Über Menschen

Roman

Juli Zeh

(97)
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Beschreibung

Dora ist mit ihrer kleinen Hündin aufs Land gezogen. Sie brauchte dringend einen Tapetenwechsel, mehr Freiheit, Raum zum Atmen. Aber ganz so idyllisch wie gedacht ist Bracken, das kleine Dorf im brandenburgischen Nirgendwo, nicht. In Doras Haus gibt es noch keine Möbel, der Garten gleicht einer Wildnis, und die Busverbindung in die Kreisstadt ist ein Witz. Vor allem aber verbirgt sich hinter der hohen Gartenmauer ein Nachbar, der mit kahlrasiertem Kopf und rechten Sprüchen sämtlichen Vorurteilen zu entsprechen scheint. Geflohen vor dem Lockdown in der Großstadt muss Dora sich fragen, was sie in dieser anarchischen Leere sucht: Abstand von Robert, ihrem Freund, der ihr in seinem verbissenen Klimaaktivismus immer fremder wird? Zuflucht wegen der inneren Unruhe, die sie nachts nicht mehr schlafen lässt? Antwort auf die Frage, wann die Welt eigentlich so durcheinandergeraten ist? Während Dora noch versucht, die eigenen Gedanken und Dämonen in Schach zu halten, geschehen in ihrer unmittelbaren Nähe Dinge, mit denen sie nicht rechnen konnte. Ihr zeigen sich Menschen, die in kein Raster passen, ihre Vorstellungen und ihr bisheriges Leben aufs Massivste herausfordern und sie etwas erfahren lassen, von dem sie niemals gedacht hätte, dass sie es sucht.

Juli Zehs neuer Roman erzählt von unserer unmittelbaren Gegenwart, von unseren Befangenheiten, Schwächen und Ängsten, und er erzählt von unseren Stärken, die zum Vorschein kommen, wenn wir uns trauen, Menschen zu sein.

»Ein Buch, das einem die Augen öffnet für unsere bundesrepublikanische Wirklichkeit.«

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 416
Erscheinungsdatum 22.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-630-87667-2
Verlag Luchterhand
Maße (L/B/H) 22,3/14,7/4,2 cm
Gewicht 674 g
Verkaufsrang 4

Buchhändler-Empfehlungen

Zwischen Schwarz-Weiß liegt die Grauzone

H. Wiebusch, Thalia-Buchhandlung Kassel

Ein Buch über die ersten Tage der Pandemie und über das Schwarz-Weiß-Denken. Gibt es nur Richtig oder Falsch, oder vielleicht auch etwas dazwischen? Dora zieht von ihrem Großstadtleben in Berlin alleine aufs Land nach Bracken, um dort ein altes Haus zu renovieren und ihrem anstrengenden Partner zu entfliehen. Ihr neuer Nachbar, Gote, stellt sich als Dorf Nazi vor und Dora fühlt sich schnell über den Menschen erhaben, sie ist besser, politisch korrekt und die Dorfbewohner*innen in Bracken entsprechen sowieso jedem erdenklichen Klischee. Aber stimmt das wirklich? Juli Zeh trifft mit diesem Roman den Puls unserer Zeit und beschreibt Menschen in all ihren Facetten. Der scharfsinnige und humorvolle Schreibstill lässt das Lesen von „Über Menschen“ zu einem unterhaltsamen und kurzweiligen Erlebnis werden, das noch einige Zeit nachklingt. Eine klare Leseempfehlung!

Philipp Buschatz, Thalia-Buchhandlung Köln

Ein wenig erinnerte mich dieses Buch an das fantastische "Altes Land" von Dörte Hansen. Nur unter Corona-Bedingungen.. Vor allem der erste, etwas satirischere Teil des Buches gefiel mir richtig gut. Insgesamt vielleicht etwas zu konstruiert. Aber dennoch sehr lesenswert!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
97 Bewertungen
Übersicht
88
7
2
0
0

So lala
von einer Kundin/einem Kunden aus Adelheidsdorf am 08.05.2021

Lässt sich ohne große Längen lesen, aber irgendwie fehlt der Feinschliff, den ich bei Juli Zeh sonst sehr schätze. Vielleicht zu konstruiert, teilweise vorhersehbar und damit auch irgendwie platt. War wirklich enttäuscht, weil ich selbst nach 3/4 des Buches dachte, da müsste jetzt aber noch irgendwas kommen, aber es kam nichts.

Ein Buch, von dem ich nicht wollte, dass es endet!
von Lia48 am 07.05.2021

INHALT: Dora hat genug von dem Chaos bzgl. Corona und Lockdown, von ihrer komplizierten Beziehung mit Robert, von dessen apokalyptischen Horrorszenarien bzgl. der Pandemie und der Umweltzerstörung, von den stets negativen Nachrichten in den Medien, und von dem hektischen Treiben in der Stadt. Die Menschheit scheint immer mehr... INHALT: Dora hat genug von dem Chaos bzgl. Corona und Lockdown, von ihrer komplizierten Beziehung mit Robert, von dessen apokalyptischen Horrorszenarien bzgl. der Pandemie und der Umweltzerstörung, von den stets negativen Nachrichten in den Medien, und von dem hektischen Treiben in der Stadt. Die Menschheit scheint immer mehr den Verstand zu verlieren. Sie muss hier definitiv weg! Sie hat ein altes Gutsverwalterhaus auf dem Land gekauft, in Bracken – ein Dorf in Brandenburg mit 285 Einwohnern. Ohne Möbel, ohne Auto, mit einem sanierungsbedürftigen Haus und einem vernachlässigten Garten in der Größe eines halben Fußballfeldes, versucht sie ihr Glück. Mithilfe von YouTube möchte sie die botanische Katastrophe in einen romantischen Landhausgarten mit Gemüsebeet verwandeln. Und ihren Job in der Werbeagentur führt sie im Homeoffice aus. Doch dann sind da noch die Nachbarn: Mehrere AfD-Wähler, hinter der Mauer der kahlrasierte „Dorfnazi“ und ein vernachlässigtes Mädchen. Trügt die ländliche Idylle etwa mehr, als vermutet? MEINUNG: Meine Erwartungen an das Buch waren nach den vielen positiven Stimmen, groß. Ich war gespannt, was mich bei Juli Zehs neuem Buch erwarten würde. Zuvor hatte ich bereits „Unterleuten“ gelesen, was mir etwas zu ruhig gewesen war, und „Neujahr“, das mich trotz dem weniger authentischen Ende, sehr beeindrucken konnte. Von Anfang an gefielen mir bei „Über Menschen“ das Setting sowie die Vorstellung, vor dem Wahnsinn in der Welt, flüchten zu können. Dora tat mir leid und ich war fassungslos, welchen Schikanen sie in ihrer Beziehung ausgesetzt war. „Ihr gemeinsames Leben verwandelte sich in ein Korsett aus Regeln.“ Als Robert ihr wegen Corona auch noch die Spaziergänge mit ihrer Hündin „Jochen-der-Rochen“ verbieten wollte, war ich froh, dass sie sich dies nicht länger gefallen lassen wollte! Besonders gut ist Juli Zeh die Zusammenstellung der unterschiedlichen und vielschichtigen Charaktere gelungen. Diese wirken lebendig und authentisch, sodass man als Leser*in schnell im Dorf ankommt. Nach und nach lernt Dora ihre Nachbarn kennen und diese Entwicklungen habe ich mit großem Interesse verfolgen dürfen. Ich mochte, in welche Richtung sich das Buch thematisch entwickelt hat, ohne, dass ich hier zu viel verraten möchte. Zwar habe ich anfangs wieder etwas Zeit benötigt, um in die Handlung hineinzufinden - die erste Buchhälfte über gab es für mich einige Längen und der Teil hat mich eher an „Unterleuten“ erinnert, bei dem es mir ähnlich erging. Aber ich hätte nicht gedacht, dass die Lektüre mich noch so sehr für sich einnehmen könnte. Denn spätestens ab der Hälfte fand ich die Handlung so eindrücklich und bewegend - sie hat mich festgehalten und nicht mehr losgelassen! Das war so ein Buch, von dem ich nicht wollte, dass es endet, obwohl es später so unglaublich traurig war. Ich wollte noch eine Weile bei Dora in Bracken bleiben... Der Inhalt hallt noch immer in mir nach und ich werde ihn wohl nicht so schnell vergessen. FAZIT: Juli Zeh ist ein großartiger Gesellschaftsroman gelungen, der das aktuelle Geschehen der Pandemie und dessen Auswirkungen aufgreift. Für mich mit der Botschaft: Egal, auf welche Leute wir treffen – hinter jedem von uns steckt ein Mensch. Das sollten wir nicht vergessen… Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung und 4,5/5 Sterne!

Was wir über Menschen wissen
von einer Kundin/einem Kunden aus Künzell am 06.05.2021
Bewertet: Format: eBook (ePUB)

Wer bin ich und wer will ich sein? Wie will ich leben und wo? Was für Chancen habe ich verpasst, welche Entscheidungen bereut? Wie soll es weiter gehen? Bin ich glücklich? All das fragt sich Dora und als die Corona Pandemie mit voller Wucht auf die Welt trifft, fühlt sie sich zum Handeln gezwungen. Ihre Flucht vor sich selb... Wer bin ich und wer will ich sein? Wie will ich leben und wo? Was für Chancen habe ich verpasst, welche Entscheidungen bereut? Wie soll es weiter gehen? Bin ich glücklich? All das fragt sich Dora und als die Corona Pandemie mit voller Wucht auf die Welt trifft, fühlt sie sich zum Handeln gezwungen. Ihre Flucht vor sich selbst hält allerdings nur neue Fragen für sie bereit. Sie wird mit Themen konfrontiert, die bis dato für sie gar nicht relevant waren, doch nun ihren Alltag prägen. An einigen Stellen hat man das Gefühl den Spiegel vorgehalten zu bekommen. Was wissen wir wirklich über unsere Mitmenschen!? Was wiegt mehr: die Wahrheit oder das was wir dafür halten? Wie finden wir einen Weg mit dem umzugehen, was anscheinend nicht ins allgemein gültige Weltbild passen will? Das Buch gibt Anstöße zum Nachdenken und Reflektieren über Menschen - über sich selbst. Fazit: Ich hatte mehr Spannung und Nervenkitzel erwartet, doch über Menschen kann man sich hier einige Gedanken machen und vielleicht was lernen.


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