplatives Leben mit Regeln, Geboten und Gebeten steht ja doch in krassem Gegensatz zur Hektik eines weltlichen Alltags. In Hegers Abtei - mich hat sie an Maria Laach in der Eifel erinnert - leben hauptsächlich sehr alte Ordensleute, einer der beiden einzigen jungen ist kürzlich ausgetreten, um eine Familie zu gründen. Der verbliebene junge Mönch, Lukas, lernt eine sehr anziehende sinnliche Frau kennen, die im Gästeflügel des Klosters Erholung sucht. Einfühlsam, unaufgeregt, aber keineswegs langweilig schildert Heger das Gefühlschaos, in das Lukas gerät, ohne sich dabei auf Stereotype zu versteifen. Ein nicht alltäglicher aber durchaus gelungener Roman!

Auf der Suche nach Wahrhaftigkeit

Claudia Heine, Thalia-Buchhandlung Celle

In dem Roman von Moritz Heger führt Bruder Lukas zahlreiche innere Monologe um zu verarbeiten und zu verstehen wie er dazu steht, dass ihn sein Freund und Mitbruder Andreas im Kloster allein ließ um eine Familie zu gründen. Lukas zweifelt an seiner Freundschaft zu Andreas, seinem Glauben und an sich selbst. Er versucht sich wiederzufinden, denn seine Zweifel an seiner Berufung werden spürbar deutlich. Für seine Monologe wählt er einen See, der ihn in seiner Schönheit immer wieder fasziniert und ihm den Raum lässt, seine Gedan ken in alle Richtungen schweifen lassen zu können. Ein ruhiges und nachdenkliches Buch.

Kundenbewertungen

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Eine stille Geschichte über einen wankelmütigen Mönch
von Jessi am 09.04.2021

Wir begleiten Mönch Lukas durch rund 14 Tage seines Lebens, lesen von seinem inneren Konflikt, von seinem Gedanken. Er nimmt uns mit uns Leben in einem Kloster. Klingt ja erst mal interessant.  Im ersten Abschnitt hatte ich damit zu kämpfen, dass Bruder Lukas sehr selbstmitleidig und eifersüchtig daher kam. Das wurde im Laufe d... Wir begleiten Mönch Lukas durch rund 14 Tage seines Lebens, lesen von seinem inneren Konflikt, von seinem Gedanken. Er nimmt uns mit uns Leben in einem Kloster. Klingt ja erst mal interessant.  Im ersten Abschnitt hatte ich damit zu kämpfen, dass Bruder Lukas sehr selbstmitleidig und eifersüchtig daher kam. Das wurde im Laufe der Geschichte etwas besser, aber alles in allem wirkte er weiterhin, als würde er sich lieber die Rosinen rauspicken, als schwierigeren Weg zu gehen. Also im allgemeinen ein recht wankelmütiger Charakter.  Der Schreibstil ist gut und gerade die letzten beiden Abschnitte lassen sich sehr flüssig lesen. Ein Buch, das man durchaus lesen kann. Man verpasst aber auch nicht viel, wenn man es nicht tut. 

Ein Mönch, der in seinen Gedankenkreiseln badet
von einer Kundin/einem Kunden am 06.04.2021

Mit dem Roman „Aus der Mitte des Sees“ von Moritz Heger, nimmt uns Mönch Lukas mit an den See, wo er nicht nur schwimmen geht, sondern in seinen Gedankenkreiseln badet. Er entführt uns in seine inneren Monologe und zeigt uns dabei, dass es nicht einfach nur schwarz und weiß gibt, sondern auch die Schattierungen dazwischen bedach... Mit dem Roman „Aus der Mitte des Sees“ von Moritz Heger, nimmt uns Mönch Lukas mit an den See, wo er nicht nur schwimmen geht, sondern in seinen Gedankenkreiseln badet. Er entführt uns in seine inneren Monologe und zeigt uns dabei, dass es nicht einfach nur schwarz und weiß gibt, sondern auch die Schattierungen dazwischen bedacht werden müssen. Bruder Lukas muss den Austritt seines Mitbruders Andreas verkraften, der eine Art Bezugsperson für ihn war und nun mit Frau und Kind nach Berlin gegangen ist. Anfangs ist es gar nicht so klar, was das in Lukas auslöst und als Leser erhält man Anteil an seinen Gedanken: Kommen ihm nun auch Zweifel an seinem Klosterleben? Oder ist er neidisch auf das Familienglück von Andreas? Oder fehlt ihm einfach nur sein Freund? Dieser Roman zeigt uns, dass die Antwort niemals nur das eine oder nur das andere ist, sondern, dass es eben viele Gedanken dazwischen gibt und so erleben wir als Leser diese Gedankenmonologe dazwischen mit Lukas. Doch auch das Klosterleben steht nicht still und so kommen in diese Gedanken auch die Bitten der Mitbrüder hinein, die ihn bitten, die Klosterleitung zu übernehmen. Allerdings kommen auch weltliche Versuchungen in Form einer Frau auf Lukas zu und so mischen sich die Gedanken und erleben, wie Lukas damit umgeht und wie sein Weg weitergeht. Das Buch zieht einen durch einen ruhigen fast meditativen Schreibstil in seinen Bann und regt zum Nachdenken auch über das eigene Leben an. Auch wenn die vorkommenden Personen eher vage bleiben und nicht mit ihren Äußerlichkeiten oder ihren Hintergründen beschrieben werden, so findet man sich doch gut in diesem Buch zurecht, das jedoch seinen Fokus auf den Gedankenfluss legt und so seine Ruhe und Bedenklichkeit auch an den Leser abgibt. Wer nachdenkliche Geschichten mag und gerne in die Gedanken von Menschen mit anderen Lebensmodellen schaut, sollte dieses Buch lesen und sich von den Gedankenkreiseln von Bruder Lukas mitziehen lassen.

Geschichte hat noch Luft nach oben
von einer Kundin/einem Kunden aus Kyritz am 06.04.2021

Lukas, ein Mönch Anfang 40, ist schon sein halbes Leben in einem Kloster. Dieses Kloster ist in all den Jahren zu einer Heimat und auch zu einem Zuhause geworden. Doch nachdem ein Mitmönch, der zur gleichen Zeit wie er ins Kloster eintrat und seine Entscheidung revidierte und eine Familie gründete und dann auch noch konvertierte... Lukas, ein Mönch Anfang 40, ist schon sein halbes Leben in einem Kloster. Dieses Kloster ist in all den Jahren zu einer Heimat und auch zu einem Zuhause geworden. Doch nachdem ein Mitmönch, der zur gleichen Zeit wie er ins Kloster eintrat und seine Entscheidung revidierte und eine Familie gründete und dann auch noch konvertierte, geraten seine eingefahrenen Gedankenwege und Gefühle in Aufruhr. Er ist wütend auf Andreas, so hieß der Mönch, weil er ihn mit den alten Mönchen allein ließ. Und nun da nach und nach durch den Tod des einen oder anderen Mönches die Gemeinschaft, seine Familie, immer kleiner wird kommt er ins Grübeln ob dies wirklich sein Weg ist. Als Sarah dann auch noch in sein Leben tritt und seine Mitbrüder schon glauben die beiden hätten ein Verhältnis, nimmt er es erst noch mit Humor dann jedoch ist doch sehr pikiert darüber. Auch wenn er laut über das Zölibat nachdenkt und sein Verhältnis zu Gott. Seine entfachten Triebe versucht er durch lange Schwimmeinheiten zu zügeln. Kurz er befindet sich seelisch in einen Strudel der Gefühle, die er erstmal ordnen muss, wenig hilfreich ist dabei dass sein engster Vertrauter einen Schlaganfall erleidet. Der Autor schafft es mit Hilfe seiner fast schon meditativen Erzählweise, den Leser zu entschleunigen. Jedoch kratz er mit den Themen Zölibat, Rechte der Geschiedenen etc. lediglich an der Oberfläche. Und das finde ich wirklich schade, denn er hatte so viele Steilvorlagen und hat sie einfach verpuffen lassen. Durch einen inneren Monolog und wenige Dialoge wird die Handlung bestimmt. Bemerkenswert ist wie sich der Hauptprotagonist entwickelt. Da Lukas sich in einen Gewissenskonflikt befindet und emotional aufgeladen ist. So ist er Anfangs richtig wütend auf Andreas, der gegangen ist um sein Leben wieder aufzunehmen. Und er ist der der zurückblieb, auf dem jetzt alle Hoffnung ruht auch der Fortbestand des Klosters. Hin und hergerissen sinniert er grübelt und versucht seine Gedanken beim Schwimmen zu ordnen. Insgesamt ist mir die Handlung jedoch viel zu oberflächlich. Auch wenn der Glaube der Dreh- und Angelpunkt dieser Geschichte ist fehlt mir doch dieses gewisse Etwas, was mich sagen lässt toll, aber das fehlt hier leider Auch die Person des Lukas wird nicht unbedingt greifbar. Man erfährt zwar so einiges über ihn und seine Familie. Aber richtig nachvollziehen, warum er ausgerechnet das Leben als Mönch gewählt hat, kann ich auch am Ende nicht. Auch jetzt wo er mit sich einen Gewissenskonflikt ausficht bleiben oder gehen wird er nicht greifbar. Man könnte auch sagen er ist tief in seinem Glauben verwurzelt. Aber eine Entwicklung findet bei ihm erst statt als er diese Schauspielerin Sarah trifft. Fazit: Ein schönes Buch zum entschleunigen und runterkommen und nachdenken. Jedoch hat die Handlung als auch die Ausgestaltung der Figuren und reichlich Luft nach oben. Das Buch ist schon sehr speziell und bestimmt nicht für jedes was, aber doch ein netter zeitvertreib.


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