Die Katzen von Shinjuku

Roman

Durian Sukegawa

(16)
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Beschreibung

Shinjuku, ein Viertel in Tokio: Hier treffen sie aufeinan-der – Yama, ein gescheiterter Fernsehautor Mitte zwanzig, und Yume, eine wortkarge Kellnerin. Beide sind sie Au-ßenseiter, beide haben sie die Hoffnung, ihren Platz im Leben zu finden, fast aufgegeben. Yume arbeitet in einer Bar namens Karinka, die schrägen Vögeln ebenso eine Heimat bietet wie streunenden Katzen. Als Yama diesen Ort das erste Mal betritt, ist er völlig fasziniert: von den Menschen, der Stimmung und der besonderen Rolle, die die Vierbeiner im Karinka spielen. Er fasst Vertrauen zu Yume, mit der er sich bald gemeinsam um die Straßenkat-zen kümmert. Aus der Freundschaft der beiden scheint mehr zu werden, doch dann holt Yume ihre Vergangen-heit ein …
›Die Katzen von Shinjuku‹ erzählt die Geschichte zweier Menschen, die mit sich selbst hadern und einander zu ret-ten versuchen: ein bittersüßer Roman mit Blick für die kleinen Dinge, einfühlsam und mit viel Wärme erzählt.

»In der Katzenliteratur, die oberflächlich betrachtet zart, liebevoll und leicht melancholisch ist, verbirgt sich oftmals harsche Gesellschaftskritik«
Barbara Geschwinde, WDR5 SCALA

»Erinnert oft an seinen weltberühmten Landsmann Haruki Murakami«
Marcus Golling, SÜDWEST PRESSE

»In einer skurril-poetischen Mischung erzählt Durian Sukegawa, wie die Außenseiter Yama und Yume-chan umeinander herumschleichen.«
Katharina Wantoch, PSYCHOLOGIE BRINGT DICH WEITER

»Sukegawa schreibt ausgesprochen lesbar, abwechslungsreich ist der Roman konstruiert«
Alexander Kluy, BUCHKULTUR

»Eine fernöstliche Liebesgeschichte voller Poesie und Melancholie.«
Roswitha Fitzinger, OBERÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN

»Dieser Roman vereint auf meisterliche Weise Gegensätze. Er ist zart, poetisch, kristallklar und trotz der melancholischen Grundatmosphäre, der bedrückenden Lebenswelt und der im zweiten Teil tränentreibend.«
SÜDHESSEN WOCHENBLATT

»Mit ›Die Katzen von Shinjuku‹ hat Autor Durian Sukegawa einen melancholischen, poetischen Roman geschrieben, der vom Leben zweier Außenseiter inmitten der pulsierenden japanischen Hauptstadt erzählt.«
GOSLARSCHE ZEITUNG

»Der neueste Roman von Sukegawa Durian lässt nicht nur die Herzen von Katzenliebhabern höherschlagen, sondern erzählt auch eine einfühlsame Geschichte über Freundschaft.«
Manuel Piwko, JAPANDIGEST

»Durian Sukegawa malt realistische Charaktere mit echten Problemen, die einen mitfühlen und hoffen lassen. Das Ende ist überraschend und bittersüß wie das Leben selbst.«
Nagisa Tsubaragi, SUMIKAI.COM

»Welch eine bezaubernde Geschichte – nicht allein für Katzenfreunde! Liebenswürdig, schräg, einfühlsam und melancholisch. Wie das Leben, wenn man es genau betrachtet.«
Ulla Schmitz, STADTMAGAZIN WILDESHAUSEN

»Sehr stark und super authentisch.«
Linda Auhage, HERTZ 87.9 – CAMPUSRADIO FÜR BIELEFELD

»Ein wunderbar poetischer Roman.«
Helmut Schneider, VORMAGAZIN

»Eine große Empfehlung für alle Bestände und ein Muss für die Japan-Freunde ist.«
Helmut Krebs, BUCHPROFILE MEDIENPROFILE

Produktdetails

Einband gebundene Ausgabe
Seitenzahl 272
Erscheinungsdatum 12.02.2021
Sprache Deutsch
ISBN 978-3-8321-8147-5
Verlag DuMont Buchverlag
Maße (L/B/H) 18,6/12,1/2,5 cm
Gewicht 322 g
Originaltitel Shinjuku no neko
Auflage 1. Auflage
Übersetzer Sabine Mangold
Verkaufsrang 44851

Buchhändler-Empfehlungen

Julian Nagel, Thalia-Buchhandlung Bayreuth

Dieses Buch handelt von Yama-chan und Yume-chan, zwei Außenseitern in der japanischen Leistungsgesellschaft. Ihre Geschichte ist geprägt von Umwegen, Schicksalsschlägen, bittersüßer Liebe, viel Poesie und natürlich von Katzen. Ein Roman, wie ihn das Leben schreibt.

Von der Scheu der Katzen und Menschen

I. D., Thalia-Buchhandlung Recklinghausen

Yama ist ein gescheiterter Fernsehautor. Vielversprechende Positionen bei den renommierten Fernsehanstalten sind ihm verwehrt, denn er leidet an Farbenblindheit. Mehr schlecht als recht schlägt er sich bei einem cholerischen Fernsehmagnaten durch, der ihn immer wieder schikaniert und misshandelt. Erschöpft von unzähligen Überstunden auf der Arbeit kehrt Yama eines Abends in eine Bar in Shinjuku ein. Dort werden Katzenwetten abgehalten, die Gäste des Etablissements versuchen zu erraten, welche der Katzen auf einem aufgezeichneten Plan als nächstes auf der Mauer am Fenster auftauchen werden. Bei seinen weiteren Besuchen lernt er die schrägen Gäste kennen, allesamt mit ihren Eigenarten, fasziniert ihn doch am meisten die in sich gekehrte Kellnerin Yume. Wie er hat auch sie einen anderen Blick auf die Welt, denn sie schielt. Doch Yume scheint mehr zu umgeben, als es den Anschein hat. Voneinander angezogen, lernt Yama, warum Yume mehr Vertrauen in Katzen als in Menschen hat. Die Liebe zu den Katzen fängt an, die beiden Menschen auf eine einzigartige Weise zu verbinden. „Die Katzen von Shinjuku“ ist nach „Kirschblüten und rote Bohnen“ das zweite Buch, das ich von Durian Sukegawa lese. Genau wie in seinem anderen Buch bringt er Einzelgänger auf eine poetische, fast schon scheue Weise zusammen. Seine Charaktere berühren und beeinflussen einander, die Verbindungen sind auch hier wieder zart und fragil. Ich bin nur so durch die Seiten geflogen, so schön fand ich das Buch. Eine melanchonische Geschichte, die das Herz bewegt!

Kundenbewertungen

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Eine besondere Geschichte mit viel Nachklang
von jam am 06.06.2021

„Ich saß eine ganze Weile stumm neben ihr, unfähig zu sprechen. Aber in meiner Brust tobte ein Aufruhr an Gefühlen wie eine zitternde Dose Buntstifte. Eine Glastür meines Herzens flog auf und heraus stürmten jede Menge Dinge, die ich nicht einordnen konnte.“ Seite 238 Wir befinden uns in Tokio am Ende der 80iger Jahre. Dort ... „Ich saß eine ganze Weile stumm neben ihr, unfähig zu sprechen. Aber in meiner Brust tobte ein Aufruhr an Gefühlen wie eine zitternde Dose Buntstifte. Eine Glastür meines Herzens flog auf und heraus stürmten jede Menge Dinge, die ich nicht einordnen konnte.“ Seite 238 Wir befinden uns in Tokio am Ende der 80iger Jahre. Dort lernen wir Yama kennen, der so gerne in der Fernsehbranche Fuß fassen möchte, aber aufgrund einer körperlichen Besonderheit gestaltet sich das sehr schwierig. In einer trostlosen Phase stolpert er ins Kalinka, eine kleine Bar in Shinjuku. Dort lernt er nicht nur die Kellnerin Yume kennen, sondern einen Querschnitt an Charakteren, ein besonders Spiel… und vor allem die Katzen von Shinjuku… Yama hat mich sehr bewegt, er steht an einem Wendepunkt in seinem Leben, hat den richtigen Pfad noch nicht gefunden. Auf dem Weg dorthin lernen wir auch viel über Japans Kultur, über starken Alkoholkonsum und Chefs, die ihre Mitarbeiter schlagen. Das wirkte erst etwas befremdlich auf mich, war aber auch wahnsinnig faszinierend. Er versucht, Programme für die Masse zu machen und scheitert doch immer wieder, meist an sich selbst und dem, was er eigentlich tun will… An diesem Punkt begegnet er der eigenwilligen Yume, die so verschlossen und interessant wirkt, abweisend aber ganz besonders. Sie zeigt ihm nicht nur ihre Welt, sondern auch wie seine gelingen kann. Durian Sukegawas Geschichte über die Katzen von Shinjuku ist so vielschichtig, es fällt mir schwer, all das zu beschreiben, weil ich wohl vieles davon selber noch nicht ganz begriffen habe… Japans Kultur, die Fernsehbranche, körperliche Stigmata, faszinierende Persönlichkeiten. Und doch sind alle gleich, wollen geliebt werden und suchen Nähe. So wie die Katzen, die, wenn wir sie kennenlernen, viel über uns selber aussagen… Ich möchte nicht verschweigen, dass diese so poetische Geschichte gegen Ende eine wirklich dramatische Wendung nimmt, mit der ich nicht gerechnet habe und die mich stark berührt und bewegt hat. Mehr als einmal musste ich schlucken und das Buch kurz weglegen, mich sammeln und wieder eintauchen, in die dunklen Ecken der menschlichen Seele. Letzten Endes entließ mich Durian Sukegawa aber mit dem Gefühl, gerade etwas besonders gelesen und vor allem etwas Wichtiges gelernt zu haben, und einem Lächeln im Gesicht. Fazit: Eine besondere Geschichte über eine faszinierende Welt in einer spannenden Zeit, bewegend, berührend, mit viel Nachklang…

Die Liebe eines Außenseiters...
von nicigirl85 aus Ilsenburg am 29.05.2021

Da ich mir vorgenommen habe, mal mehr in asiatische Literatur abzutauchen und mir die Aufmachung des Romans ins Auge stach, war meine Neugier geweckt und ich begann gespannt zu lesen. In der Geschichte geht es um Yamazaki, der mit seiner Berufswahl alles andere als Erfolg hat. Durch eine körperliche Einschränkung wird er nie ... Da ich mir vorgenommen habe, mal mehr in asiatische Literatur abzutauchen und mir die Aufmachung des Romans ins Auge stach, war meine Neugier geweckt und ich begann gespannt zu lesen. In der Geschichte geht es um Yamazaki, der mit seiner Berufswahl alles andere als Erfolg hat. Durch eine körperliche Einschränkung wird er nie da hinkommen, wo er gerne wäre, denn das akzeptiert Japans Gesellschaft nicht. Als er eines Abends ins Karinka stolpert, einer abgeranzten Bar, trifft er auf die Kellnerin Yume. Wird diese Begegnung sein Leben verändern? Zunächst einmal muss ich anmerken, dass die nüchterne, prägnante Erzählweise, die von kurzen, knackigen Sätzen geprägt ist, mich sehr angesprochen hat. Die leise, angenehme Art hat nach einem stressigen Arbeitstag etwas sehr entspannendes. Ich bin jetzt nicht so der Katzenliebhaber und war daher gänzlich überrascht, dass es so viele unterschiedliche Ausprägungen gibt und was Katzen Menschen geben können, um nicht in ein tiefes Loch zu fallen. Die Beschreibung der Bar Karinka und die Charaktere darin, die oft nicht namentlich benannt sind, sondern nach ihrer optischen Erscheinung bezeichnet werden, hatte etwas sehr uriges. Ich glaube gerade in der aktuellen Zeit vermisst man so eine leicht angegammelte Bar schon sehr. Der Roman spielt in den 80ern, leider habe ich persönlich davon sehr wenig gemerkt, da der Fokus eher auf den Hauptfiguren liegt und nicht auf dem Setting an sich. Das fand ich etwas schade, denn ich hätte mich gern in mein Geburtsjahrzehnt zurück versetzen lassen. Die zahlreichen Gedichte im Buch hatten durchaus Esprit, nur leider kann ich mich nicht wirklich für Lyrik begeistern, weshalb diese in mir wenig Emotionen ausgelöst haben. Das letzte Drittel des Buches war gefühlt anders als der Start, der mir so gut gefiel, denn plötzlich ist das Tempo enorm und man wird mit Entwicklungen konfrontiert, die man so schnell gar nicht verarbeiten kann. So als würde man überraschend und unerwartet mit eiskaltem Wasser von hinten übergossen. Der Schluss wirkte auf mich leider irgendwie konstruiert und nicht ganz nachvollziehbar. Das hat für mich dann den guten Gesamteindruck zunichte gemacht. Fazit: Definitiv mal etwas anderes, aber man muss dieses Spezielle wirklich mögen. Von mir gibt es dennoch eine Leseempfehlung für all jene, die mal etwas gänzlich Neues ausprobieren und nicht immer nur Titel der Bestsellerliste lesen wollen.

Von Katzen und Menschen in Tokio
von einer Kundin/einem Kunden aus Winsen am 28.05.2021

Als ich jüngst ein Buch aus Japan gelesen habe fand ich dieses sehr besonders, so dass ich bei diesem Buch neugierig wurde und es gern lesen wollte. Auch mag ich Themen mit Katzen und das war ein weiterer Leseanreiz. Aus dem Inhalt: In dem Viertel Shinjuku in Tokio treffen in der Bar Karinka Mensch und Tier zusammen. Und... Als ich jüngst ein Buch aus Japan gelesen habe fand ich dieses sehr besonders, so dass ich bei diesem Buch neugierig wurde und es gern lesen wollte. Auch mag ich Themen mit Katzen und das war ein weiterer Leseanreiz. Aus dem Inhalt: In dem Viertel Shinjuku in Tokio treffen in der Bar Karinka Mensch und Tier zusammen. Und hier wird die Geschichte von Yama und Yume und den streunenden Katzen erzählt, welche ihr Vertrauen verloren haben und als Außenseiter versuchen ihr Leben zu gestalten. Als sich die Freundschaft von Yama und Yume weiterzuentwickeln scheint wird Yume von ihrer Geschichte eingeholt. Meine Meinung: Das Buchcover finde ich sehr schön gestaltet und die Katzen spielen ja in der Handlung eine große Rolle. Hier wird man in eine andere Welt der 80er Jahre entführt. Und das zeigt sich in der ganz eigenen und dennoch gut zu lesenden Schreibweise. Man kann nicht anders als berührt sein wie die beiden menschlichen Hauptprotagonisten ihr Leben gestalten. Und dieses hat es in sich. Mir gefällt das Problemthemen wie u.a. Überlebenskampf, Vertrauen oder Alkohol thematisiert werden. Und schon ist Japan nicht mehr ganz so weit weg. Das Buch besticht auch durch eine eigene Prosa in Form von eingebundenen Gedichten und ist unwahrscheinlich berührend. Man lebt und leidet mit den Protagonisten. Während die ersten beiden Drittel in der Handlung gemäßigt sind, nimmt im letzten Drittel die Entwicklung und Dramatik durch unvorhergesehene Ereignisse zu. Dieses hat mich nachdenklich und etwas bedrückt zurück gelassen. Trotzdem ist das Ende gelungen. Fazit: Ein spezielles Buch welches ich gern Interessierten (nicht nur Katzenfreunden) weiterempfehlen möchte. Gern vergebe ich 4 von 5 Sternen.

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