Das Leben ist ein vorübergehender Zustand

Gabriele Arnim

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Beschreibung

“Ein erschütterndes Buch, aber es ist eine heilsame, eine befreiende Erschütterung, eine hilfreiche, mit der man deutlich weiter kommt als mit aller wohltuenden Erträglichkeit. [...] im Kern eine Liebesgeschichte – und ein großes Zeugnis.” Sten Nadolny

Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite, haben ihren Mann aus allem herauskatapultiert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken. Wie liebt und hütet man einen Mann, der an dem Tag zusammenbricht, an dem man ihm gesagt hat, man könne nicht mehr leben mit ihm? Wie schafft man die Balance, in der Krankheit zu sein und im Leben zu bleiben? Gabriele von Arnim beschreibt in diesem literarischen Text, wie schmal der Grat ist zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, Zuwendung und Herrschsucht. Wie leicht Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung enden. Und Aufopferung erbarmungslos wird.

"Das Leben ist ein vorübergehender Zustand" ist eine leidenschaftliche, so kühle wie zärtliche Erzählung eines bedrängten Lebens.

«Bitte lesen Sie dieses Buch, das mit einer solch stillen Wucht daherkommt, dass man zunächst gar nicht merkt, wie es einen umhaut. Ganz große Kunst und so nah am Leben.» Daniel Schreiber

Am Ende hat man eine Liebesgeschichte gelesen. [...] Die Sprache von Arnims ist so präzise wie leise, jedes Wort ist mit Bedacht gewählt – dieses Buch entfaltet seine besondere Kraft, weil etwas wahrhaft Schönes entsteht aus dem Schrecken.

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 240
Erscheinungsdatum 23.03.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-498-00245-9
Verlag Rowohlt
Maße (L/B/H) 20,8/13,2/2,7 cm
Gewicht 366 g
Auflage 1. Auflage
Verkaufsrang 900

Buchhändler-Empfehlungen

Dorothea Bereswill, Thalia-Buchhandlung Sindelfingen

Was für ein unglaublich bedrängender, heftiger Text! Diese Klarheit, mit der von Arnim das Leben auslotet, das bleibt, wenn der Partner, intellektuell ganz groß, nach zwei Schlaganflällen von ihr als Ehefrau, die sich hatte trennen wollen, abhängig ist. Bedrängend schonungslos.

Ein sehr persönliches Buch

Eine Buchhändlerin/ein Buchhändler, Thalia-Buchhandlung Dresden

Dieses sehr literarisch geschriebene Sach-Buch kann man verschieden lesen - als Unwissende(r), als Interessierte(r), als Betroffene(r). Ich konnte immer nur kurze Passagen lesen, um genügend Zeit zum Reflektieren zu haben. Die genaue Sprache der Autorin hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck. Ich werde immer wieder zu diesem Buch greifen.

Kundenbewertungen

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von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

An dem Tag als die Autorin ihrem Mann sagt, das sie ihre Ehe beenden möchte, bekommt dieser einen Schlaganfall und bleibt 10 Jahre lang, bis zu seinem Tod, ein Pflegefall. Dieses Buch hat mich tagelang in Gedanken begleitet, es hat mich tief getroffen und mir eine große Klugheit und Menschlichkeit gezeigt. Was macht das Leben au... An dem Tag als die Autorin ihrem Mann sagt, das sie ihre Ehe beenden möchte, bekommt dieser einen Schlaganfall und bleibt 10 Jahre lang, bis zu seinem Tod, ein Pflegefall. Dieses Buch hat mich tagelang in Gedanken begleitet, es hat mich tief getroffen und mir eine große Klugheit und Menschlichkeit gezeigt. Was macht das Leben aus, auch wenn es richtig schwierig wird? Gibt es noch schöne Augenblicke, lebenswerte Momente? Habe ich als Pflegender Gestaltungsmöglichkeiten und kann ich ich selber bleiben? Lesen Sie diese so traurige, zärtliche und berührende Zumutung. Es ist ein Muss für Menschen, die das Leben in all seiner Vielfalt erkennen möchten.

von einer Kundin/einem Kunden am 23.07.2021

Eigentlich ist die Beziehung zu Ende. An jenem Tag als die Erzählerin ihrem Partner dies eröffnet, trifft ihn der erste von mehreren Hirnschlägen. Er wird zum Pflegefall und sie bleibt bei ihm, 10 Jahre, bis zu seinem Tod. Ein schonungsloser Bericht über ein Leben im permanenten Ausnahmezustand, mal erschütternd, mal erwärmend u... Eigentlich ist die Beziehung zu Ende. An jenem Tag als die Erzählerin ihrem Partner dies eröffnet, trifft ihn der erste von mehreren Hirnschlägen. Er wird zum Pflegefall und sie bleibt bei ihm, 10 Jahre, bis zu seinem Tod. Ein schonungsloser Bericht über ein Leben im permanenten Ausnahmezustand, mal erschütternd, mal erwärmend und immer sehr weise. Unbedingt lesen!

Das Buch lies mich wütend zurück.
von kvel am 28.06.2021

Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite haben ihren Mann aus allem herauskatapulitert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken. Der nicht deutlich sprechen, nicht gehen, nicht lesen, nicht schreiben kann – aber nach wie vor wasserhell denkt. Zutiefst eingekerk... Inhalt, gemäß Umschlaginnenseite: Ein Schlaganfall, zehn Tage später der zweite haben ihren Mann aus allem herauskatapulitert, was er bis dahin gelebt hatte. Und aus ihr wird die Frau des Kranken. Der nicht deutlich sprechen, nicht gehen, nicht lesen, nicht schreiben kann – aber nach wie vor wasserhell denkt. Zutiefst eingekerkert in sich, ausgeschlossen von der Welt, die er bisher so großräumig bewohnt hat. Ein zerrütteter Mensch, ein Bär ohne Wildnis. Und sie sitzt ratlos zusammen mit der Vergangenheit und der Zukunft auf der schmalen Bank namens Jetzt. Wie lebt man mit Krankheit? Zehn Jahre lang haben die beiden gekämpft, gelitten, gewütet und sich gegenseitig mit neuer Innigkeit kennengelernt. Gabriele von Arnim beschreibt in diesem literatischen Text, wie schmal der Grat ist zwischen Fürsorge und Übergriffigkeit, Zuwendung und Herrschsucht. Wie leicht Rettungsversuche in demütigender Herabwürdigung enden. Und Aufopferung erbarmungslos wird. Wie liebt und hütet man einen Mann, der an dem Tag zusammenbricht, an dem man ihm gesagt hat, man könne nicht mehr leben mit ihm? Wie schafft man die Balance, in der Krankheit zu sein und im Leben zu bleiben? Meine Meinung – Achtung, es wird aus dem Inhalt berichtet: Ich war sehr auf dieses Buch gespannt, da mich die Beschreibung und auch die Bewerbung auf der Buchrückseite gepackt hatten. Der Schreibstil ist echt beeindruckend! Ja, die Autorin kann wirklich erzählen! „Krankheit und Kränkung. Erst in diesen Jahren habe ich den semantischen Zusammenhang vertanden. Den Angriff der Krankheit auf die Unabhängigkeit, auf die Selbstachtung, auf fast alles, was das Ego bisher ausgemacht hat. Wie sich behaupten im ruinierten Zustsand.“ (S. 43) Ich vermute mal, die Intention der Autorin diese Autobiographie zu schreiben, liegt darin begründet, sich Lob (sei es für ihr Duchhaltevermögen oder ihre unerschütterliche Liebe zu ihrem Mann) aus der Leserschaft abzuholen. Und da bin ich schon bei meinem ersten Kritikpunkt. Denn die meiste Zeit beim Lesen hätte ich die Dame am Liebsten rechts und links abgewatscht; man merkt schon, dass das Lesen bei mir gewisse Aggressionen hervorgerufen hat. Ja, sie hat auch selbstkritisch über sich geschrieben. Aber dies kann dennoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Geschriebene vor Selbstgerechtigkeit / Selbstbeweihräucherung nur so trieft. „Ich überfordere ihn ständig. Tue ich das für ihn oder für mich? Für sein Wohlbefinden oder für mein gutes Gewissen?“ (S. 124) Ja, ich weiß, dass man jemanden, der so selbstlos und aufopfernd ist, eigentlich gar nicht kritisieren darf. Aber ich kann schon verstehen, dass sich Freunde und Bekannte im Laufe der Zeit abgewendet haben. Denn Freundschaft bedeudet ja auch, dass man gemeinsame Interessen hat und sich auf Augenhöhe begegnet. Wenn jedoch etwas davon abhanden gekommen ist, kann ich schon verstehen, dass sich andere abwenden; dies muss gar kein bewusster Prozeß sein oder etwas mit Berührungsängsten zu tun haben, sondern kann auch schleichend „einfach so“ passieren. Also muss Frau von Arnim dies gar nicht so bemängeln; mit diesem Unterton, dass diejenigen schlechtere Menschen wären als sie selbst. Schließlich hat sie reichlich Geld: um sich privat Pflegepersonal und Ärzte leisten zu können. Sie organisiert Personen aus ihrem persölichen Umfeld, die die Zeit ihrem Mann durch Vorlesen vertreiben. Sie lässst ihren Mann aus ihrer Wohnung im fünften Stock nach unten tragen, um mit ihm zum Einkaufen auf den Markt zu fahren. Ja, man darf sich Hilfe holen. Aber wenn die Vorleser wahrscheiblich ganz ehrlich zu sich selbst sind, würden sie zugeben, dass sie das Vorlesen auch nur für ihr eignes Selbstbild machen würden. Und das Einkaufen auf dem Markt dient bestimmt auch dazu dem Patienten eine Abwechslung zu bieten, aber eben bestimmt auch, um selbst als selbstlose Kümmerin in den Augen anderer dazustehen. Ich weiß dies sind viele Unterstellungen meinerseites, aber man darf nicht vergessen, dass Frau von Arnim alles selbst so bestimmt hat, dass alles so war wie es war. Aber ich möchte hier eine Rezension zu dem Buch schreiben und keinen Gegenentwurf an Argumenten. Deshalb bleibt am Ende die Frage: Hat mir dieses Buch gefallen? Nein. Hat es mir etwas gebracht – unabhängig von meinen persönlichen Gefühlsausbrüchen? Nein. Ist es lesenwert - in Anbetracht des wirklich hervorragenden Erzählstils? Ja.

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