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Jaffa Road

Roman

Daniel Speck

(20)
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Beschreibung

Eine Villa am Meer unter Palmen: Die Berliner Archäologin Nina reist nach Palermo, um das Erbe ihres verschollenen Großvaters Moritz anzutreten. Dort begegnet sie ihrer jüdischen Tante Joëlle – und einem mysteriösen Mann, der behauptet, Moritz’ Sohn zu sein. Elias, ein Palästinenser aus Jaffa. Drei fremde Verwandte am Grab eines rätselhaften Mannes – gemeinsam rekonstruieren sie Moritz‘ schillerndes Leben, um ihre eigene Familiengeschichte zu verstehen.
Haifa, 1948: Unter den Bäumen der Jaffa Road findet das jüdische Mädchen Joëlle ein neues Zuhause. Für das palästinensische Mädchen Amal werden die Orangenhaine ihres Vaters zur Erinnerung an eine verlorene Heimat. Beide ahnen noch nichts von dem Geheimnis, das sie verbindet.

Wie aus Nachbarn Feinde wurden, schildert Speck [...] aus verschiedenen kulturellen Blickwinkeln und mit einer atmosphärischen und emotionalen Nähe zu seinen Figuren, die beeindruckt und mitreißt.

Produktdetails

Einband Taschenbuch
Seitenzahl 672
Erscheinungsdatum 24.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-596-70384-5
Verlag Fischer Taschenbuch Verlag
Maße (L/B/H) 21,6/13,6/4,8 cm
Gewicht 609 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 64

Buchhändler-Empfehlungen

Alexandra Krüger, Thalia-Buchhandlung Bremen

Daniel Speck nimmt uns wieder mit ans Mittelmeer... Grandios geschrieben und eine unglaublich bewegende Geschichte, bei der man einfach mitfühlen muss!

Gibt es Gerechtigkeit?

Beate Mildenberger, Thalia-Buchhandlung Pforzheim

Jaffa Road ist die Fortsetzung einer Familiengeschichte die mit " Piccola Sicilia " beginnt. Flucht einer jüdischen Familie 1942 aus Tunis nach Haifa, der Vertreibung der palästinensischen Christen und Araber Nach der Ausrufung des Staates Israel. Und es ist die Geschichte des Wehrmachtsoldaten Moritz, der sich als Maurice in Haifa ein neues Leben aufbauen möchte. Fesselnd geschrieben, gut recherchiert , Beeindruckend wie der Autor es verstanden hat die komplizierte Geschichte Israels und Palästinas ohne Partei zu ergreifen zu erzählen. Am bestein beide Bücher nacheinander lesen. Absolute Leseempfehlung,

Kundenbewertungen

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Drei Leben, drei Frauen
von einer Kundin/einem Kunden aus Berlin am 11.04.2021

"Der Mann, den wir gemeinsam suchten, war gestorben, bevor wir ihn finden konnten. Mein Großvater, ihr Vater, der ewig Verschollene." Ein Treffen in Palermo zur Testamentseröffnung lässt drei Generationen aufeinander Treffen. Es geht um den einstigen Wehrmachtsfotograf Moritz Reinicke, oder den Italiener Maurice Sarfati. Eine... "Der Mann, den wir gemeinsam suchten, war gestorben, bevor wir ihn finden konnten. Mein Großvater, ihr Vater, der ewig Verschollene." Ein Treffen in Palermo zur Testamentseröffnung lässt drei Generationen aufeinander Treffen. Es geht um den einstigen Wehrmachtsfotograf Moritz Reinicke, oder den Italiener Maurice Sarfati. Eine Person in unterschiedlichen Leben. Nina Zimmermann, die Enkeltochter, deren Großmutter während seines letzten Heimaturlaubs schwanger wurde. Die Tochter nie ihren Vater kennenlernen konnte, aber stets diese Sehnsucht nach ihm im Herzen trug. Jöelle die einst mit ihrem Vater Maurice und der Mutter sich mit dem Flüchtlingsschiff auf in eine neue Zukunft machten. Von ihrem Land träumten, "Eretz Israel", die Briten nannten es Palästina. Ein neues Zuhause in der Jaffa Road fanden. Und da ist noch der Palistinänser Elias Bishara, Sohn von Amal, der sich als Sohn von Moritz ausgibt. Sie sind sich nie begegnet, doch sind ihre Lebensgeschichten eng miteinander verknüpft. "Der Schlüssel zum Geheimnis seines Todes wird mir in diesem Moment klar, liegt nicht dort wo er gestorben ist. Sondern an den Orten, wo er gelebt hat. Und der Schlüssel zum Leben eines Mannes sind seine Frauen." Nina erfährt über Jöelle und Elias die Geschichte ihrer Familien und die Teilung eines Landes, was die einen als ihre neue Heimat betrachteten, die anderen zu Heimatlosen machte. Erinnerungen die den Leser nach Haifa, Jaffa und Berlin führen. Sie hatten unabhängig vom Glauben in Eintracht miteinander gelebt. Standen füreinander ein. Amals Familie besaß eine große Obstplantage in Jaffa, der Vater war ein gütiger Mensch, investierte seinen Gewinn stets in neues Land, denn Land bedeutete Leben für seine Kinder. Doch dann wurde das Land geteilt, und es spielte keine Rolle mehr wer, sondern was man war. Amals Vater wurde alles genommen, und wurde zum Flüchtling im eigenen Land. "Gott hat ihnen das Land versprochen, sagten sie. Aber was für ein Gott ist das, der seine Kinder trennt und der einen gibt, was er den anderen nimmt." Und jetzt war Jöelles Familie dort angekommen, wo am 14.5.1948 Ben Gurion den jüdischen Staat Israel ausgerufen hatte. Sie eine Wohnung von Vertriebenen bezogen. Es fällt mir, als Leser schwer diese Situation der Vertreibung, aber auch die Sehnsucht des jüdischen Volkes nach einem eigenem Land, zu verstehen, zu begreifen. Ein Kampf, der mitunter noch immer mit viel Hass und Terror geführt wird, viel Leid brachte und noch immer bringt. Daniel Speck schildert diese Zeit ausführlich und schonungslos, verpackt in den unterschiedlichen Familiengeschichten. Oft machte es mich wütend und fassungslos. Aber er gibt dem Leser seinen eigenen Raum diese Ereignisse zu verarbeiten, indem er sie aus Sicht der unterschiedlichen Familie erzählt. Einige mögen diese Passagen sicher als langatmig empfunden haben, aber für mich war es gerade wichtig, um zu verstehen, daher war dieses Hintergrundwissen sehr wichtig, wie ich finde. Eine Geschichte, die noch lange nachwirkt und unbedingt gelesen werden sollte. "Irgendwann kommt die Zeit, wo jeder seinen Koffer auspacken und entscheiden muss, was wirklich zu ihm gehört."

Zu langatmig
von KerstinTh am 10.04.2021

Es handelt sich um die Fortsetzung von Piccola Sicilia. Moritz Reinecke, der in den vergangenen Jahrzehnten als Maurice lebte, ist gestorben. Seine Enkeltochter Nina reist aus Berlin nach Palermo, um das Erbe an zu treten. Dort trifft sie nicht nur auf ihre Tante Joelle, sondern auch auf Elias – Moritz‘ Sohn, von dem bisher niem... Es handelt sich um die Fortsetzung von Piccola Sicilia. Moritz Reinecke, der in den vergangenen Jahrzehnten als Maurice lebte, ist gestorben. Seine Enkeltochter Nina reist aus Berlin nach Palermo, um das Erbe an zu treten. Dort trifft sie nicht nur auf ihre Tante Joelle, sondern auch auf Elias – Moritz‘ Sohn, von dem bisher niemand wusste. Ich habe erst beim Lesen gemerkt, dass es sich bei Jaffa Road um die Fortsetzung von Piccola Sicilia handelt. Ich kam schon mit dem ersten Band nicht so richtig klar. Bella Germania hatte mich in seinen Bann gezogen und ich hatte das Buch nur so verschlungen. Bei Piccola Sicilia war schon deutlich weniger Reiz da, aber Jaffa Road war für mich schon fast ein Kampf. Irgendwann habe ich auch ein paar Seiten übersprungen, denn irgendwie waren mir die Passagen zu ausführlich und ausschweifend. Ich hatte das Gefühl die Handlung kommt nicht weiter. Es war eine Anekdotensammlung dreier Leben. Aber eine wirkliche Aussage konnte ich nicht finden. Eigentlich war es ganz interessant, mehr über Israel zu erfahren und auch die Beweggründe, wieso die Situation ist, wie sie ist. Allerdings bin ich nun nicht schlauer. Ich konnte auch keinen Unterschied zwischen Juden und Arabern erkennen. Für mich verhalten sie sich exakt gleich. Sie müssten sich ja eigentlich verstehen. Moritz war ein Lebemann. Wurde ihm das eine Leben zu viel oder zu kompliziert haute er ab und erfand sich neu und gründete eine neue Familie. So hat er, ein Deutscher, der in der Wehrmacht diente, eine Tochter mit einer Deutschen, eine Tochter mit einer tunesischen Jüdin und noch einen Sohn mit einer muslimischen Araberin. Kein Wunder, dass es beim Aufeinandertreffen der Nachfahren Explosiv hergeht. Gut gemacht fand ich, dass der Leser die Erbschaftsgeschichte von Nina, Joelle und Elias als roten Faden hat, und dazwischen die Familiengeschichten von Joelle und Elias erfährt. Nina kommt auch in diesem Band etwas zu kurz. Allerdings war hier Moritz ja auch die gesamte Zeit über abwesend. Die Passagen aus der Generation von Joelles und Elias Großeltern hat mir gefallen, damals lebten alle Ethnien friedlich beisammen und waren zum Teil auch Freunde und halfen sich aus. Was dann in den 50ern passierte ist unvorstellbar, da es vorher ja wunderbar geklappt hat. Die Geschichte hätte auch auf deutlich weniger Seiten gepasst, ohne, dass wichtige Informationen verloren gegangen wären. Zudem konnte mich die Handlung einfach nicht so packen, wie bei Bella Germania, deshalb vergebe ich nur eineinhalb von fünf Sterne.

Ein Leben, drei Familien
von einer Kundin/einem Kunden am 10.04.2021

Jaffa Road: Ein Anruf erschüttert Ninas Leben: Ihr verschollener Großvater Moritz ist tot – und hinterlässt ihr und ihrer Tante Joelle ein Erbe. Beide Frauen reisen kurzerhand nach Palermo und finden dort nicht nur eine hübsche Villa, sondern auch jede Menge Fragen. Ist der gutaussehende Dottore, der sich über das Geschehene in... Jaffa Road: Ein Anruf erschüttert Ninas Leben: Ihr verschollener Großvater Moritz ist tot – und hinterlässt ihr und ihrer Tante Joelle ein Erbe. Beide Frauen reisen kurzerhand nach Palermo und finden dort nicht nur eine hübsche Villa, sondern auch jede Menge Fragen. Ist der gutaussehende Dottore, der sich über das Geschehene in Schweigen hüllt, tatsächlich Moritz Sohn? Kann es sein, dass Moritz nicht nur zwei, sondern gleich drei Leben und Identitäten hatte? 1948: Während die kleine Joelle mit ihren Eltern in Haifa ankommt und in der Jaffa Road das lang ersehnte Zuhause findet, muss das junge, palästinensische Mädchen Amal mit ihrer Familie aus ihrem Haus in Jaffa fliehen und alles zurücklassen. Für beide Mädchen beginnt ein Leben auf unterschiedlichen Seiten der Geschichte – nichtsahnend, wer sie einst verbinden wird. Meine Meinung: Alles, was Daniel Speck aufs Papier bringt, ist in meinem Regal ein Muss. Also großer Fan von Bella Germania und Piccola Sicilia habe ich mir dabei nicht einmal den Klappentext durchlesen müssen – und so habe ich auch erst auf den ersten Seiten gemerkt, dass mir die Protagonisten bereits vertraut sind. Jaffa Road dreht sich (wie sein Vorgänger Piccola Sicilia) um die Geschichte von Moritz Reincke alias Maurice Sarfati – Vater, Großvater und seit langem verschollen. Aber keine Angst: Auch wer Piccola Sicila nicht kennt, wird eine außergewöhnliche Geschichte in diesem Roman finden. Auch wenn mehr Hintergrundwissen selbstverständlich nie schaden kann – und mit einem Buch von Daniel Speck macht man sowieso nie etwas falsch. Nina und Joelle reisen erneut nach Sizilien, wo, wie sie endlich erfahren haben, ihr Vater und Großvater Moritz gelebt haben und gestorben sein soll. Dort treffen sie auf ein Haus voller Erinnerungen und einen Mann, der diese am liebsten loswerden möchte. Der gutaussehende Elias stellt sich allerdings auch als Sohn von Moritz heraus – eine Chance für Nina, die letzten fehlenden Puzzleteile von Moritz Leben zusammenzufügen. Wie sein Vorgänger erzählt auch Jaffa Road von zwei verschiedenen Seiten und Zeiten. Auf der einen haben wir die Zurückgelassenen, die mit Mühe versuchen, das Leben ihres Vaters bzw. Großvaters zu rekonstruieren. Auf der anderen Seite verfolgen wir im Jahre 1948 das Leben zweier Menschen: Moritz, der mit Yasmina und Joelle in Haifa, Israel ankommt und das von Elias Mutter Amal, die nur wenige Kilometer entfernt ihre Heimatstadt Jaffa, Palästina verlassen und vor den vorrückenden Kriegen fliehen muss. Mit einem eindrucksvollen Schreibstil, der melancholisch und hoffnungsvoll zugleich ist, erzählt Daniel Speck die Geschichte eines Konflikts, der hierzulande häufig vergessen wird: Es ist die Geschichte von Israel und Palästina, von den noch vor wenigen Jahren verfolgten Juden und den aus ihrer Heimat vertriebenen Palästinensern. Ein Konflikt, von dem ich – so viel muss ich ehrlich zugeben – bisher nur wenig Ahnung hatte. Speck hat sich allerdings die Zeit genommen, in die Region zu reisen, sich mit einem offenen Ohr die Geschichten der Menschen anzuhören und sie mit viel Einfühlungsvermögen in seiner Geschichte zu verarbeiten. Seine Charaktere sind bunt wie das Leben und wurden durch seinen bildlichen Schreibstil vor meinen Augen zum Leben erweckt. Ich habe einen tiefen Einblick in diese Figuren erhalten, die zwar so nie gelebt haben, aber gut existiert haben könnten. Ihre Geschichte hat mich bis zum heutigen Tag nicht mehr losgelassen – alleine das ist für mich ein Grund, das Buch zu meinen Lieblingen zu zählen. Die Geschichte von Nina, Elias und Joelle bliebt zwar zeitweise etwas blass für mich, weil der Fokus auf der von Moritz lag, aber zusammen ergaben die Erzählungen ein Bild eines Lebens mit mehreren Identitäten. Schade war, dass Moritz beinahe nie selbst zum Erzähler wurde – so konnte ich einige seiner Handlungen, die die anderen Figuren nur aus zweiter Hand erfahren hatten, nicht immer zu 100% nachvollziehen. Aber so bleibt manches zumindest meiner Fantasie überlassen. Insofern hat Jaffa Road meiner Meinung nach seinen Vorgänger sogar noch übertroffen. Wo Piccola Sicilia noch Schwierigkeiten mit der Dramatik und der Zusammenführung beider Zeiten hatte, hat Jaffa Road einen stimmigen Bogen durch Moritz Leben geschlagen. Für einen Roman mit beinahe 700 Seiten bin ich praktisch durch das Buch geflogen. Es wird mich mit Sicherheit noch eine ganze Weile begleiten. Fazit Jaffa Road ist für mich bisher das beste Buch aus der Feder von Daniel Speck. Mit bunten, vielschichtigen Charakteren, einem gut durchdachten Spannungsbogen und wichtigen, einfühlsamen Erzählungen, konnte Speck mich 700 Seiten durchgehend packen. Wenn ich könnte, würde ich dem Buch 6 von 5 Sternen geben!


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