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  • Das Prachtboot

Das Prachtboot

Wie Deutsche die Kunstschätze der Südsee raubten

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Inhalt und Details

Neben Denkmälern und Straßennamen zeugen zauberhafte Museumsobjekte von den einstigen Kolonien - doch wie sind sie zu uns gekommen und woher stammen sie? Götz Aly deckt auf, dass es sich in den allermeisten Fällen um koloniale Raubkunst handelt, und erzählt, wie brutal deutsche Händler, Abenteurer und Ethnologen in der Südsee auf Raubzug gingen. So auch auf der Insel Luf: Dort zerstörten sie Hütten und Boote und rotteten die Bewohner fast vollständig aus. 1902 rissen Hamburger Kaufleute das letzte, von den Überlebenden kunstvoll geschaffene, hochseetüchtige Auslegerboot an sich. Heute ist das weltweit einmalige Prachtstück für das Entree des Berliner Humboldt Forums vorgesehen.
Götz Aly dokumentiert die Gewalt, Zerstörungswut und Gier, mit der deutsche »Strafexpeditionen« über die kulturellen Schätze herfielen. Das Publikum sollte und soll sie bestaunen - aber bis heute möglichst wenig vom Leid der ausgeraubten Völker erfahren. Ein wichtiger Beitrag zur Debatte über Raubkunst, Kolonialismus und Rassismus und zugleich ein erschütterndes Stück deutscher Geschichte.
»Was für ein Buch! Was für Erkenntnisse!«
Bénédicte Savoy
  • Format

    ePUB

  • Kopierschutz

    Ja

  • Family Sharing

    Ja

  • Text-to-Speech

    Ja

  • Seitenzahl

    240 (Printausgabe)

  • Erscheinungsdatum

    10.05.2021

Beschreibung & Medien

Neben Denkmälern und Straßennamen zeugen zauberhafte Museumsobjekte von den einstigen Kolonien - doch wie sind sie zu uns gekommen und woher stammen sie? Götz Aly deckt auf, dass es sich in den allermeisten Fällen um koloniale Raubkunst handelt, und erzählt, wie brutal deutsche Händler, Abenteurer und Ethnologen in der Südsee auf Raubzug gingen. So auch auf der Insel Luf: Dort zerstörten sie Hütten und Boote und rotteten die Bewohner fast vollständig aus. 1902 rissen Hamburger Kaufleute das letzte, von den Überlebenden kunstvoll geschaffene, hochseetüchtige Auslegerboot an sich. Heute ist das weltweit einmalige Prachtstück für das Entree des Berliner Humboldt Forums vorgesehen.
Götz Aly dokumentiert die Gewalt, Zerstörungswut und Gier, mit der deutsche »Strafexpeditionen« über die kulturellen Schätze herfielen. Das Publikum sollte und soll sie bestaunen - aber bis heute möglichst wenig vom Leid der ausgeraubten Völker erfahren. Ein wichtiger Beitrag zur Debatte über Raubkunst, Kolonialismus und Rassismus und zugleich ein erschütterndes Stück deutscher Geschichte.
»Was für ein Buch! Was für Erkenntnisse!«
Bénédicte Savoy

Artikeldetails

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  • Seitenzahl

    240 (Printausgabe)

  • Erscheinungsdatum

    10.05.2021

  • Sprache

    Deutsch

  • EAN

    9783104912714

  • Verlag Fischer E-Books
  • Dateigröße

    4870 KB

  • Verkaufsrang

    19854

Buchhändler-Empfehlungen

Isabel Senske, Thalia-Buchhandlung Osnabrück

Wie kommt ein Luf-Boot vor über 100 Jahren nach Berlin? Götz Aly zeichnet den Weg dieses außergewöhnlichen "Prachtboots" nach und zeigt damit ein eindrucksvolles Beispiel für deutsche Raubkunst aus der Zeit des Kolonialismus und den fragwürdigen Umgang damit heute. Lesenswert!

Kathrin Stürmer, Thalia-Buchhandlung Jena

Nichts als die Wahrheit. Götz Aly, Experte für die Aufarbeitung von gewalttätiger Macht, zitiert zeitgenössische Quellen. Das Buch passt in die gegenwärtige Debatte wie die Faust aufs Auge. Es sollte zusammen mit anderen Büchern gelesen und diskutiert werden.

Kundenbewertungen

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"Der Hauptzweck ist die Tötung von Kanaken"
von einer Kundin/einem Kunden aus Bad Münstereifel am 16.06.2021

Götz Aly schrieb mit #DasPrachtboot ein Sachbuch über die schändliche Vergangenheit der „Kolonialisten“. Sie gingen in der Südsee auf Beutezug und zu ihnen gehörten Ethnologen, Abenteurer und Händler. Die Insel Luf war ein begehrtes Ziel und im Jahr 1902 nahmen sich Kaufleute aus Hamburg widerrechtlich ein Prachtboot mit in ihre... Götz Aly schrieb mit #DasPrachtboot ein Sachbuch über die schändliche Vergangenheit der „Kolonialisten“. Sie gingen in der Südsee auf Beutezug und zu ihnen gehörten Ethnologen, Abenteurer und Händler. Die Insel Luf war ein begehrtes Ziel und im Jahr 1902 nahmen sich Kaufleute aus Hamburg widerrechtlich ein Prachtboot mit in ihre Heimat. Götz Aly schreibt Fakten über die Zerstörung von Dörfern, das Stehlen von wertvollen Kulturgütern und dem Morden der Einheimischen. Dabei nimmt er kein Blatt vor den Mund und ihn interessiert nicht, welchen Anfeindungen er nach der Veröffentlichung des Buches ausgesetzt ist. Ein ganz wichtiges Buch über das verabscheuungswürdige Verhalten deutscher „Forscher“ und deren Helfer. Es wurde bei Kennern das „Bismarck-Archipel“ genannt und lockte viele Männer auf Beutezug in die Südsee. Ein Zitat von Alexander Krug lautet: „Der Hauptzweck ist die Tötung von Kanaken.“ Das sagt wohl schon alles und bedarf keiner weiteren Erklärung. Für mich ist allerdings erschreckend, wie die Verantwortlichen gegenwärtig mit den gestohlenen Stücken umgehen. Nein, sie sehen kein Unrecht und stellen ihre Schätze schamlos und ohne Aufklärung über die Herkunft in ihren Museen uns Ausstellungsräumen aus. Einige sprechen von „anonymem Ankauf“, das heißt, dass die Besitzer bestohlen wurden. Die Diebe wurden dann mit Orden dekoriert und auf diese Weise für ihre Verbrechen belohnt. Auf der Insel Luf wurde 1882/83 sämtliche Hütten der Einwohner zerstört und ihnen gleichzeitig jegliche Lebensgrundlage genommen. Und warum? Weil die „Wilden“ angeblich für ihre „Missetaten“ bestraft werden sollten. Die „Herrenmenschen“ kamen tatsächlich als solche zu den „Kanaken“, die oft weit mehr Intellekt hatten als ihre Unterdrücker. Gehandelt wurde mit „Niggerhead“ (minderwertiger Tabak der sehr schnell abhängig machte). Wer nicht rauchte, der wurde in „Raucherschulen“ gesteckt und so lange bearbeitet, bis er sich daran gewöhnte und den Tabak brauchte. Ein Buch, welches berührt und mich persönlich sehr aufregte. Warum gibt es bis heute immer noch Diskussionen, ob denn die Übergriffe auch tatsächlich stattfanden? Ist die Ausrottung ganzer Dörfer nicht Beleg genug? Die „Herren“ wollten „kultivieren, profitieren und ausrotten“. Sonst nichts. Am Schluss des Buches gibt es Kurzbiographien zu den hier genannten Persönlichkeiten nachzulesen. Teilweise sind auch Fotos abgebildet. Danach folgen Erklärungen zu Abkürzungen sowie Verweise auf weiterführende Literatur. Auch etliche Fotos aus damaliger Zeit sind zu betrachten und dazu ein Abbildungsverzeichnis mit Belegen, woher die Fotos stammen. Das Buch empfehle ich allen, die sich ein Bild über unsere Vorfahren machen möchten. Insbesondere zum Thema Rassenkunde gibt es viel zu überdenken.

Deutsche Grausamkeit in der Südsee.
von S.A.W aus Salzburg am 08.05.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

1882 nimmt Deutschland den Bismarck-Archipel nordöstlich von Neu-Guinea in Besitz, vergibt die Inseln zur Ausbeutung an Kaufleute, die tun können, was immer sie wollen. Am Beispiel der Insel Luf zeigt Aly, was das heißt: Ein Kanonenboot mit 300 Soldaten vernichtet die Inselbevölkerung, verbrennt die Häuser und die Prachtboote, ... 1882 nimmt Deutschland den Bismarck-Archipel nordöstlich von Neu-Guinea in Besitz, vergibt die Inseln zur Ausbeutung an Kaufleute, die tun können, was immer sie wollen. Am Beispiel der Insel Luf zeigt Aly, was das heißt: Ein Kanonenboot mit 300 Soldaten vernichtet die Inselbevölkerung, verbrennt die Häuser und die Prachtboote, sodass die Überlebenden verhungern, vernichten die Wälder. Anschließend wird ein Kokosplantage errichtet, betrieben mit Sklaven von den Nachbarinseln. Dies galt auf kulturelle Erziehung der Primitiven zur „Arbeit“. Dabei wurden keine primitiven Stämme zerstört sondern die älteste Kultur der Welt, die vor 60.000 Jahre die Hochseeschifffahrt erfunden, Australien, Neu-Guinea und die Melanesischen Inseln besiedelt hat. Mit ihren Prachtbooten befuhren die Melanesier den Ozean, lange bevor irgendein Europäer dies konnte. Die kunstvoll geschnitzten und bemalten Holzarbeiten sind so beeindruckend, dass die Deutschen in einem riesigen Raubzug alles nach Berlin verschleppten, was sie nicht verbrannt oder zerstört hatten. In einer typischen Täter-Opfer-Umkehr wurde dann den Indigenen die Schuld an ihrem Aussterben zugeschoben. Sie wollten nicht mehr leben und bekamen keine Kinder mehr, aus Widerstand gegen die deutsche Kultur – ein widerlicher Euphemismus verbohrter Rassisten, die Menschen schlechter behandelten als Vieh. Ein wichtiges Buch, aber sehr, sehr traurig zu lesen Dr. Rüdiger Opelt, Autor von „Deutschland gewinnt den Krieg“

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