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Kim Jiyoung, geboren 1982

Roman

Nam-Joo Cho

(179)
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Beschreibung

Der Weltbestseller aus Korea - über 2 Millionen verkaufte Exemplare weltweit.

Cho Nam-Joo hat mit ihrem Roman einen internationalen Bestseller geschrieben. Ihre minimalistische und doch messerscharfe Prosa hat nicht nur viele Leserinnen weltweit begeistert, sondern auch Massenproteste in Korea ausgelöst. In einer kleinen Wohnung am Rande der Metropole Seoul lebt Kim Jiyoung. Die Mittdreißigerin hat erst kürzlich ihren Job aufgegeben, um sich um ihr Baby zu kümmern - wie es von koreanischen Frauen erwartet wird. Doch schon bald zeigt sie seltsame Symptome: Jiyoungs Persönlichkeit scheint sich aufzuspalten, denn die schlüpft in die Rollen ihr bekannter Frauen. Als die Psychose sich verschlimmert, schickt sie ihr unglücklicher Ehemann zu einem Psychiater. Nüchtern erzählt eben dieser Psychiater Jiyoungs Leben nach, ein Leben bestimmt von Frustration und Unterwerfung. Ihr Verhalten wird stets von den männlichen Figuren um sie herum überwacht - von Grundschullehrern, die strenge Uniformen für Mädchen durchsetzen; von Arbeitskollegen, die eine versteckte Kamera in der Damentoilette installieren und die Fotos ins Internet stellen. In den Augen ihres Vaters ist es Jiyoung's Schuld, dass Männer sie spät in der Nacht belästigen; in den Augen ihres Mannes ist es Jiyoung's Pflicht, ihre Karriere aufzugeben, um sich um ihn und ihr Kind zu kümmern. »Kim Jiyoung, geboren 1982« zeigt das schmerzhaft gewöhnliche Leben einer Frau in Korea und gleichzeitig deckt es eine Alltagsmisogynie auf, die jeder Frau - egal, wo auf der Welt - nur allzu bekannt vorkommt.

Produktdetails

Format ePUB i
Kopierschutz Ja i
Family Sharing Ja i
Text-to-Speech Nein i
Seitenzahl 208 (Printausgabe)
Erscheinungsdatum 11.02.2021
Sprache Deutsch
EAN 9783462319972
Verlag Kiepenheuer & Witsch
Originaltitel 82¿¿ ¿¿¿
Dateigröße 1497 KB
Übersetzer Ki-Hyang Lee
Verkaufsrang 3103

Buchhändler-Empfehlungen

Lesen!!!

Stephan Kliem, Thalia-Buchhandlung Krefeld

Toll geschriebene Erzählung über die Rolle bzw. das Rollenverständnis der Frau in der koreanischen (Südkorea) Gesellschaft. Nüchtern und ruhig geschrieben entfaltet sich die Erzählung umso eindringlicher. Lesen!

Traditionen

Verena Milde, Thalia-Buchhandlung Celle

Ein vielschichtiger, aussagekräftiger Roman, der uns die ungerechte Welt spiegelt…nicht nur in Südkorea. Nach der Geburt ihres Kindes wird die junge Koreanerin Kim Jiyoung in die Traditionen gepresst. Plötzlich aus dem Berufsleben gerissen, lebt sie ihr neues Leben voller Frustration und Unterwerfung. Durch einen Psychiater erhalten wir als Leser Einblick in das Seelenleben der Protagonistin und ihre jahrelange Unterdrückung, die schon als Kind in der Familie begann. Ein mutiger Roman. Lesetipp!

Kundenbewertungen

Durchschnitt
179 Bewertungen
Übersicht
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52
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0

The Future is female!
von einer Kundin/einem Kunden aus Dinklage am 19.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Dieses Buch hat was mit mir gemacht. Ich habe jetzt nichts Schockierendes oder Neues gelernt aber es repräsentiert eben jene Probleme, die immer noch da sind. Die immer noch real sind. Egal wie sehr wir uns weiterentwickeln. Kim Jiyoungs Leben steht nicht nur für das Leben aller koreanischen Frauen, sondern für jede einzel... Dieses Buch hat was mit mir gemacht. Ich habe jetzt nichts Schockierendes oder Neues gelernt aber es repräsentiert eben jene Probleme, die immer noch da sind. Die immer noch real sind. Egal wie sehr wir uns weiterentwickeln. Kim Jiyoungs Leben steht nicht nur für das Leben aller koreanischen Frauen, sondern für jede einzelne Frau auf dieser Welt. Wir alle gehen durch diese, vom Patrichart geführten Welt. Viele sehen die Missstände und sprechen sich dagegen aus. Aber viele andere sehen es nicht oder wollen es nicht wahrhaben. Wir leben im Jahr 2021 und immer noch ist das weibliche Geschlecht minderwertig. Diese Nacherzählung hat mir gut gefallen. Sie zeigt die vielen kleinen Probleme, die zu einem großen werden. Es ist ein recht dünnes Buch aber da steckt eine ganze Menge drin. Ich kann es nur empfehle. Ich finde, diese Buch sollte man lesen. Egal ob Frau oder Mann. Außerdem wird es Zeit dass wir laut werden! Wir dürfen diese Missstände nicht mehr zulassen. Sprecht darüber. Mit Freunden, Familie, auf Social Media. Ihr seid nicht alleine!

In den Zwängen patriarchaler Strukturen
von einer Kundin/einem Kunden am 15.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Die Geschichte, die Cho Nam-joo in ihrem Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“ erzählt, ist weit mehr als eine bloße Nacherzählung aus dem Leben einer fiktiven Gestalt. Kim Jiyoung steht stellvertretend für eine ganze Generation an Frauen, die in Südkorea tagtäglich gegen tradierte Rollenbilder, sozialen Druck und patriarchale Struk... Die Geschichte, die Cho Nam-joo in ihrem Roman „Kim Jiyoung, geboren 1982“ erzählt, ist weit mehr als eine bloße Nacherzählung aus dem Leben einer fiktiven Gestalt. Kim Jiyoung steht stellvertretend für eine ganze Generation an Frauen, die in Südkorea tagtäglich gegen tradierte Rollenbilder, sozialen Druck und patriarchale Strukturen ankämpfen. Der gesichtslose Kopf auf dem Cover ist dabei die erste von vielen Botschaften, die noch vor dem Lesen direkt ins Gesicht schlägt und die mich noch lange nach dem Lesen beschäftigt hat. Die Frau ist nicht etwa gesichtslos, weil sie ein farbloser und eindimensionaler Charakter ist, weit gefehlt! Stattdessen kann jede südkoreanische Frau beliebig ihr Gesicht in dieses Cover einfügen, denn was ich als Leserin über Kim Jiyoung erfahre, ist eine von Millionen ähnlicher Geschichten aus Südkorea. Erzählt wird die Geschichte der fiktiven Kim Jiyoung im Rückblick, in der einzelne Lebensabschnitte von Kim Jiyoung (Grundschule, Mittel- und Oberschule, Universität, Einstieg in die Berufswelt, Rolle als Mutter) phasenweise nacherzählt und durchleuchtet werden. Eingeklammert wird dies zu Beginn aus der Erzählperspektive von Kim Jiyoungs Ehemann und zum Schluss von einem Psychologen, der Kim Jiyoungs Geisteszustand aus medizinischer Perspektive analysiert. Diese Klammer habe ich auch metaphorisch für den Roman verstanden, da Kim Jiyoungs Leben von vielen verschiedenen Männern eingezwängt und fremdbestimmt wird, begonnen von ihrem Grundschullehrer, Dozenten an der Uni, Arbeitgebern, Kollegen, aber auch fremden Männern im Bus, im Park, einfach überall. Während es auch durchaus positive Entwicklungen bzgl. der Rolle der Frau gibt, bspw. Die verfassungsrechtlich verankerte Gleichheit der Geschlechter, erlebte ich als Leserin zusammen mit Jiyoung immer und immer wieder Rückschläge. Schöpfte ich noch eine Zeit lang Hoffnung, dass Kim Jiyoung sich aus verschiedenen Situationen und Rollen befreien könne, so zeigte mir der letzte Satz dieses Romans – ironischerweise die Diagnose eines Mannes – ein sehr viel pessimistischeres Bild, welches mich recht verzweifelt zurückgelassen hat. Ich kann diesen Roman wirklich allen ans Herz legen, die sich für die feministische Bewegung, Ostasien und intelligent erzählte Geschichten interessieren. Da ich selbst Ostasienwissenschaften studiert habe, waren viele Informationen nicht wirklich neu für mich. Stattdessen war ich beeindruckt, wie die Autorin die Geschichte mit aktuellen Zahlen und sozio-politischen Entwicklungen verknüpft hat, denn: Es macht einfach wütend! Es macht wütend zu lesen, was unsinnige Arbeitsgewohnheiten („der Letzte, der das Büro verlässt, ist am fleißigsten etc“), der Spagat zwischen einem traditionellen und modernen Frauenbild (frau wagt es nicht Elternzeit, welche ihr rechtlich zusteht, zu beantragen, aus Angst die Kolleg*innen zu belasten) und der enorme Konkurrenzkampf vom Schulalter bis in die Berufswelt psychisch mit vielen Frauen in Südkorea anstellt. Abschließend würde mich noch interessieren, wie die öffentliche Rezeption dieses Romans in Südkorea ausgefallen ist, das wäre noch spannend zu recherchieren. Klare Leseempfehlung!

Ernüchternder Einblick in ein "scheinbar normales Leben"
von mesu am 15.04.2021
Bewertet: Einband: gebundene Ausgabe

Der Schreibstil ist bewusst nüchtern und kurz gefasst, doch die Geschichte dahinter ist unvorstellbar und macht sprachlos. Das Leben einer Frau in Südkorea in einer reinen Männerwelt. Alles wird reglementiert, erschwert, teils verboten, nicht für Frauen gut befunden, und seit Generationen so überliefert.... Man spürt beim Les... Der Schreibstil ist bewusst nüchtern und kurz gefasst, doch die Geschichte dahinter ist unvorstellbar und macht sprachlos. Das Leben einer Frau in Südkorea in einer reinen Männerwelt. Alles wird reglementiert, erschwert, teils verboten, nicht für Frauen gut befunden, und seit Generationen so überliefert.... Man spürt beim Lesen Beklemmung, Verwunderung und Fassungslosigkeit über die Umstände und Ereignisse. Es ist eine auf den Punkt gebrachte Geschichte die noch lange nachhallt und die man nicht so schnell vergisst. Lesen besonders empfehlenswert.

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