Der Tod des Vivek Oji

Roman

Akwaeke Emezi

(7)
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Beschreibung


Eines Nachmittags öffnet eine Mutter in einer Stadt im Südosten Nigerias ihre Haustür und entdeckt den Körper ihres toten Sohnes, eingewickelt in bunten Stoff. Ihren Sohn, den die eigenen Eltern nie so recht verstanden haben.

Vivek Oji ist schon früh anders als die anderen Kinder und leidet unter Ohnmachtsanfällen. Während der Vater den Militärdienst herbeisehnt, überschüttet die Mutter den Sohn mit Fürsorge. Viveks engste Bezugsperson ist sein Cousin Osita. Kann er Vivek helfen, sein Innerstes zu offenbaren?


Akwaeke Emezi sind igbo-tamilische Autor:innen und Künstler:innen zwischen den Welten. Sie wuchsen in Nigeria auf und absolvierten ihren Master in Verwaltungswissenschaften an der New York University. Im Jahr 2017 gewannen sie den Commonwealth Short Story Prize für Afrika. Ihr Debüt Süßwasser erschien 2018 bei Eichborn.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Altersempfehlung 16 - 99 Jahr(e)
Erscheinungsdatum 30.04.2021
Verlag Eichborn
Seitenzahl 272
Maße (L/B/H) 20,2/12,4/2,7 cm
Gewicht 332 g
Auflage 1. Auflage 2021
Originaltitel The Death of Vivek Oji
Übersetzer Anabelle Assaf
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8479-0067-2

Buchhändler-Empfehlungen

Stephanie Hepp, Thalia-Buchhandlung Saarbruecken

Eine großartige, wundervolle Tragödie die tief ins Herz trifft mit ihren weisen Sätzen voller Gefühl und Liebe. Hier wird die Liebe gefeiert ohne Ansehen von Geschlecht und Hautfarbe und beschworen, wie viel sich in der Welt noch ändern muss.

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Mehr solcher Bücher
von einer Kundin/einem Kunden aus Recklinghausen am 11.08.2021

Die Mutter von Vivek findet ihren Sohn eines Tages tot auf der Veranda ihres Hauses. Er ist in bunten Stoff eingewickelt und sie begibt sich auf die Suche nach den Hintergründen zu seinem Tod und auch auf die Suche nach der „wahren Identität“ ihres Kindes. Dabei muss sie feststellen, dass sie ihren Sohn nie wirklich gekannt und ... Die Mutter von Vivek findet ihren Sohn eines Tages tot auf der Veranda ihres Hauses. Er ist in bunten Stoff eingewickelt und sie begibt sich auf die Suche nach den Hintergründen zu seinem Tod und auch auf die Suche nach der „wahren Identität“ ihres Kindes. Dabei muss sie feststellen, dass sie ihren Sohn nie wirklich gekannt und gesehen hat, wer er ist. Vivek, der in Südnigeria in den Neunzigerjahren aufwächst, hat einen strengen Vater und eine sehr liebevolle Mutter. Die politische Situation im Land ist angespannt und die Gesellschaft bringt kein Verständnis für Menschen wie Vivek auf. Seine engste Bezugsperson, Cousin Osita, und einige Freundinnen sind die einzigen, die ihn irgendwann so wahrnehmen, wie er ist und ihn unterstützen... WOW!!! Was für ein Buch. Die Autorin Akwaeke Emezi hat hier wirklich ein Meisterwerk geschaffen!! Sie behandelt in diesem Buch sehr schwere Themen wie die Suche nach sich selbst, innere Zerrissenheit, Ohnmacht, Akzeptanz des “Andersseins“ und vieles mehr. Dies alles vor dem Hintergrund der nigerianischen Kultur und Denkweise. Sie schafft dies mit unglaublichem Feingefühl. Erzählt wird Viveks Geschichte durch Rückblicke der verschiedenen Protagonisten, die nach und nach von seinem Leben bis hin zu den tragischen Ereignissen berichten, die zu seinem Tod führen. Mit einer unfassbar fesselnden und wundervollen Gabe für Sprache und Erzählweise wird das Buch so zu einem absoluten Genuss, obwohl es wirklich traurig ist. Auch die deutsche Übersetzung von Anabelle Assaf ist wahnsinnig toll gelungen und sollte hier noch mal hervorgehoben werden. Denn bei all den Genderbegrifflichkeiten, bedarf es auch hierfür viel Können und Gespür. Dieses Buch hat mich zutiefst bewegt und wird noch lange in mir nachhallen. Es sollte jeden zum Nachdenken über den Umgang mit vermeintlich „Anderen“ bewegen und ich kann es uneingeschränkt jedem Empfehlen!! Die Welt braucht mehr solcher Bücher!

Beton
von einer Kundin/einem Kunden am 31.05.2021

In manchen Büchern gibt es solche Sätze, Schlüsselsätze, die einen beim Lesen förmlich anspringen und allem davor und danach gelesenen eine neue Bedeutung verleihen: „Mein ganzes Leben fühlte ich mich schwer. Der Tod, dachte ich immer, wäre irgendwann das Schwerste, aber das war er nicht, nicht wirklich. Zu leben war, als schlei... In manchen Büchern gibt es solche Sätze, Schlüsselsätze, die einen beim Lesen förmlich anspringen und allem davor und danach gelesenen eine neue Bedeutung verleihen: „Mein ganzes Leben fühlte ich mich schwer. Der Tod, dachte ich immer, wäre irgendwann das Schwerste, aber das war er nicht, nicht wirklich. Zu leben war, als schleife mich jemand im Kreis durch feuchten Beton, der mit jeder Runde meines widerwilligen Körpers weiter erhärtete.“ Ein Bild von einer Kraft, das unmittelbar berührt und bedrückt und eine Lebensrealität plötzlich sprachlich erfahrbar macht, die einem zuvor möglicherweise noch unvorstellbar erschien. Am Anfang steht der Tod: In der Eröffnungsszene des Romans wird Vivek Ojis nackter Leichnam von seiner Mutter vor ihrer Haustür aufgefunden – ohne zu wissen, woran er starb, wer bei ihm war oder wer ihn dort ablegte. Autor* Akwaeke Emezi identifiziert sich als nichtbinäre Person und macht die Frage nach Geschlecht, Identität und Sexualität zum Dreh- und Angelpunkt des Buches. Was definiert, wie du selbst und deine Mitmenschen dich sehen, lieben, annehmen? Das durch die Geburt vergebene Geschlecht, dein Tonfall, die Länge deiner Haare? Eingewoben in die gesellschaftlich-kulturellen Konventionen von Emezis nigerianischer Heimat entspinnt sich die Geschichte des Protagonisten, seiner Familie, Freund*innen und Mitmenschen rund um seinen Tod, das Davor und das Danach. Im Mittelpunkt steht seine Beziehung zu seinem besten Freund, Cousin und großer Liebe Osita und wie dieser mit Viveks äußerlicher wie psychischer Wandlung umgeht. Das Gefühl des Gefangenseins im eigenen Körper führt im späteren Verlauf seiner Jugend und des Erwachsenwerdens zu immer stärkeren Auswirkungen bis hin zu Magersucht und schweren Depressionen. Das Thema der persönlichen Träume und Traumata wird jedoch über die beiden Hauptfiguren hinaus auch in ihrem Umfeld ausgespielt: Egal wie individuell unterschiedlich, im Kern sehnen sie alle sich nach dem Gleichen, angenommen und geliebt werden als der Mensch, der man ist. Akwaeke Emezi hat einen emotions- wie ausdrucksstarken, wichtigen Roman für das 21. Jahrhundert geschrieben. Und wo er scheinbar aus der Peripherie unserer Wahrnehmung kommt – Nigeria, nichtbinäre Identität – berührt er ein Thema, das allgemein relevanter nicht sein könnte. Kein einfaches Buch, aber eines, das berührt, im Gedächtnis bleibt und vielleicht sogar die Kraft hat, den eigenen Blick zu erweitern.

Identität in den 1990 Jahren in Nigeria
von einer Kundin/einem Kunden aus Lemwerder am 15.05.2021

„Der Tod des Vivek Oji“ Akwaeke Emezi ist ein bewegender Roman, der in Nigeria spielt. Es ist eine Geschichte über eine gespaltene Persönlichkeit. Eines Tages findet eine Mutter ihren Sohn Vivek Oje ermordet auf ihrer Veranda. Dann wird auf Viveks Leben und seine Freunde zurück geschaut. Das wird von seinem Cousin Osieta... „Der Tod des Vivek Oji“ Akwaeke Emezi ist ein bewegender Roman, der in Nigeria spielt. Es ist eine Geschichte über eine gespaltene Persönlichkeit. Eines Tages findet eine Mutter ihren Sohn Vivek Oje ermordet auf ihrer Veranda. Dann wird auf Viveks Leben und seine Freunde zurück geschaut. Das wird von seinem Cousin Osieta erzählt. Er war immer schon ein wenig anders, wie die anderen Jungen. Seine Familie kommt mit seiner Andersartigkeit nicht klar. Akwaeke Emezi bezeichnet sich selber als nicht binär und spricht mit klarer Stimme über die Geschlechtsidentität. Der Roman bewegt und interessant. Er ist unbedingt lesenswert.


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